Frage von Luckyka, 225

450 Euro Job: Steuern bezahlen obwohl Jahresverdienst unter 5400 Euro?

Ich bin Studentin, bekomme kein Bafög und wohne noch Zuhause. Ich arbeite seit zwei Jahren in einer Eisdiele auf 450 Euro, verdient dort im Winter nur 50-100 Euro und Sommer bis 200 Euro. Das war mir letztes Jahr zu wenig sodass ich seit Mai 2015 noch zusätzlich in einem Solarium arbeite und doch im Sommer bis 250 Euro und km Winter 400 verdient habe. Insgesamt habe ich in dem Jahr 2015 4500 Euro verdient, nur bin ich leider in vier Monaten (im Herbst /Winter) über dir Grenze von 450 Euro gekommen ( 3mal circa 50 Euro mehr und 1mal nur 5 Euro mehr). Nun mein Problem : Meine Chefin aus der Eisdiele hat einen Brief von der Minijobzentrale bekommen, wo sie aufgefordert wird mich steuerpflichtig anzumelden und dass ich die Steuern in den letzten Monaten nachzahlen muss. Doch ist das gerechtfertigt? Ich habe meinen Jahresverdienst durch 12 gerechnet so dass ich 2015 gerade mal 355 Euro verdient habe. Meine Chefin möchte nur Einspruch eingelegen, doch womit kann ich rechnen? Ich meine, ich arbeite in Betrieben bei denen es nach Saison im Sommer in der Eisdiele und im Winter im Solarium mehr los ist.

Nächste Frage : Das Solarium hat ja wahrscheinlich auch einen Brief bekommen, sich aber noch bei mir gemeldet. Soll ich mich dort melden und denen auch sagen dass sie Einspruch eingelegen sollen oder erstmal (wie meine Chefin aus der Eisdiele es mir geraten hat) abwarten. Habe dann nur Angst dass mich das Solarium steuerpflichtig anmeldet ohne mit mir zu sprechen. Kann das passieren oder muss erstmal Rücksprache mit mir gehalten werden ?

Danke!

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Antwort
von Mikkey, 182

Warum machst Du Dir einen solchen Stress? Als Studentin kannst Du problemlos regulär arbeiten und dir das ganze Minijob-Herumgeeiere sparen.

Lass Dir entsprechend mehr auszahlen, Du hast mehr davon und den Arbeitgeber kostet es nichts extra.

Antwort
von ellaluise, 139

Hi, nicht Steuern sind das Problem sondern die Sozialversicherung!

Wenn mehrfach die Geringfügigkeitsgrenze überschritten wird, werden beide (?) Jobs versicherungspflichtig in der Sozialversicherung.

Das führt zu Nachberechnungen.

Wissen die jeweiligen Arbeitgeber von der anderen Beschäftigung?


Kommentar von Luckyka ,

Danke für die Antwort!  Muss ich dann nur für die Monate, in denen ich die Grenze  überschritten habe,  nachzahlen oder für das ganze Jahr?  Mit wieviel kann ich da rechnen, wieviel Prozent sind das ungefähr?  

Kommentar von ellaluise ,

Nur für die Monate, in denen die Grenze überschritten wurde. Beiträge zahlen Arbeitgeber + Arbeitnehmer (Krankenversicherung, Pflegeversicherung, Rentenversicherung, Arbeitslosenversicherung).

Das Problem ist, ist ein Mordsaufwand für die Arbeitgeber.

Eine Minijob wird bei der Minijob-Zentrale gemeldet. Eine Beschäftigung über 450€ liegt in der Gleitzone und wird über deine Krankenkasse gemeldet.

Überall müssten korrigierte Meldungen, von jedem Arbeitgeber gemacht werden. Jeweils An- u. Abmeldungen.

Wenn die Arbeitgeber voneinander wussten, war es sehr unintelligent von Ihnen, nicht das jeweils andere Einkommen "abzufragen" und die jeweilige montliche Abrechnung anzupassen d.h. evtl. Mehrentgelt in den nächsten Monat schieben.

Du kannst da wenig machen, das müssen die Arbeitgeber regeln.

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