Lohnsteuer - neue und gute Antworten

  • Ab wann zahlt ein dualer Student bei einer weiteren Nebenbeschäftigung Lohnsteuer, bekomme ich diese wieder ausbezahlt?
    Antwort von LittleArrow ·

    Wenn Du monatlich ca. € 500 (= 300 + 200) brutto verdienst, dann musst Du auf Jahressicht keine Einkommensteuer zahlen; es fällt auch keine Lohnsteuer an.

    Deine Abzüge für Renten- und Krankenversicherung sind nicht erstattungsfähig und bei der Einkommensteuererklärung bringen sie als Vorsorgeaufwendungen ("Sonderausgaben") Dir bei diesen Einkünften keinen Steuervorteil (da Du ohnehin nicht einkommensteuerpflichtig bist.

  • Ab wann zahlt ein dualer Student bei einer weiteren Nebenbeschäftigung Lohnsteuer, bekomme ich diese wieder ausbezahlt?
    Antwort von Lissa ·

    Im dualen Studium bist du versicherungspflichtig, wie es hier beschrieben steht: http://www.aok-business.de/medien/newsletter/2012/0112-duales-studium/

    Daneben könntest du einen Minijob haben, der versicherungsfrei ist oder für den du die 3,7% als Rentenversicherungsbeitrag zahlst.

    Bei der Steuererklärung kannst du nur die gezahlten Steuern, wenn du welche gezahlt hast, zurückbekommen. Die Beiträge zur Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung werden nicht erstattet.Weitere Hinweise zu Studentenjobs findest du hier: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/cae/servlet/contentblob/232696/public...

  • Kann man mehr steuerlich geltend mach, als man Lonhsteuer eingezahlt hat?
    Antwort von wfwbinder ·

    Nuller als Null geht nicht.

    Also, wenn Dein Zuversteuerndes Einkommen für 2015 8.472,-, oder weniger ist, ist Deine Steuerschuld null und Du bekommst Deinen Lohnsteuerabzug zurück.

    Aber mehr als alles zurück bekommen, geht nicht.

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    Kommentar von LittleArrow ,

    Ich hätte hier noch die Zusatzfrage, ob die Fahrten als Fahrten zur ersten Betriebsstätte (es zählen nur die Entfernungskilometer, also einfach) oder als Dienstfahrten gelten und was der Arbeitgeber (oder gar der Auftraggeber) für Fahrten und Unterkunft steuerfrei erstattet hat.


    Aber mehr als alles zurück bekommen, geht nicht.

    Es gibt zwar keine Negativsteuer, wohl aber Negativeinkommen, woraus ein Verlustvortrag resultieren kann. 

    http://www.steuernetz.de/aav\_steuernetz/lexikon/K-13950.xhtml?currentModule=hom...

  • 20-stunden Honorarvertrag als studentin?
    Antwort von wfwbinder ·

    Woher beziehst Du Deine Informationen?

    1. die 20 Stunden Grenze für Studenten hat nichts mit Abgaben zu tun, sondern damit dass der Studentenstatus überhaupt verloren geht, wenn im Semester (nciht in den Semesterferien) über 20 Stunden die Woche gearbeitet wird.

    2. Mehr an Abgaben als verdinen, ist völlig daneben. Ein Student bezahlt ja nur Rentenversicherungsbeiträge von seinem Gehalt/Lohn (9,35 %). Keine Beiträge zur Arbeitslosenversicherung. Nur den günstigen Studententarif in der Krankenversicherung (aber keine Abzüge vom Lohn) udn Steuern nur, wenn es über 960,- Euro im Monat sind und dann beginnt es langsam mit 14 % für die ersten100,- Euro.

    3. was verdients Du denn mit 20 Stunden die Woche? 80 Stunden im Monat a 20,- Euro = 1.600,- Euro brutto? wären 150,- für die Rentenversicherung und 114,- Euro Steuer = 1.336,- netto. wie schlimm. Da muss man ja wegen der 264,- Euro Abgaben glatt verhungern.

    Kommentar von Strawberry2012 ,

    Vielen dank für deine ausführliche Antwort. Jedoch finde ich, dass, wenn man schon helfen möchte, nicht direkt ausfallend werden muss. 

    Ich würde 1900€ verdienen mit 20 stunden. Mit 30 wären es um die 2800€. Nur verstehe ich nicht genau was es ausmacht, wenn der Studentenstatus verloren geht (also wenn ich 30 stunden arbeite). 

