Steuererklärung - neue und gute Antworten

  • Bin ich überhaupt steuerpflichtig?
    Antwort von LittleArrow ·

    Ja, Du bist lohnsteuerpflichtig! Monatlich werden in den 5 Monaten ca. € 340 für Lohnsteuer und Soli einbehalten.

    Wenn Du dann im nächsten Jahr Deine Steuererklärung mit einem Bruttolohn von insg. € 12.643,60 einreichst, dann ist die steuerliche Belastung für 2017 letztlich nur € 67. Du bekommst eine Steuerrückzahlung von ca. € 1.633.

    Allerdings frage ich mich, wovon Du die vielen Monate bis zur Steuerrückzahlung leben willst und wie die Krankenversicherung sichergestellt wird. Diese Frage wird Dir sicherlich auch später bei der Arbeitssuche von der Personalabteilung gestellt. Da brauchst Du eine sehr gute, nachvollziehbare Antwort, um nicht gleich "durchzufallen".

  • Hallo, ich habe zwei Tätigkeitsstätten, die erste ist auch im Vertrag festgelegt - wie gebe ich die Arbeitstage im Jahr in der Steuer an?
    Antwort von Gaenseliesel ·

    Hallo,

    ich fertige die Steuererklärung als Nichtfachfrau für meinen Sohn ( Stahlbau Monteur ) an. 

    Dazu stellt dieser Arbeitgeber eine Bestätigung über die Auswärtstätigkeiten aus.

    Die Bescheinigung enthält Angaben über die Anzahl der Arbeitstage auswärts, sowie die Dauer der Abwesenheit die 8 Stunden überschreiten. Ich habe vom letzten Jahr zwar noch nichts vorliegen, meine aber dass auch die steuerfreien AG Zuschüsse aufgeführt waren. ( zumindest stehen sie sonst in dem vom AG erhaltenen Ausdruck der elektronischen Lohnsteuer Bescheinigung. ) 

    Die Tage der Auswärtstätigkeit fallen quasi innerhalb dieser, deiner gesamten Arbeitstage pro Jahr an. Wann und wielange musst du dann selbst aufdröseln. 

    Ich hoffe ich liege richtig ;-) zumindest gab es diesbezüglich keine Nachfragen von Seiten des FA. 

  • Können Beiträge für eine abgeschlossene Auslandskrankenversicherung bei der Steuererklärung angesetzt werden?
    Antwort von GoaSkin ·

    Man sollte Krankenkassen immer in der Steuererklärung angeben und die Belege dazu einreichen. Jedoch muss das Finanzamt Diese unter Umständen nicht anerkennen oder einen Teil nicht. Hintergrund ist Folgender: Eine Gesetzliche Versicherung ist für ihre gesetzliche Leistung abzugsfähig. Ist man nun privat oder in einem besonderen Tarif bei den Gesetzlichen versichert, kann man natürlich diese Versicherung absetzen; jedoch nur für die Leistungen, die auch eine Gesetzliche Arbeitnehmer-Versicherung zahlen würde. Bietet die private Versicherung Extras wie Chefarzt-Behandlung oder Einzelzimmer im Krankenhaus etc., dann wird der Kostenanteil hier für bislang nicht anerkannt. Allerdings gibt es auch zahlreiche Klagen, mit denen Leute erwirken wollen, dass jegliche privaten Versicherungen (d.h. auch Zusatzversicherungen) vollständig anerkannt werden. Darum empfehlen viele Finanzberater, jegliche Krankenkassen in vollem Umfang einfach einmal proforma anzugeben. Je nach dem, wie diese Klagen letztendlich ausgehen, müssen die Finanzämter dann ggf. bald bei jedem die gesamten Kosten anerkennen. Kindergeldanspruch ist unrelevant. Es zählt viel mehr die Frage danach, ob es wirklich nicht machbar ist, dass die Gesetzliche Krankenkasse einfach so die Kosten übernehmen kann, ohne dass dies etwas extra kostet.

