Grundsicherung im Alter - neue und gute Antworten

  • <rentnerin mit grundsicherun ,wie lange kann ich in meiner heimat zu besuch bleiben
    Antwort von cyracus ·

    Auch wenn Du "in Deine heimat" fährst, um Deine Mutter zu pflegen, hast Du ja weiterhin Deinen Wohnsitz an Deiner jetzigen Adresse.

    Lies diese Ausführungen von einem Anwalt:

    http://www.frag-einen-anwalt.de/Grundsicherungsrente---f38473.html

    Er schreibt unter anderem:

    “Wesentlich ist folgendes: es muss erkennbar sein, dass die Abwesenheit nur vorübergehend sein soll z.B. durch ein im voraus festgelegtes Rückreisedatum. Es sollten dabei Zeiten üblicher Urlaubs- und Kuraufenthalte nicht überschritten werden, so dass ich einen Zeitraum von vier, maximal acht Wochen für vertretbar erachte. Es spricht auch nichts dagegen, zwei bis dreimal pro Jahr für z.B. vier Wochen zu verreisen, sofern regelmäßig eine Rückkehr nach Deutschland erfolgt. Die Planung einer Abwesenheit von drei Monaten mit offenem Rückreistermin halte ich dagegen für bedenklich.“

    In der Zeit der vom Grundsicherungsamt genehmigten Abwesenheit geht weiterhin die Zahlung von dort auf Dein Konto, so dass ja auch Deine Miete gesichert ist, die Du ja sicherlich abbuchen lässt.

    (Weil hier pro Antwort und pro Kommentar immer nur EIN Link erlaubt ist, setze ich nun neu an.)

    Alle 3 Antworten
    Kommentar von cyracus ,

    In diesem Urteil

    http://openjur.de/u/143304.html

    weigerte sich das Grundsicherungsamt, die Grundsicherung auch während eines achtwöchigen Auslandsaufenthaltes zu zahlen. Das Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen entschied:

    • Der vorübergehende Auslandsaufenthalt mit einer Dauer von acht Wochen läßt den gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland unberührt. Der Lebensmittelpunkt des Klägers lag und liegt weiterhin in I.

    • Anders als im bis zum 31.12.2004 geltenden Bundessozialhilfegesetz für den Bereich der Sozialhilfe ist der Anspruch hier nicht an den tatsächlichen, sondern an den gewöhnlichen Aufenthalt des Leistungsempfängers geknüpft.

    Den Text findest Du dort unter Entscheidungsgründe

    Kommentar von cyracus ,

    Wenn Du Deine Ortsabwesenheit, um Deine Mutter zu pflegen, mit dem Grundsicherungsamt besprechen willst, geh auf keinen Fall allein hin, sondern mit einem erfahrenen (!!) Beistand, auch Ämterlotse genannt.

    Google mit

    ämterlotse und füge Deinen Wohnort hinzu (oder den nächstgrößeren, falls Deiner klein ist)

    Auch google mit sozialberatung und füge Deinen Wohnort hinzu (oder den nächstgrößeren, falls er klein ist). - Dir werden so (behördenunabhängige) Beratungsstellen wie die Diakonie / Diakonisches Werk, Caritas, Paritätischer Wohlfahrtsverband oder die Arbeiterwohlfahrt (AWO) gezeigt. - Frage dort, ob dort ehrenamtlich Ämterlotsen Dienst machen, um Dich zum Grundsicherungsamt zu begleiten.

    Vermutlich wird man Dich fragen, worum es geht. Du wirst ja dann von Deiner Mutter berichten und wie Du es einschätzt, wie lange Du Deine Mutter wirst pflegen müssen. - Möglicherweise kannst Du Dich auch mit jemandem abwechseln, so dass Du eine Zeitlang Deine Mutter pflegst, dann hierher nach Hause kommst und dann erneut zu Deiner Mutter fährst.

    Bei der Sozialberatung hat man hoffentlich Erfahrung damit, wie das Grundsicherungsamt an Deinem Wohnort auf solch einen Wunsch von Dir reagiert.

    Auf jeden Fall ist es wichtig, dass Du beim Gespräch im Grundsicherungsamt den erfahrenen Beistand bei Dir hast.

    .

    Um mehr zum Thema Beistand / Ämterlotse zu erfahren, google mit

    legitimation eines beistands pdf

    und lade Dir die Datei vom elo-forum runter. Darin erfährst Du die gesetzliche Grundlage für Beistände und dass jeder Bürger ein Recht darauf hat, sich bei Behördengängen von einem Beistand begleiten zu lassen.

    Auch erfährst Du so, dass wenn Dein Beistand für Dich etwas sagt, und Du widersprichst nicht, gilt es so, als hättest Du selbst es gesagt.

    .

    Hier noch meine Hinweise, die ich oft Arbeitslosen und auch denjenigen reingebe, die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsunfähigkeit reingebe. - Für Dich treffen sie zum großen Teil zu (wenn da was zu "Jobcenter" steht, spreche ich ja Arbeitslose an):

    Umgang mit Sozialbehörden

    Mit dem Amt nichts telefonisch klären (das kann man später nie beweisen). Alles schriftlich machen. Am besten Schreiben, Belege und Anträge persönlich abgeben. - Den Erhalt des Schreibens lässt man sich auf einem mitgebrachten Doppel mit Stempel, Datum und Unterschrift bestätigen. (Dies verlangt man mit ruhigem, freundlichem Ton und reicht das Schreiben rüber, „und hier brauche ich noch Stempel mit Datum und Unterschrift“).

    Wenn man nur etwas abgeben will, dann wie üblich ein Schreiben aufsetzen, in dem erklärt wird, was "als Anlage" überreicht wird. - Wiederum dieses Anschreiben auf einem mitgebrachten Doppel mit Stempel und Unterschrift bestätigen lassen.

    Diese Bestätigungen sind Gold wert, sie sind mehr wert als ein Einschreibebeleg (mit dem ja nur der Eingang eines Umschlags bestätigt wird).

    Mit einer solchen Bestätigung kann von Seiten der Behörde nicht behauptet werden, Schreiben und Belege seien nicht eingegangen. Und wenn doch, eine Fotokopie von deren Bestätigung vorlegen (das Original unbedingt wie eine Kostbarkeit hüten). - Nicht (oder angeblich nicht) abgegebene Unterlagen kann als Verstoß gegen die Mitwirkungspflicht gedeutet werden, was zu Sanktionen führen kann = Kürzung von Geld. - Und: Werden so die Unterlagen / Belege abgegeben, wird erfahrungsgemäß allgemein die Sache zügiger bearbeitet.

    Falls Du meinst, ich würde übertreiben, google mit jobcenter unterlagen verloren.

    .

    Im Gespräch mit den Mitarbeitern immer korrekt und konzentriert sein. Wenn die Mitarbeiter freundlich und zugewandt sind: Auch Infos im Vertrauen landen in der Akte und können später gegen den „Kunden“ (wie es vollmundig bei Sozialbehörden heißt) verwendet werden.