    Kommentar von wfwbinder ,

    2.800,- brutto sind dann 1.812,- weil Kraken- und Arbeitslosenversicherungsbeitrag fällig werden.

    1.900,- als Student sind 1.532,- netto.

    Was Du als ausfallend empfindest ist der Sarkasmus, der sich bei Antwortern wie mir bildet, weil wir wöchentlich mehrfach Fragen zu beantworten haben wie: "wieviel darf ich verdinen, um keine Steuern zu zahlen", als würde die Steuer einem das halbe Geld wegnehmen, sobald man auch nur 1,- Euro mehr verdient, als den Grundfreibetrag von 8.652,- im Jahr.

    Studenten werden ja, nach erfolgreichem Abschluss eher zu den Besserverdienern gehören und sich dann mit Abgabenlasten von über 50 % für Sozialversicherung und Steuer anfreunden müssen, die die meisten Antworter hier schon seit geraumer Zeit zahlen und damit die Unis finanzieren.

    Kommentar von wfwbinder ,

    Ausserdem wäre die Frage natürlich, wenn es als reiner Honorarvertrag ist, dann ist es ja eine selbständige Tätigkeit. Wer kontrolliert denn da die Zeiten? Ausserdem muss man dann alle Abgaben nach dem ermittelten Gewinn alleine zahlen. Dabei laufen die Sozialversicherungen nur, wenn man es will. Ausser der Krankenversicherung, die ist Pflicht.

  • Zählt mein Gehalt vom Pflichtpraktikum zum Einkommen?
    Antwort von LittleArrow ·

    Ehe der Grundfreibetrag von € 8.652 berücksichtigt wird, müssen die Einkünfte und die Sonderausgaben ermittelt werden. Bei den Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit gibt es die Werbungskostenpauschale von € 1.000, es sei denn, man weist im einzelnen höhere Werbungskosten nach. (Also ist nur die Reihenfolge der Freibetragsabzüge anders als Du dachtest.)

    Ich könnte mir vorstellen, dass durch Dein Studium (nur beim Zweitstudium) derart höhere Werbungskosten entstehen, aber auch während der Zeit des Pflichtpraktikums (z. B. Fahrkosten, Unterkunft).

    Die Einkünfte, Werbungskosten und Sonderausgaben beziehen sich immer auf das Kalenderjahr. Also hast Du in 2016 zwei Einkunftsquellen aus nichtselbständiger Arbeit, aber - soweit nicht höhere Kosten nachgewiesen werden können - nur einmal die Werbungskostenpauschale von € 1.000. Siehe im übrigen auch die Antwort von wfwbinder

  • Zählt mein Gehalt vom Pflichtpraktikum zum Einkommen?
    Antwort von wfwbinder ·

    1. Ist Deine Rechnung falsch, weil auch noch 36,- Euro Sonderausgabenpauschlae und 1.900,- Vorsorgepauschlae dazu kommen. Daher gibt es Lohnsteuerabzug auch immer erst ab ca. 960,- Euro im Monat.

    Wenn Du zusätzlich, also neben der Tätigkeit als Werkstudent eine zweite Tätigkeit aufnimmst, wirst Du dort den Lohnsteuerabzug nach Steuerklasse VI haben. Womit Du automatisch auch zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung verpflichtet wärst.

    Wenn sich die Tätigkeiten nicht überschneiden, kann natürlich alles nach Steuerklasse 1 versteuert werden.

    Ausserdem, was wäre dennn so schlimm daran, wenn Du 100,- Euro mehr zu versteuerndes Einkommen hättest als die magischen 8.562,- Euro? 100,- Euro mehr sind 14,- Euro Steuern.

    Was ist so schlimm daran 14,- Euro zu zahlen, wenn ich dafür 76,- Euro (Rentenbeitrag fällt ja auch an) cash mehr in der Tasche habe?

    Da werden nach dem Studium andere Beträge auf Dich zu kommen. Da können 100,- Euro brutto mehr auch ggf. nur 45,- netto sein.

  • Ich bin Azubi mit 800 € brutto mtl. und möchte nebenbei auf Lohnsteuerkarte arbeiten (Promotion, kein 450-€-Job), bekomme ich die gezahlte Lohnsteuer wieder?
    Antwort von ASS09 ·

    Du weist aber schon, das du den Ausbilder/Arbeitgeber über die Aufnahme einer Nebenbeschäftigung informieren musst und seine Zustimmung brauchst?Achte darauf, dass du die vom Arbeitszeitgesetz vorgegebene Höchstarbeitszeit nicht überschreitest.