  • Pendlerpauschale vs. Doppelte Haushaltsführung?
    Antwort von Ernsterwin ·

    Eine doppelte Hauhaltsführung müsste den Bedingungen ge. EStG § 9 Abs. 1 Nr. 5 entsprechen: eigene Wohnung - siehe auch https://www.gesetze-im-internet.de/estg/__9.html. Dafür könnten die Kosten von monatlich bis zu 1.000 Euro steuerlich geltend gemacht werden. Einmal wöchentlich könnte zudem eine Familienheimfahrt mit der Entfernungspauschale von 0,30 Euro abgerechnet werden - Pendlerkosten darüber hinaus nicht. Verpflegungsmehraufwand wäre gem. § 9 Abs. 4a für die ersten 3 Monate möglich. Ohne doppelte Haushaltsführung können die täglichen Fahrkosten steuerliche angesetzt werden gem. § 9 Abs. 1 Nr. 4. Übernachtungskosten und Verpflegungsmehraufwand nur bei Dienstreisen. In allen Fällen lohnt es sich nicht, nur die steuerlichen Vorteile zu betrachten, sondern ist immer eine Gesamtkosten-Nutzen-Rechnung sinnvoll. Fahren kostet nicht nur Geld, sondern auch Zeit...

  • Keine Einnahmen als Freiberufler - was tun?
    Antwort von EnnoWarMal ·

    Muss ich jetzt für Nov. Und Dez. einen Umsatzsteuer ...abgeben?

    Nein, einen Umsatzsteuer musst du nicht abgeben, du hast ja keinen Umsatzsteuer gemacht.

    Aber Umsatzsteuervoranmeldungen musst du einreichen, das ergibt sich aus § 18 (1) UStG.

    Muss ich jetzt für Nov. Und Dez. einen ...Einkommensteuer abgeben?

    Nein, einen Einkommensteuer gibt man nur für das ganze Jahr ab, nicht für einzelne Monate. Aber auch nur, wenn man einen Einkommen hatte.

    Erklärt wird der Einkommen dann in einer Einkommensteuererklärung.

  • VMA und Umzugspauschale für Inlandspraktikum?
    Antwort von Valeskix ·

    Hallo,

    die Kosten Ihres Studiums sind grds. steuerlich abziehbar. Ohne weitere Angaben kann man aber nichts Genaues sagen.

    Werbungskosten kommen nur in Frage, wenn es sich um eine Zweitausbildung oder ein Ausbildungsdienstverhältnis handelt. Sonderausgaben liegen dagegen vor, wenn es sich um eine Erstausbildung ohne Dienstverhältnis handelt.

    Es hängt auch davon ab, wie die Bibliothek als Teil der Bildungseinrichtung zu werten ist. Diese ist nämlich grds. die erste Tätigkeitsstätte und dadurch würden sich Reisekosten, zu denen die Verpflegungsmehraufwendungen gehören, erübrigen.

    Siehe auch:
    https://www.vlh.de/arbeiten-pendeln/ausbildung-studium/diese-ausbildungskosten-k...

    MfG
    -Valeskix

  • Wirkt sich private Einlage auf Betriebsgewinn aus bzw wie verbuchen in SKR03?
    Antwort von Valeskix ·

    Hallo,

    bei Ihrer Fragenhistorie sollten Sie vielleicht das Buchen einem Profi überlassen und/oder belegen einen Einführungskurs. Außerdem sind Buchführungsfragen in anderen Foren (z.B. Rechnungswesenforum) besser aufgehoben.

    Tut mir leid, dass so hart sagen zu müssen aber Ihre Fragen offenbaren erhebliche Lücken bei Basiswissen der Buchhaltung. Reine Geldeinlagen/-entnahmen wirken sich niemals auf den Gewinn aus.

    MfG
    -Valeskix

  • Pendlerpauschale - welcher Auszahlungsbetrag?
    Antwort von betroffen ·

    Sie? - Die Pendlerpauschale?

    "Dass die Pendlerpauschale nur mein Gesamtbrutto drückt..."

    Das ist auch falsch! Die Summe, die da beim Pendeln zusammenkommt, drückt Dein "zu versteuerndes Einkommen" abzüglich höchstens 1000,- € Werbungskosten.

    Dass heißt z.B. wenn Du 3000,- € Fahrtkosten zusammen bekommst und sonst noch 500,- € Werbungskosten hast, kannst Du zusätzlich zur Werbungskostenpauschale (1000,-) noch 2500,- € absetzen. Je nach Steuersatz und Grenzsteuersatz würde man in meinem Beispiel und bei Deinem brutto ca. 1000,- € zusätzlich zurückbekommen.