    .

    Oft ist es ratsam, zum Amt einen Beistand als Begleitung mitzunehmen. Dieser muss nur zuhören und kann dabei Protokoll führen, oder hinterher macht man gemeinsam ein Erinnerungsprotokoll. Der Beistand kann aber auch für Dich Erklärungen abgeben, dazu § 13, Absatz 4 SGB X (google mit 13 sgb 10):

    • (4) Ein Beteiligter kann zu Verhandlungen und Besprechungen mit einem Beistand erscheinen. Das von dem Beistand Vorgetragene gilt als von dem Beteiligten vorgebracht, soweit dieser nicht unverzüglich widerspricht.

    Für einen ehrenamtliche Behördenbegleiter = Beistand google jeweils mit Deinem Wohnort (oder dem nächstgrößeren, wenn Deiner klein ist) mit

    Ämterlotsen

    Behördenlotsen

    Behördenbegleiter

    Diese Ämterbegleiter sind wertvolle Hilfen und notfalls auch Zeugen, und (die meisten? alle?) haben für diesen ehrenamtlichen Dienst eine kleine Ausbildung genossen und kennen sich bestenfalls mit den Gesetzen aus. (Sag beim Amt niemals, Du hättest einen Zeugen dabei! Zeugen dürfen des Raumes verwiesen werden - Beistände dagegen nicht, auf die hast Du ein Recht.)

    Kommentar von cyracus ,

    Lebst Du in einer Bedarfsgemeinschaft (oder Haushaltsgemeinschaft): Andere Mitglieder solch einer Gemeinschaft können für Dich kein Beistand sein, denn sie sind nicht neutral, sondern automatisch selbst Betroffene.

  • <rentnerin mit grundsicherun ,wie lange kann ich in meiner heimat zu besuch bleiben
    Antwort von billy ·

    In jedem Bescheid zur Grundsicherung müsste sinngemäß dieser Satz stehen. "Anspruch auf Grundsicherung hat, wer seinen gewöhnlichen Aufenthalt/Wohnsitz in der BRD hat. "

    Wenn Sie Sozialleistungen vom Staat - wie die Grundsicherung - beziehen, müssen Sie jede Ortsabwesenheit vom Sozialamt anmelden und genehmigen lassen. In der Regel genehmigen die Sozialämter nur zwei Wochen Ortsabwesenheit, sind Sie länger weg, gibt es für diese Zeit eben keine Grundsicherungszahlung.

  • <rentnerin mit grundsicherun ,wie lange kann ich in meiner heimat zu besuch bleiben
    Antwort von Primus ·

    Da Du schreibst, dass Du in Deine Heimat reisen möchtest, gehe ich mal davon aus, dass Du keine deutsche Staatsbürgerin bist und aus diesem Grund Deine Frage nicht nach unseren Rechtschreibregeln verfasst wurde.

    Zu Deiner Frage: Maximal 2 Wochen pro Jahr darfst Du Dich im Ausland aufhalten. Nach wird die Zahlung der Grundsicherung eingestellt.

    Auch weitere soziale Leistungen entfallen, denn wer sollte für die Kosten Deiner Wohnung aufkommen, wenn Du Dich im Ausland aufhältst?

    Alle 3 Antworten
    Kommentar von cyracus ,

    Hallo Primus, die Fragende verstehe ich so, dass sie Grundsicherung im Alter oder Grundsicherung für Erwerbsunfähige erhält. Bei denen ist es mit der Zeitdauer der Ortsabwesenheit anders.

    In meiner Antwort habe ich einen Link zu einer Ausführung von einem Anwalt und einen Link zu einem LSG-Urteil reingegeben. (Du weißt ja, es ist nicht ratsam, unter einer Frage denselben Link mehrmals reinzugeben, sonst könnte die Spam-Kassier-Maschine anspringen, und der wertvolle Link wäre dann "verbrannt".)

    LG ;-) ‹(•ﮟ•)›

  • GRUNDSICHERUNG auf DARLEHENSBASIS bei ETW ?
    Hilfreichste Antwort von cyracus ·

    Du schreibst nicht, um welche Art von Grundsicherung es sich handelt. - Es gibt verschiedene Arten von Grundsicherung:

    • ALG II / Hartz IV
    • Grundsicherung im Alter
    • Grundsicherung bei Erwerbsunfähigkeit
    • Sozialhilfe

    Gib bitte künftig genau an, um welche Art von Grundsicherung es sich handelt. Denn nur dann kann man Dir verlässliche Antworten geben.

    Du schreibst, Deine Eigentumswohnung ist klein - schau hier mal rein:

    ALG II: Vermögensanrechnung des Eigenheims

    http://www.verband-wohneigentum.de/kv-dortmund/on13057

    Wie es bezüglich Deiner Art der Grundsicherung ist, besprich bitte in einer Sozialberatung. - Google dazu mit sozialberatung und füge Deinen Wohnort hinzu (oder den nächstgrößeren, falls er klein ist). - Dir werden so (behördenunabhängige) Beratungsstellen wie die Diakonie / Diakonisches Werk, Caritas, Paritätischer Wohlfahrtsverband oder die Arbeiterwohlfahrt (AWO) gezeigt. Vereinbare dort einen Beratungstermin.

    .

    Die folgenden Hinweise treffen auf Dich ganz oder teilweise zu:

    Umgang mit Sozialbehörden

    Mit dem Amt nichts telefonisch klären (das kann man später nie beweisen). Alles schriftlich machen. Am besten Schreiben, Belege und Anträge persönlich abgeben. - Den Erhalt des Schreibens lässt man sich auf einem mitgebrachten Doppel mit Stempel, Datum und Unterschrift bestätigen. (Dies verlangt man mit ruhigem, freundlichem Ton und reicht das Schreiben rüber, „und hier brauche ich noch Stempel mit Datum und Unterschrift“).

    Wenn man nur etwas abgeben will, dann wie üblich ein Schreiben aufsetzen, in dem erklärt wird, was "als Anlage" überreicht wird. - Wiederum dieses Anschreiben auf einem mitgebrachten Doppel mit Stempel und Unterschrift bestätigen lassen.

    Diese Bestätigungen sind Gold wert, sie sind mehr wert als ein Einschreibebeleg (mit dem ja nur der Eingang eines Umschlags bestätigt wird).

    Mit einer solchen Bestätigung kann von Seiten der Behörde nicht behauptet werden, Schreiben und Belege seien nicht eingegangen. Und wenn doch, eine Fotokopie von deren Bestätigung vorlegen (das Original unbedingt wie eine Kostbarkeit hüten). - Werden so die Unterlagen / Belege abgegeben, wird erfahrungsgemäß allgemein die Sache sogar zügiger bearbeitet.

    Falls Du meinst, ich würde übertreiben, google mit jobcenter unterlagen verloren.

    .

