Gold - neue und gute Antworten

  • Wird Barrick Gold pleite gehen?
    Antwort von Kevin1905 ·

    Es kann hier im Forum - noch sonst irgendwo - jemand die Zukunft voraussehen.

    Jedes Investment ist mit einem Risiko verbunden. Entweder mit einem verschwindend geringem (entsprechend niedrig fällt deine Rendite aus), oder mit höherem Risiko bis hin zum Totalverlust (dementsprechend auch höhere Chancen).

  • Wird Barrick Gold pleite gehen?
    Antwort von gandalf94305 ·

    Ist mir egal.

    Ich beherzige die Regel, daß ein Instrument, das 20% fällt, verkauft wird, um etwas Vielversprechenderes zu kaufen. Manchmal verkaufe ich auch schon bei -10% oder -15%.

    Bei Barrick Gold hätte man also bei einem Einstieg zu 35 EUR spätestens bei 28 EUR aussteigen sollen. Wer bei 13 EUR dachte, jetzt ist der Boden gefunden, hätte dann bei 10 EUR den Hut nehmen sollen. Und wer bei 10 EUR "billig" gekauft hat, sollte bei 8 EUR sich verabschiedet haben.

    Hoffnung ist ein sehr schlechter Ratgeber. Die Mentalität "das ist tief gefallen, das kann nicht weiter fallen" funktioniert auch nicht, denn es gibt eine ganze Menge möglicher Kurse unterhalb von 6,50 EUR... und auch eine ganze Menge unterhalb von 1 EUR :-) Man darf nicht emotional an einem Investment hängen. Man darf auch nicht glauben, die Zukunft dieses Unternehmens einschätzen zu können. Das kann man nicht. Man muß Barrick Gold aber auch nicht unbedingt haben. Der Chart spricht eine eindeutige Sprache: es gibt Besseres. Analysten mögen ihre zukünftigen Einschätzungen haben - aber es sind nur Einschätzungen. Wissen kann auch niemand, wo es hingeht. Daher: Pferdchen wechseln. Regel #1: niemals eine Aktien ohne Absicherung im Portfolio lassen.

  • Wird Barrick Gold pleite gehen?
    Antwort von Sitaara ·

    Trendanalyse auf Basis 6 Monate: Ein Kursabschlag in Barrick Gold, einem der größten Goldproduzenten weltweit, von fast 50 Prozent in nur zwei Monaten ist schon sehr extrem. Nach dem Fehlausbruch im Mai haben die Bären das Ruder in der Aktie komplett übernommen und schicken diese von einem Tief zum nächsten. Die Kurse befinden sich im freien Fall und der Abwärtstrend ist so stark wie nie. Problem an der ganzen Sache ist die Tatsache, dass der Goldpreis selbst erst vor kurzem ein Verkaufssignal bekommen hat, welches noch eine Zeit lang anhalten dürfte. Es steht also nicht gut um den Goldaktiensektor.

    Expertenmeinung: Zumindest kurzfristig gibt es allerdings etwas Hoffnung. Die Börse ist keine Einbahnstraße, weder auf dem Weg nach oben, noch auf dem nach unten. So sind wir in dem Titel derzeit extrem überverkauft, was nichts anderes bedeutet, als dass hier eine technische Gegenbewegung in den kommenden Tagen sehr wahrscheinlich sein dürfte. Doch Vorsicht! Diese Bewegung dürfte nur von kurzer Dauer sein und wird wohl nicht länger als zwei bis drei Wochen andauern.

    Quelle: Lynx

  • Gibt es plausible Gründe, einen kleinen Anteil des Vermögens in Form von Gold oder Silber zu halten?
    Antwort von Privatier59 ·

    Du erwartest doch den totalen Zusammenbruch des Finanzwesens. Und da willst Du Gold und Silber im Vermögen halten? Wieviel Gramm dieser Metalle kostet denn ein Korb von Lebensmitteln dann? Und schon haben wir das erste Problem und das ist die Stückelung. Willst Du von einem Kilobarren die Portionen abhobeln? Wer soll dem Gekräusel ansehen, ob es echt ist? Wer soll überhaupt Edelmetallen ansehen ob es solche sind, Fachleute ausgenommen? Ich glaube, selbst die dümmsten Bauern liefern dafür keine dicken Kartoffeln.

    Was Du brauchst, ist eine Anlage in Dinge die im Krisenfall wirklich etwas wert sind: Zentnerweise Kartoffeln und Reis, tausende von Konservendosen und einige Hektar Ackerland nebst Kuh, Schaf und Esel. Das toppt jedes Edelmetall und wenns nicht so schlimm kommt, kannst Du mit den Kram ne Imbißstube als zweites Standbein eröffnen und einen landwirtschaftlichen Erlebnispark und Dir eine goldene Nase verdienen.


