Frage von xsharp, 35

2 Fragen zu Depots

Hallo

1.Frage: wenn man mehrere Depots hat, aber nur ein Girokonto als Verrechnungskonto benutzt, wie verhält es sich dann bei der Abgeltungssteuer? Wird der Kursgewinn/ die Dividende bei der Bank des Girokontos oder bei der Bank des Depots versteuert bzw. der Freistellungsauftrag in Anspruch genommen?

2.Frage: Ich bin zur Zeit bei der ING DiBa und ein Sparplan kostet dort 1,75%/Rate. Wenn ich nun Sparpläne für 100€/Monat machen möchte, wären das ja 21€/Jahr Gebühren (100€x12=1.200x1,75%=21€). Würde es Sinn machen, bei einer anderen Direktbank ein Depot zu eröffnen, oder wäre die geringe Kostenersparnis vernachlässigbar? (Bsp. comdirekt: 1.200€x1,5%=18€ -> 3€ Ersparnis)

LG

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von LittleArrow, 35

Die Abgeltungsteuer wird von jeder inländischen Bank, Versicherung und/oder Fondsgesellschaft erhoben, wenn dort steuerpflichtige Einkünfte anfallen. Dabei ist es egal, ob es ein Verrechnungs-, Depot-, Giro-, Kautions- oder Sparkonto handelt. 

Es liegt an Dir, Deine Freistellungsaufträge für den Sparerpauschbetrag von € 801 entsprechend auf die jeweiligen Banken zu verteilen, so dass Du möglichst keine Abzüge für Abgeltungsteuer hast. Die Summe der tatsächlich im Kalenderjahr freigestellten Beträge bei verschiedenen Banken wird übrigens über das Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) kontrolliert.

In Frage 1 sprichst Du von "Dividenden", was ausschließlich für Aktien zutrifft. Vermutlich meinst Du aber "steuerpflichtige Erträge", was neben den Dividenden und Zinsen auch die Ausschüttungen und/oder Ertragsthesaurierungen von Investmentfonds beinhalten kann. 

Zur 2. Frage verweise ich gerne auf die Antwort von Rat2010. Neben der Depotgebühr, Kauf-/Verkaufs- und/oder Tauschkosten solltest Du auch noch auf etwaige Ausgabeaufschläge bei Investmentfonds achten. Allerdings sind die Anlagen in Sparplänen bei einigen Depotbanken nur in Investmentfonds möglich. Du kannst dort nicht auch noch zusätzlich - sofern das überhaupt für Dich in Frage kommt - Aktien oder Anleihen handeln oder halten. Diese umfassendere Depotführung erlauben allerdings die Direktbanken. 

Eine besondere steuerliche Thematik ist die Doppelbesteuerungsgefahr bei ausländischen thesaurierenden Investmentfonds. Hierzu gab es in diesem Forum schon wiederholt hilfreiche Beiträge, insb. von gandalf94305.


Antwort
von billy, 25

1. bei der Depot führenden Bank, 2. wenn Du schon die Bank wechseln willst geh doch zu einer mit kostenloser Depotführung, hier als Beispiel und nicht zu Werbezwecken: es gibt weitere Banken mit ähnlichen Angeboten. https://www.consorsbank.de/ev/Wertpapierhandel/Depot-Software/Wertpapierdepot 

Kommentar von Rat2010 ,

Ach so, das ging gegen mich: wir bieten das von mir beschriebene - jedenfalls derzeit - nicht an. Keine Werbung. Ist ja auch nicht netiquettekonform.

Kommentar von billy ,

Wie kommst Du denn darauf?

Antwort
von Rat2010, 27

zu 1. Es wird immer bei der Bank des Depots versteuert. Das Girokonto ist davon unabhängig.

zu 2. Wenn du schon vergleichen und rechnen kannst, findest du im Netz vielleicht auch irgendwo einen Fondsdiscounter, bei dem du deinen Sparplan umsonst und ohne Depotgebühr bekommst. Direktbanken sind im Vergleich dazu teuer. Nur musst du bei Fondsdiscountern immer auch fragen, ob eine Depotgbühr anfällt.

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