    Im Gespräch mit den Mitarbeitern immer korrekt und konzentriert sein. Wenn die Mitarbeiter freundlich und zugewandt sind: Auch Infos im Vertrauen landen in der Akte und können später gegen den „Kunden“ (wie es vollmundig bei Sozialbehörden heißt) verwendet werden.

    .

    Oft ist es ratsam, zum Amt einen Beistand als Begleitung mitzunehmen. Dieser muss nur zuhören und kann dabei Protokoll führen, oder hinterher macht man gemeinsam ein Erinnerungsprotokoll. Der Beistand kann aber auch für Dich Erklärungen abgeben, dazu § 13, Absatz 4 SGB X (google mit 13 sgb 10):

    • (4) Ein Beteiligter kann zu Verhandlungen und Besprechungen mit einem Beistand erscheinen. Das von dem Beistand Vorgetragene gilt als von dem Beteiligten vorgebracht, soweit dieser nicht unverzüglich widerspricht.

    Für einen ehrenamtliche Behördenbegleiter = Beistand google jeweils mit Deinem Wohnort (oder dem nächstgrößeren, wenn Deiner klein ist) mit

    Ämterlotsen

    Behördenlotsen

    Behördenbegleiter

    Hartz IV Mitläufer

    Hartz IV Gegenwind e.V.

    Wir gehen mit org

    Diese Ämterbegleiter sind wertvolle Hilfen und notfalls auch Zeugen, und (die meisten? alle?) haben für diesen ehrenamtlichen Dienst eine kleine Ausbildung genossen und kennen sich bestenfalls mit den Gesetzen aus. (Sag beim Amt niemals, Du hättest einen Zeugen dabei! Zeugen dürfen des Raumes verwiesen werden - Beistände dagegen nicht, auf die hast Du ein Recht.)

    Lebst Du in einer Bedarfsgemeinschaft (oder Haushaltsgemeinschaft): Andere Mitglieder solch einer Gemeinschaft können für Dich kein Beistand sein, denn sie sind nicht neutral, sondern automatisch selbst Betroffene.

    .

    Und google mit

    legitimation eines beistands pdf

    und lade Dir die Datei vom elo-forum runter. Darin erfährst Du die gesetzliche Grundlage für Beistände und dass jeder Bürger ein Recht darauf hat, sich bei Behördengängen von einem Beistand begleiten zu lassen.

    Auch erfährst Du so, dass wenn Dein Beistand für Dich etwas sagt, und Du widersprichst nicht, gilt es so, als hättest Du selbst es gesagt.

    Wenn Du bei einer Sozialberatung bist, frage dort, ob dort Beistände / Ämterlotsen / Behördenbegleiter ehrenamtlich Dienst machen.

    Zum Amt mit einer erfahrenen Begleitpersonen zu gehen ist in diesem Fall sehr empfehlenswert.

    Alle 2 Antworten
    Kommentar von Mariendistel ,

    Hallo Cyracus, vielen Dank für deine hilfreiche, ausführliche und professionelle Antwort. Besonders für die vielen Tipps betr.Internet. Respekt ! -Also, ich bekomme Leistung wegen dauerhafter Erwerbsminderung (40%). ( kaputt gearbeitet in der Altenpflege.Hätte ich NIE gearbeitet, würde ich genauso " viel" Geld bekommen, hätte aber meine Gesundheit wahrscheinlich noch!!! ) - Die für mich zuständige Sachbearbeiterin ist wohl eine der wenigen Menschen mit denen ich nicht gut reden kann.Persönlichen Kontakt hat sie von Anfang an nicht gewollt... Mein erster Versuch, hier Antworten zu finden, einfach klasse! DANKE an alle Antworter.

    Kommentar von cyracus ,

    Sei froh, dass die Sachbearbeiterin keinen persönlichen Kontakt mit Dir will (sie darf das auch gar nicht). Denn alles, was Du ihr erzählst, kann in der in der Akte landen (und tut es meistens auch) und kann jederzeit gegen Dich verwendet werden.

    In Hamburg werden in vielen Grundsicherungsämtern ständig den Sachbearbeitern andere Namen nach dem Alphabet zugeteilt, so dass die Grundsicherungsbezieher immer wieder neue Sachbearbeiter haben. - Das hat zwar den - ähmm - Vorteil, dass die "Kunden", die von einem unfreundlichen Sachbearbeiter "betreut" wurden, dann auch wieder die Chance haben, demnächst einen freundlichen zu haben ... Im Grunde ist es aber für die "Kunden" echt blöd, ständig neue Sachbearbeiter vor sich zu haben.

    Der Grund, warum dieser ständige Wechsel vorgenommen wird: Die Sachbearbeiter und die Kunden sollen keine Möglichkeit haben, sich näher zu kommen, sich sympathisch zu finden (hat mir eine Mitarbeiterin im Grundsicherungsamt mal verraten). - Damit wird den Mitarbeitern unterstellt, dass sie mit den "Kunden" klüngeln könnten ... Was für ein beschissenes Arbeitsklima, wenn den eigenen Mitarbeitern dies unterstellt wird und so dem unterstellten Missbrauch vorgesorgt wird ...

    Also nimm die Zurückhaltung der Sachbearbeiterin nicht persönlich, sie darf zu Dir keinen persönlichen Kontakt aufnehmen.

    Was Dein Frust angeht, dass Du nun genauso"viel" hast wie jemand, der nie gearbeitet hat unjd dass Du durch Deine Arbeit gesundheitliche Einschränkungen hast:

    Denjenigen, die nie gearbeitet haben (im höheren Alter eher unwahrscheinlich, und was heißt auch "Arbeit") ist etwas sehr wertvolles in ihrem Leben entgangen: Lebenserfahrung. Wir lernen ganzheitlich ja mit allem dazu. Wenn also tatsächlich jemand älter ist und nie gearbeitet hat (falls sowas überhaupt möglich ist), ist die Person zutiefst zu bedauern.

    Nicht diese Menschen sind Schuld an Deinem gesundheitlichen Zustand, sondern diejenigen, die dafür gesorgt haben, dass Du unter unzumutbaren Bedingungen Deine Arbeit verrichten musstest. Es hätte ganz gewiss personelle und auch technische Möglichkeiten gegeben, die es Dir ermöglicht hätten, Dir Deine Arbeit zu leichtern. - Politiker und auch Leiter der zuständigen Einrichtungen haben daran leider sehr oft kein interesse, sondern verheizen ihre Mitarbeiter, bis sie nicht mehr können ... und dann werden die nächsten eingestellt und verheizt. (So ist es ja nicht allein in sozialen Einrichtungen, sondern überhaupt vielfach in der Wirtschaft.)

    Dass finanziell arme Menschen auf andere finanziell arme Menschen herabsehen wegen einer angeblichen Rangfolge, ist ganz im Sinne der Politiker und Wirtschaftsbosse großer Firmen. Denn mucken die nicht auf, gehen krank zur Arbeit, machen unbezahlte Überstunden, arbeiten für Dumpinglöhne, die mit Hartz IV oftmals auch noch aufgestockt werden müssen ...

