Rechnung - neue und gute Antworten

  • Hallo, habe eine Mahnung erhalten wegen einem unbezahlten Monat Spotify in 2014 und soll nun 121 Euro zahlen. Wie kann ich Widerspruch einlegen?
    Antwort von Kevin1905 ·


    Am 25.2 17 habe ich einen Mahnbescheid von einer Firma in Stockholm erhaltem

    Von Firmen kommen keine Mahnbescheide, die kommen von Amts- oder Arbeitsgerichten. Firmen können diese in Auftrag geben, genau wie jeder Mensch auch, der bereit ist die Gerichtskosten zu tragen.

    • Ob die Hauptforderung berechtigt ist, wirst du selbst am besten wissen. Rechnungen von Spotify müsstest du im Rahmen deines Abos einsehen können und auch wann diese fällig sind.
    • Verzugszinsen, kannst du selbst nachrechnen.
    • Mahngebühren sind überzogen. Pro Brief maximal 2,50 €.
    • Auskunftsgebühren kommen nur in Frage wenn deine Adresse nicht hinterlegt war und man diese hat ermitteln müssen.
    • Inkassogebühr ist zu hoch für ein Schreiben einfacher Art. Maximal 0,3 Satz (2301 VV RVG).
    • Ebenso die Auslagenpauschale.

    Wenn es sich um einen Mahnbescheid handeln würde, läge diesem eine Rechtshelfsbelehrung und ein Antwortbogen bei.

  • Hallo, habe eine Mahnung erhalten wegen einem unbezahlten Monat Spotify in 2014 und soll nun 121 Euro zahlen. Wie kann ich Widerspruch einlegen?
    Antwort von GoaSkin ·

    Wie ist denn die Mahnung gekommen? Mit der Post oder per E-Mail. Falls es sich um eine E-Mail handelt: In den Spam-Ordner damit und nicht weiter beachten!

    Und Obacht bei solchen angeblichen Mahn-E-Mails! Sie kommen oftmals mit einer ZIP-Datei im Anhang, in der sich ein Computer-Virus befindet; auch wenn im E-Mail-Text der persönliche Namen und ggf. die Adresse auftaucht. Das ist bekannt, dass gerade so etwas im Umlauf ist. Die angeblichen Mahnungen kommen dabei auch von Amazon oder Paypal. Die Adressen stammen vermutlich aus einem Datendiebstahl.

    Wer vor hat, sich eine offene Forderung einzuklagen, der muss erst einmal auf eine sorgfältige Weise versucht haben, die Forderung einzutreiben und dies dem Gericht belegen. Dazu gehört, dass dies auf dem Postweg geschieht und zumindest per Einwurf-Einschreiben realisiert wurde. Das weiss jedes Inkasso-Unternehmen und das wissen auch alle etwas seriöseren Firmen.

    Wenn die Mahnung dennoch per Briefpost kam, das Inkasso-Unternehmen wirklich existiert und eine Inkasso-Zulassung hast; der Kauf bei Spotify wirklich stattfand und es lediglich nur keine Rechnungen gab, dann sollte man wiederum einfach mal mit dem Inkasso-Unternehmen reden. Wenn die seriös sind, dann schalten die schnell auf kulant und fordern nur noch die 9,99 statt die 121,31.

  • Hallo, habe eine Mahnung erhalten wegen einem unbezahlten Monat Spotify in 2014 und soll nun 121 Euro zahlen. Wie kann ich Widerspruch einlegen?
    Antwort von hildefeuer ·

    "Am 25.2 17 habe ich einen Mahnbescheid von einer Firma in Stockholm erhaltem"

    Wie ist der Mahnbescheid denn gekommen, im gewöhnlichen Briefumschag oder mit Zustellung (gelb)? Stammt der denn von einem Gericht oder von einer Firma? Wenn er von einer Firma kommt, ist es kein Mahnbescheid, sondern eine normale Mahnung.

    Ich gehe davon aus, das die hier in Deutschland nicht klagen werden, wg. der zu erwartenden Kosten und Risiken. Ich würde nicht zahlen.

    Besonders darauf achten, ob sie ein gerichtliches Mahnverfahren in Deutschland anstossen.
    Das kommt dann per Zustellung (gelb).

    Dann in jedem Fall der Forderung widersprechen.

    Jetzt würde ich gar nix unternehmen, nicht einmal antworten. Besonders sicher können Sie sein, wenn es ein gewöhnlicher Brief ist.

    Das ist so eine typische Betrugsmasche mit kleineren Beträgen. Irgenwo auf der Welt behauptet jemand, da man im Internet irgend etwas bestellt hätte. Derjenige verkauft dann die Scheinforderung. Diese Leute machen das massenhaft solche Briefe zu verschicken.

    So ist das halt, wenn man seine Anschrift und Personalien im Netz kund tut.


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    Kommentar von hildefeuer ,

    Googel mal den Absender und Betrug.

