Frage von gtxmaster, 30

25 % Frontier Markets - Anteil im Fondsdepot?! Zu hoch?

Guten Abend, ich habe diese Woche eine Einmalanlage in Höhe von 20000 in Fonds getätigt. Nun kommen mir Zweifel ob der Risikoanteil zu hoch ist. Ich persönlich habe mich bewusst dazu entschieden 25 % des Geldes auf die Grenzmärkte zu verteilen. Warum sollten die keine ähnliche Entwicklung nehmen wie Schwellenländer? Habe den Grenzmarktanteil auf zwei Fonds verteilt. Einmal einen Templeton und einen Schroders. 25% habe ich auf einen Schwellenländerfonds von Vontobel verteilt. Den Rest je zur Hälfte auf Europa (Comgest) und Welt (Robeco).

Besparen möchte ich jetzt je Region 50 Euro im Monat. Also 200 Euro insgesamt. Ich bin noch recht jung (20) und habe jetzt trotz dass ich mir meine Gedanken gemacht habe und mit Musterdepots etc gearbeitet habe Zweifel ob der hohe Anteil der Grenzländer wirklich das für mich erhoffte Renditeplus wird. Denkt denn hier noch jemand, dass solche Frontiers über 10 Jahre eine gute Wertentwicklung schaffen oder bin ich zu blauäugig an die Sache rangegangen? Hat noch jemand solche Frontierfonds im Bestand und wie seht Ihr die Aussichten? War der Kaufzeitpunkt meiner Anlage evt ungünstig gelegt?

Expertenantwort
von gandalf94305, Community-Experte für Fonds, 28

Zunächst mal gratuliere ich Dir dazu, mehr als die 0-3% Emerging/Frontier Markets im Portfolio zu haben, die der Durchschnittsanleger in Deutschland im Depot hält :-)

Die Emerging/Frontier Markets haben derzeit ca. 1/3 Anteil am Welt-BIP und dieser nimmt aufgrund der Bevölkerungsentwicklung, jedoch auch der wirtschaftlichen Entwicklung der Märkte in diesen Ländern weiter zu.

Die 25% halte ich persönlich daher für jemanden in jungen Jahren für nicht zu hoch. Emerging/Frontier Markets sind im Schnitt wenig verschuldet, haben eine gute Entwicklung der Binnenmärkte vor sich und profitieren direkt von der wirtschaftlichen Entwicklung in den klassischen Industrieländern beim Sourcing und Outsourcing. Hier ist also noch viel zu erwarten.

Über eine laufende Besparung der Positionen wird außerdem über Cost Averaging eine Mittelung erreicht, die Volatilitäten reduziert.

Wenn Du warten möchtest, bis feststeht, ob die Entscheidung richtig oder falsch war, dann hast Du den Trend aber schon verpasst ;-)

Daher kann man durchaus dies wagen - muß jedoch auch laufend überprüfen, welche Risiken lauern und wo sich solche materialisieren. Genauso wie man das für die restlichen Portfoliosegmente tun sollte, um sich an die Marktentwicklung anzupassen und tendenziell eher antizyklisch zu handeln. Insbesondere muß aber auch überprüft werden, ob die ausgewählten Fonds weiterhin die Erwartungen erfüllen und ob es ggf. bessere Belegungen oder Beimischungen gibt.

Kommentar von gandalf94305 ,

Und PS: ich habe die 20 schon lange hinter mir gelassen, aber mein Portfolio weist derzeit 34% Emerging/Frontier Markets im Aktienanteil und 48% im Rentenanteil auf. Renten sind knapp 20%, Aktien 80%.

Kommentar von gandalf94305 ,

PPS: Und ich hoffe, Du hast die Einmalanlage nicht an einem Tag getätigt, sondern über verschiedene Tage hinweg. Bei volatileren Werten sollte man größere Beträge auf ein paar Portionen aufteilen, damit man beim Einstandskurs eher einen Mittelwert bekommt.

Antwort
von Niklaus, 24

Für die mögliche lange Laufzeit ist diese Aufteilung in Ordnung. Du solltest die Fondskategorie im Auge behalten. Denn dann erkennst du auch an der Wertentwicklung der Vergleichsfonds, wie sich der Markt entwickelt. Wenn es da über einen längeren Zeitraum  zu größeren Abweichung kommt, hast du vielleicht auf die falschen Fonds gesetzt. Du hast uns nicht gesagt, in welche anderen Fonds du noch investierst. Wenn wir das wissen, können wir auch einen Gesamtbewertung deines Sparplanes machen.

Antwort
von Helga88, 21

Stimme der Meinung von Niklaus zu

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