    Diejenigen mit Grundsicherung werden finanziell so eng wie möglich gehalten - mehrmals wurden die Regierenden vom Bundesverfassungsgericht ermahnt, einen nachvollziehbaren Regelsatz zu berechnen, die größten Härten abzustellen wie zum Beispiel die rasend kletternden Strompreise ... Den Menschen, die auf Grundsicherung angewiesen sind, wird (auch von den Politikern) unterstellt, sie seien selbst Schuld an ihrer Situation ...

    Es ist wichtig, dass wir das Spiel der Politiker und Wirtschaftsbosse durchschauen und uns von ihnen nicht treiben lassen, sondern erkennen, was sie tun - bzw. nicht tun, nämlich aussitzen in dem Bestreben, möglichst lange ihren Posten zu behalten ...

    Für uns alle ist wichtig, so gut wie möglich in innerer Balance zu sein und uns am Leben zu freuen.

    Danke fürs Sternchen - ҉ •◝✿⊱ (¯'•.¸(¯'•.¸ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ¸.•'´¯)¸.•'´¯) ⊰✿◝• ҉

    Kommentar von cyracus ,

    Zu Deinen gesundheitlichen Beschwerden lies mal hier meine Antwort auf Gesundheitsfrage.net, vielleicht findest Du dort ja wertvolle Anregungen:

    https://www.gesundheitsfrage.net/frage/physiotherapie-bei-manueller-therapie-wir...

    Meine Antwort besteht aus mehreren Teilen = Antwort + Kommentare (pro Antwort und pro Kommentar ist immer nur EIN Link erlaubt).

    Kommentar von cyracus ,

    Und hier eine interessante Info zur Wirbelsäule:

    Spynamics - Die gesunde Wirbelsäule

    http://www.naturheilkundenetzwerk-de.com/108.html

  • GRUNDSICHERUNG auf DARLEHENSBASIS bei ETW ?
    Antwort von Carabella ·

    Erst einmal gibt es keine Grundsicherung auf Darlehensbasis. Es ist vielmehr so, dass Grundsicherung denen gewährt wird, die unter dem Existenzminimum liegen und sie muss auch nicht zurück gezahlt werden.

    Dann ist es so, dassSchulden, die bereits bei Antragstellung bestehen, bei der Berechnung der Grundsicherung nicht berücksichtigt werden. Sind etwa Mietschulden aufgelaufen oder will der Energieversorger die Lieferung einstellen, kann zur Sicherung der menschenwürdigen Lebensbedingungen und zum Schuldenabbau ein Darlehen gewährt werden. Daher wohl der Darlehensvertrag.

    Es gibt immer mehr Menschen, die unverschuldet in eine solche Situation geraten und der Staat hilft, damit angemessenes Eigentum erhalten bleiben kann.

  • GRUNDSICHERUNG auf DARLEHENSBASIS bei ETW ?
    Antwort von TOPWISSENinfo ·

    Ich verstehe die Problematik nicht.

    Angemessene Sozialleistungen müssen nicht zurück gezahlt werden und angemessene Kosten für die Unterkunft werden auch immer übernommen. Auch bei eigenen (selbst genutzten) Immobilien (nur Wohnkosten, keine Rückzahlungsraten sofern finanziert).

    Was ein Darlehensvertrag mit Grundsicherung zu tun hat, erschließt mir jetzt nicht...

    Vielleicht könnten Sie es anders erklären oder umformulieren?

    Alle 2 Antworten
    Kommentar von Mariendistel ,

    Nun, wie ich schon sagte, vermutlich wegen meiner ETW , spätestens nach meinem Tod wird das Amt Rückforderung aus der Wohnung bei dem Erben geltend machen. Nur soweit wird es vermutlich nicht kommen, da ich ja bereits schon jetzt mit den erforderlichen und zukünftigen Unterhaltskosten völlig überfordert bin. Vor allem der Dispokredit ! Mir bleibt von Monat zu Monat immer weniger bis zur Dispogrenze von der Grundsicherung übrig.Die Zinsen betragen fast 15% plus Kontoführungsgebühren von 6.50€ . Bereits jetzt "lebe" ich unterhalb der Armutsgrenze. Natürlich macht mir das alles große Angst.

    Kommentar von Carabella ,

    So schlimm wie es sich im Moment anhört, wird es nicht, denn mit dem Darlehen, was das Amt zahlt, können die Schulden beglichen werden und die Raten, die dafür gezahlt werden müssen, liegen bei weitem niedriger, als dass, was zur Zeit zu stemmen ist.

    Auch wenn das Darlehen bis zum Tode nicht abgezahlt wurde und die Wohnung verkauft wird, um den Rest zu tilgen, so ist es doch immer noch besser für Dich, jetzt wieder Licht am Horizont zu sehen, als vor Sorgen nicht schlafen zu können, weil es nichts mehr zu vererben geben wird.

    Kommentar von Mariendistel ,

    Vielen lieben Dank. --- Die ETW war und ist schuldenfrei. --- Die bisher einzigen Schulden sind der Dispo mit 2000€.Zum Monatsende hin inzwischen bis ÜBER das Limit belastet. Mein PROBLEM : Ich kann nicht zu einer für mich billigeren Bank wechseln.Mit den 2000€ minus nehmen sie mich nicht, da mein "Einkommen" zu niedrig ist !!!!

    Wünsche ALLEN ein prima Wochenende !

    Kommentar von TOPWISSENinfo ,

    Wenn Sie in dieser ETW wohnen, dann sollten Sie auch keine Sozialleistungen als Darlehen erhalten. Sie müssten den regulären Regelsatz erhalten zzgl. Unterkunftskosten wie Haushaltsgeld, Zinsen für die Raten (sofern die ETW finanziert wurde und noch nicht abbezahlt ist) und Nebenkosten. Alles sofern es sich im zulässigen Rahmen bewegt. Nur die Nettoraten an die Bank zahlt das Amt nicht...

    Daher verstehe ich es immer noch nicht weshalb hier Darlehen gezahlt wird. Ich würde dem Bescheid mal widersprechen und notfalls vor Sozialgericht klagen.

    Kommentar von Carabella ,

    Das Darlehen wird nicht als Sozialleistung, sondern seperart gezahlt, um die Schulden begleichen zu können, die in Kleinstraten von der Grundsicherung abgezogen werden.