    Außerdem gibt es keine Lohnsteuerkarte mehr, sondern du brauchst eine Steuer-Ident-Nummer.

  • Dürfen Waren aus einem Warengutschein (Rabattfreibetrag 1080€/Jahr) vom AN privat weiterverkauft werden?
    Antwort von billy ·

    Natürlich dürfen die Waren vom AN weiter verkauft werden, wenn nicht vom AG das „in Besitz halten“ aus steuerlichen Gründen temporär vertraglich vereinbart wurde. 

    Ein Beispiel für diesen Mitarbeiterrabatt stellen Jahreswagen der Automobilhersteller dar, bei denen der geldwerter Vorteil den Rabattfreibetrag um ein vielfaches übersteigen kann.  

    Hier die Definition geldwerter Vorteil und weitere Beispiele: 

     https://www.absolventa.de/karriereguide/gehaltsbestandteile/geldwerter-vorteil   

  • Dürfen Waren aus einem Warengutschein (Rabattfreibetrag 1080€/Jahr) vom AN privat weiterverkauft werden?
    Antwort von Gaenseliesel ·

    Hallo,

    gibt es eine konkrete Anweisung der Firma, die den Weiterverkauf verbietet, wäre ich zumindest zurückhaltend. Ansonsten - was ich nicht weiss, macht mich nicht heiss !

    also, wenn mein Sohn mir seinen Warengutschein überlässt, muss er bei der Einlösung seinen Firmenausweis an der Kasse vorlegen. Vielleicht will er mich auch nur kontrollieren, wer weiß ;-)) 

  • warum muss meine Frau seit unserer Heirat immer Lohnsteuer nachbezahlen obwohl ich zu wenig Rente für Lohnsteuerkarte beziehe?
    Antwort von LittleArrow ·

    Einige mögliche Ursachen hast Du schon lesen können. Leider fehlen von Dir Angaben zu Euren Einkommensverhältnissen (Einkünfte, Sonderausgaben, Steuerklasse, gezahlte Lohnsteuer etc.).

    Möglicherweise könnte Deine Frau durch einen Wechsel der Steuerklasse (welche hat sie derzeit?) einer Nachzahlung vorbeugen, aber dann sinkt natürlich Euer monatliches Haushaltsnettoeinkommen.

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    Kommentar von EnnoWarMal ,

    Da sie allein Arbeitnehmerin ist, hat sie keine Wahl. Ihr wird zwangsläufig die 3 zugewiesen.

    Selbst wenn im Einzelfall die Änderung der Lohnsteuerklasse nicht vollzogen wurde, was am allgemeinen Vollzugsdefizit liegt, kann sie aber nirgendwo anders hin als in die 3.

    Dafür hat der Gesetzgeber in § 37 die Einkommensteuervorauszahlungen vorgesehen.

    Kommentar von tt290 ,

    Das stimmt so nicht - sie kann eine ungünstigere Steuerklasse (z.B. I statt III) beantragen - siehe auch § 38b Abs. 3 Satz 1 EStG.

    Kommentar von EnnoWarMal ,

    Guter Punkt, dem ich nachgegangen bin.

    EStR, EStH, LStR, LStH --> Fehlanzeige

    Kommentar (Schmidt) --> nichts

    Handbuch fürs Lohnbüro --> nichts

    Dem Buchstaben des Gesetzes zufolge muss ich dir also recht geben.

    Kommentar von tt290 ,

    Erläuterungen dazu gibt es unter den Randziffern 83 ff im BMF-Schreiben vom 07.08.2013 (IV C 5-S 2363/13/10003) ;-)

    Kommentar von EnnoWarMal ,

    Danke.

    Man es aus Tz 84 herausinterpretieren.

    Wieder was gelernt.

  • warum muss meine Frau seit unserer Heirat immer Lohnsteuer nachbezahlen obwohl ich zu wenig Rente für Lohnsteuerkarte beziehe?
    Antwort von RHWWW ·

    Hallo,

    bei der Einkommensteuer werden die Einkünfte beider Ehegatten addiert und daraus dann die Steuern berechnet. Da von der Rente im Laufe des Jahres keine Steuern gezahlt wurden, werden sie bei der Steuererklärung nachberechnet. Der Bescheid über die Steuernachzahlung wird vom Finanzamt an beide Ehegatten adressiert.

    Ggf. jeden Monat ein Zwölftel der Steuernachzahlung von der Rente beiseitelegen.

