Rechnung - neue und gute Antworten

  • Muss ich für eine Rechnung der Druckerei die 19% Mwst zahlen?
    Antwort von wfwbinder ·

    Die 19 % Umsatzsteuer zahlt nicht Ihr, sondern die Druckerei, die diesen Umsatzsteuerbetrag auf ihren Umsatz an Euch berechnen müssen.

    Ihr bezahlt einfach nur den Betrag, der Euch für die Druckereierzeugnisse in Rechnung gestellt wurde.

    Auch die Bundesregierung zahlt die Rechnungen inklusive der Umsatzsteuer, auch das Deutsche Rote Kreuz usw.

    Kommentar von brunipuetz ,

    Vielen Dank!

  • Aller erste Stromrechnung im Leben und dann auch noch betrogen werden?
    Antwort von hildefeuer ·

    Schau noch mal genau nach ob Ihr wirklich 8 Abschläge bezahlt habt. Meistens berechnet Stromio im Moant der Abrechnung keine Abschlag mehr.

    Ist der Zählerstand denn genau am Tag abgelesen worden also am 01.04.17 oder am 31. März? In letzterem Fall rechnen die einen Tag dazu. Bzw. zu wann wurde gekündigt, zum 31.3. oder 01.04.17?, i

    Aber von Stromio, das gehört einen dubiosen Türken, der mehrere Billiganbieter sein Eigen nennnt, ist grundsätzlich abzuraten.



  • Sind Mahngebühren, die bei der ersten Mahnung erhoben werden, schon zu zahlen /ernstzunehmen?
    Antwort von Joerg21 ·

    Die Mahngebühren sind nur zulässig, wenn du als Privatkunde durch eine Rechnung mit enthaltenem Hinweis zur Zahlungsfrist in Verzug gesetzt wurdest.

    Bist du ein Geschäftskunde wirst du automatisch 30 Tage nach Rechnungserhalt in Verzug gesetzt, sofern du nicht fristgerecht bezahlt hast.

    Alle 5 Antworten
    Kommentar von cyracus ,

    Auch diese Frage ist urmel-alt und wurde 2011 zur Zufriedenheit des Fragenden beantwortet (siehe Auszeichnung Hilfreichste Antwort).

  • Rechnung bei Finanzamt nachreichen?
    Antwort von LittleArrow ·

    Die Rechnung interessiert das Finanzamt (noch bzw. zunächst) nicht, wohl aber inwieweit bei Deiner  Tätigkeit Umsatzsteuer, Gewerbesteuer und Einkommensteuer (jede Steuer zu ihrer Zeit zu melden und abzuführen!) entstanden sind.

    Irritierend ist, dass Du Deinem Arbeitgeber und nicht Deinem Auftraggeber eine Rechnung schreibst. Ich habe für meinen Monatslohn meinem Arbeitgeber nie eine Rechnung schreiben müssen;-)

    Alle 3 Antworten
    Kommentar von Broni ,

    Ich nehme mal an, dass in diesem Fall Arbeitgeber = Auftraggeber ist.

  • Rechnung bei Finanzamt nachreichen?
    Antwort von EnnoWarMal ·

    Was soll das Finanzamt denn mit deiner Rechnung machen?

    Alle 3 Antworten
    Kommentar von wfwbinder ,

    ZUrücksenden mit der Bemerkung, dass sie das Papier nicht ankaufen können, weil es schon beschrieben ist.

    Kommentar von EnnoWarMal ,

    Immer wieder gern erzählt:

    Mandant kauft ein Haus, was zu 53% umsatzsteuerpflichtig vermietet wird. Es wird viel renoviert, umgebaut usw. Die Vorsteuerüberhänge sind jeden Monat so groß, dass man sie mit bloßem Auge vom Weltraum aus sehen kann.

    Kennst du Frau Eichborn von KöIV? Die machte das, was ihr Dienstherr ihr vorschrieb: Schrieb einen Brief, wonach die wesentlichen Belege vorgelegt werden sollen. Jeden Monat.