    Kommentar von TOPWISSENinfo ,

    Aha, wenn dem so ist, dann verstehe ich es schon besser :)

  • Mütterrente nicht für finanziell Schwache?
    Antwort von Kevin1905 ·
    Warum wird Menschen mit gutem Einkommen die Mütterrente ausbezahlt und Menschen, die auf Grundsicherung angewiesen sind nicht?
    1. Eine Mütterrente gibt es nicht
    2. Die Besserstellung der Kindererziehungszeiten für vor dem 01.01.1992 geborene Kinder betrifft alle Eltern auf die diese Voraussetzungen zutreffen.
    3. Grundsicherungsempfänger haben dadurch nicht weniger Geld in der Tasche. Nur ist Rente eben Einkommen und je mehr Einkommen ein Mensch hat desto weniger bedürftig ist er.
  • Mütterrente nicht für finanziell Schwache?
    Antwort von HilfeHilfe ·

    Hallo,

    das ist die soziale Umverteilung. Die die über der Grundsicherung Rente bekommen werden hier belohnt, die drunter (leider) nicht.

    Keiner kann beurteilen warum du Grundsicherung bekommst. Es ist nun mal so.

    Ich zahle viel in die Rente ein und erwarte auch später einiges. Wahrscheinlich krieg ich nix

    Alle 7 Antworten
    Kommentar von wfwbinder ,

    Nichts gegen eine Umverteilung dort, wo die Sozial notwendig ist. Aber man darf die Vorzeichen nicht verwechseln.

    Die Grundsicherung ist eine soziale Umverteilung von denen, die genug und mehr als genug haben, zu denen, die zuwenig haben.

    Man sollte sich aber mal auf die Basi besinnen. Wer eine Minirente hat, hat eben leider auch geringe Beiträge gezahlt.

    Wer eine kleine Rente hat, kann Grundsicherung beantragen.

    Wer etwas gegen Minirenten tun will, sollte eine steuerfinanzierte Grundrente einführen.

    Man könnte in Sachen Rente/Mütterrente/Grundsicherung ja auch anders argumentieren.

    Wenn eine Frau, mit 630,- Euro Rente, die gleiche Grundsicherung bekommt, wie ein Mann mit 605,- Euro Rente, ergibt sich ganz schnell eine wunderschöne Verfassungsklage. Aber das wäre genau die Wirkung, wenn die Mütterrente nicht angerechnet würde.

    Kommentar von MarikeSmelleken ,

    Hallo wfwbinder, vergaß mitzuteilen, dass meine Grundsicherung wegen 80 % Schwerbehinderung höher ist als bei Menschen mit niedrigerer %-Zahl oder ohne Schwerbehinderung. Und nur zur Ergänzung: Ich habe bis 67 J. (zuletzt in Teilzeit) gearbeitet und einige ehrenamtliche Arbeit bei betagten und bei seelisch Kranken Menschen verrichtet. Grundsätzlich bin ich echt froh, dass ich Grundsicherung bekomme. Bezüglich der Mütterrente las ich nur mal irgendwo, dass sie eine Geste der Anerkennung sein solle, und die schlägt sich eben bei finanziell Schwachen nicht in Euro nieder. Gruß! Marike

  • Mütterrente nicht für finanziell Schwache?
    Antwort von Primus ·
    Das ist doch so, als würden Menschen mit Niedrigsteinkommen dafür zahlen, dass Menschen mit höherem Einkommen noch mehr Geld bekommen?

    Ich verstehe diese Verbitterung voll kommen, aber so ist es nicht, denn alle, die einer rentenversicherungpflichtigen Tätigkeit nachgegangen sind, erhalten die zusätzlichen Rentenpunkte pro Kind - egal ob nun niedrige oder höhere Renten gezahlt werden.

    Das Problem liegt darin, dass die Grundsicherung eine Sozialhilfe ist, bei der die Rente in voller Höhe angerechnet wird uns somit auch die Erhöhung durch die Kindererziehungszeiten. Da ein gesetzliches Existenzminimum vorgegeben ist, kommt man also trotz Erhöhung nicht auf einen höheren Betrag.

    Es ist also eher so, dass Steuerzahler, zu denen auch gutgestellte Rentner gehören, dafür sorgen, dass die Grundsicherung an Bedürftige gezahlt werden kann.

    Das dieser ganze Ablauf nicht gerecht ist, bedarf keiner Frage und ich stehe mit meiner Meinung auch nicht alleine da, wenn ich behaupte, dass da einiges im Argen liegt.

    Wir können nur etwas ändern, indem wir wählen gehen und nicht mit der Meinung zuhause bleiben - es ändert sich ja doch nichts.

    Alle 7 Antworten
    Kommentar von Zitterbacke ,

    Und dann wählst du die , die aus Machtgier ihr Programm und Ansichten schnell ändern.

    Ehrlich, uns geht es gut .

  • Mütterrente nicht für finanziell Schwache?
    Antwort von RikeSchramm ·

    Die Frage war nicht ganz richtig gestellt. Ich meinte: Wenn die Mütterrente zwar bewilligt und gezahlt, vom Grundsicherungsamt aber von der Grundsicherung abgezogen wird, so haben Grundsicherungsempfänger nichts von der Mütterrente sondern nur wohlhabendere Menschen. Das kommt mir ungerecht vor.

    Alle 7 Antworten
    Kommentar von wfwbinder ,

    Man könnte in Sachen Rente/Mütterrente/Grundsicherung ja auch anders argumentieren.

    Wenn eine Frau, mit 630,- Euro Rente, die gleiche Grundsicherung bekommt, wie ein Mann mit 605,- Euro Rente, ergibt sich ganz schnell eine wunderschöne Verfassungsklage. Aber das wäre genau die Wirkung, wenn die Mütterrente nicht angerechnet würde.

    Kommentar von billy ,

    Hallo @RikeSchramm, Sind Sie gleichzeitig @MareikeSmelleken ? Wenn Ihre Frage jetzt die von Mareike ersetzen soll würde ich meine Antwort ganz anders formulieren. Die Grundsicherung ist eine Sozialleistung worauf selbstverständlich jedes Einkommen angerechnet wird.

    [...]. Kommentar vom Support bearbeitet.

    Kommentar von ffsupport ,

    Liebe/r Rike bzw. Marike,

    bitte beachte, daß pro Person nur ein Profil auf finanzfrage.net bestehen darf.

    Und bitte achte in Zukunft darauf Reaktionen zu einer Antwort auch in Form von nachträglichen Ergänzungen Deiner Frage über den Link "Antwort kommentieren" hinzuzufügen. So ist sichergestellt, dass der Zusammenhang im Nachhinein nicht verloren geht, da die Antworten durch die Bewertungen ja ständig in Bewegung sind.

    Viele Grüße

    Ria vom finanzfrage.net-Support

    Kommentar von MarikeSmelleken ,

    Guten Morgen, Ria, das ist ein hilfreicher Hinweis, dankesehr! Marike Smelleken

  • Mütterrente nicht für finanziell Schwache?
    Antwort von Rat2010 ·

    Naja, da ist in Gefolge der letzen Wahl etwas passiert, das nicht hätte passieren dürfen.

    Wahlgeschenke für ein paar wenige, die das nicht brauchen aber dankend annehmen in einem Umfang, der richtig verteilt dazu geführt hätte, dass die Altersarmut in D wirksam bekämpft wird.

