Grundschuld - neue und gute Antworten

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    Darlehen zurückgezahlt - Grundschuld löschen?
    Antwort von jowaku jowaku

    Die Argumente für und gegen Grundschuld-löschen hat wfwbinder gut beschrieben.

    Tipp für Hessen: Dort kann man sich die Notargebühren sparen, wenn man die Dienstleistung des "Ortsgericht" nutzt.

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    Darlehen zurückgezahlt - Grundschuld löschen?
    Antwort von imager761 imager761
    Kostet es mich etwas, die Grundschuld löschen zu lassen, muss ich das selbst veranlassen

    Ja.

    oder macht das die Bank automatisch?

    Nein, sie hat daran ja kein Interesse.

    Die Bank erstellt nach Anfrage eine notariell beurkundete Löschungsbewilligung, deren Kosten i. d. R. an den Kunden weitergegeben werden (ca. 70 EUR).

    Damit kann man dann (oft wiederum nur notariell beurkundet) Löschung beantragen.

    Für die Löschung der Grundschuld berechnet die Justizkasse n. KV 14140 GNotKG eine Löschungsgebühr nach Grundschuldwert, etwa im niedrig dreistelligen Bereich.

    Dennoch empfiehlt es sich, diese Löschung vorzunehmen: Kein Erbe oder Käufer übernimmt die Immobilie mit diese Last und es muss ohnehin von Verkäufer erledigt werden. Nach Jahren ist dies bisweilen aber kompliziert, den Rechtsnachfolger der Hypothekenbank zu ermitteln und ohne Vorlage des Grundschuldbriefs müsste ein Aufgebotsverfahren eröffnet werden, dass eine Löschung und damit Übergabe mindestens 6 Monate verzögert :-(

    G imager761

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    Darlehen zurückgezahlt - Grundschuld löschen?
    Antwort von Sobeyda Sobeyda

    Ja, die Löschung der Grundschuld kostet etwas. Ich habe das gerade gemacht und es hat mich knapp 140,- EUR gekostet für 50.000 EUR Grundschuld. Das kannst Du jetzt auf Deine Summe umrechnen, dann hast Du einen ungefähren Anhaltspunkt.

    Mit der Löschungsbewilligung gehst Du zum Notar, der erledigt dann den Rest.

    Ich bin im Gegensatz zu den Anderen der Meinung, dass man eine Grundschuld löschen lassen sollte. Das Argument "wenn Du mal wieder einen Kredit brauchst" überzeugt mich nicht. Ich bin bishe,r abgesehen von der Finanzierung diverser Immobilien, kreditlos durchs Leben gekommen und das soll auch so bleiben. Ich belaste doch nicht mein Haus umd mir - sagen wir mal - ein Auto zu kaufen!

    Das einzige, was ich mir vorstellen kann, wäre eine größere Renovierung, aber dann muss ich eben eine neue Grundschuld eintragen lassen, C'est la vie.

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    Darlehen zurückgezahlt - Grundschuld löschen?
    Antwort von wfwbinder wfwbinder

    Die Bank gibt nur die Löschungsbewilligung.

    Alles andere muss man selbst beauftragen und auch selbst bezahlen

    Was ist richtig?

    zweischneidig.

    1. Einem Unternehmer würde ich immer raten, "lasse löschen, es verbessert die Bonität."

    2. bei einer Privatperson ist es etwas anders, da sieht nicht mal ein Geschäftsfreund, oder eine Wirtschaftsauskunftei "auf verdacht" nach.bei einem Kreditwunsch kann man immer sagen, "die Grundschuld steht noch drin, aber hier ist die Löschungsbewilligung."

    3. Wenn man nur mit seiner Hausbank arbeitet, braucht es nur eine Zweckerklärung udn die Grundschuld steht für den nächsten Kredit zur Verfügung.

    Sagen wir so, die Löschungsbewilligung gut aufbewahren, löschen muss nicht sein.

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    Darlehen zurückgezahlt - Grundschuld löschen?
    Antwort von Primus Primus

    Ist der Kredit abbezahlt, sollte man die Grundschuld nicht löschen lassen.

    Denn dafür sind nochmals Gebühren fällig, die unnötig sind: Für die Löschung einer Grundschuld in Höhe von 150 000 Euro sind dies rund 300 Euro – die Hälfte geht an den Notar, die andere an das Grundbuchamt.

    http://www.focus.de/immobilien/finanzieren/grundschuld-loeschen-ist-unnoetig-und...

