Immobilienkauf - neue und gute Antworten

  • Immobilienkauf - ja oder nein?
    Antwort von hildefeuer ·

    Ums kurz zu machen - von 3 Zimmer Wohnung in 190Qm Haus mit Grundstück. Da werden wohl eher Träume war, als Notwendigkeiten realisiert. Das Erste was auffällt ist die nach 7 Jahren ausgetauschte Heizung, ist nicht normal. Normal wäre 10-15 Jahre. Außerdem würde ich mich fragen warum das Haus mit Grundstück so billig ist in Eurer teuren Wohngegend. Ist das Grundstück dabei oder auf Erbpacht? Oder ist es ein Notverkauf? Wenn ja warum der Notverkauf? (Strassenausbau, störende Bauobjekte in der Nachbarschaft stehen an, Altlasten, Musterhaus ohne Genehmigung) Da es ja nicht über Makler läuft wäre ich doppelt vorsichtig. Für den Verkäufer ist es ja kein Vorteil ohne Makler zu verkaufen. Das macht normalerweise niemand, es sei denn, es soll nicht bekannt werden das verkauft wird und es macht Sinn einige Dinge zu verschweigen, die Makler hinterfragen würden.


  • Immobilienkauf - ja oder nein?
    Antwort von Rat2010 ·

    Gefühlt rechnest du dir die Idee des für euch gefährlichen Hauses schön. Ein Fiasko scheint vorprogrammiert.

    Die Gründe für das Gefühl liegen in deinen Angaben. Einiges passt nicht:

    Da ist der Kaufpreis des fast neuen Hauses, das aber schon eine neue Heizug hat (nach acht Jahren?), in Relation zur Wohnungsmiete. Ist die Lage wirklich vergleichbar? Oder ist plötzlich alles weiter weg und ihr braucht noch ein Auto. Braucht euer Kind evtl. sogar öfter ein Taxi, so dass das mit dem doppelten Gehalt schöngerechnet ist.

    Doppeltes brutto (in Vollzeit) kann in Steuerklasse 5 kein doppeltes netto bedeuten. Bei den Gehältern greift die Progression voll zu.

    45 und 25 ist 70. Willst du wirklich solange arbeiten? Darfst du das überhaupt?

    190 qm ist zu zweit eine Menge. Allein viel zu viel aber einen alten Baum verpflanzt man nur mühsam. Ist die Lage eine zum alt werden?

    Ich bin mir sicher, ihr findet für 1.400 € kalt eine nette, wahrscheinlich sogar eine sehr nette Mietwohnung, die jetzt passt und später durch etwas ein paar Quadratmeter kleineres eingetauscht werden kann. Durch das gesparte Eigenkapital und die gesparten Reparaturen am Haus (auch wenn es jetzt neu ist wird das in der Rente eine Menge) habt ihr noch viel  Reserven und könnt tolle Urlaube machen - oder worauf ihr sonst Lust habt.

  • Immobilienkauf - ja oder nein?
    Antwort von Privatier59 ·

    Den beiden perfekten Antworten kann man an sich nur wenig hinzu fügen. Mir fällt lediglich eine Unstimmigkeit im Sachverhalt auf:

    Die Gegend in der Ihr jetzt wohnt ist teuer, dafür spricht auch die Höhe der gezahlten Miete. Wie ist es dann aber möglich, ein Haus zu diesem Preis zu erwerben? Hohe Mieten werden doch in Gegenden bezahlt wo man auch hohe Immobilienpreise hat und für ein relativ neues Haus mit 190qm Wohnfläche sind 400 TEUR nicht gerade viel.

    Ist das vielleicht eine Gegend weit entfernt von Eurem bisherigen Wohn- und Arbeitsort? Gar in ländlicher Umgebung? Wenn ja, dann braucht jedes Familienmitglied ein Auto, mit entsprechenden Kostenbelastungen. Ist das einkalkuliert?

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    Kommentar von Mikkey ,

    Der Gedanke ist mir auch in den Sinn gekommen. Eine Dreizimmerwohnung bekommt man (mit nicht allzu großen Ansprüchen) hier auch noch für 900€ kalt. Aber ein solches Haus ist in der Gegend nicht unter einer Million zu bekommen.

