Gläubiger - neue und gute Antworten

  • Wird Geld das bei einem Notar für Verbindlichkeiten liegt, unter den Gläubigern aufgeteilt?
    Antwort von wfwbinder ·

    Mit diesem Sachverhalt kann man schon etwas mehr anfangen als mit dem ersten. Ausserdem bestätigst Du gerade meine Annahme, dass eine Summe bei dem Notar hinlegt wurde, um die betreffende Person (Schenkungsempfänger = Dein Schuldner) schuldenfrei zu machen.

    Der Notar ist eindeutig beauftragt ein Schuldenbereinigung durchzuführen. Er fragt alle Gläubiger des Klienten an. Sammelt alle Forderungen und wird dann ein Angebot machen. Nehmen wir an, es liegen 20.000,- Auf dem Konto und alle Verbindlichkeiten sind 30.000,- Euro. Dann wird er jedem Gläubiger mitteilen, dass er 2/3 bekommen kann, wenn er vergleichsweise auf den Rest verzichtet.

    Wird so einer Regelung zugestimmt, bekommt jeder der Gläubiger seinen Anteil.

    Stimmen die Gläubiger nicht zu, bekommt keiner etwas, weil die Bedingungen nicht erfüllt werden.

    Dan  würde es aber als gerichtliches Verfahren durchgezogen und die Zustimmung der Gläubiger würde ggf. durch einen Gerichtsbeschluss ersetzt.

    Kommentar von guerrilla ,

    Vielen Dank für die Antwort, ja habe mittlerweile mehr informationen. Wenn wir jetzt annehmen es liegen 20.000 auf dem Konto und die Verbindlichkeiten sind 60.000, würde dann der Notar das Angebot machen, dass jeder 1/3 bekommt? Kann mir nicht vorstellen, dass da dann noch jemand zustimmen würde. Dann könnte es dann also sein, dass gerichtlich angeordnet wird, dass dieses 1/3 Angebot angenommen werden muss? Also wenn die Gläubiger nicht zustimmen?

    Kommentar von wfwbinder ,

    Da kann sich die Frage stellen, ob 1/3 nicht besser ist als nichts, oder gar nichts.

    Es könnte ja sein, dass der Vater das Angebot zurück zieht und der junge Mann geht in Privatinsolvenz. das könnte noch weniger sein.

    Kommentar von guerrilla ,

    Gibt es eine Frist bis wann nach Gläubigern geforscht wird? Der Schuldner zeigt sich anscheinend wenig willig darin sein Gläubiger dem Notar mitzuteilen. Ich bin bisher wohl der einzige.

    Kommentar von wfwbinder ,

    Wir bewegen uns hier im Privatbereich, also entscheidet der Notar, wie er forscht. aber er bekommt von dem bestimmt noch Unterlagen.

    Sollte 20.000,- auf dem Konto sein und nur 18.000,- Forderungen werden angemeldet, dann gibt es das volle Geld.

  • Ein Schuldner von mir hat Geld beim Notar für Verbindlichkeiten liegen, dort möchte ich einen Titel gegen ihn vollstrecken lassen - wie muss ich vorgehen?
    Antwort von wfwbinder ·

    Was Du beschreibst klingt weniger nach Erbschaft, sondern eher danach, als hätte der Vater des Schuldners diesem Geld geschenkt und beim Notar hinterlegt, um eventuell die vergleichsweise Regelung der Schulden zu erreichen.

    Wenn man erbt ist es nämlich nicht üblich, dass die Erbschaft beim Notar hinterlegt ist.

    Wenn Geld bei einem Notar hinterlegt ist, gibt es praktisch immer Bedingungen die erfüllt sein müssen, damit das Geld, an wen auch immer ausgezahlt wird. 

    Wie Du schreibst ist das Geld beim Notar für die Begleichung von Verbindlichkeiten. Du hast Deine Forderungen dem Notar mitgeteilt. Mehr kannst Du für den Moment nicht tun.

    Kommentar von guerrilla ,

    Vielen Dank schon mal. Kann gut sein dass das Geld vom Vater kommt. Das mit dem Erbe war eher geraten. Wenn das Geld für den schuldenausgleich gedacht ist, dürfte es hier ja eigentlich keine Probleme geben, oder? Wenn sich der Notar weigert zu zahlen, würde dann ein Gerichtsvollzieher der beim Notar vorspricht Sinn machen?

    Kommentar von vulkanismus ,

    Ein Vorsprechen würde mit Sicherheit keinen Sinn machen, weswegen der GV das auch nicht tun würde.

    Du solltest die GV-Stelle dementsprechend schriftlich informieren (wobei ich das Schreiben dem GV persönlich überbringen würde).

    Dabei kannst Du eine Kontopfändung (ob die was bringst ist aber fraglich) anregen.

    Kommentar von wfwbinder ,

    Du übersiehst eins, bei der Auskunft, die Du vom Notar bekommen hast:

          jedoch sagt mir der Notar, dass er erst eventuelle andere Gläubiger kontaktieren müsse und das Geld dann aufgeteilt wird wenn es nicht genug ist. 

    Der Vater hat das Geld beim Notar hinterlegt, mit der Auflage es auszuzahlen, wenn damit alle Schulden des Sohnes erledigt werden. Stimmen die Gläubiger nicht zu, ist die Bedingung für die Schenkung nicht erfüllt udn das Geld fällt an den Vater zurück. Folge, keiner der Gläubiger bekommt Geld.

    Kommentar von guerrilla ,

    Ah jetzt verstehe ich, vielen Dank.

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