Frage von WayneDonQuijote, 146

Ich (Student) habe 9 Monate in Vollzeit gearbeitet und bin jetzt wieder freiberuflich tätig, hat das steuerrechtliche Konsequenzen?

Hallo zusammen,

bis September 2015 ging ich einer Vollzeitbeschäftigung nach. Im Oktober 2015 wurde diese Vollzeitbeschäftigung in Teilzeit (Werksstudent) umgewandelt, da ich wieder mein Masterstudium nach der Praxiserfahrung aufgenommen habe. Insgesamt liegt mein Verdienst aus dieser Angestelltentätigkeit für dieses Jahr bei 37200 € Brutto. Ab 01. Dezember werde ich dem nicht mehr nachgehen und viel mehr wieder als Freiberufler arbeiten (<=20Stunden pro Woche). Aus der freiberuflichen Tätigkeit werde ich mit einem Einkommen von ca. 2000 € im Dezember rechnen.

Nun zu meiner Frage :

Welche steuerlichen Konsequenzen werde ich hiermit tragen ? Lohnt sich das überhaupt oder ist es nicht klüger die Freiberuflichkeit erst ab dem Januar 2016 wieder aufzunehmen ?

Wäre nett wenn mir jemand kurz erklären könnte wie sich meine Nachzahlungen in diesem Fall berechnen würden ? Was kommt da auf mich zu ?

Vielen Dank schon mal im voraus

Beste Grüße

Anzeige
Antwort
von expermondo, 5

Hallo WayneDonQuijote,

Schau mal bitte hier:
Steuern Steuererklärung

Expertenantwort
von wfwbinder, Community-Experte für Finanzamt, 146

Wenn Du mit der selbständigen Tätigkeit 2.000,- Euro einnimmst udn keine Betriebsausgaben von mehr als 2.000,- Euro hast, wirst Du einen Gewinn machen.

Dieser Gewinn muss versteuert werden. Bei Deinen 37.000,- brutto im Jahr vermutlich im Bereich von 30-35 %, also werden Dir noch mindestens 65 % von Deinem Nettogewinn bleiben.

ICh muss für weniger als 65 % meines Vorsteuergewinns arbeiten udn empfinde es trotzdem als lohnend.

Kommentar von EnnoWarMal ,

ICh muss für weniger als 65 % meines Vorsteuergewinns arbeiten udn empfinde es trotzdem als lohnend.

Bei Höchststeuersatz bleiben dir 46,8 % deiner Einnahmen, wenn es keine Ausgaben gibt (119 Einnahme, 19 USt, 42 ESt und davon 5,5 SolZ)

Und das ist noch das Maximale, was man aus seinen Einnahmen rausholen kann. Gibt es Ausgaben, so steigt zwar der Prozentsatz dessen, was vom Einkommen übrigbleibt, aber die Ausgaben sind ja weg.

Die USt ist schon so eine Ausgabe, die hab ich aber schon einbezogen.

Von diesen 46,8% musst du Krankenversicherung und Altersvorsorge bezahlen. Den Rest von 46,8 minus x kannst du verprassen.

Für angenommene 40% verfügbaren Geldes, bezogen auf die Einnahmen, zu arbeiten, lohnt sich schon, denn den Höchststeuersatz gibt es erst bei höherem Einkommen.

Gut, dass ich das mal überschlagen habe, ich lege immer noch zu wenig beiseite.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community