  • Arbeitszimmer absetzen?
    Antwort von betroffen ·

    Leider nein. Für das Arbeitszimmer gilt, die Absetzbarkeit ist nur gegeben wenn am Arbeitsort kein geeigneter Arbeitsplatz zur Verfügung gestellt wird.

    Abgesehen davon kann man ein Arbeitszimmer überhaupt nicht >pauschal< absetzen, sondern man muss alle Kosten auflisten und nachweisen (bis maximal 1250,- € kann das gehen).

  • Pendlerpauschale - welcher Auszahlungsbetrag?
    Antwort von EnnoWarMal ·

    bla bla.... Kommt mir verdammt unglaubwürdig rüber

    Mir auch. Insbesondere finde ich jetzt bei der groben Suche nichts, was hieraus zu folgern wäre.

    Da kann man also nur erwidern, dass man bla bla bla.

    Eventuell könntest du ja doch noch die vorgetragenen Argumente so ausführen, dass man auch versteht, was gemeint ist.

  • Pendlerpauschale - welcher Auszahlungsbetrag?
    Antwort von LittleArrow ·

    Streng genommen verursacht weder Pendlerpauschale noch Dienstreiseabrechnung eine Auszahlung in gleicher Höhe, sondern allenfalls eine unterproportionale Steuerreduzierung. Beide Alternativen reduzieren lediglich das zu versteuernde Bruttogehalt und führen keinesfalls zu 100 % Erstattung. Die Höhe dieser Reduzierung hängt ab vom infrage kommenden Steuersatz.

    Dabei ist zu beachten, dass ohnehin € 1000 als Werbungskosten bei der Steuerberechnung im Steuertarif enthalten sind. Wirksam werden also nur Werbungskosten, die über diese € 1000 hinausgehen. Bei Dir kommen also nicht die vollen € 3828 zum Tragen, sondern nur € 2828. Bei einem Steuersatz von ca. 30 % ist die Steuerersparnis also nur ca. € 895.

  • Welche Ausgaben kann ich für PKW Totalschaden in Steuererklärung angeben?
    Antwort von EnnoWarMal ·

    von meinem Bruder für 5000€ gekauft und letztendlich im Juni 2011 an mich weiter verschenkt

    Merkst du was? Welche Anschaffungskosten hast du denn gehabt für das Fahrzeug?

    Das Einzige, was hier an Betriebsausgaben denkbar wäre, wären die Aufwendungen für die Entsorgung und die Rechtskosten. Aber auch dafür muss das Fahrzeug dem Betriebsvermögen zugeordnet worden sein.

    Kommentar von spaceflight81 ,

    Musste allerdings ein neues Auto kaufen, dass ich teilweise auch für meine freiberufliche Tätigkeit brauche. Kann man da etwas geltend machen.?

    Kommentar von EnnoWarMal ,

    Es ist wohl leicht einzusehen, dass das neue Auto NICHT das alte Auto ist.

    Es gekten die übloichen Regelungen. Also Aktivierung, Abschreibung, Vorsteuer, laufende Kosten und Buchung der nichtbetrieblichen Nutzung bei der Umsatzsteuer und bei der Gewinnermittlung.

  • Steuerberater schafft die Steuererklärung nicht rechtzeitig - Hat das Konsequenzen?
    Antwort von Valeskix ·

    Hallo,

    der Grundsatz lautet: Die Erstellung und Abgabe von Steuererklärungen durch Dritte (Steuerberater) entbindet einen selbst nicht von einer schuldhaften Nichteinhaltung. D.h. grds. zahlt man für die Fehler des Beraters.

    Wurden Sie auf die zur Erstellung benötigten Belege hingewiesen und haben diese auch vollständig vorgelegt, kann ein Berater haftbar gemacht werden, wenn er trotz aller Unterlagen zu lange für die Erstellung und Abgabe gebraucht und dadurch Schäden (z.B. Verspätungs- und Säumniszuschläge) verursacht hat.

    Es wird aber auch zu berücksichtigen sein, wann die Unterlagen zur Verfügung standen. Eine Abgabe von Unterlagen im November ist nämlich nicht gerade früh. Es gibt Berater, die z.B. Mandanten, welche Ihre Unterlagen erst nach Oktober abgeben, keine Erstellung zum Jahresende garantieren wollen.

    Eine weniger schöne Lösung, welche ich teilweise schon von Finanzamtsmitarbeitern gehört habe, ist, die quasi unfertige Erklärung abzugeben/zu übermitteln und dann später berichtigte Erklärungen oder schlichte Änderungsanträge abzugeben.

