Grundschuld - neue und gute Antworten

  • Darlehen zurückgezahlt - Grundschuld löschen?
    Antwort von billy ·

    Ja die Löschung einer Grundschuld ist Kostenpflichtig und abhängig von der Höhe der eingetragenen Grundschuld. Die Bank macht nichts automatisch, sie erteilt auf Anforderung lediglich die Löschungsbewilligung. Mit dieser muss der Eigentümer dann einen Notar mit der Löschung beauftragen. Es empfiehlt sich jedoch häufig eine bestehende Grundschuld auch bei vollständig getilgtem Darlehen für eventuelle spätere Investitionen wie Um- und Ausbau, Sanierungen der Heizungsanlage oder des Daches usw. stehen zu lassen. 

  • Was kostet mich die Eintragung einer Grundschuld? Ist das Betragsabhängig?
    Antwort von Mikkey ·

    Sag mal...

    Die Grundschuld kostet dich also etwa einen Jahreszins. Was hältst Du von Billys Vorschlag aus Deiner anderen Frage - lass die Sanierung doch erstmal auf Dich zukommen, vielleicht ist die Sonderumlage sowieso erst in einem Jahr fällig,

    Wenn Du also nicht einen guten Teil des Kapitals zurückhalten willst, um die Zinsen steuerlich geltend zu machen und sowieso "nicht gern Schulden" hast, warum wartest Du nicht einfach zu, bis es soweit ist?

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    Kommentar von althaus ,

    Das mit der Sanierung könnte dauern. Ich glaube auch kaum, daß das in den nächsten 12 Monaten noch passiert. Aber wenn ich die Wohnung ganz mit Eigenkapital bezahle bin ich vorerst pleite. Will noch an der Börse spekulieren. dafür brauche ich die 20.000€. Nächstes Jahr habe ich wieder fällige Gelder und kann das Darlehen zurückzahlen. Die Unkosten (Zins und Grundbucheintrag) sind es mir Wert liquide zu bleiben. Wollte eigentlich 70.000€ aufnehmen, aber meine Frau ist dagegen.

    Kommentar von Rat2010 ,

    >... bin ich vorerst pleite.

    und

    >...aber meine Frau ist dagegen.

    Zwei Möglichkeiten: Wohnung nicht kaufen oder von der Frau trennen.

    Nicht, weil du an der Börse spekulieren (das kostet sicher eh nur eine Menge Geld) sondern, weil deine Frau offensichtlich noch weniger Ahnung hat und es nach ihr geht.

    Kommentar von Rat2010 ,

    Steuerberater sind da immer etwas ... ähm ... naja, Freiberufler halt.

    Schon mal überlegt, dass es keinerlei Sinn macht, mehr als nötig Eigenkapital für eine Immobilie (in dem Fall auch noch eine vermietete) einzusetzen. Normalerweise schon nicht aber heute, da man Geld für lau bekommt, schon gleich gar nicht. Der maximale Ertrag liegt bei 1,5 %, nach Steuer unter 1 % p.a. Die schlechtere Bonität und das Thema, wie man Unvorhergesehenes aller Art finanzieren soll, gibt es umsonst. 

    3 - 4 % Rendite nach Steuer gibt es auf zehn Jahre - wenn man keine Stiftung mit irgendwelchen abenteuerlichen Richtlinien ist aber wer ist das schon - vollkommen prognosefrei. Macht 2 - 3 % Renditenachteil für jeden in die Finanzierung gesteckten Euro pro Jahr oder nach zehn Jahren mindestens 1/4 des Darlehensbetrags.

    Kommentar von Mikkey ,

    Von dem Thema war althaus ja schon weg (70.000 als Kredit). Und bei 20.000 und dann nur für ein Jahr mit der Kosten-Verdoppelung durch die Grundbucheintragung bleibt aber von dem Renditenachteil - wenn überhaupt - nicht viel übrig.

    Ich merk's ja selbst, bei 30.000 fallen pro Monat 30€ Zinsen an, da kommen nicht viele ersparte Steuern zusammen.

    Kommentar von Rat2010 ,

    Der Steuervorteil ist vernachlässigbar. Der Renditenachteil nur dann, wenn er den Kredit nur ein Jahr nimmt (auf zwanzig würde der von 70 TEU mehr als das Eigenkapital bezahlen).

    Der Liquiditätsnachteil ist nur dann vernachlässigbar, wenn man es sich leisten kann. Weil nicht jeder in der feudalen Situation von althaus ist, muss ich anmerken, dass der auch mal existenziell für die ganze Familie sein kann. Man kann jederzeit nicht eingesetztes Geld in Darlehensraten tauschen. Umgekehrt geht das nur, wenn der Famienernährer lebt und gesund ist.

  • Was kostet mich die Eintragung einer Grundschuld? Ist das Betragsabhängig?
    Antwort von LittleArrow ·

    Wenn es kein Unterschied macht

    Obwohl Du seit Monaten regelmäßig in diesem Forum unterwegs bist, überrascht Du mich mit dieser Überlegung und der daraus abzuleitenden Erinnerungslücke.

    Ohne eine konkrete Kreditaufnahme wird Dir voraussichtlich die höhere Gebühr steuerlich nicht anerkannt. Aber egal, auf eine kosteneffiziente Kreditaufnahme kommt es Dir wohl auch nicht an oder wann ist "später"?

  • Was kostet mich die Eintragung einer Grundschuld? Ist das Betragsabhängig?
    Antwort von Franzl0503 ·

    Althaus:

    Notarkosten und Kosten des Grundbuchamts einer vollstreckbaren Grundschuld ohne Grunsschuldbrief:

    Wert 20 000,-- €  = Gesamtkosten etwa 290,-- €,

    Wert 50 000,-- €  = Gesamtkosten etwa 420,-- €.

    Bin gespannt auf die Begründung von Snooopy über angebliche Risiken.

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    Kommentar von RatsucherZYX ,

    Er ist jetzt wohl schon bei seinen Geburtstagsvorbereitungen. (25.3.1951), oder er faulenzt schon irgendwo darauf zu. :-)

  • Was kostet mich die Eintragung einer Grundschuld? Ist das Betragsabhängig?
    Antwort von Snooopy155 ·

    Befasse Dich mit den Risiken, die die Eintragung einer Grundschuld mit sich bringen kann, dann wird schnell klar, dass man sich nicht mal schnell "auf Vorrat" eine höhere Grundschuld ausstellen läßt.

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    Kommentar von althaus ,

    Wieso? Welche Risiken soll das mit sich bringen?

    Kommentar von RatsucherZYX ,

    @Snoopy155

    Nenne mal 2 davon, ohne die Notarkosten, nach denen eigentlich gefragt war, die du aber nicht beantwortet hast.

  • Notarkosten bei Realteilung ok?
    Antwort von wfwbinder ·

    Man kann grob sagen, dass jede Summe, die in einer Urkunde steht, den Wert der Urkunde erhöht.

    Also wenn hier zwei Grundschulden enthalten sind, sind das die Summen.

    So wie bei einem Kaufvertrag über ein Haus, in dem auch die Maklercourtage enthalten ist, auch diese in den wert einbezogen wird.

    Oder die Schenkung eines Hauses mit der Einräumung eines Wohnrechts, nicht der Wert des Hauses allein, sondern dazu noch das Wohnrecht kommt.

    Die Wertermittlung in Eurer Rechnung ist richtig.