    Also habe ich den Kopierer angeworfen und direkt alle Belege dupliziert und den damit gefüllten Ordner hingeschickt. Das ging drei Monate so.

    Woher soll ich wissen, was "wesentlich" ist? Und die Zeit, da irgendwas zu sortieren, kann sie sich selber nehmen :-)

    Dann schrieb sie einen Brief, ich möge doch bitte nicht mehr Belege schicken, sie glaubt es jetzt auch so :-)

    Kommentar von wfwbinder ,

    Wir kennen nicht die Dame, aber eine andere bei einem anderen Finanzamt, mit der mein Büropartner Oliver exakt die gleiche Erfahrung machte.

    Kommentar von Hntzii ,

    Wie immer ein konstruktiver Beitrag ;)

  • Wer erhält bzw. behält die Taxiquittung für die Steuern?
    Antwort von EnnoWarMal ·

    Also bei allen Rechnungen ist stets zu fragen: Wer hat an wen welche Leistung erbracht.

    Dem Sachverhalt zufolge hat ein Taxiunternehmen eine Beförderungsleistung an die beauftragte Firma erbracht. Deshalb hat die beauftragte Firma eine Rechnung erhalten, die zum Betriebsausgabenabzug und zum Vorsteuerabzug berechtigt.

    Aber das Taxiunternehmen hat NICHT an euch geleistet - ihr seid doch gar nicht mit dem Taxi gefahren. Wozu wollt ihr dann die Rechnung?

    Ihr habt doch lediglich das bekommen, was ihr beauftragt habt: Die Erbringung einer Dienstleistung. Und dafür habt ihr eine Rechnung erhalten. Dass man auf seine Rechnungen Umsatzsteuer aufschlägtö, ist dabei nichts Ungewöhliches, sondern völlig normal. Und dass der Steuersatz 19% beträgt, ist seit 10 Jahren auch völlig normal.

    Ich verstehe nicht, was daran so schwer sein soll zu unterscheiden, wer welche Leistung bezogen hat.

    Und wenn der Auftragnehmer in seiner Rechnung das Taxi auch mit aufführt - es ist einfach nur die Vergütung für seine erbrachte Leistung.

  • Wer erhält bzw. behält die Taxiquittung für die Steuern?
    Antwort von wfwbinder ·

    Die Rechnung von denen ist absolut korrekt.

    Die hatten Fahrtkosten, dafür haben sie eine Quittung, die sie in Ihrer Buchhaltung erfassen zur Dokumentation dieser Kosten.

    Ihr habt die Rechnung von denen, um Eure Ausgaben nachzuweisen.

    Wenn Ihr mit denen eine Weiterberechnung von 1:1 vereinbart habt, dann dürften die natürlich die Taxirechnungen/-quittung nur mit dem Nettobetrag ansetzen um dann die Steuer auf den Gesamtbetrag aufzuschlagen.

    Die müssen es ja als Ausgabe abziehen, weil sie die Einnahmen von Euch auch als Einnahmen verbuchen müssen.

    Theoretisch könnten die ja auch mit dem Fahrrad fahren und Euch die 20,- Euro für das Taxi in Rechnung stellen. In Berlin wären die nämlich u. U. mit dem Fahrrad schneller als mit dem Taxi.

  • Studentin einmalige Rechnung von 400€, Steuernummer nötig?
    Antwort von EnnoWarMal ·

    Bei der Einkommensteuer:

    Das hängt von dem

    Hiwi-Job mit 144€ monatlich

    ab. Wenn das ein (typischer) Minijob ist, dann nicht. Denn der wäre ja einkommensteuerlich unsichtbar. Und 400 Euro Einnahmen führen zu einem Gewinn von weniger als 410 Euro, und der ist durch § 46 (3) EStG freigestellt. Man muss hier auch nicht herumrätseln, welche EInkunftsart das sein könnte.

    Ist es kein Minijob, sondern irgendwas Freiberufliches oder Gewerbliches, dann sind es im Jahr mehr als 410 Euro, die anfallen. Da es wahrscheinlich auch mehr als rund 8.500,00 sind (jeweilger Grundfreibetrag in dem Jahr), wäre die Abgabe einer Einkommensteuererklärung notwendig, die hier aber nicht zu einer Steuer führt.