    MfG
    -Valeskix

  • Einkommensteuererklärung 2012 um einen Tag zu spät abgegeben - kann man noch was machen?
    Antwort von barmer ·

    Hallo,

    ich würde das erstmal nicht akzeptieren. Zum einen weist Elster nirgendwo sichtbar darauf hin, dass es auf den Eingang der komprimierten Erklärung ankommt. Ich schicke die komprimierte auch immer zu spät ab.

    Zum zweiten reicht ja, wie aus dem Urteil hervorgeht, auch der Zugang am 2.1. aus.

    Habt Ihr die Erklärung direkt beim FA eingeworfen, dann wär sie ja sowieso pünktlich dagewesen, oder habt Ihr Euch auf die gelbe Post verlassen ? Wenn die erst am 2.1. den Briefkasten geleert haben, habe Ihr natürlich verloren.

    Viel Glück

    Barmer

  • Einkommensteuererklärung 2012 um einen Tag zu spät abgegeben - kann man noch was machen?
    Antwort von Valeskix ·

    Hallo,

    die Festsetzungsfrist bezüglich der Einkommensteuererklärung 2012 (Antragsveranlagung) endete grds. mit Ablauf des 31.12.2016
    (§ 46 Abs. 2 Nr. 8 EStG i.V.m. §§ 169 Abs. 2 Nr. 2, 170 Abs. 1 AO, keine Hemmung nach § 171 AO ersichtlich).

    Eine Fristverlängerung seitens des Finanzamtes nach § 109 Abs. 1 AO scheidet deshalb aus, weil es sich bei der Festsetzungsverjährung um eine gesetztliche Frist/Zeitraum handelt.

    Eine Wiedereinsetzung nach § 110 Abs. 1 AO scheidet ebenfalls aus, weil kein Wiedereinsetzungsgrund gegeben ist. Der § 110 AO ist für uneigentliche Fristen nicht anwendbar (was ggf. durch das unten genannte BFH-Urteil wieder relativiert wird).

    Aber:

    Der BFH hat in seinem Urteil vom 20.01.2016 (VI R 14/15) entschieden, dass die o.g. Antragsveranlagung unter den § 108 Abs. 3 AO fällt. D.h. fällt das Ende der Festsetzungsverjährung auf ein Wochenende/Feiertag, verlängert sie sich bis zum nächsten Werktag.

    https://www.haufe.de/steuern/rechtsprechung/ablauf-der-festsetzungsfrist-bei-ant...

    Im Falle der Einkommensteuer 2012 ist dies dann mit Ablauf des 02.01.2017.

    Eingang ist im Falle der komprimierten Erklärung der Zugang beim Finanzamt, bei der authentifizierten der Absendezeitpunkt per ELSTER.

    MfG
    -Valeskix

  • Eigene Steuernummer für die Gewinnermittlung - wo eintragen?
    Antwort von Valeskix ·

    Hallo,

    wie das "ALDI-Programm" das handhabt kann ich leider nicht sagen, jedoch ist die Betriebssteuernummer in Zeile 3 einzutragen. In Zeile 8 (Kennziffer 104) muss in Ihrem Fall auch der Wert "2" eingetragen werden.

    MfG
    -Valeskix

    Kommentar von Luscinia ,

    Danke! Ich schaue nachher mal, ob mir das weiterhilft! :)

    Kommentar von Luscinia ,

    Ich habe mir das mal anschaut und mit dem Hinweis konnte ich auch rausfinden, wo ich schauen muss. :) Es ist wohl in dem Programm nicht vorgesehen, dort eine andere Steuernummer einzutragen als ganz vorne auf dem Mantelbogen. Oder ist mit "Zeile 3" schon die auf dem Mantelbogen gemeint? Bei Anlage G ist es auch in Zeile 3.

    Kann es sein, dass man zwei verschiedene Steuernummern hat, oder soll ich jetzt für alles nur noch die neue verwenden? Ansonsten gibt es ja noch die ID.

    Kommentar von Valeskix ,

    Wenn die Betriebseinnahmen < 17.500 € liegen, müssen Sie eigentlich gar keine Anlage EÜR erstellen. Es würde auch reichen z.B. eine Excel-Tabelle mit Einnahmen/Ausgaben zu erstellen und als Anlage zur gemeinsamen ESt-Erklärung einzureichen - dabei  können Sie sich ja an den Positionen der Anlagen EÜR orientieren.

