Frage von Marleen1988, 114

40.000€ verliehen... schuldner hat das geld nicht mehr

Hallo Leute! Ich bitte um dringende Hilfe!!! Mein Freund hat seinem Onkel (der schon mal wegen finanzbetrug gesessen hat...) 20.000€ von seinem ersparten geliehen. Da der Onkel mehr brauchte und selber keinen Kredit bekam, nahm sich mein Freund noch 20.000€ auf Kredit die er ihm lieh. Das ganze ohne Vertrag.......

Ich habe erst vor 1 Woche davon erfahren, es ist aber schon fast ein Jahr her als er ihm das Geld gab.

Der Onkel lieh sich das Geld unter dem Vorwand einen Kredit über 2.000.000€ im Ausland zu nehmen und meinem Freund anschließend 65.000€ zurückzubezahlen.

Nun sagt der Onkel er habe die 40.000€ nach Wien überwiesen, und der aus Wien habe es nach Dubai als anzahlung für den Kredit überwiesen oder so.

Fazit: das Geld ist futsch, der Onkel hat (angeblich) keine 2.000.000€ bekommen und kann daher meinem Freund die 40.000€ nicht mehr geben.

Die beiden haben nun eine Ratenzahlung vereinbart wobei der Onkel meinem Freund Monatlich 500€ zurückzahlt. Das 1. Monat hat er schon gekniffen weil er angeblich rückzahlungen an das AMS zahlen muss, und sowiso vorne und hinten kein Geld hat.

Außerdem sind wir dem Onkel draufgekommen dass er 2 mietobjekte besitzt von dem bis dato niemand wusste und er immer bei meinen Schwiegerelter "haust".

Wer kann uns tipps geben wie wir da wieder herauskommen??? :(

Antwort
von hildefeuer, 54

Ich sehe da nur eine Möglichkeit sich mit der Verwandtschaft kurz zu schließen und Ihn darüber unter Druck zu setzen. Rechtlich wird man da nix machen können, so was ist in Deutschland leider rechtlich zulässig. Verklagst Du Ihn musst Du alles fein säuberlich nachweisen. Da wird sicherlich der Nachweis für den Erhalt des Geldes schon scheitern. Der ist gerissen und Ihr seit Ihm sicherlich nicht gewachsen. Daher sollte man eine Auseinandersetzung vor Gericht vermeiden.

Antwort
von gandalf94305, 88

Fassen wir mal zusammen:

  • Der Onkel hat eine Historie wegen Finanzbetrug und ist rechtsgültig verurteilt worden.

  • Wider besseres Wissen leiht man ihm 20.000 EUR ohne Besicherung und ohne Vertrag. Einfach so in einer Tüte.

  • Wider besseres Wissen leiht man ihm weitere 20.000 EUR, über die ein Darlehen aufgenommen wurde, ebenso ohne Besicherung und ohne Vertrag. Noch eine Tüte.

  • Vor über einem Jahr ist das passiert und nun nach einem Jahr merkt der Freund immer noch nicht, daß er keine 65.000 EUR zurückbekommen hat?

  • Die Ratenzahlung von 500 EUR würde für diesen Betrag über ca. 86 Monate (ca. 7 Jahre) bei einer Verzinsung in Höhe der Inflationsrate (2%) dauern.

  • Nun ist die erste Monatszahlung mit irgendwelchen Ausreden nicht bedient worden. Und der Freund akzeptiert die Ausreden des Onkels?

  • Der Onkel scheint Sachwerte zu haben, die er aber bisher nicht verwertet hat.

Mit fallen ein paar Adjektive für den Freund ein, die ich hier nicht anbringen will. Formulieren wir es mal so: wenn es um Menschenkenntnis und Finanzdinge geht, würde ich Deinem Freund keinen Zentimeter über den Weg trauen und Du solltest auch hübsch Deine Finanzangelegenheiten von den seinen getrennt halten.

Es gibt nun ein paar klare Schritte:

  • Nachweise beschaffen, daß das Darlehen über 20.000 EUR und zu welchen Konditionen gewährt wurde.

  • Nachweise beschaffen, daß das zweite Darlehen über 20.000 EUR und zu welchen Konditionen gewährt wurde.