  • Können Krankenkassen Rechnungen die über 2 Jahre zurück liegen nachfordern?
    Antwort von Gaenseliesel ·

    Hallo,

    ausstehende Beträge verjähren nach vier Jahren. Dies ist im § 25 SGB IV geregelt. Die Verjährungsfrist beginnt mit dem Jahr, in dem die Behandlung beendet beziehungsweise die Rechnung erstellt wurde. 

    Eine Ausnahme zur Verjährungsfrist gibt es, in denen mutwillig Krankenkassenbeiträge zurückbehalten wurden. Hier beläuft sich die Frist auf 30 Jahre

  • Wann kann ich MwSt zurückholen?
    Antwort von Valeskix ·

    Hallo,

    in Ergänzung zu den anderen:

    Wenn ich "wir" lese und es geht um Vorsteuerabzug, dann weise ich mal auf eines der Merkmale hin, welches für den Vorsteuerabzug notwendig ist, nämlich die ordnungsgemäße Rechnung.

    Rechnungsadressat muss zwingend das Unternehmen/der Unternehmer sein, welche die Leistungen in diesen Rechnungen erhalten hat.

    Beispiel:
    Eheleute betreiben gemeinsam eine Gaststätte, wobei der Mann als Inhaber und die Frau als Angestellte arbeitet (kommt oft so vor). Würden die Rechnungen dann an die Eheleute adressiert wäre der Vorsteuerabzug ohne Korrektur der Rechnung(en) nicht zulässig, auch nicht anteilig.

    Trifft man auch oft bei Photovoltaikanlagen an.

    MfG
    -Valeskix

  • Wann kann ich MwSt zurückholen?
    Antwort von blackleather ·

    Bis spätestens wann kann man sich die MwSt vom FA zurückholen beim Steuerberater?

    Gar nicht.

    Die Erstattung der Vorsteuer erfolgt durch das Finanzamt, nicht durch den Steuerberater.

    Gegenüber dem Finanzamt kann die Vorsteuer spätestens in der Umsatzsteuererklärung für dasjenige Jahr geltend gemacht werden, in dem die Vorsteuer in Rechnung gestellt und die Leistung empfangen oder eine entsprechende Anzahlung geleistet wurde.

    Alle 2 Antworten
    Kommentar von EnnoWarMal ,

    Die Erstattung der Vorsteuer erfolgt durch das Finanzamt, nicht durch den Steuerberater.

    Du bringst mich aber auf Ideen!

    Man sollte das einführen. Im Gegenzug werden antürlich auch zu zahlende Umsatzsteuern durch den Berater eingesackt (und behalten).

    Ich schicke dir dann die ganzen Fluggesellschaften und nehme dafür dann die Gewerbevermieter :-)

    Kommentar von blackleather ,

    Vergisses. Erstens will ich mich nicht mit säumigen Steuerzahlern rumärgern und zweitens würde Schäuble für die Privatisierung des Steuersystems auch einen Pachtanteil verlangen. Und wäre froh darüber, dass er dann nicht mehr den Ärger mit den Hinterziehern hat.

  • Feuerschaden bei Suizidversuch und versuchter Mord durch Beifahrer wer zahlt Rettungs- und Hilfseinsätze?
    Antwort von RHWWW ·

    Hallo,

    Rechnungen im Zusammenhang mit der Rettung der Verletzten zahlt die Krankenkasse. Wenn es eine gesetzliche Krankenkasse ist, von der Krankenkasse eine Bescheinigung mit den Daten der Versichertenkarte anfordern. Dann die Rechnungen zusammen mit der Bescheinigung (oder Kopie) an den Absender zurückschicken. Feuerwehr etc. können Rettungshubschrauber, Notarzteinsatz  etc. direkt mit der Krankenkasse abrechnen.

    Vermutlich wird/wurde bei der Staatsanwaltschaft ein Fall angelegt. Andere Versicherungen ggf. an die Staatsanwaltschaft verweisen.

    Gruß

    RHW

  • Mehrfache Tätigkeit auf Rechnung - muss ich ein Gewerbe anmelden?
    Antwort von Gruenderschiff ·

    Hallo Floribus,

    die erste Frage ist schnell beantwortet. Auf die Rechnung gehören die Pflichtangaben nach gemäß §14 UStG. Die findest du hier: logbuch.gruenderschiff.de/blog/wie-schreibe-ich-eine-rechnung-richtig-tipps-zur-rechnungsstellung#03

    Ein Gewerbe musst du beim Finanzamt anmelden, sobald du eine "gewerbliche Tätigkeit" aufnimmst. Was das heißt? Diese vier Bedingungen müssen erfüllt sein:

    1. Es handelt sich um eine selbstständige Tätigkeit (nicht im Angestelltenverhältnis).
    2. Die Tätigkeit ist erlaubt.
    3. Sie ist auf die Gewinnerzielung ausgerichtet.
    4. Sie ist auf Dauer angelegt. 