    Die Rente mit 63 ist ja noch viel indiskutabler.

    Es waren ja auch beim Beschluss und bei den Diskussionen im Fernsehen alle dagegen. Es gibt - außer Klientelpolitik - keine nachvollziehbaren Gründe für die Rente mit 63! Manchmal passiert einfach was, das nicht passieren darf.

    Die Hoffnung stirbt zuletzt, dass so was nicht wieder passiert aber manchmal passieren einfach Dinge, die einen an der Demokratie zweifeln lassen. Auf der einen Seite. Auf der anderen gibt es bestimmt auch ein paar jüngere Leute, die jetzt anfangen, sich mit Politik zu beschäftigen. Wann, wenn nicht jetzt???

    Alle 7 Antworten
    Kommentar von Zitterbacke ,
    Die Rente mit 63 ist ja noch viel indiskutabler .

    Ich könnte schon etwas diskutieren darüber . In meinem Job als Maurer mit Abitur werde ich diese Art der Verrentung nicht ganz erreichen . Aber viele meiner Kollegen sind froh .

    Ich werde dann wohl eher mit 63 und 11 Monate bei einem Grad der Behinderung von 50 in Rente gehen. Vielleicht muß ich aber auch schon 3 Jahre früher mit Abzügen in den Ruhestand !.

    Gerechtigkeit ??

    Kommentar von Hanseat ,

    Aber es ist und bleibt trotzdem absolute Klientelpolitik !

    Es gibt nun mal nicht endlos Geld zu verteilen uns statt denen entgegen zu kommen die es am meisten bedürfen (z.B. diese unsägliche Anrechnung von Allem bei der Grundsicherung oder der m.E. völlig unzureichende EM-Rentenumfang), wird bei denen den es noch verhältnismäßig gut geht, noch was oben drauf gepackt.

    Ich könnte k..... !

    Kommentar von Rat2010 ,

    Wir sind und ja gar nicht so selten uneinig aber ich denke, du hast das Gesetz nicht verstanden.

    Es werden nur ein paar Jahrgänge begünstigt. Was unterscheidet dem Maurer des Jahrgangs 52 von dem des Jahrgangs 63? Was den Bürohengst Jahrgang 52 von dem des Jahrgangs 63? Antwort: Jahrgang 52 kann zwei Jahre früher in Rente gehen. Danach steigt das Renteneintrittsalter bei langjähriger Beschäftigung schon wieder an.

    Dagegen hätte man mit dem selben Geld etwas sinnvolles machen können. So sind die Parks voller gelangweilter Bürohengste und die Baustellen voller alter Leute.

    Kommentar von Zitterbacke ,
    So sind die Parks voller gelangweilter Bürohengste und die Baustellen voller alter Leute.

    Das hast du aber schön gesagt .Mir geht es gleich besser . ;-)))

    Kommentar von Gaenseliesel ,

    ich frage mich:

    wer übersteht im Alter von 65 oder 67 Jahren (Handwerk oder Büro) einen Arbeitsunfall glimpflicher, ein AN der vom Stuhl fällt oder ein Arbeiter der vom Baugerüst fällt ?

    Ich weiß aus der Metallbrache meiner Männer, dass wenn Hallen gebaut werden, in schwindelerregender Höhe auch Schweißarbeiten zu bewerkstelligen sind. Da muss dann jeder rauf, ob jung oder alt !

    K.

    Kommentar von Hanseat ,

    Doch, habe ich, halte es aber trotzdem für eine völlig falsche Priorität. Na ja, von Frau Nahles war ja Ähnliches nur zu erwarten.

  • Mütterrente nicht für finanziell Schwache?
    Hilfreichste Antwort von billy ·

    Ich weiss nicht woher Sie diese Aussage bekommen haben, kann Ihnen aber versichern das diese Aussage falsch ist. Mit der Einkommenssituaion hat die Mütterrente überhaupt nichts zu tun. Einziges Kriterium sind vor 1992 geborene Kinder für die die Mütter/Väter jeweils einen Entgeltpunkt auf ihrem Rentenkonto gutgeschrieben bekommen. Alle Rentner, denen die Kindererziehung angerechnet wird, erhalten pro Monat und Kind 28,61 Euro (West) bzw. 26,39 Euro (Ost) brutto als Zuschlag.

    Alle 7 Antworten
    Kommentar von Hanseat ,

    Ich weiß nicht woher Sie Ihr Wissen beziehen aber die Aussage der Fragestellerin ist nicht falsch !! Die Mütterrente wird, wie (fast) Alles andere auch, auf die Grundsicherung angerechnet.

    Kommentar von Rat2010 ,

    Kommentar vom Support bearbeitet. Wenn du das Problem von Marike [...] dann schau dir die Antwort von wfwbinder an.

    Es ist mit Sicherheit nicht lustig, von der Grundsicherung leben zu müssen. Man hat dann tendenziell umsonst gespart und umsonst in Rentenversicherungen eingezahlt, weil es einem der Staat (aus Empfängersicht) "nimmt", bevor man Grundsicherung bekommt.

    Eine etwas andere Verteilung des ja offensichtlich für andere zur Verfügung stehenden und seit Juli 2014 verteilten Geldes hätte die Welt aus der Sicht der Leute, die auf Grundsicherung angewiesen sind (das ist nebenbei - obwohl nicht Betroffener - auch meine Sicht), gerechter machen können.

    Kommentar von billy ,

    @MarikeSmelleken hatte konkret folgende Frage gestellt: Warum wird Menschen mit gutem Einkommen die Mütterrente ausbezahlt und Menschen, die auf Grundsicherung angewiesen sind nicht? Das ist doch so, als würden Menschen mit Niedrigsteinkommen dafür zahlen, dass Menschen mit höherem Einkommen noch mehr Geld bekommen?

    Und genau darauf lautet meine Antwort. Sowohl Menschen mit gutem Einkommen als auch Menschen die auf Grundsicherung angewiesen sind bekommen die Mütterrente.

    Das auf die Grundsicherung weil eine Sozialleistung jedes Einkommen angerechnet wird ist ein Fakt und steht auf einem anderen Blatt. [...].

    Kommentar vom Support bearbeitet.

  • Mütterrente nicht für finanziell Schwache?
    Antwort von wfwbinder ·

    Man mag es als ungerecht empfinden.

    Vielleciht ist es wirklich ungerecht.

    Aber Tatsache ist, dass es Grundsicherung gibt, wenn die Rente nicht ausreicht. Wenn die Rente sich also erhöht, dann vermindert sich die Grundsicherung. Von der Gesetzeslogik absolut nicht zu beanstanden.

    Was viel besser wäre es eine steuerfinanzierte Grundrente zu zahlen, damit Anträge auf Grundsicherung nicht nötig wären.

    Alle 7 Antworten
    Kommentar von lazyjo08 ,

    Glückwunsch, absolut logisch und nachvollziehbar erklärt !