    Ansonsten müssten Sie wohl für die EÜR eine eigene Datei mit der Betriebssteuernummer anlegen und die EÜR einzeln übermitteln/ausdrucken.

  • Wie Gewinnrechnung Kleinunternehmer - netto Einnahmen, brutto Ausgaben?
    Antwort von hildefeuer ·

    Wenn man die Möglichkeit hat, seine Rechnungen ohne Umsatzsteuer auszustellen im Sinne §13b UStG ist es ratsam Umsatzsteuer zu zahlen, damit man die Vorsteuer erstattet bekommt. Bei der "Kleinunternehmer Reglung" verliert man dann Geld.

    Es ist also professionelle Steuerberatung angesagt.

    Wenn §13b UStG nicht beansprucht werden kann, wird alles Brutto gebucht und es ist keine Möglichkeit gegeben die gezahte MWST als Vorsteuer geltend zu machen.

    §13b =Subunternehmer Baugewerbe.


    Alle 2 Antworten
    Kommentar von wurzlsepp6682 ,

    was hat bitte der 13b UStG mit Kleinunternehmer zu tun?

    richtig: NICHTS

    und, byhteway: der 13b ist keine KANN-Vorschrift ....

  • Wohnkosten für Sohn, Student, 28 Jahre alt, im elterlichen Haus wohnend, steuerliche Berücksichtigung bei Eltern möglich?
    Antwort von Valeskix ·

    Hallo,

    es könnte eine Berücksichtigung von Unterhaltsleistungen gem. § 33a Abs. 1 EStG gegeben sein.

    Grundvoraussetzungen dafür sind:

    1. Aufwendungen für Unterhalt und/oder Berufsausbildung 
    2.Gesetzliche Unterhaltsberechtigung (d.h. dem Grunde und der Höhe nach)
    3. Kein Anspruch auf Kindergeld/Kinderfreibetrag und kein/geringes Vermögen
    4. Nach Anrechnung der Einkünfte und Bezüge verbleibt ein abziehbarer Betrag

    Zur Beurteilung sind die Verwaltungsrichtlinien gut geeignet:

    zu 1.:
    Gehört die unterhaltsberechtigte Person zum Haushalt des Steuerpflichtigen, kann regelmäßig davon ausgegangen werden, dass ihm dafür Unterhaltsaufwendungen in Höhe des maßgeblichen Höchstbetrags erwachsen. (R 33a.1 Abs. 1 S. 5 EStR)

    zu 2.:
    Eine Prüfung, ob im Einzelfall tatsächlich ein Unterhaltsanspruch besteht, ist aus Gründen der Verwaltungsvereinfachung nicht erforderlich, wenn die unterstützte Person unbeschränkt steuerpflichtig sowie dem Grunde nach (potentiell) unterhaltsberechtigt ist, tatsächlich Unterhalt erhält und alle übrigen Voraussetzungen des § 33a Abs. 1 EStG vorliegen; insoweit wird die Bedürftigkeit der unterstützten Person typisierend unterstellt. (a.a.O. S. 4)

    zu 3.:
    Als geringfügig kann in der Regel ein Vermögen bis zu einem gemeinen Wert (Verkehrswert) von 15.500 € angesehen werden. (a.a.O. Abs. 2 S. 3)

    zu 4.:
    (a.a.O. Abs. 3) -> Hierzu zählen insbesondere BAföG und der Minijob. Die o.g. Versicherungsbeiträge erhöhen zwar den gesamten Aufwandsbetrag aber aufgrund der Anrechnung der eigenen Bezüge des Kindes abzgl. Kosten (ohne Nachweis 180 € pauschal) wird wohl kein abziehbarer Betrag verbleiben.

    MfG
    -Valeskix

  • Im Jahr 2014 als Freiberufler gearbeitet und nicht angemeldet. Mache nun eine Steuererklärung und weiß nicht ob ich da Probleme bekomme?
    Antwort von Valeskix ·

    Hallo,

    klären Sie lieber noch mal mit dem Finanzamt oder einem Steuerberater, ob es sich überhaupt um eine unternehmerische (freiberufliche oder gewerbliche) Tätigkeit handelt oder um eine einmalige Tätigkeit einer Privatperson.