    Kommentar von LittleArrow LittleArrowLittleArrow

    die unnötig sind

    Warum sollten die unnötig sein? Wer ein Grundstück verkauft, muss das Grundstück idR lastenfrei übertragen, also ist eine Löschung nötig.

    Wer hingegen nur vorübergehend seine Grundschuld getilgt hat, und z. B. wegen größeren Instandhaltungs- oder Modernisierungsmaßnahmen erneut Kreditbedarf hat, kann die noch nicht gelöschte Grundschuld als Kreditsicherheit für eine neue Kreditaufnahme einsetzen. Bei einer solchen potentiellen Absicht wäre eine vorherige Grundschuldlöschung unnötig gewesen.

    Kommentar von imager761 imager761imager761
    • Warum sollte jemand seine Bonität belastet lassen, obwohl er schuldenfrei ist? Der negative score-Wert der schufa bleibt beim Kreditnehmer bestehen!

    • die Übertragung einer Grundschuld ist nahezu genauso teuer wie eine neue - da kann man sich auch erst dann auf eine schlechte Bonität einlassen, wenn man denn tatsächlich einen Kredit ausreichend absichern muss

    • Die Kosten sind spätestens beim Verkauf ohnehin zu tragen: Es gilt lastenfreier Übergang. Es sei denn, man wollte zu diesem niedrigeren Wert verkaufen wollen.

    Kommentar von Primus PrimusPrimus

    Meines Wissens nach sollte man auch bei einem Verkauf der Immobilie die Grundschuld nicht löschen lassen, da die Bank diese weiter nutzen kann . Falls der neue Käufer den Immobilienkredit bei derselben Bank aufnimmt, fallen nur Gebühren an, wenn das Darlehen höher ist als die bestehende Grundschuld. Geht er zu einem anderen Institut, kann die Grundschuld weitergereicht werden. Hierbei bleibt der Eintrag im Grundbuch bestehen. Er erhält nur einen Vermerk, dass es einen anderen Käufer gibt. Eine solche Abtretung kostet einmalig etwas mehr als 300 Euro.

    Ich lasse mich allerdings gern eines besseren belehren;-)

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    Darlehen zurückgezahlt - Grundschuld löschen?
    Antwort von Mikkey Mikkey

    Ja, es kostet etwas und die Bank macht das nicht automatisch.

    Außerdem ist es wohl unüblich, weil man über die stehengebliebene Grundschuld einfacher einen Kredit bekommen soll, so man den braucht.

    So wurde es jedenfalls mir vor einiger Zeit beauskunftet.

    Kommentar von imager761 imager761imager761

    Außerdem ist es wohl unüblich, weil man über die stehengebliebene Grundschuld einfacher einen Kredit bekommen soll

    Im Gegenteil:

    • warum sollte jemand seine Bonität belastet lassen, obwohl er schuldenfrei ist? Der negative score-Wert der schufa bleibt bestehen!
    • die Übertragung einer Grundschuld ist nahezu genauso teuer wie eine neue

    G imager761

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    Muss man bei einem Bauspardarlehen auch eine Grundschuld eintragen lassen?
    Antwort von Claudie Claudie

    Ja auch die Bausparkasse will gute Sicherheiten haben und besteht -normalerweise- auf einer Grundschuld. Solltest Du andere Sicherheiten haben wie z. B. neues Auto, Geld, Wertpapiere oder eine Lebensversicherung - dann kannst Du auch das anstatt der Grundschuld anbieten.

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    Muss man bei einem Bauspardarlehen auch eine Grundschuld eintragen lassen?
    Antwort von baufibemu baufibemu

    Bei einer solch geringen Darlehenshöhe muss keine Grundschuld eingetragen werden. Die Immobilie darf aber nicht über 80 % des Beleihungswertes belastet sein.

    Beste Grüße Bernd Munder

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    Muss man bei einem Bauspardarlehen auch eine Grundschuld eintragen lassen?
    Antwort von Primus Primus

    Ich meine kürzlich gelesen zu haben, dass die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) die Bausparkassenverordnung geändert hat.

    Meiner Meinung nach sind nun Bauspardarlehen bis zu 30.000 Euro ohne Eintragung einer Grundschuld möglich