    Kommentar von EnnoBecker ,

    Bei der Mütterrente hat man keine Wahl. Bei der Riesterrente beispielsweise hat man die aber:

    Riesterrente ist staatlich verordneter Betrug am Bürger, und damit meine ich nicht die schlechte Rendite, sondern die Anrechnung auf die Grundsicherung.

    A und B sind gleich alt und verdienen je 1.900 brutto. Nach 35 Jahren gehen sie in den Ruhestand. A hat jährlich geriestert und hat einen Anspruch erworben.

    B ist statt dessen von dem Geld in den Urlaub gefahren oder hat sich was anderes gegönnt.

    Beide erhalten Grundsicherung. Bei A wird die Riesterrente angerechnet.

    Sie haben beide dasselbe Geld zur Verfügung.

    Toll, oder?

    Kommentar von Rat2010 ,

    Wenn man schon als 15-jähriger weiss, dass man im Alter von Grundsicherung leben wird, kann man sich Riester sparen. Vielleicht sollte man das auch, bevor man ein Produkt mit sicher negativer Rendite abschließt.

    Im Beispielfall wurden 34.580 € eingezahlt, wovon 5.590 € direkte Zulage sind. Irgendwas um die 5.000 € hat er in der Zeit als Steuerersparnis bekommen. Er zählt zu den am geringsten geförderten.

    Wenn nun aus den 34.580 € realistische 70.000 € geworden sind, kann er sich überlegen, ob er sich 21.000 € bei Rentenbeginn auszahlen lässt oder alles verrentet.

    Wenn er, nachdem er mit den 21.000 € eine Weltreise gemacht hat, in Grundsicherung geht, hat er knapp 3.000 € in den Sand gesetzt.

    Nur: wer kann sich sicher sein, dass er im Alter Grundsicherung bekommt? Doch nur wer, der nichts gelernt hat, im Waisenhaus aufgewachsen ist, nie verheiratet war, kein Lotto spielt, alle hasst und weder Freunde noch Hobbys hat.

    Für dich ist Riester staatlich verordneter Betrug. Für mich der längst nötige Einstieg in die staatlich geförderte private Altersvorsorge. Einziger Fehler dürfte sein, dass dein "Schwellentyp" mit einem Einkommen, das schon in der Arbeitszeit zum Sterben zu viel und zum Leben zu wenig ist, besonders hoch und nicht besonders wenig gefördert werden sollte. Nur sind für genau den die 30 % gemacht. Besser er kann es einmal krachen lassen als nie, oder?

    Kommentar von EnnoBecker ,

    Wenn man schon als 15-jähriger weiss, dass man im Alter von Grundsicherung leben wird, kann man sich Riester sparen

    Das ist das Dilemma. Siehst du, als 15jähriger habe ich gewusst, dass der Sozialismus siegen wird, dass ich bis zum 65. Lebensjahr arbeiten gehe und dann eine auskömmliche Rente erhalte.

    Ich weiß ja heute nicht mal, ob ich mal Grundsicherung bekomme. Es genügt, wenn ich morgen vom Auto angefahren werde. Und da ist der 15jährige altersmäßig sehr viel weiter von mir entfernt als ich vom Rentenalter.

    Nur: wer kann sich sicher sein, dass er im Alter Grundsicherung bekommt? Doch nur wer, der nichts gelernt hat, im Waisenhaus aufgewachsen ist, nie verheiratet war, kein Lotto spielt, alle hasst und weder Freunde noch Hobbys hat.

    Ganz und gar nicht. Wie schon gesagt: Wenn ich heute aus der Tür trete und umgefahren werde und nicht mehr arbeiten kann, steh ich morgen vorm JC und übermorgen vorm Sozialamt.

    Aber das ist nicht das Problem, denn es wäre ein Einzelschicksal. Angeprangert habe ich aber nicht Einzelschicksale, sondern das System. Und da ist es nun mal so, dass jemand mit 1.900 brutto keiner Randgruppe angehört.

    Der Systemfehler ist auch nicht die zu hohe oder zu niedrige Förderung. Sondern die Tatsache der Anrechnung auf die GruSi. Aus eigenen Mitteln fürs Alter angsparte Anwartschaften dürften nicht angerechnet werden.

    Kommentar von Rat2010 ,

    Es ist ja schon mal außergewöhnlich, dass Riester Hartz-IV-sicher ist.

    Es ist bisher ein Problem für den Gesetzgeber, dass er nicht ohne Not Sozialhilfeempfänger besser stellen will als Leute, die es ohne die Hilfe des Sozialstaats schaffen.

    Es kommt mir ehrlich gesagt auch etws komisch vor, wenn es Sozialhilfeempfänger erster und zweiter Klasse gibt und die erster Klasse besser leben als welche, die ihr Leben ohne den Staat schaffen.

    Vor allem hatten wir das schon. Nicht nur in England wurde es als sehr gerecht empfunden, dass irgendwann alles auf die Sozialhilfe angerechnet wurde.

    Kommentar von EnnoBecker ,
    Es ist ja schon mal außergewöhnlich, dass Riester Hartz-IV-sicher ist.

    Nö. Es ist ein Verkaufsargument. Ob es nun Hartz4-sicher ist oder nicht, davon hat der Betroffene nichts.

    Es kommt mir ehrlich gesagt auch etws komisch vor, wenn es Sozialhilfeempfänger erster und zweiter Klasse gibt und die erster Klasse besser leben als welche, die ihr Leben ohne den Staat schaffen.

    Aber es kommt dir nicht komisch vor, wenn du mich nächstes Jahr an der Ecke betteln siehst, weil ich heute den Autounfall hatte und nicht mehr arbeiten kann - und an der nächsten Ecke siehst du noch einen, nur dass der im Gegensatz zu mir nicht Pech hatte, sondern in seinem ganzen Leben nur faul herumgelegen hat.

    Dabei war ich es, der in den Jahren vorher mit seinen Steuern mehrere Finanzbeamte finanziert hat, auf Urlaub verzichtet hat und wegen der vielen Arbeit noch eher ins Gras beißen werde als mein Kumpel an der nächsten Ecke.

    Das findest du nicht komisch? Ich auch nicht.

    Nicht nur in England wurde es als sehr gerecht

    Das steht jetzt so da, weißt du. Ich kann es nicht gegenprüfen. Vielleicht kommt das ja auch davon, dass dort Linksverkehr herrscht? Da denkt man vielleicht auch falschrum....

    Kommentar von Rat2010 ,

    Zunächst will ich dir nicht zu nahe treten aber vielleicht liegt die unterschwellige Zukunftsangst nicht an deinem Lebenswandel. Leg' dein Geld vernünftig an, dann brauchst du dir auch keine Zukunftssorgen zu machen! So ne Million gut angelegtes Geld auf der hohen Kante beruhigt angeblich ungemin.