    Siehe z.B. auch
    https://www.finanzfrage.net/frage/erstellung-von-rechnung-privat---einmalige-tae...

    MfG
    -Valeskix

    Alle 2 Antworten
    Kommentar von ps2pedro ,

    Was ist der Unterschied zwischen Freiberufler und einmalige Tätigkeit als Privatperson? erkenne ihn nicht aus der verlinkten Beitrag.

    danke schonmal

    Kommentar von Valeskix ,

    Eine freiberufliche Tätigkeit i.S.d. § 18 EStG mit der zumeist auch die Unternehmereigenschaft i.S.d. § 2 UStG einhergeht, unterliegt grds. weiterreichenden Pflichten.

    Eine als Privatperson ausgeübte einmalige Tätigkeit ist grds. mangels Wiederholungsabsicht bzw. Beteiligung am wirtschaftlichen Verkehr nicht unternehmerisch/freiberuflich.

    Kommentar von ps2pedro ,

    Habe mit dem Finanzamt gesprochen und die meinten das wenn man als Interviewer arbeitet das keine Freiberufliche Tätigkeit ist sondern eine gewerbliche. Im internet steht was anderes und die in der Firma meinten auch das ich freiberuflich arbeite. Der Finazamt Mensch meinte ich soll einfach den Gewinn in Anlge G mit reinschreiben und da ich unter der Freigrenze bin macht das sowieso kein Unterschied.

    Kommentar von Valeskix ,

    Bei solch niedrigen Einkünften wird das auch keine weiteren Folgen haben. Steuerlich besteht der wesentliche Unterschied darin, dass Einkünfte gem. § 18 EStG ungeachtet der Höhe der Gewinne weder Gewerbesteuer zahlen, noch eine Bilanz erstellen müssen.

    Gewerbetreibende Einzelunternehmer zahlen erst ab einem Gewerbeertrag von 24.501€ überhaupt Gewerbesteuer, welche sie dann jedoch auf die Einkommensteuer angerechnet bekommen. Eine Bilanzierungspflicht besteht auch erst unter den Voraussetzungen der §§ 140, 141 AO (häufigster Fall: Gewinn > 60.000 €).

    "Finanzamt Mensch" -> auch eine nette Bezeichnung ;)

    Kommentar von EnnoWarMal ,

    ob es sich überhaupt um eine unternehmerische (freiberufliche oder gewerbliche) Tätigkeit handelt oder um eine einmalige Tätigkeit einer Privatperson.

    Das kann doch dahinstehen. Hier fällt weder Umsatzsteuer noch Einkommensteuer an, egal, wie man es dreht und wendet.

    Der Fragesteller hat nichts falsch gemacht. Er soll seine 600 Euro nehmen und fertig.

    Hier ist überhaupt nichts zu veranlassen, solange sich das Finanzamt nicht meldet. Es wurden keine Steuern verkürzt oder gar hinterzogen und es ist auch sonst nicht erkennbar, gegen welche Pflichten in einer Weise verstoßen worden sein soll, dass es irgendwelche Folgen hätte.

    Kommentar von Valeskix ,

    Wenn er Unternehmer ist und eine falsche Rechnung ausgestellt hat, dann könnte z.B. §14c UStG greifen. Wie genau die Rechnung aussieht, weiß man ja nicht. Außerdem wird ja eine Steuererklärung für 2014 erstellt, dann sollte man schon die 600 € irgendwo angeben, egal ob absehbar ist, ob insgesamt eine Steuer anfällt.

    Kommentar von EnnoWarMal ,

    Bei dem anderen Fall (der mit dem Dozenten in Österreich) würde ich dir zustimmen. Aber hier steht im Sachverhalt

    und auch keine Umsatzsteuer angegeben habe.

    Und es steht auch dort:

    Bin mit all meinen Einkommen 2014 bei ca. 8400 euro

    Kommentar von Valeskix ,

    Wie bereits gesagt, geht es vor allem um die Pflichten von Unternehmern. Ein (Klein-)Unternehmer hat eine USt-Jahreserklärung nach amtlichen vorgeschriebenem Datensatz elektronisch authentifiziert zum 31.05. des Folgejahres zu übermitteln (§ 18 Abs. 3 UStG).

    Eine verspätete Abgabe kann z.B. zur Festsetzung eines Verspätungszuschlages führen (§ 152 Abs. 1 und 9 AO).

