Frage von Josef55, 4

Ab wann spricht man bei Onlineverkauf nicht mehr von Privatsache?

Ab wann wird man zum steuerpflichtigen Händler? Nach was wird das festgesetzt? Am Flohmarkt kann man ja nahezu grenzenlos alles verkaufen als private Person, in Netz wird das scheins nun kontrolliert-wo liegen hier die Grenzen?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von EnnoBecker, 3

Ich antworte, weil ich hier den Quatsch von vulkanismus auseinandernehmen möchte, denn das ist einfach nur beim ebay-Betreiber gecopypastet und kann so nicht stehenbleiben:

Sie handeln typischerweise gewerblich, wenn Sie ...

Typischerweise? Was soll das heißen? Wer definiert hier "Typen"?

Schauen wir mal....

Artikel kaufen, um Sie wieder zu verkaufen.

Gewerberechtlich: ja
Steuerrechtlich: ja
zivilrechtlich: ja

Artikel verkaufen, die Sie für den Weiterverkauf hergestellt haben.

Gewerberechtlich: ja
Steuerrechtlich:nicht zwingend
zivilrechtlich: ja

Aber wer will das prüfen können?

regelmäßig große Artikelmengen verkaufen.

Gewerberechtlich: ja
Steuerrechtlich: nicht zwingend
zivilrechtlich: ja

häufig neue Artikel verkaufen, die Sie nicht für den eigenen Gebrauch erworben haben.

Was ist denn "häufig"?

eBay Verkaufsagent sind.

Was ist das?

für Ihr Unternehmen auf eBay einkaufen.

Mann, wenn ich "für mein Unternehmen" einaufe, dann habe ich ja eins, oder? Die Aussage ist also völlig sinnlos.

Hier fehlen einige Sachen. Beispielsweise könnte ein Künstler seine Bilder anbieten, ein Schriftsteller seine Bücher, und es wäre noch lange nicht gewerblich.

Kommentar von vulkanismus ,

Hast ja Recht, ist einfach nur strg-c. War nur gut gemeint. Aber eine Antwort hat er von Dir auch nicht bekommen. Du solltest ihm die Vorgehensweise der Finanzer schildern.

Kommentar von EnnoBecker ,

War nur gut gemeint

Das ist eben der Unterschied zwischen gut gemeint und gut gemacht.

Aber eine Antwort hat er von Dir auch nicht bekommen.

Und das bleibt auch so. Ich kenne ja die Umstände nicht.

Kommentar von vulkanismus ,

Keine Antwort geben können, aber rumquatschen. Tolle Leistung - gut gemacht - Anerkennung !! Wie geht denn nun das Finanzamt vor - womit hat er zu rechnen, wenn er sich ggf. in deren Auffassung falsch verhalten hat ?

Kommentar von EnnoBecker ,

Wie geht denn nun das Finanzamt vor - womit hat er zu rechnen, wenn er sich ggf. in deren Auffassung falsch verhalten hat ?

Na es besteuert eben. Was soll schon anderes passieren?

Es ist nicht strafbar, eine abweichende Rechtsauffassung zu vertreten.

Antwort
von Privatier59, 4

Am Flohmarkt kann man ja nahezu grenzenlos alles verkaufen als private Person

Nicht alles was man tun kann darf man auch tun. Die Finanzverwaltung hat auch ein Auge auf Flohmarkthändler, nur ist das wesentlich personalaufwendiger als die Fahnung bei ebay und Co und daher für die betreffenden Händler weniger riskant.

Wann man zum gewerblichen Händler wird? Ebay hat es sehr schön definiert, es kommt auf die Absicht der dauerhaften Erzielung von Einkünften an:

http://pages.ebay.de/help/sell/business-sellers-ov.html

Kommentar von EnnoBecker ,

Ebay hat es sehr schön definiert,

Woran sich der ebay-Betreiber orientiert, weiß ich nicht und es ist mir eigentlich auch titte.

Als Anwender würde ich das noch nicht mal lesen. Denn was interessiert mich, was der ebay-Betreiber als gewerblich einschätzt, wenn ich mich darum sorgen muss, was Gewerbeamt und Finanzamt meinen?

Antwort
von vulkanismus, 4

Sie handeln typischerweise gewerblich, wenn Sie ...

Artikel kaufen, um Sie wieder zu verkaufen.

Artikel verkaufen, die Sie für den Weiterverkauf hergestellt haben.

regelmäßig große Artikelmengen verkaufen.

häufig neue Artikel verkaufen, die Sie nicht für den eigenen Gebrauch erworben haben.

eBay Verkaufsagent sind.

für Ihr Unternehmen auf eBay einkaufen.

Kommentar von EnnoBecker ,

Für einen Dr. strg-c reicht die Antwort.

Ich darf den Mist mal in einer eigenen Antwort auseinandernehmen, ja?

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