    Gruß

    RHW

  • warum muss meine Frau seit unserer Heirat immer Lohnsteuer nachbezahlen obwohl ich zu wenig Rente für Lohnsteuerkarte beziehe?
    Antwort von blackleather ·


    obwohl ich zu wenig Rente für Lohnsteuerkarte beziehe



    Vermutlich genau deswegen. Die Frau hat sich mit dir also auch unversteuertes Einkommen (= deine Rente) angeheiratet und folglich reicht die von ihr gezahlte Lohnsteuer nicht aus, euer beider Einkommensteuer insgesamt abzudecken. Die Differenz muss dann also nachgezahlt werden.


  • Falsche Lohnsteuerberechnung durch Arbeitgeber - gleicht das Finanzamt in Einkommensteuererklärung den Fehler aus ?
    Antwort von Mikkey ·

    Ob so eine Sache wegen 100€ so durchgezogen werden muss?

    Ansonsten würde ich(!) an Deiner Stelle den Arbeitgeber auf den Zeitpunkt vertrösten, in dem Du den Bescheid über die Einkommensteuer 2015 in Händen hältst. Ist darin ein Steuerabzug vom Lohn aufgeführt, der den Angaben des Arbeitgebers entspricht, zahlst Du die Differenz zurück, sonst eben nicht.

    Alle 2 Antworten
    Kommentar von Snooopy155 ,

    Das Vertrösten ist keine gute Idee, denn das Finanzamt zieht zur Einkommenssteuerberechnung die neuesten vom Arbeitgeber übermittelten Daten heran, der ältere Papierauszug, den der Arbeitnehmer mit seinen Unterlagen einreicht bleibt unberücksichtigt.

    Aus diesem Grund fordert ja der Arbeitgeber die Überzahlung zurück.

    Kommentar von Mikkey ,

    Das Finanzamt verlangt offensichtlich vom Arbeitgeber eine Nachzahlung der Lohnsteuer, nicht vom Arbeitnehmer. Wenn die Nachzahlung erfolgt ist, stimmt auch der Steuerabzug vom Lohn.

  • Falsche Lohnsteuerberechnung durch Arbeitgeber - gleicht das Finanzamt in Einkommensteuererklärung den Fehler aus ?
    Antwort von Snooopy155 ·

    Für Dich hat dieser Berechnungsfehler keine Auswirkungen, denn mit Deiner Einkommensteuererklärung wird Deine zu zahlende Steuer mit den bereits abgeführten Steuern verrechnet.

    Dies führt aber nicht dazu, dass damit die Forderung des Finanzamtes an Deinen früheren Arbeitgeber mit Deiner Abgabe einer Einkommensteuererklärung abgeändert wird. Dies werkennt der alte Arbeitgeber und daher stellt er nun die Forderung nach Rücküberweisung - im Gegenzug erhälst Du eine neue Jahresübersicht über Deinen Verdienst.

    Alle 2 Antworten
    Kommentar von EnnoWarMal ,

    Mann kann also eine Jahresübersicht erhalsen. 

    Was ist das denn und wie geht das genau? Muss man mit dem Hals was machen?

    Kommentar von Snooopy155 ,

    Schön - Dir  passiert nie ein Tippfehler

  • Teilzeit oder 450 € Job, was ist steuerlich besser?
    Antwort von barmer ·

    Hallo, dazu muss man das bisherige Gesamteinkommen der Familie kennen.

    Dann kann man, wie vom Vorgänger schon angedeutet, in der Lohnsteuertabelle bei Klasse 3 (!, bei gemeinsamer Veranlagung) nachschauen, wieviel man im Jahr als Paar mehr verdienen muss, um Netto auf mind. 5400 EUR mehr zu kommen. 

    Das monatliche Netto wird aber im laufenden Jahr davon abweichen.

    Viel Glück

    Barmer

  • Teilzeit oder 450 € Job, was ist steuerlich besser?
    Antwort von EnnoWarMal ·

    Der Break even dürfte dort liegen, wo das ausgezahlte Nettogehalt bei einer (fiktiven) Lohnsteuerklasse 1 oder 4 höher ist als die 450,00 Euro aus dem Minijob - unabhängig davon, welche Steuerklassenkombination tatsächlich gewählt wird.

    Ich hab es nicht gerechnet.

    Psychologisch gesehen könnte man sich auch irgendwie mal eben die Lohnsteuerklasse 6 verpassen lassen, wenn man den Arbeitgeber zu einer Nettolohnvereinbarung veranlassen kann.

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