Frage von dextro, 2

4 € Steuererstattung

Hallo,

es geht um folgendes:

ich habe einen Einkommenssteuerbesc heid bekommen bei dem mir anstatt 61 Fahrten zur Arbeit nur 1 Fahrt angerechnet wurde. Nach Einspruch meinerseits wurden dann doch alle 61 Fahrten zur Arbeit á 105 km eingerechnet. Es ergab sich allerdings nur eine neue Erstattung von 4 €. 60 Fahrten können doch nicht nur 4€ ausmachen oder?

Ich habe Einspruch eingelegt der abgelehnt wurde. Mit der begründung: "... ein zuvor zu unrecht erfasster Betrag von 1900 €(Vorsorgeaufwendung) in die geändert Festsetzung nicht einbezogen wurde. Die Kranken/ Pflegeversicherungsbeiträge wurden entsprechen Ihrer Eintragung sowie der elektronischen Übermittung der Krankenkasse berücksichtigt."

Aber die 1900 € habe ich doch bezahlt an eine Krankenkasse das hat doch nichts mit den Fahrten zur Arbeit zu tun oder?

Antwort
von LittleArrow,

Welche Werbungskosten hast Du ausser den Entfernungskilometern noch in Anlage N eingetragen?

Antwort
von dextro,

Hey, Also ich verstehe das alles nicht ganz :( Ich wollte keinen bescheißen oder sowas. Aber nochmal fix zur Erklärung. 1. Einkommensteuerbescheid -> nur 1 fahrt. 2. Einspruch von mir wegen eigentlich 61 fahrten. 3. Geänderter Einkommensteuerbescheid mit nun 61 Fahrten. Allerdings nur 4 € für 60 fahrten. Aber Nachzahlung von 4 €. 4. Einspruch von mir wegen nur 4 €. 5. Ablehnung weil 1900 € Pflegeversicherung zuviel bezahlt hab??? Mit dem Angebot den Einspruch zurück zu ziehen oder auf der Begründung des Finanzamts weiter Einspruch zu erheben.

Ich verstehe nicht was die Krankenkassen Beiträge mit den Fahrten zur Arbeit zu tun hat.!? Die 4 € wurden mir ja schon nachgezahlt. also muss das Finanzamt ja irgendwo schon nen Fehler gemacht haben.

Wie gesagt ich wollte keinen bescheißen oder sowas. Aber ich verstehe nicht was die Beiträge zur kranken/Pflegeversicherung mit den Fahrten zur Arbeit zu tun hat.??? Was meint ihr soll ich den Einspruch aufrecht erhalten oder zurück ziehen?

Kommentar von blackleather ,

Halte ihn aufrecht und lass ihn ablehnen. Wozu willst du dem Finanzamt die Arbeit abnehmen, eine Einspruchsentscheidung zu schreiben? Wenn sie darauf keinen Bock haben, können sie dir ja Recht geben. Es gibt jedenfalls keinen Grund, einen einmal eingelegten Einspruch zurückzunehmen.

Kommentar von dextro ,

Aber hat das dann auch aussicht auf Erfolg? Weil ich ja auf Grundlage der Ablehnung ( wegen den 1900 € pflegversicherung) den Einspruch aufrecht erheben soll!? Hat denn das Finanzamt nen Fehler gemacht? Weil sie die 1900€ nicht berücksichtigt haben am anfang?

Kommentar von blackleather ,

Nein, dieser neue Einspruch kann keine Aussicht auf Erfolg haben - aber komm nicht auf die Idee, deswegen müsse er zurückgenommen werden. Das muss er keinesfalls.

Das Finanzamt hat offenbar im allerersten Bescheid einen Fehler gemacht und dein Einspruch dagegen hat ihm Gelegenheit gegeben, diesen Fehler zu berichtigen, was es auch prompt getan hat. Trotzdem sind für dich dabei immer noch 4 € rausgesprungen.

