Grundschuld - neue und gute Antworten

  • Frage zur Eintragung einer Grundschuld?
    Antwort von Franzl0503 ·

    adrian:

    Es ist zweckmässig und branchenüblich, den Grundschuldzins so hoch zu wählen, dass er auch mögliche künftige Zinserhöhungen für das Darlehen deckt.

    Solange die Darlehenszinsen unter den Grundschuldzinsen bleiben, steht dem Gläubiger zugleich ein gewisser Sicherheitsspielraum zur Verfügung.

    Maßgend sind jedoch die Vereinbarungen im Darlehensvertrag. Da steht z.B.auch geschrieben, dass die Zinsen von z.B. zwei 2 v.H. (statt 12 v. H.) unterjährig fällig sind, und zwar monatlich nachträglich, statt jährlich nachträglich.

    Eine nachträgliche Zinserhöhung und dingliche Sicherung (Eintrag ins Grundbuch) würde erhebliche Notar- und Grundbuchkosten verursachen und die Genehmigung von Gleichrang- oder Nachrangläubigern erforderlich machen.

    Dies wird dir auch der Notar erläutern.

  • Notarkostenrechnung korrekt?
    Antwort von Franzl0503 ·

    Peterjayz:

    Deine Beurteilung ist richtig.

    Gegenstandsgleich sind Grundschuldbestellung und (vorsorgliche) Abtretung von Rückgewährsansprüchen bezüglich vorrangiger oder gleichrangiger Grundschulden (§ 109 GNotKG) in   e i n e r   Urkunde.

    Für die Abtretung, die in der Grundschuldbestellungsurkunde enthalten ist, eine zusätzliche Gebühr zu berechnen, ist nicht korrekt.

    Empfehlung:

    Schreib dem Notar, er möge seine Kostenrechnung korrigieren.

    Bei Uneinsichtigkeit könntest du auf den führenden Kommentar zu GNotKG (Gerichts- und Notarkostengesetz)  von Korintenberg, 19. Auflage 2015,  zu § 109, Rand Nummer 204, verweisen.

    Kommentar von peterjayz ,

    Herzlichen Dank für die Ausführung. Ich werde den Notar mal anschreiben und halte euch auf dem Laufenden.

    Kommentar von peterjayz ,

    Update: Der Notar hat eingelenkt und eine korrigierte Rechnung geschickt.

    Für die Rückgewährsansprüche wurden pauschal 5TEUR als Geschäftswert angesetzt - mit Begründung, dass auch künftige Ansprüche abgetreten wurden und deren genauer Wert noch nicht beziffert werden kann.

  • Grundschuldeintrag des Gläubigers?
    Antwort von Franzl0503 ·

    check:

    Handelt es sich um 22.500 € oder um 222 500 €?

    Aufgrund des vollstreckbaren Titels kann der Gläubiger in Höhe seiner Hauptforderung nebst Zinsen und Kosten auf das in deinem (Allein-)Eigentum stehende Wohnhausgrundstück eine Zwangssicherungshypothek  eintragen lassen und anschliessend die Zwangsversteigerung (ZV) beantragen.

    Wegen mögl. Vollstreckungsschutzmaßnahmen solltest du rechtzeitig anwaltliche Hilfe in Anspruch nehmen.

     Erfolgsaussichten der ZV sind u.a.  abhängig vom Immobilienwert, den Grundstückbelastungen und der Marktresonanz.