Frage von Marmotte, 7

400€-Job plus Einkommen für Leistungen : wie versteuern?

Hallo liebe Steuerexperten, ich bin Studentin und habe nebenbei einen 400€-Job. Nun hat sich die Gelegenheit ergeben, zusätzlich hin- und wieder für eine Firma als Übersetzerin zu arbeiten. Das monatliche Einkommen aus dieser Arbeit ergibt sich aus der Auftragslage und kann zwischen 0 und 500€ monatlich liegen, allerdings ist er wahrscheinlich, dass ich im Laufe des Jahres den Steuerfreibetrag überschreiten werde. Es handelt sich um Arbeit auf Rechnung, ich bin also nicht angestellt. Zur Info: Ich bin unter 25 und damit familienversichert. Meine Fragen also:

  1. Wie muss ich mein Einkommen angeben? Jährlich in einer Steuererklärung?

  2. Wie wird es vorraussichtlich besteuert werden?

  3. Mein Auftraggeber hat mit zur Abrechnung der Leistungen eine Musterrechnung geschickt, auf der folgender Satz vermerkt ist: "Als Kleinunternehmerin bin ich von der Mehrwertsteuer befreit" - eine Kleinunternehmerin bin ich jedoch nicht, da ich ja kein Gewerbe angemeldet habe, oder? Wie muss ich diesen Satz umschreiben?

  4. Die zulässige Gesamtarbeitszeit für Studierende (20Std. im Semester, 40 in den Ferien) werde ich wohl nicht überschreiten - jedoch ist es doch bei einer Übersetzungstätigkeit kaum nachzuweisen, wie lange ich daran gearbeitet habe, oder? Wie verfahre ich mit diesem Problem?

  5. Muss ich sonst noch etwas beachten, Stichpunkt Versicherung etc.?

Ich bedanke mich schon im Voraus herzlich für alle Antworten!

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Antwort
von Kevin1905, 2
  1. Vermutlich als Einkünfte aus selbständiger Arbeit in der Anlage S. Denk aber dran deine Kosten gegenzurechnen. Finanzamt will auch eine Gewinnermittlung haben. Bis 17.500,- € Umsatz kann diese formlos erfolgen (Excel-Tabelle).
  2. Besteuert wird dein zu versteuerndes Einkommen abhängig von deinem Gewinn aus der selbständigen Tätigkeit abzüglich der Sonderausgaben (Beiträge zur Sozialversicherung etc.). Der Minijob bleibt steuerfrei für dich, wenn du nicht so schlau warst, deinem Arbeitgeber deine Lohnsteuerabzugsmerkmale zu geben und dieser dich nach Steuerklasse abrechnet. Dann würden die Einkünfte addiert und der Minijob müsste in die Anlage N.
  3. Die Kleinunternehmereigenschaft hat NICHTS damit zu tun ob jemand gewerblich oder freiberuflich tätig ist. Entscheidend ist nur die Höhe der Umsätze und ob diese im Allgemeinen der Umsatzsteuer unterliegen.
  4. Glaubhaftmachung reicht, so lange die KV keine Anhaltspunkte hat, die anderes vermuten lassen.
  5. Um familienversichert bleiben zu können dürfen die Gewinne aus der Selbständigkeit zzgl. des Lohns aus dem Minijob 450,- € im Monat nicht überschreiten. Ansonsten musst du in die KVdS. Kostet dann ca. 78,- € im Monat.
Antwort
von wfwbinder, 1
  1. Ja, jährlich in der Steuererklärung mit einer Einnahme-Ausgaben-Überschussrechnung und Anlage "S"

  2. Wenn du einen 400,- Euro Job hast, der gar nciht in die Steuererklärung kommt und der Gewinn als Übersetzerin weniger als 8.354,- beträgt, ist die Steuer 0,- Euro (ausser Du hättest noch andere Einkünfte).

  3. Du bist Kleinunternehmerin, denn kleinunternehmer ist ein Begriff aus der Umsatzsteuer und bezeichnet freiberufler und Gewebetreibende, die im Vorjahr einen maßgeblichen Umsatz von weniger als 17.500,- hatte und für das laufende Jahr weniger als 50.000,- erwarten. Dann wird Umsatzsteuer nciht erhben. man darf aber auch keine Umsatzsteuer berechnen udn auf die Rechnung gehört der Zusatz: Keine Umsatzsteuer gem. § 19 UStG. Du bis als Übersetzerin freiberuflich tätig, nciht gewerblich.

  4. Gar nicht. Du solltest nur nicht mehr als 80 Stunden pro Monat berechnen.

  5. NEin, solange Du studentin bist gilt Familien/Studenten-KV

Antwort
von billy, 1
  1. Ja, Anlage S
  2. nur Einkommen oberhalb des Freibetrages, Minijob ist bereits pauschal besteuert von AG
  3. doch unter Kleinunternehmer, freiberufliche Tätigkeit
  4. sehe kein Problem
  5. solange die Familienversicherung besteht nicht

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