    Punkt 4) ist für dich wahrscheinlich wichtig. Wenn du in Zukunft nicht weiter solche Tätigkeiten machen willst, musst du kein Gewerbe anmelden.

    Falls du noch Fragen hast - immer gerne hier antworten! Wir werden dann informiert. :-)

  • Einmalige selbstständige Arbeit anmelden?
    Hilfreichste Antwort von Gruenderschiff ·

    Hallo Max!

    Wenn du die Tätigkeit nur einmal ausübst, musst du dich nicht als Freiberufler beim Finanzamt melden. Beim Gewerbeamt sowieso nicht, da du ja Freiberufler wenn dann wärst - also, wenn du wiederholt diese Tätigkeit ausübst.

    So kannst du einfach eine ganz normale Rechnung schreiben, damit der Kunde deine Tätigkeit richtig verbuchen kann. Die Erträge aus dieser einmaligen Tätigkeit gehören in die Steuererklärung.

    Welche Pflichtangaben in die Rechnung gehören, findest du hier: logbuch.gruenderschiff.de/blog/wie-schreibe-ich-eine-rechnung-richtig-tipps-zur-rechnungsstellung#03

    Falls du noch Fragen hast: Gerne stellen!

    Alle 3 Antworten
    Kommentar von Max2310 ,

    Vielen Dank für die Antwort. Auf der Rechnung gebe ich dann meine normale Steuernummer an?

    Kommentar von Gruenderschiff ,

    Hallo Max!
    Nein, die gibst du in diesem Fall nicht an.

    Kommentar von Max2310 ,

    Also gebe ich einfach keine Steuernummer an? Geht das denn?

    Kommentar von Gruenderschiff ,

    Hallo Max,

    ja, du gibst einfach keine Steuernummer an.

    Mit meinem Hinweiß oben habe ich wohl eher verwirrt als geholfen. :-) Deswegen hier die Klarstellung: Die Anforderungen an die Rechnung lt. Umsatzsteuergesetz richten sich lediglich an Unternehmer. Und bei einer einmaligen Rechnungsstellung liegt keine Unternehmereigenschaft vor. Es würde da eine sehr formlose "Rechnung" genügen. Das ist dann aber keine Rechnung und wäre auch nicht als solche zu bezeichnen. Auch eine Rechnungsnummer wäre dann nicht anzugeben.

    Also: Nur Unternehmer müssen eine "richtige" Rechnung stellen. Dann aber mit allen Anforderungen. Wer nur eine einmalige Sache abrechnet, der stellt technisch gesehen keine Rechnung. Sondern stellt eine bestimmte Leistung in Rechnung. Aber das ist Paragraphenreiterei. :-)

    Kommentar von EnnoWarMal ,

    Welche Pflichtangaben in die Rechnung gehören, findest du hier:

    Das ist Käse. Der Fragesteller wird hier nicht zum Unternehmer, da eine Wiederholungsabsicht fehlt. Das komplette UStG braucht ihn deshalb nicht zu interessieren.

    Kommentar von Gruenderschiff ,

    Wenn du die Tätigkeit nur einmal ausübst, musst du dich nicht als Freiberufler beim Finanzamt melden. Beim Gewerbeamt sowieso nicht, da du ja Freiberufler wenn dann wärst - also, wenn du wiederholt diese Tätigkeit ausübst.

    Da hast du recht. Er wird nicht zum Unternehmer, da eine Wiederholungsabsicht fehlt. Danke dir!

  • Mehrfache Tätigkeit auf Rechnung - muss ich ein Gewerbe anmelden?
    Antwort von benny203 ·

    Also bei diesen Summen brauchst du eigentlich noch kein Gewerbe anmelden. Sollte das aber Regelmäßig werden, dann empfiehlt sich die Anmeldung als Kleinunternehmer, dann kannst du ohne Umsatzsteuer Rechnung schreiben.

    Die jetzigen Beträge musst du natürlich auch bei der Steuer anmelden, allerdings weiß ich nicht genau, wo das war. Ich glaube eine Gewinn- und Verlustrechnung sollte da reichen.

  • Wie korrigiere ich eine falsch ausgestellte Rechnung richtig?
    Hilfreichste Antwort von Juergen010 ·

    Buchhalterisch korrekt erstellst Du eine exakte Gutschrift über den falsch ausgestellten Rechnungsbetrag unter Angabe der Rechnungsnummer.

    Gleichzeit erstellst Du eine neue Rechnung, die dann richtig sein sollte.

    Das Mischmasch mit unterschiedlichen Gutschriftbeträgen oder Guthaben, bringt Buchhaltungen schnell an den Rand des Wahnsinns ..;-)

    Sollte der Kunde die Rechnung schon beglichen haben, überweist Du den überschüssigen Betrag einfach zurück. Verwendungszweck: Guthaben aus Gutschrift aus RE XYZ ...

    Und schon ist alles wieder im Lot - übrigens auch in deiner Buchhaltung ..;-)