    Natürlich ist es wichtig, dass man sich eine Hartz-IV- und pfändungssichere Zusatzrente aufbauen kann, ohne dass man sie - wie alles andere - verliert, wenn es mal ein paar Jahre nicht so läuft. Wenn du das nur als Verkaufsargument siehst, wäre die Nichtanrechnung auf die Grundsicherung auch nur ein Verkaufsargument.

    Nicht nur an den Stammtischen, auch im richtigen Leben gab es Menschen, die ohne zu arbeiten mehr hatten als wenn sie arbeiten würden. Teilweise deutlich mehr und das war falsch. In England hat das schon vor vielen Jahren die wegen der strenge in dem Punkt so benannte eiserne Lady abgeschafft. Bei uns gibt es das auch nur noch an den Stammtischen.

    Kommentar von EnnoBecker ,
    dann brauchst du dir auch keine Zukunftssorgen zu machen!

    Vielleicht ist genau DAS das grundsätzliche Problem. Ich mache mir keine Zukunftssorgen, denn ich kann die Zukunft nicht vorhersehen.

    Aber genau darum, dass ICH MIR oder DU DIR keine Sorgen oder große Sorgen machen sollst, geht es mir nicht. Dir schon.

    Mir geht es um das System und nicht darum, wie sich einzelne davor retten können.

    Bist du Wessi?

    Kommentar von Gaenseliesel ,
    Aus eigenen Mitteln fürs Alter angesparte Anwartschaften dürften nicht angerechnet werden.

    DH ! genau so sehe ich es auch !!!

    Wenn sich in den kommenden 25 Jahren betr. der Angleichung der Löhne in Ost und West nicht gravierend etwas ändert, sehe ich meine Kinder im Rentenalter als Grundsicherungsbezieher, trotz Riesterrente.

    Im Osten zu arbeiten bedeutet leider noch, derzeit Lohn zu beziehen, der weit unter dem Landesdurchschnitt liegt. Als gelernter Stahlbauschlosser 40 J. (12,80,- Std.Lohn als Vorarbeiter ) wurde meinem Sohn z.B. in NRW( Montagetätigkeit) im Gespräch mit Arbeitskollegen der gleichen Branche gesagt, für den Lohn der er bekommt würde man morgens nicht aufstehen. Viele Ostfirmen sind clever genug, nicht dem Arbeitgeberverband beizutreten um somit die Löhne niedrig halten zu können.

    Ich weiß nicht ob es eine Lösung wäre, wenn alle jungen Leute in den besser entlohnten Westen gingen. Ich denke, dann wäre nicht nur die volkswirtschaftliche Katastrophe auf lange Sicht für den Osten perfekt.

    Ich bin froh, dass ich dieses Thema für mich seit Kurzem abhaken konnte. Wir konnten noch etwas für das Alter ansparen, die jungen Leute aber Riestern von ihrem kleinen Lohn und haben im Alter trotzdem nichts davon.

    K.

    Kommentar von wfwbinder ,
    Wenn sich in den kommenden 25 Jahren betr. der Angleichung der Löhne in Ost und West nicht gravierend etwas ändert, sehe ich meine Kinder im Rentenalter als Grundsicherungsbezieher, trotz Riesterrente.

    Dann sollten auch die Löhne im bayerischen Wald und in Ostfriesland an die in München und der Gegend um Stuttgart angenähert werden.

    Wer in Marzahn-Hellersdorf für 5,- Euro netto kalt pro qm auf 70 qm wohnt hat ebensoviel zum Ausgaben für alle anderen Ausgaben, wie einer, der für die gleiche Tätigkeit in München 13,70 die Stunde bekommt.

    Kommentar von EnnoBecker ,
    Wer in Marzahn-Hellersdorf für 5,- Euro netto kalt pro qm auf 70 qm wohnt hat ebensoviel zum Ausgaben für alle anderen Ausgaben, wie einer, der für die gleiche Tätigkeit in München 13,70 die Stunde bekommt.

    Und wer in Neukölln oder am Adenauerplatz für ein Brötchen 10 Cent bezahlt, kann sich von seinem Hartz4-Satz 3.910 Brötchen kaufen. Und wer in München 30 Cent fürs Brötchen hinlegen muss, kann sich nur 1.303 Brötchen kaufen.

    Man muss auch mal für die Münchner einstehen könen.

    Leg' dein Geld vernünftig an, dann brauchst du dir auch keine Zukunftssorgen zu machen!

    Ich weiß nicht. Es sind vier Kinder geworden. Von denen krieg ich das Geld doch nie wieder, was ich da investiert habe.

    Kommentar von wfwbinder ,
    Man muss auch mal für die Münchner einstehen können.

    Ich wollte nur darstellen, dass die Forderung "Ost und West gleich" schon Berechtigung hat, aber eben auch in einem einzigen Bundesland (Bayer) ein Problem sein kann, oder eben zwischen strukturschwachen udn starken Gebieten in den alten Ländern.

    Ich bezweifele keine Minute, dass es einer Friseurin in Kötschenbroda schlechter geht, als einer in Müchen, Hamburg, oder Stuttgart. Aber genause (wenn auch mit geringerem Abstand geht es denen in Westrhauderfehn, oder Neustandt an der Aisch.

    Es ist eben nur bei 5 Bundesländer im Paket auffälliger.

    Man nehme einen Rentner, gebürtig in Vechta, der ZUeit seines Lebens in Hamburg, Stuttgart, oder München gearbeitet hat udn beim Übergang in die Rente in sein Elternhaus zurückzieht, dem geht es relativ gut. Aber was wäre mit einem, der umgelehrt (wenn auch kaum vorstellbar, in München geboren wurde und dann von 15 - 65 im bayerischen Walt als Handwerker tätig war udn mit Renteneintritt nach München zurück geht?

    Kommentar von Zitterbacke ,

    In München wird deshalb auch keiner verhungern !!!

    In Berlin erst recht nicht ! Und in D sowieso nicht !!

    Uns geht es zu gut !!!

    Kommentar von Gaenseliesel ,
    Von denen krieg ich das Geld doch nie wieder, was ich da investiert habe

    lach ! mit diesem Gedanken kannst du schon mal alt und gebrechlich werden.

    Du bist aber in der glücklichen Lage bei vier Kindern, dass, wenn du es eines Tages nicht mehr selbst kannst, dir der Popo gesäubert wird. So erweisen sie sich dann doch noch im Nachhinein als dankbare Kinder, wenn du Glück hast ! K.

    Kommentar von EnnoBecker ,
    Du bist aber in der glücklichen Lage ..., dass... dir der Popo gesäubert wird.

    Ehrlich, ich kann mir fröhlichere Momente vorstellen.

    Kommentar von Gaenseliesel ,

    ..... ich möcht,s auch nicht erleben, puh ! Habe ich aber mit meinen Pap,s durch, es war für beide anfangs peinlich. Man wundert sich nur, was man alles kann, wenn es denn sein muss.

    Nur nicht dran denken, noch sind wir fit ! :-) K.