Steuerklasse - neue und gute Antworten

  • Hauptarbeitsverhältnis oder Nebenarbeitsverhältnis?
    Antwort von Tina34 ·

    Clever wäre gewesen bei dem "neuen Job" mind. 451,- € zu verdienen damit wäre nur dieser Job SV-pflichtig und du würdest am meisten Geld raus bekommen.......

    Und nein du kannst nicht einfach mal frei wählen....

    Mehrere 450-Euro-Minijobs ohne versicherungspflichtige Hauptbeschäftigung

    Hat ein Arbeitnehmer, der keiner versicherungspflichtigen Hauptbeschäftigung nachgeht, mehrere 450-Euro-Minijobs bei verschiedenen Arbeitgebern nebeneinander, sind die Arbeitsentgelte aus diesen Beschäftigungen zusammenzurechnen (nicht zu berücksichtigen sind Arbeitsentgelte aus kurzfristigen Beschäftigungen). Wird bei Zusammenrechnung mehrerer 450-Euro-Minijobs die monatliche Grenze von 450 Euro überschritten, so handelt es sich um versicherungspflichtige Beschäftigungen, die bei der zuständigen Krankenkasse zu melden sind.

    Beispiel:Ein Arbeitnehmer arbeitet seit dem 1. Januar beim Arbeitgeber A und verdient monatlich 400 Euro. Einen Monat später, am 1. Februar, nimmt er beim Arbeitgeber B einen weiteren Minijob auf und erhält dort monatlich 300 Euro. Im Januar liegt ein Minijob vor, weil der Monatsverdienst nicht über 450 Euro liegt. Mit dem zweiten Minijob wird jedoch die 450-Euro-Grenze überstiegen, so dass der Arbeitnehmer ab Februar sozialversicherungspflichtig in beiden Beschäftigungen ist.

  • Hauptarbeitsverhältnis oder Nebenarbeitsverhältnis?
    Antwort von wfwbinder ·

    1. Für den Minijob brauchst Du keine Steuerklasse. Die Abgaben werden pauschal vom Arbeitgeber getragen.

    2. Der zweite Job ist in der sogenannten Gleitzone (sieh unbedingt zu, dass Du immer mindestens 451,- im Monat hast. Dann wird das sozialversicherungspflichtig abgerechnet und der Minijob bleibt auch Minijob.

    3. Steuern fall dann überhaupt nicht an, nur Sozialversicherungsbeiträge.

    Alle 3 Antworten
    Kommentar von Lossing64 ,

    Vielen Dank für den wichtigen Hinweis!

    Da ich für den 2. Job unbedingt eintragen muss ob es sich um mein Haupt- oder Nebenverdienst handelt, wähle ich ja folgerichtig Hauptverdienst aus, da das andere wie du schreibst nicht mit reinzählt?

    Kommentar von Tina34 ,

    vielleicht solltest du noch mal lesen was wir geschrieben haben. 1. Job wird der neue Job nur wenn du jeden Monat über 451 € liegst!!!

    Kommentar von Lossing64 ,

    Hallo Tina, danke für die Klarstellung. Ich denke, dass ich das mit dem Chef so besprechen kann, dass ich jedes mal über den Betrag liege. Im Schnitt wird es eh über den 450€ liegen. 

    Dann dürfte ich diesen Job aber als Hauptverdienst anmelden?

    Kommentar von Tina34 ,

    du solltest aber darauf achten das dein Minijob - sprich dein momentan 1. Arbeitsverhältnis pauschaliert wird. Dann wird alles gut

  • Welche Steuerklasse wird bei Teilzeittätigkeit während der Elternzeit berücksichtig.
    Antwort von billy ·

    Ja für die Nebentätigkeit wird die selbe Steuerklasse verwendet wie in der Berechnung des Elterngeldes. Sie schreiben das kurz vor der Geburt die Steuerklasse von IV auf III gewechselt wurde, vermutlich war der Wechsel für die Berechnung zu spät. Sie hätten mindestens sieben Monate vor der Geburt des Kindes in die Stkl. III wechseln müssen um vom höheren Netto profitieren zu können. Die Nebentätigkeit wird nach Stkl. V versteuert. 

  • Hauptberuf - kurzfristiger Minijob - Steuererklärung
    Antwort von Dexterhaven ·

    Also, habe den Vertrag jetzt hier liegen und habe EINDEUTIG einen Vertrag über eine kurzfristige Beschäftigung unterschrieben. Müsste es formal dann nicht doch ein (kurzfristiger) Minijob sein?!?! Mit selbstverschuldeter, ungünstiger Versteuerung? Kann man das als Fazit so stehen lassen? Danke nochmals...

    Alle 5 Antworten
    Kommentar von vulkanismus ,

    Es ist zum Verzweifeln.

    Ein Vertrag über eine kurzfristige Beschäftigung bringt Dir in einem Monat einen Lohn von (übertrieben) 10.000,-- €.

    Kann das ein Minijob sein?

    Ein Vetrag über eine langfristige Beschäftigung bringt 450 Bucks/Monat.

    Kann das einer sein?

    Kommentar von Dexterhaven ,

    Ach ja, für mich auch - aber ich weiß, was du mit dem Beispiel meinst. Ist wohl nur noch ein terminologisches (und kommunikatives) Problem, weil z.B. die Minijob-Zentrale die kurzfristige Beschäftigung als einen Untertyp der zwei Minijob-Varianten führt

  • Hauptberuf - kurzfristiger Minijob - Steuererklärung
    Antwort von Wassonst ·

    Was hast du nun für einen Nebenjob? Kurzfristige Beschäftigung (darf auch mehr als 450 € im Monat sein) oder tats. klassischen Minijob? Kurzfr. Beschäftigung ist sozialversicherungs- aber nicht steuerfrei. Minijob kann mit 2% pauschaliert werden, muss der Arbeitgeber aber nicht.