  • Gibt es plausible Gründe, einen kleinen Anteil des Vermögens in Form von Gold oder Silber zu halten?
    Antwort von RatsucherZYX ·

    Wenn Geld keinen Wert mehr hat und ich dringend Kartoffeln brauche, nehme ich zwei Goldmünzen aus dem Tresor. Dafür gibt es sicherlich zwei Zentner Kartoffeln und ich habe 1/4 Jahr was zu essen. Gold haben die Landwirte, neben Teppichen, in den schlechtesten Zeiten immer noch akzeptiert. Heute würde ich nicht mehr auf Teppiche setzen. Bitte jetzt nicht den Kurs Goldmünze / Kartoffeln nachrechnen, der Wert wird sich noch einpendeln, ich habe auch noch Nudeln im Schrank! :-)

    Alle 5 Antworten
    Kommentar von jsch1964 ,

    Warum nicht nachrechnen, es ist doch so, dass das passt: Gold im Wert von jetzt ein paar hundert Euro für zwei Zentner Kartoffeln. So ähnlich wird es aussehen. Wenn die Not richtig groß wird, kann es auch soweit kommen, dass Du für Deine blaue Mauritius nur einen Sack Kartoffeln bekommst. Je länger die Krise geht, desto schlechter wird der Kurs.

    Da würde ich lieber auf Arbeit gegen Kartoffeln setzen oder Sachen bunkern, die man selber leichter und in kleineren Einheiten tauschen kann. 

    Am besten ist der Rat von Privatier.

    Kommentar von RatsucherZYX ,

    @jsch1964

    Ratschläge von Privatier sind immer gut, vor allen Dingen haben bei ihm immer das Leben und die Bildung mitgeschrieben.

  • Gibt es plausible Gründe, einen kleinen Anteil des Vermögens in Form von Gold oder Silber zu halten?
    Antwort von Rat2010 ·

    Früher gab es Gründe, einen Teil in Edelmetallen, vor allem Gold zu horten. Geld konnte (und kann) sehr schnell wertlos sein und Immobilien enteignet oder wertlos (gemacht) werden.

    Wenn man flüchten musste und Geld wertlos war (realistisches Szenario) war es natürlich praktisch, etwas Gold zu haben.

    Heute ist die Situation etwas anders. Wer Angst vor Enteignung hat, führt sein Depot halt in der Schweiz oder in Lux.

  • Gibt es plausible Gründe, einen kleinen Anteil des Vermögens in Form von Gold oder Silber zu halten?
    Antwort von gandalf94305 ·

    Edelmetalle wie Gold, Silber und Platin sind nur Wertspeicher und liefern keine Erträge in Form von Zinsen, Dividenden etc. Damit ist klar, daß ein Goldinvestment sich nur lohnen kann, wenn der Preis aufgrund steigender Nachfrage infolge deutlicher Inflation oder erhöhter Risiken für andere Assetklassen steigt. In einer Deflation wird Gold verlieren und wenn es den Aktien- oder Anleihenmärkten gut geht, hast Du dort echte Erträge.

    Betrachtest Du jedoch die letzten 100 Jahre der Kapitalmärkte, so wird klar, daß Gold entweder eine Spekulation auf einen deutlich höheren Preis oder eine nur wirklich sehr langfristige Absicherung gegen Kaufkraftverluste war. Eigentlich haben sich die Märkte ab 1930 nach jeder Krise innerhalb von max. fünf Jahren deutlich erholt. Blasen kamen zum Platzen, aber dagegen hilft auch Gold nicht. Wer sich verspekuliert ohne Absicherungen, der hat auch nicht die Geduld, auf Kursanstiege bei Gold zu warten.

    Als der Goldpreis bei fast 2.000 USD/Oz stand, riefen die Psedo-Propheten nach Kursen von 2.500 USD und mehr. Kaufen hätte man sollen, als keiner Gold wollte. Momentan liegen wir zwar wieder auf relativ niedrigen Kursen, aber im Vergleich zu typischen Produktionskosten ist das immer noch 25% zu hoch.

    Aus meiner Sicht gibt es keinen Grund für harmlose Privatanleger, in physisches Gold zu investieren. Wer wirklich damit rechnet, eine Alternativwährung "Gold" im Keller (bei der Bank hilft das ja auch wenig) haben zu müssen, um im Notfall liquide zu bleiben, sollte sich lieber nach Wohn- und Ackerimmobilien umschauen und schon mal die Landwirtschaft erlernen.

  • Gibt es plausible Gründe, einen kleinen Anteil des Vermögens in Form von Gold oder Silber zu halten?
    Antwort von Underfrange ·

    Das kommt auf die Höhe des Gesamtvermögens an. Rechtzeitig einen kleinen Teil in sichere Sachwerte zu stecken hat den Menschen zu allen schweren Zeiten geholfen. Dieser Teil kann auch etwas größer sein. Wichtig ist nicht zu viel festzulegen, denn von Gold oder Silber kann man nichts abbeissen. Es ist aber ein sehr guter Speicher für Kaufkraft. Eine pauschale Aussage über einen Anteil von z.B 10% oder 20% oder irgendeines anderen Anteils hängt in meiner Beratung vom Einzelfall ab. Flüssig bleiben kann lebenswichtig sein. Nach einer Krise aber entsprechende Reserven zu haben erleichtert das Leben ungemein.



Die unter finanzfrage.net angebotenen Dienste und Ratgeber Inhalte werden nicht geprüft.
Die Richtigkeit der Inhalte wird nicht gewährleistet. Rechtliche Hinweise finden Sie hier.