  • Aufforderung an den Onkel schicken mit Fristsetzung, die 40.000 EUR zurückzusenden. Wenn Ihr Glück habt, dann erkennt er mit seiner Antwort die Schuld an und redet sich irgendwie heraus.

  • Mit dem Nachweis des Rückzahlungsanspruchs wird ein gerichtlicher Mahnbescheid beantragt.

  • Widerspricht der Onkel dem Mahnbescheid, geht das vor Gericht. Widerspricht er dem nicht und reagiert einfach nicht, leitet Ihr die Vollstreckung ein. Leistet er schuldbefreiend die geforderte Zahlung, ist alles ok.

Ich fürchte, daß man angesichts der... umm... groben Nachlässigkeit der Zahlung dieses Betrags und des Fehlens vertraglicher Dokumente dazu ein Problem bekommen wird. Sucht einen Anwalt auf und laßt Euch beraten.

Antwort
von Rat2010, 66

Nach allem, was mir über den Umgang von Österreichern mit ihrem Geld bekannt ist, ist es mehr die Normalität, dass dein Freund sein Geld (oder ist es das von jemand anders) verdödelt anstatt dass er es anlegt.

Es ist weg und er ist - jedenfalls in Österreich - in guter Gesellschaft. Klug, wer daraus seine Lehren zieht. Blöde, wer den selben Fehler immer wieder macht (und das sind auch nicht wenige).

Ihr kommt also nur so raus, dass ihr das Geld abschreibt. Es ist weg und falls der Onkel irgendwann irgendwas zurück zahlt, ist das als Geschenk zu sehen.

Wenn es mein Freund wäre, wäre ich mit dem und seinem Märchenonkel sehr vorsichtig. Es gibt zwei Sprüche. "Die Katze lässt das mausen nicht" und "doof bleibt doof, da helfen keine Pillen" und immer, wenn einer der beiden von der Anlage von Geld redet, solltest du überlegen, welcher der beiden passt.

Kommentar von gammoncrack ,

Es ist weg

Glaube ich nicht. Das hat jetzt nur ein anderer :-))

Antwort
von wfwbinder, 55

Da rauskommen?

Kaum möglich.

Zur Sicherheit ein schriftliches Schuldanerkenntnis geben lassen, mit der Unterwerfung der Zwangsvollstreckung in das gesamte Vermögen.

Das nur zur Sicherheit für den Fall, dass der Onkel doch noch mal zu Geld kommt. Oder eine Zwangshypothek in die Grundbücher eintragen lassen.

Der ist entweder Kreditvergabebetrügern aufgesessen (Dubai udn Vorauszahlung deutet darauf hin), oder ein ganz dreister Lügner.

Antwort
von TaxQA, 41

da kommt man nicht mehr raus. Wer 2 Mio irgendwo aufnehmen will, AMS bedienen muss und dann auch noch 40k von einem Verwandten, der hat eine rege Phantasie an der einen oder anderen Stelle.

Das Geld wird wohl auf lange Zeit weg sein. Oder ganz.

Antwort
von Nelson, 42

Ohne schriftliche Vereinbarung wird es leider wirklich schwierig auch wenn es sich um eine Familienangelegenheit handelt. So lässt sich kaum beweisen dass es sich nicht um ein Geschenk gehandelt hat.

Kommentar von mig112 ,

Bei einem Betrüger ist es selbst MIT schriftlicher Vereinbarung schwer...

Antwort
von gammoncrack, 35

Da fehlt mir jedes Mitleid.

Dass man das bei solchen Summen nicht schriftlich macht, ist schon grob fahrlässig, dass man das bei einem macht, der wegen Finanzbetrug vorbestraft ist, ist Harakiri. Beides zusammen ist - keine Ahnung, welchen Ausdruck ich dafür wählen soll.

Wenn Ihr den Geldfluss nachweisen könnt, habt ihr vielleicht eine Chance wegen der Miethäuser. Aber ich könnte wetten, dass da schon andere den Finger drauf haben.

Antwort
von EnnoBecker, 32

Also beim Universum war sich Einstein nicht ganz sicher.....

Wer kann uns tipps geben wie wir da wieder herauskommen?

Geld abschreiben, und den Onkel gleich mit.

Kommentar von blnsteglitz ,

den würde ich durch den Fleischwolf drehen (den Onkel )

andererseits: Wer so dumm handelt......

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