  • Immobilienkauf - ja oder nein?
    Antwort von Sunny15 ·

    Ich denke das ist zu schaffen. Aber ich würde mich bei der Bank ausführlich beraten lassen. Das haben die bei uns prima gelöst. Vor allem wurden auch alle anfallenden Nebenkosten eingeplant, also wirklich alles. Die Leute da sind auf solche Fälle spezialisiert.

  • Immobilienkauf - ja oder nein?
    Antwort von Franzl0503 ·

    Embudo:

    Versuch

    einer ersten Einschätzung

    Gestehungskosten:

    190 qm x 2.105 = 400 000 + NK 5 % = 20.000, total 420.000;

    EK

    110 000 = davon 20 000 für Kosten und 90 000 zur Kaufpreisbelegung,

    Fremdkapitalbedarf 310.000 = 77,5 %, Annuität laut Finanzberater 16 800 = mtl. 1.400,

    entspricht

    Zins 2,09 %, fest auf mindestens 25 Jahre, Tilgung 3 % zuzüglich

    ersparter Zinsen.

    Einnahmen

    netto Zt. 3.290 mtl., 39.480 p.a. ./.Annuität 16.800, ./. NK 4.800,

    verbleiben 17.880 = 1 490 mtl. für 3 Personen-Haushalt.

    Ergebnis:

    Auf Kante genäht.

    Empfehlung:1/3 kleiner nämlich

    127

    qm x 2.300 = 292 000, NK 10 % (statt 5 %) , Gestehungskosten

    321.000, ./. EK 110.000 = Fremdkapitalbedarf 211 000, Annuität 5,09

    % = 10.740 (statt Miete von 10.800) , NK 127 qm x 3 mtl. (statt 2,10)

    = 4.572 p.a., verbleiben für Lebenshaltung rd. 2 000 Euro; die

    Lebensfreude bleibt erhalten.

  • Immobilienkauf - ja oder nein?
    Antwort von LittleArrow ·

    Bitte unbedingt nochmal die Vorgabedaten überprüfen.

    Ihr habt 5 % Kaufnebenkosten berücksichtigt. Stimmt aber die Berechnung des

    Finanzbedarfs

    ? Es fehlen mir z. B. genaue Werte für Grunderwerbsteuer, Notarkosten, Umzugskosten, Renovierung der alten Wohnung.

    Ferner ist der Nettoverdienst nicht frei verfügbar für den Kapitaldienst der Finanzierung. Der frei verfügbare Wert wäre aber notwendig, um die Belastungen aus der Finanzierung und dem Hauseigentum abzudecken. Zu berücksichtigen ist der zunehmende Geldbedarf für Euer Kind und evtl. die Mehrkosten aus den Wegen zur Arbeit und zum Einkaufen.

    Hier ist also noch Eure Datenerhebung zu erweitern.

    Wie wäre nun zu rechnen? Hierzu verweise ich auf die Seite 3 der im folgenden Link zu findenden PDF-Datei. Dort findest Du den Kurzcheck: Wie teuer darf Ihr Haus werden? Die Zinsangaben aus dem damaligen Artikel sind natürlich überholt.

    https://www.test.de/Immobilienkredit-Zu-Traumkonditionen-ins-Traumhaus-4515375-0...

    Alle 6 Antworten
    Kommentar von LittleArrow ,

    Besucht mal diese Seite zur Ermittlung der Finanzierungskosten:

    https://hypotheken.fmh.de/rechner/fmh2/default.aspx

    Im Prinzip halte ich eine Kreditlaufzeit von 25 Jahren bei dem Endalter 70 bzw. 65 Jahre für zu lang. Allerdings könnt Ihr auch von zunächst 25 Jahren ausgehen und den Zusatzverdienst ab Jahr 3 in vertragliche Sondertilgungen (z. B. 5 %/Jahr) stecken, die dann Laufzeit verkürzend wirken.

    Ferner solltet Ihr die Zinsbindung fest für die gesamte Laufzeit wählen und nicht mit kürzerer Zinsbindungsdauer und niedrigerem Zins spekulieren auf eine günstige Anschlussfinanzierung!

    Noch zur Klarstellung:

    Der Finanzberater meinte, wir müssten 1.400€ Darlehen monatlich abbezahlen .

    Er meinte sicherlich, dass das Darlehn mit € 1.400 monatlich "bedient" wird. Abbezahlung ist "Tilgung", aber die erfolgt natürlich nicht mit € 1.400/Monat;-)

    Welche Art von Finanzierung bietet der Berater denn genau an?

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