    Insbesondere daher auch die Frage nach der Unternehmereigenschaft.

    Kommentar von Valeskix ,

    Das mit dem Verspätungszuschlag greift hier zwar nicht, da Steuer 0 € aber die Abgabepflicht besteht weiter (Zwangsgeld).

  • Umzug ins Ausland. Sprachstudium im Ausland besucht und Laptop im Ausland gekauft. Gelten diese Kosten als Werbungskosten in der Steuererklärung?
    Antwort von Privatier59 ·

    Dienen diese Ausgaben dazu, eine Berufstätigkeit in Deutschland zu fördern? Nein? Natürlich nicht. Das sind keine Werbungskosten.

    Kommentar von Gaenseliesel ,

    Berufstätigkeit in Dtl. ....ist das nicht wurscht, wo ist das festgeschrieben ?

    Ich lese immer nur als Definition: 

    ......" um mit Werbungskosten die Steuer zu mindern, müssen Aufwendungen im beruflichen Zusammenhang stehen " !  

    Dieser Zusammenhang ist hier doch gegeben !?

    " wer nicht wagt, der nicht gewinnt " ! 

    Kommentar von Privatier59 ,

    Zusammenhang zu dem ausgeübten Beruf. Und wo sollte der hier sein?

    Kommentar von Gaenseliesel ,

    " Werbungskosten im Sinne des Einkommensteuergesetzes sind alle Aufwendungen zur Erwerbung, Sicherung und Erhaltung der Einnahmen (§ 9 EStG)." 

    ......so jedenfalls lautet die Definition ! 

    Es muss halt nur ein Zusammenhang dazu belegt und anerkannt werden. 

    Kommentar von Privatier59 ,

    Nun ja, wenn in diesem Fall ein Zusammenhang mit der ausgeübten Berufstätigkeit als bestehend anerkannt werden könnte, dann müßte auch der 59-jährige Justizsekretär Peter Schmitz seinen Bauchtanzkurs als Werbungskosten absetzen können. Ich zweifele weiterhin.

    Kommentar von EnnoWarMal ,

    Mal langsam, ihr verirrt euch beide.

    1. Da im Jahr 2016 der Fragesteller aus DE weggezogen ist, greift hier die Wegzugsbesteuerung. Das bedeutet, dass die japanischen Einkünfte in Deutschland dem Progressionsvorbehalt unterworfen werden. Das aber bedeutet, dass man diese Einkünfte auch ermitteln muss. Und dazu gehören auch die betrieblichen Ausgaben.
    2. § 9 EStG greift hier nicht, da keine nichtselbständige Arbeit angestrebt wird. Wir sind hier im § 4 (4) EStG. Werbungskosten gibt es also nicht, nur Betriebsausgaben.
    3. Genaugenommen auch das nur in analoger Anwendung, weil wir hier aus dem § 32b EStG kommen.

    Ob der Laptop taugt als Betriebsausgabe, ist schwer zu beurteilen. Kann schon sein. Der Sprachunterrich jedenfalls dürfte nicht abzugsfähig sein, § 12 Nummer 1 EStG.

    Kommentar von Gaenseliesel ,

    Supi......Danke lb. Enno für deinen ergänzenden Kommentar ! 

    Paragrafen inhaltlich umzusetzen ist dein täglich Brot.....also wieder etwas gelernt !  :-) 

  • Masterstudium Verlustvortrag auch mit bereits erfolgten Einkommenssteuererklärungen möglich?
    Hilfreichste Antwort von LittleArrow ·

    1. Nur interessehalber: Was war denn eigentlich das Ergebnis Deiner Steuererklärung 2014? Wurde die Lohnsteuer von € 400 bereits zurückerstattet?

    2. Zur Frage: Wenn der (Verlust)Feststellungsbescheid für 2013 kommt, dann wird der Verlust gegen das zu versteuernde Einkommen von 2014 (das vermutlich höher als € 2.200 ist) verrechnet. Dein zu versteuerndes Einkommen 2014 sinkt also, wird aber nicht negativ. Damit ist der Verlustvortrag 2013 "verbraucht" oder wie Du schreibst "verpufft".


    Alle 3 Antworten
    Kommentar von mxcreator ,

    Ja, die Lohnsteuer von 2014 und 2015 wurde bereits erstattet.