Antwort
von Primus,

Aber die 1900 € habe ich doch bezahlt an eine Krankenkasse

Das mag schon sein, aber anscheinend hast Du den Betrag selber eingetragen und gleichzeitig wurde folgendes bemerkt :

Die Kranken/ Pflegeversicherungsbeiträge wurden entsprechen Ihrer Eintragung sowie der elektronischen Übermittlung der Krankenkasse berücksichtigt

Damit hättest du doppelt abgerechnet und das ist aufgefallen.

Das wird wohl der Grund für die fehlende Nachzahlung sein :-((

Kommentar von EnnoBecker ,

Ich denke auch, dass der Vorsorgehöchstbetrag ins Formular eingetragen worden ist.

Kommentar von Fragfreund ,

@Primus. Unsinn. Natürlich ist es korrekt, wenn der Steuerpflichtige die Krankenkassenbeiträge selbst einträgt. Das Finanzamt vergleicht diesen Betrag ggf. mit der automatisierten Mitteilung der Krankenkasse. Von "doppelter" Abrechnung zu sprechen, zeugt von Steuerritterjüngertum. Das Finanzamt hat Schei.e gemacht und nichts anderes.

Kommentar von EnnoBecker ,

@Primus

Lass dich nicht verunsichern. Wenn

a) neben dem Eintrag der eigentlichen Beiträge auch noch die 1.900 eingetragen wurden oder

b) ausschließlich die 1.900 eingetragen wurden und durch das FA lediglich um die gemeldeten Beiträge ergänzt worden sind,

dann haben wir hier genau den Fall.

Kommentar von Primus ,

Danke Enno ; -)

Kommentar von EnnoBecker ,

Ich verstehe die Einlassung von unserem Freund auch nicht, denn mit "Das Finanzamt hat Schei.e gemacht und nichts anderes." hat er doch unsere Ansicht bestätigt.

Kommentar von Primus ,

Eben, so sehe ich das auch.

Kommentar von Fragfreund ,

Es geht darum, dass hier von Finanzamtjüngern der Eindruck erweckt werden soll, dass der Fragesteller etwas falsch eingetragen hat. Für den Doppeleintrag ist ganz allein die Finanzamtsoftware bzw. das Finanzamt zuständig. Es braucht den Steuerpflichtigen nicht zu interessieren, was die Sozialversicherer oder Privatkassen dem Finanzamt übermitteln. Für ihn ist maßgeblich, was er(ersichtlich aus der Jahressteuerbescheinigung bzw. der Mitteilung der Versicherung an ihn) gezahlt hat. Und den Betrag überträgt er auch ins Formular. Wenn die tatsächlichen Fachleute hier ehrlich sind, werden sie zugeben, dass viele Finanzamtsangestellten maßlos überfordert sind.

Kommentar von EnnoBecker ,

Es geht darum, dass...

Mir ist immer noch nicht klar, was du eigentlich willst. Es kann ja niemand behaupten, dass du nicht recht hättest. Ich verstehe nur nicht, worin die Ansicht von Primus' abweichen soll deiner Meinung nach.

Und auch nicht, wozu es jetzt gut sein soll, auf die Pauke zu hauen.

Vielleicht kannst es ja bitte erklären?

Kommentar von gammoncrack ,

Wird er nicht können. Siehe auch hier, wo er nicht kann:

http://www.finanzfrage.net/frage/fuehrerscheinjahre-bei-der-haftflichtversicheru...

Eigentlich kann er fast immer nicht!

Kommentar von Primus ,

Der Arme kann einem ja leid tun ;-))

Antwort
von althaus,

Wer keine Steuererklärung machen kann, sollte es einem Steuerberater überlassen. Der kontrolliert auch den Einkommenssteuerbescheid.

Kommentar von Fragfreund ,

Vermutlich wird's eh nicht mehr lange dauern, bis der Steuerberater dem Bezirksschornsteinfegermeister hinsichtlich der "Lizens zum Gelddrucken" gleichgestellt wird und seine Unterschrift unter jedem Steuerantrag etc. gesetzlich obligatorisch wird.

