Frage von 123Steuerfrei,

400€ Job + verschiedene Honorarverträge in Übungsleitertätigkeit

Hallo, ich bin Studentin und seit einiger Zeit bei mehreren Arbeitgebern für ein paar Stunden Haushaltshilfe/ Kinderbetreuung beschäftigt und tue dies auf Minijobbasis. Jetzt nehme ich noch weitere Honorarverträge als Übungsleiter in Sport AGs und Hausaufgabenhelfer (beides über Schulen) an, welche jährlich knapp unter 2000€ einbringen. Da ich selbst noch nie eine Steuererklärung machen musste und davon überhaupt keine Ahnung habe, möchte ich gern wissen, was ich zu beachten habe --- Welche Angaben muss ich für das Finanzamt machen? Wieviel darf ich über die Honorarverträge einnehmen? Gibt es einen steuerrelevanten Unterschied zwischen der Übungsleitertätigkeit und der Hausaufgabenhilfe? Was ist sonst noch wichtig zu wissen? Danke schon mal für eure Gedanken und ja, ich weiß die paar Euro für die Lohnsteuerhilfe wären gut investiert, bin mir aber nicht sicher ob das alles auch unter die Lohnsteuer fällt oder eher die Einkommenssteuer.

Viele Grüße

Antwort von timoko,
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Einen Teil Ihrer Fragen möchte ich beantworten: 1.) ihr Gedankengang "ich weiß die paar Euro für die Lohnsteuerhilfe wären gut investiert,.." hat einen Haken: Lohnsteuerhilfevereine werden nur für Arbeitnehmer OHNE Einkommen aus selbstständigen Tätigkeiten tätig, von daher werden Lohnsteuerhilfevereine wegen Ihrer "Einkünfte aus selbstständiger Tätigkeit" (also Ihre Honorarverträge) Sie mutmaßlich NICHT als Mandanten annehmen. Die sauberste und (für Sie) einfachste Lösung wäre, die Schulen würden Sie ebenfalls auf Minijob-Basis beschäftigen. (also als "abhängige Beschäftigte") Wenn Sie dann aus der Summe der Minijob-Einkommen die 400 EUR-Grenze überschreiten, ist das nicht "verboten" sondern Sie kommen in die sog. "Gleitzone" (400,01 EUR - 800 EUR) Ihre Arbeitgeber müssen dann anteilig die Soz.Vers.-Beiträge an die Minijobzentrale bezahlen. Solange Sie insgesamt weniger als 20 Std. wöchentl. für Ihre sämtlichen Minijobs aufbringen, bleibt Ihr Studentenstatus bestehen - trotz der eingetretenen Soz.-Vers.-Pflicht. Wichtig ist dass Sie mehr Stunden für Ihr Studium aufbringen als für Ihre Jobs; bei mehr als 20 Std. wöchentlicher Jobberei würde unterstellt werden bei Ihnen stünde Ihre Erwerbstätigkeit im Vordergrund und nicht mehr das Studium... Leider haben 400-EUR-Arbeitgeber oft panische Angst bei Überschreitung der 400 EUR mit "riesigen Kosten" belastet zu werden und wehren sich mit Händen und Füssen gegen die Überschreitung der 400 EUR-Grenze obwohl in der Gleitzone auch nicht wesentlich mehr Sozialabgaben zu zahlen sind als bei Pauschalversteuerung.... Reden Sie doch mal mit der Schule ob Tätigkeit wirklich nur auf Honorarbasis möglich...

Antwort von jowaku,

Ein 400€-Job oder mehrere Minijobs (zusammen maximal 400€) sind steuerfrei, wenn der Arbeitgeber di pauschale Steuer zahlt. Für solche Minijobs ist nicht mal ein Feld in der Steuererklärung vorgesehen. Wenn es über 400 geht, muss ein weiterer minijob normal versteuert werden.

Übungsleitertätigkeiten in Vereinen und einige der Lehrtätigkeiten in öffentlichen Einrichtungen sind bis zusammen 2100€/Jahr steuerfrei. ( § 3 EStG Punkt 2. / http://www.gesetze-im-internet.de/estg/__3.html )

Von einer Freiberuflichen oder Gewerblichen Tätigkeit wird der Gewinn (=Einnahmen-Ausgaben) ermittelt und kommt in die Steuererklärung. Wenn steeurpflichtiger Lohn plus Gewinn eine bestimmte Höhe überschreiten, wird Steuer fällig.


Wenn eine Studentin zu viel verdient, muss sie ihre Krankenkasse selber zahlen, und jenseits von 8004 € verliert die Familie das Kindergeld für sie. Das wäre dann richtig teuer. Beim Einkommen für das Kindergeld zählen steuerpflichtige Einkünft und steuerfreie Bezüge zusammen.

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