Gläubiger - neue und gute Antworten

  • Wer kann mir bei dem Thema "Insolvenzverfahren, Erteilung der Restschuldbefreiung" helfen?
    Antwort von Juergen010 ·

    Es ist ein weit verbreiteter Irrglaube, dass ein Privatinsolvenzverfahren kostenfrei ist.

    Dir sind bei der Eröffnung des Insolvenzverfahrens die Kosten für das Verfahren selbst nur gestundet worden.

    Folglich musst Du nach Abschluß des Verfahrens die Kosten für den Treuhänder und das Gericht noch begleichen.

    Das vorliegende Schreiben setzt dich lediglich darüber in Kenntnis, dass der Treuhänder seine Gebühren vom Gericht festgesetzt bekommen möchte. Sofern Du nicht widersprichst - was ich Dir bei der Summe nicht wirklich empfehle - werden die Kosten des Treuhänders so vom Gericht festgesetzt.

    Auch das Gericht wird noch Verfahrens-Gebühren berechnen und Dir abschließend komplett, d.h. inkl. der festgesetzten Treuhänder-Gebühren, in Rechnung stellen.

    Der Treuhänder erhält sein Geld i.d.R. vom Gericht, sofern das Gericht nicht anders entscheidet. Du zahlst nur an das Gericht. Auf dem dann kompletten Kostenfestsetzungsbescheid des Gerichts, sind dann auch die Kontokoordinaten benannt, die Du brauchst um fristgerecht zu überweisen.

    Du solltest mit Komplettkosten um 2 - 3000 € rechnen. Die Treuhänderkosten sind da i.d.R. der kleinste Teil.

    Falls Du nicht in der Lage sein solltest, den Betrag in einer Summe komplett zu bezahlen, kannst Du mit dem Gericht - nicht mit dem Treuhänder - eine Ratenzahlungsvereinbarung treffen. Das ist jedoch an strenge Rahmenbedingungen geknüpft, so dass ich dir empfehle, alles zu tun um die Zahlung in einer Summe zu begleichen.

    Um Mißverständnissen vorzubeugen: Die Erteilung der Restschuldbefreiung erfolgt vor der Kostenentscheidung. Die Verfahrenskostenbegleichung ist also definitiv nicht der ausschlaggebende Punkt für eine Restschuldbefreiung.

    Bytheway: Auch die erfolgreiche Restschuldbefreiung ändert erst Mal nichts an den Einträgen in der Schfa oder dem Schuldnerregister. Diese Einträge werden erst nach 3 weiteren Jahren gelöscht. Faktisch kreditwürdig bist Du also nicht nach der Wohlverhaltsphase von 6 Jahren sondern erst nach 9 Jahren.

  • Wer kann mir bei dem Thema "Insolvenzverfahren, Erteilung der Restschuldbefreiung" helfen?
    Antwort von hildefeuer ·

    Es handelt sich hier um die Vergütung für den Insolvenzverwalter, die Mindestvergütung 100€ pro Jahr. Nach der derzeit geltenden Insolvenzordnung wird nach Zahlung der Insolvenzkosten die Restschuldbefreiung nach 5 Jahren gewährt. Wenn nicht gezahlt wird erst nach 6 Jahren.

    Allerdings weis ich nicht, ob das Verfahren bei Ihnen nach der neuen oder zuvor geltenden Insolvenzordnung erfolgt.


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    Kommentar von hildefeuer ,

    übrigens, das Insolvenzverfahren ist nicht vor 6 Jahren, sondern vor 5 Jahren beantragt worden. Der IV ist ja ab dem 5.08.2011 tätig geworden.

    Kommentar von ohnekapital ,

    Danke für Ihre Antwort! 

    Aber A, müssen diese 595€ nun von mir bezahlt werden? 

    Denn aus dem Text entnehme dass seine Leistung schon ausgeglichen ist? 

    Oder missverstehe ich da etwas falsch?

    Und meine Frage B ist, wie geht es jetzt weiter? Wie gehe ich mit dem Schreiben um?

    Wann bekomme ich das endgültige Urteil der Restschuldbefreiung?

    Mit freundlichen Grüßen.

    Kommentar von hildefeuer ,

    Das hatte ich doch geschrieben! Du kannst zahlen dann wird über die Restschuldbefreiung anschließend entschieden, also nach 5 Jahren. Wenn Du nicht zahlst, wird über die Restschuldbefreiung ein Jahr später entscheiden, also nach 6 Jahren.

  • Was folgt nach der Eidesstattlichen noch und welche Schritte sind noch zu erwarten?
    Antwort von Privatier59 ·

    Die Vermögensauskunft, so heißt die eV heute, dient doch dazu, eventuell vorhandene Vermögenswerte aufzudecken und die Vollstreckung darin zu ermöglichen.  Wenn da nichts aufgedeckt wird, folgen auch zunächst keine weiteren Vollstreckungen.

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    Kommentar von DogoMaya ,

    Dachte ich auch. Darum war ich erstaunt, das der Gläubiger es nun trotzdembei der Rentenkasse versucht.

    Kommentar von hildefeuer ,

    Die Gründe dafür können in einer Forderungsausfallversicherung des Gläubigers liegen. Die zahlen in der Regel nur, wenn alles versucht wird an die Forderungen zu kommen.

  • Was folgt nach der Eidesstattlichen noch und welche Schritte sind noch zu erwarten?
    Hilfreichste Antwort von wfwbinder ·

    Jetzt ist im Prinzip Ruhe, jeder kann sich davon überzeugen, dass bei Dir nichts zu holen ist.

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    Kommentar von DogoMaya ,

    Vielen Dank. Sollte ich den Gläubiger irgendwie trotzdemnoch einmal kontaktieren das die EW deutlich unter der Pfändungsgrenze liegt?

    Ich habe eh vor wenn es bewilligt ist dem Gläubiger nochmals eine geringe Ratenzahlung an zu bieten. Ich möchte ja auch das es mal erledigt ist.

    Kommentar von wfwbinder ,

    ich würde  erst dann kontaktieren, wenn ein Vorschlag konkret ist.