Frage von Seiya, 9

50 000 im laufenden Jahr überschritten, was nun?

2013 war man unter 10 000. 2014 im laufenden Jahr stieg das auf über 50 000€ an. Auf den Rechnungen ist keine Umsatzsteuer. (Es handelt sich nicht um Kauf, Verkauf oder Transport) Was passiert nun, wo die 50 000 im laufenden Jahr überschritten sind? Greift da nicht mehr das, dass man keine Umsatzsteuer in 2014 eigentlich zahlen musste, weil es in 2013 wenig war? Es handelt sich um einen Selbstständigen, ohne Firma angemeldete Firma.

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Expertenantwort
von wfwbinder, Community-Experte für Finanzamt, 6

Du hast doch den Tipp gelesen den EnnoBecer verfasst und Mikkey Dir empfohlen hat.

Somit auch Punkt 2 c)

Wird mein Umsatz in diesem Jahr VORAUSSICHTLICH nicht höher sein als 50.000 Euro? Und "voraussichtlich" heißt "Prognose". Sollte ein Kunde im September unerwartet mit einem Millionenauftrag ankommen, ändert das nichts an meiner Prognose, die ich Anfang des Jahres gestellt hatte.

Also am Anfang des Jahres hast Du höchstens 49.999,- erwartet, nun werden ist mehr.

Ändert das was daran, dass Du anfang des Jahres Weniger erwartet hast?

Nein.

Somit ändert es auch nichts daran, dass Du dieses Jahr Kleinunternehmer bist und ab 01. 01. 2015 nicht mehr.

Kommentar von EnnoBecker ,

Richtig. an der Prognose zu Anfang des Jahres ändert sich doch nichts mehr.

Seiya muss sich aber nun Gedanken machen, wie sie die Umstellung 2015 hinkriegt. Vielleicht sollte ich den Tip da noch ergänzen.

Kommentar von EnnoBecker ,
Vielleicht sollte ich den Tip da noch ergänzen.

Erledigt.

Kommentar von Kevin1905 ,

Das werd ich mir dann mal eben durchlesen.

Kommentar von EnnoBecker ,

Nix los heute hier, was?

Das ist freitags immer so.

Antwort
von freelance, 4

in so einem Falle hat man 2 Fragen zu klären:

  • was erwarte ich an Umsatz im Folgejahr?
  • wie hoch war der Umsatz im letzten Jahr?

Liegst du unter 17.500 Euro in einem Jahr und erwartest nicht mehr als 50 tEuro im Folgejahr, dann kannst du KU bleiben. Hattest du in einem Jahr mehr als 17.500 Euro, dann ändert sich dein Status zwingend im Folgejahr. Dann wird regelbesteuert, die USt ist auszuweisen bei allen Leistungen, die im Folgejahr anfallen. Damit ist auch entscheidend, wann die Leistung wirklich erbracht wird, nicht was Angebote etc sagen.

In deinem Falle bist du ab 1. Jan. 2015 kein KU mehr. Alle Leistungen, die ab dem 1. Jan. erbracht werden, sind mit USt. in Rechnung zu stellen.

Denke ab dem 1. Jan. an die USt-Voranmeldungen! Wenn das nicht klar ist, lies dich hier ein.

Antwort
von EnnoBecker, 4

Daa einzige Problem für dich besteht doch nur darin, den Übergang zum Regelunternehmer sauber hinzukriegen.

Ganz wichtg zu wissen ist hier, dass es auf den Zeitpunkt der LeistungsERSTELLUNG ankommt, ob Umsatzsteuer zu berechnen ist oder nicht. Es kommt nicht auf den Zeitpunkt der Zahlung an.

Beispiel:
Du erbringst eine Leistung am 30. Dezember 2014 und eine am 3. Januar 2015. Beide werden am 10. Januar 2015 bezahlt.

Lösung:
Für die erste Leistung gilt noch KU, für die zweite nicht mehr und du musst für die Leistung vom 3. Januar Umsatzsteuer berechnen. In der Umsatzsteuererklärung 2015 stehen dann eben die KU-Eingänge und die normalen Umsätze gleichzeitig auf dem Formular - die Finanzämter kennen das.

Zwei Ratschläge noch, die wichtig sind:

  1. Die IST-Versteuerung beantragen.
  2. Dauerfristverlängerung beantragen.

Wenn es dazu Fragen gibt, stell bitte ein neues Thema rein.

Willkommen im Kreis der Regelunternehmer. Wenn du das drauf hast, wirst du wahrscheinlich nicht mehr zurückwollen zum KU, selbst wenn es ginge.

Antwort
von Mikkey, 2

Hier

https://www.finanzfrage.net/tipp/kleinunternehmer

werden alle Deine Fragen beantwortet, auch Deine andere Frage

Kommentar von Gaenseliesel ,

ups..... Mikkey hat sich vorgedrängelt ;-))

...der Tipp hilft aber garantiert ! ;-)) K.

Kommentar von Seiya ,

Zählt das auch wenn man kein Gewerbe angemeldet hat? Es geht um eine Dienstleistung, also ist man da doch eher Freiberufler. Ist das das Gleiche nun?

Kommentar von Mikkey ,

Bei der Umsatzsteuer ist die Art der Unternehmertätigkeit weitgehend egal - entscheidend ist die Art der Leistungen.

Kommentar von humoer ,

Hallo Seiya, wenn man ein Gewerbe anmeldet, ist man Gewerbetreibende(r). Freiberufler ist man, wenn man einen der Freien Berufe ausübt, also z.B. Anwalt, Steuerberater, Architekt, bestimmte Therapeuten usw.

Was ich nicht so ganz verstanden habe, war Dein letzter Satz:

Es handelt sich um einen Selbstständigen, ohne Firma angemeldete Firma.

Was bedeutet das?

Kommentar von Seiya ,

Hilft nicht wirklich viel. Ich will eigentlich wissen wie tief ich im Schlamassel stecke und was ich nun tun kann.

Kommentar von EnnoBecker ,

Wieso Schlamassel?

Läuft doch alles perfekt. Du verdienst mehr und das ist doch kein Schlamassel. Was du tun musst, habe ich in eine eigene Antwort gepackt.

Kommentar von EnnoBecker ,

Guter Tip :-))

Kommentar von Seiya ,

Meine Frage ist nun mehr der "Was soll ich nun nur tun" Problematik. Scheinbar habe ich alles falsch gemacht und sehe keine Auswege.

Kommentar von wfwbinder ,

Der Ausweg ist gar nciht nötig, denn die Lösung steht doch in Punkt 2 c)

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