Kommentar von EnnoBecker ,

Vermutlich wird's eh nicht mehr lange dauern, bis der Steuerberater dem Bezirksschornsteinfegermeister hinsichtlich der "Lizens zum Gelddrucken" gleichgestellt wird und seine Unterschrift unter jedem Steuerantrag etc. gesetzlich obligatorisch wird.

Davon träume ich auch :-)

Antwort
von blackleather,

Falls du nach der entsprechenden Rechtsgrundlage suchst, guckst du § 177 Abs. 2 AO:

http://dejure.org/gesetze/AO/177.html

Kommentar von EnnoBecker ,

Nein, im 177 sind wir hier nicht, sondern im Einspruchsverfahren. Das bedeutet Gesamtaufrollung des Verfahrens.

Wäre es hier zu einer Nachzahlung gekommen, hätte der Fragesteller dieser durch Rücknahme des Einspruchs entgehen können, ohne dass das FA nach 177 reinkäme.

Durch die Hintertür 129 hätten sie es ja mal probieren können.

Kommentar von blackleather ,

Und der § 177 bietet auch im Einspruchsverfahren die Rechtsgrundlage, den Fehler mit den Sonderausgaben zu berichtigen.

Und da keine Nachzahlung drohte, musste die Rücknahme des Einspruches auch nicht angeregt werden, weil es zu keiner Verböserung kommen konnte.

Kommentar von EnnoBecker ,

Und der § 177 bietet auch im Einspruchsverfahren die Rechtsgrundlage, den Fehler mit den Sonderausgaben zu berichtigen.

Jein. Man kann ihn gern mit reinziehen, aber er ist sofort wieder draußen, wenn ich den Einspruch zurückziehe. § 365 (1)

Kommentar von blackleather ,

Haste Recht. Bloß dass das Finanzamt im Unterschied zu sonst dich in dem Fall nicht auf die Idee bringen muss. Und was würde es auch nützen? Ziehste den Einspruch zurück, kannste die 4 € Steuererstattung in den Wind schreiben...

Kommentar von EnnoBecker ,

kannste die 4 € Steuererstattung in den Wind schreiben

Das würde meinen Vermögensaufbauplan auch durcheinanderbringen.

Natürlich war hier kein Verböserungshinweis geboten, weil sich nichts verbösert hat. Aber wenn nun eine Nachzahlung von 2, 63 Euro rausgekommen wäre, hätte es weitere drölf Briefe zwischen Finanzamt und Steuerpflichtigen gegeben :-)

Aber nagut, das hat er ja auch nicht geahnt, dass er 4 Euro jagt....

Kommentar von blackleather ,

Aber wenn nun eine Nachzahlung von 2, 63 Euro rausgekommen wäre, hätte es weitere drölf Briefe zwischen Finanzamt und Steuerpflichtigen gegeben :-)

Dann wär's doch erst richtig spannend geworden, wenn das FA den Hinweis auf die drohende Verböserung dann unterlassen hätte. Ich hätte dann erst das Rechtsbehelfsverfahren gegen den Änderungsbescheid durchgezogen und anschließend Amtshaftung für meine Kosten geltend gemacht.

Kommentar von Meandor ,

Wenn Du den Einspruch zurückziehst, hätte ich den Bescheid nach § 129 AO geändert, denn der Ansatz der eDaten ist keine Handlung die eine steuerrechtliche Überlegung verlangt, sondern eine rein mechanische.

Je nach Aktenlage wurden die Eintragungen des Steuerpflichtigen in der Erklärung durchgestrichen und daneben vermerkt "Ansatz laut eDaten". Wurde vergessen die Sache dann in den PC Daten zu streichen, fällt auch das unter 129 (meines Erachtens).

Kommentar von EnnoBecker ,

hätte ich den Bescheid nach § 129 AO geändert,

Das ließe sich dann wohl nicht vermeiden.

Da hat der Fragesteller Glück gehabt.

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