    Also: Nein, für die Einkommensteuer nicht. Da kannst du getrost warten, ob das Finanzamt sich meldet.

    Bei der Umsatzsteuer:

    Sofern dies die einzige derartige Tätigkeit ist, führt das nicht zu einer Unternehmerstellung und es ist nichts zu veranlassen. Selbst wenn, würde hier die Kleinunternehmerregelung Raum greifen, so dass auch hier getrost auf das Finanzamt gewartet werden kann.

    Bei der Gewerbesteuer:

    Hier ist ebenfalls nichts zu veranlassen. Entweder ist der Job im Museum nicht gewerblich oder er ist es, aber dann liegt der Gewerbeertrag unterhalb des Freibetrages und muss nicht erklärt werden.

    Bei der Gewinnermittlung:

    Falls man nicht ganz dämliche Sachbearbeiter im Finanzamt sitzen hat, ist hier nichts zu veranlassen. Falls doch (ich hatte mal solch einen Fall), dann bitte erneut nachfragen.

    Weitere mögliche Konsequenzen fallen mir hier nicht ein.

    Kommentar von wfwbinder ,

    Genau. Sehr ausführliche Darstellung. Alles drin.

  • Rechnungsstellung als Privatperson mit geringem Verdienst?
    Antwort von Steuermaus ·

    Jetzt möchte ich auf Deine Fragen antworten, die m.E. bisher offen geblieben sind:

    1. Die Nebeneinkünfte von 2.400 € p.a. sind auf jeden Fall in der Steuererklärung anzugeben.

    2. Da es sich um ein niederländisches Unternehmen handelt, für das Du tätig bist, ist der Ausweis von Umsatzsteuer sogar falsch, weil der Ort Deiner Leistung in den Niederlanden liegt, sog. B2B-Umsatz. Das niederländische Unternehmen kann auch grundsätzlich keine deutsche Umsatzsteuer als Vorsteuer abziehen.

  • Rechnungsstellung als Privatperson mit geringem Verdienst?
    Antwort von wfwbinder ·

    1. Transkribieren ist kein Gewerbe, sondern freier Beruf. Muss aber als solcher beim Finanzamt gemeldet werden.

    2. Da die Kunden/Auftraggeber Unternehmer sind, wäre es besser mit Umsatzsteuer zu arbeiten (Regelbesteuerung, kein Kleinunternehmer.

    3. Die Größenordnung von 150,- Euro bezieht sich nur Auf den Ausweis der Umsatzsteuer. bis 150,-reicht die Angabe 19 % Umsatzsteuer enthalten, danach muss der Betrag ausgewiesen werden.

    Alle 2 Antworten
    Kommentar von thejen ,

    Vielen Dank für die schnelle Antwort! Das heißt, Umsatzsteuer ausweisen ist grundsätzlich "besser". Aber richtig falsch mache ich es auch nicht, wenn ich sie weglasse und mit § 19 Abs. 1 UStG begründe, dann auf meinen gestellten Rechnungen unter 150 Euro bleibe und weder Steuernummer noch Umsatzsteuer-ID angebe? Oder kann man das so auch nicht sagen?

    Kommentar von wfwbinder ,

    Gehen tut das, aber es ist unvorteilhaft.

    Wenn Du mit Umsatzsteuer arbeitest, ist es bares Geld für Dich.

    Für die Plattform, die ja anscheinend Dein Auftraggeber ist und an deren Kunden weiter berechnet, ist es egal, ob Du denen 100,- euro berechnest, oder 119,- inkl. 19 % Umsatzsteuer.

    Aber wenn Du mit Umsatzsteuer arbeitest, kannst Du aus Deinen Kosten, oder Investitionen selbst Vorsteuer abziehen.

    Also das neue Notebook was 1.190,- kostet, wird für Dich durch den Vorsteuerabzug 190,- Euro billiger, weil Du die beim Finanzamt abziehen kannst.