    Individuell versteuerter Arbeitslohn (nach Stkl.) gehört immer mit in die Steuererklärung.

  • Hauptberuf - kurzfristiger Minijob - Steuererklärung
    Antwort von billy ·

    1. Minijobs müssen nicht in der Steuererklärung angegeben werden.

    2. Minijobs ( bis 450 € ) sind nur für den AN Steuer,- und Sozialversicherungsfrei, wird vom AG pauschal versteuert 

    3. kein Änderungsbedarf

    Alle 5 Antworten
    Kommentar von vulkanismus ,

    3. Keine Änderungsmöglichkeit

    Kommentar von billy ,

    Ich bleibe bei kein Änderungsbedarf!!!

    Kommentar von vulkanismus ,

    Bei LSt-Klasse 6 ist die Lohnsteuer einbehalten und (hoffentlich) an das Finanzamt abgeführt. Wie willst Du das ändern?

    Vorschlag - Du sagst bei solchen Sachen nichts (weil Du davon nichts versehst - ich sage nichts bei Aktien (weil ich davon nichts verstehe).

    Kommentar von billy ,

    Ich will garnichts ändern, wie kommst Du darauf ?

  • Hauptberuf - kurzfristiger Minijob - Steuererklärung
    Hilfreichste Antwort von Kevin1905 ·

    Einen Minijob (bis 450 EUR) braucht man in der Steuererklärung doch nicht anzugeben, oder? Wie ich gehört habe, Einnahmen mit der Steuerklasse 6 aber doch. Was heißt das für mich? Trifft ja irgendwie beides zu...

    Wenn der Minijob pauschal besteuert wird ist er bei der Einkommensteuererklärung außen vor. Er wird weder der Summe der Einkünfte hinzugerechnet, noch kann man Werbungskosten ansetzen. Warst du natürlich so intelligent deinem Arbeitgeber deiner Steuer-ID zu nennen, sieht die Sache anders aus. Dann kann er individuell abrechnen und da nur ein Job in die Klasse I kann, müsste der zweite zwangsläufig in die VI. Wer über die Klasse VI Lohn abgezogen bekommt, ist nach § 46 EStG abgabepflichtig zur Einkommensteuererklärung.

    Ich verstehe grundsätzlich, warum Steuerklasse 6. Aber: Ich dachte eigentlich, bis 450 EUR heißt nicht nur versicherungsfrei, sondern auch steuerfrei - auch bei laufenden Hauptjob mit Steuerklasse 1.

    Steuerfrei für den Arbeitnehmer, wenn der Arbeitgeber pauschal besteuert (2%) und diese pauschale Steuer nicht auf den Arbeitnehmer umwälzt. 

    Wäre die Pauschalbesteuerung bei kurzfr. Minijobs insgesamt praktischer/günstiger für mich gewesen (wenn sie bei mir anwendbar ist, müsste ich noch prüfen)? Es klingt so, als wäre das ganz generell so. Diese liegt ja allerdings bei 25%. Laut Abrechnung scheinen meine Abzüge aber auch bei Klasse 6 unter 25% zu liegen. Das verstehe ich nicht wirklich.

    Für Minijobs empfiehlt sich für den Arbeitnehmer eigentlich immer die Pauschalbesteuerung. Die Kurzfristigkeit hat damit nichts zu tun.


    Kann es sein, dass du ein paar Definitionen durcheinander wirfst und eine Unvereinbarkeit vermutest wo keine existiert? Die Bestimmungen und Klassifizierungen im Steuerrecht sind nicht immer genau deckungsgleich mit denen der Sozialversicherung.

    Alle 5 Antworten
    Kommentar von Dexterhaven ,

    Vielen Dank an Alle,

    Ich versuche mal in Laiensprache darzustellen, wie ich eure Antworten verstehe. Vielleicht könntet ihr mir noch kurz bestätigen, ob das so richtig verstanden ist:

    Weil ich meine SteuerID angegeben habe, bin ich in der Steuerklasse 6 und es ist grundsätzlich kein Minijob, auch wenn ich eigentlich 'mini' verdiene. Ich hätte selbst darauf hinweisen müssen, das Beschäftigungsverhältnis bitte als Minijob zu behandeln. Der Arbeitgeber hätte dies auch von sich aus tun können - habe ich nicht, hat er nicht, Pech gehabt. So stellt sich dann auch nicht mehr die Frage nach Pauschalbesteuerung, weil kein Minijob. Besser wäre es gelaufen, bei Minijob+Pauschalbesteuerung, ist aber jetzt endgültig. Soweit richtig?

    Ist das also als Mißverständnis zu interpretieren oder macht der Arbeitgeber so 'einen besseren Deal' und ist ganz froh darüber?

    Grüße!

    Kommentar von vulkanismus ,

    Nein, das ist kein Missverständis.

    Das nennt man "Vertrag nicht gelesen". 

    Klar ist der AG froh, zahlst doch jetzt Du die Steuer.

    Und die Soz.vers. hat er sich auch gespart.

  • Hauptberuf - kurzfristiger Minijob - Steuererklärung
    Antwort von vulkanismus ·

    Irgendwie trifft es eben nicht beides zu.

    Entweder Du hast einen Minijob oder ein zweites Beschäftigungsverhältnis, das nach Steuerklasse 6 versteuert wird.

    Ein echter Minijob hat in der Steuererklärung nichts zu suchen - anders das zweite Beschäftigungsverhältnis.

    Ein Minijob ist nicht steuerfrei - er wird pauschal versteuert.

    Die Frage, ob ein Minijog bei dir günstiger gewesen wäre, stellt sich nicht - die Tatsache ist bereits verwirklicht.