Fahrtkosten - neue und gute Antworten

  • Fahrtgeld steuerlich absetzbar?
    Antwort von EnnoWarMal ·

    wodurch ich am Monatsende vom Bruttolohn auf einmal nur noch weniger als die hälfte Netto ausbezahlt bekomme.

    Donnerwetter, da musst du ja einen Steuersatz von mehr als 100% haben! Da würde ich schleunigst nach Deutschland ziehen, da ist der Höchsatz nur bei 45%, so dass stets etwas übrigbleibt von einer Lohnerhöhung.

    Ist es möglich, dass ich durch eine Steuererklärung da einen Teil zurückbekomme?

    Ja, möglich ist das - das heißt natürlich, nicht durch die Steuererklärung, sondern durch die Festsetzung der Steuern.

    Nur weil du eine Lohnerhöhung von 34 Cent pro Kilometer erhältst, hat das doch keine Auswirkung auf den Werbungskostenabzug.

  • Fahrtgeld steuerlich absetzbar?
    Antwort von Angelsiep ·

    ich am Monatsende vom Bruttolohn auf einmal nur noch weniger als die
    hälfte Netto ausbezahlt bekomme. Ich habe also zum Monatsende hin,
    obwohl ich die Fahrtkosten erstattet bekomme, deutlich weniger Geld als
    vorher.

    Dein Schluß kann so nicht stimmen. Niemand bekommt nach einer Zuzahlung weniger als vorher.

    Das ist ein Märchen oder du hast etwas falsch verstanden.

  • Polizeianwärter: Fahrtkosten in Steuer möglich?
    Antwort von Valeskix ·

    Ob und in welchem Umfang Reisekosten und/oder die Entfernungspauschale überhaupt anzusetzen wäre, hängt zunächst davon ab, wo die erste Tätigkeitsstätte ist.

    Aus meiner eigenen Erfahrung gibt es bei diesen staatlichen Ausbildungen / dualen Studiengängen teilweise unterschiedliche Ergebnisse.

    Finanzbeamte in Ausbidlung sind z.B. einem Ausbildungsamt fest zugeordnet und werden für die Zeit in der (Fachhoch-)Schule abgeordnet und damit auswärtig tätig.

    Bei der Polizei (in BW) - so war das zumindest bei meinem Bruder vor ein paar Jahren - ist/war das genau andersrum: Die Polizeischule ist die feste, zuogeordnete Tätigkeitsstätte und die "Praxiszeiten" in der Ausbildungsdienststelle dann eine vorübergehende, auswärtige Tätigkeit. Es gibt aber auch Unterschiede zwischen der Ausbildung im mittleren Dienst und dem gehobenen Dienst.

    Reisekosten (doppelter Haushalt, Verpflegungsmehraufwand, tats. Fahrtkosten) können grds. nur entstehen, wenn keine erste Tätigkeitsstätte vorhanden ist bzw. eine vorübergehende Auswärtstätigkeit gegeben ist und soweit man mit diesen Kosten selbst belastet ist.

  • Polizeianwärter: Fahrtkosten in Steuer möglich?
    Antwort von wfwbinder ·

    Sie könnte die Fahrtkosten geltend machen, wenn Sie denn fahren würde.

    Da sie nicht fährt, hat sie ja auch keinen Aufwand.

    Tut mir leid, aber das ist die Rechtslage.

    Alle 2 Antworten
    Kommentar von EnnoWarMal ,

    Und die Verpflegung zählt auch nicht, denn essen müsste sie ja auch ohne die Ausbildung.

    Kommentar von wfwbinder ,

    Stimmt. Und würden sie es nicht zahlen müssen, dann wäre es als geldwerter Vorteil zu versteuern.

    Kommentar von Petz1900 ,

    So ist es.

    Wie kommt man überhaupt auf die Idee Fahrtkosten anzusetzen zu wollen wenn man nicht gefahren ist ?

    Die Frage an sich ist mir schon ein Rätsel......

    Kommentar von wfwbinder ,

    ist aber typisch StPfl.

  • Wie kann ich Fahrtkosten zu einer zweiten Arbeitsstätte nach Ablehnung durch das Finanzamt geltend machen?
    Antwort von blackleather ·

    Wie kann ich Fahrtkosten zu einer zweiten Arbeitsstätte nach Ablehnung durch das Finanzamt geltend machen?

    Geltend gemacht hast du sie doch offensichtlich bereits, sonst hätte das Finanzamt sie doch nicht ablehnen können.

    Ist dies so korrekt?

    Ja.

    Und wie kann ich nun vorgehen, bzw die Angaben korrigieren?

    Was versprichst du dir davon? Wenn die Fahrten nach B Dienstreisen sind, ist das doch für dich vorteilhafter als wenn nur die Entfernungspauschale angesetzt würde. Deswegen verstehe ich gar nicht, wo du ein Problem hast.

    Einspruch einlegen und dann?

    Und dann darauf warten, dass der Einspruch mangels Beschwer zurückgewiesen wird.

    Ist es normal, dass der EkSt-Bescheid keine Information darüber enthält,
    was nicht anerkannt wurde und ich dies quasi selbst rausfinden muss?

    Es ist nicht normal, aber es ist auch nicht rechtlich falsch. Schließlich geht es ja bei dem Bescheid nicht darum, dir mitzuteilen, warum die Steuer in einer bestimmten Höhe nicht festgesetzt wurde, sondern vielmehr warum sie in der festgesetzten Höhe festgesetzt wurde.

    Alle 2 Antworten
    Kommentar von mckayser ,

    Danke für die Antworten!

    Es ging mir darum, wie ich vorgehe, nachdem das Finanzamt die als Fahrtkosten angegebenen Fahrten zur Filiale B nicht anerkannt hat.

    Die Fahrten wurden auf dem Bescheid des FA nun gar nicht berücksichtigt, daher verspreche ich mir von der Angabe als Dienstreisen eine zusätzliche / höhere Erstattung als ich sie bisher erhalten habe.

    Die Frage, was nach dem Einspruch zu tun ist, bezog sich eher darauf, wie ich dem FA dann die Daten zu den Dienstfahrten zukommen lassen soll. In freiem Text inkl. Nachweis z.B. durch Arbeitgeber oder auf einem neuen Formular Werbungskosten?

    Meine bisherigen Steuererklärungen wurden immer wie eingereicht angenommen, ich habe daher keine Erfahrungen im Umgang mit dem FA.

    Danke & viele Grüße!

    Kommentar von blackleather ,

    Falls das Finanzamt die Dienstreisen im Steuerbescheid tatsächlich nicht berücksichtigt hat, dann anscheinend deswegen, weil du sie wohl auf der Anlage N nicht als Dienstreisen erklärt hast.

    Das wäre ziemlich unfein und spitzfindig vonseiten des Finanzamts, wenngleich formell rechtmäßig. Aber dazu gibt es ja das Rechtsbehelfsverfahren.

    Du wirst also bereits in der Begründung deines Einspruchs beantragen, die dem Finanzamt bereits aufgrund der Steuererklärung bekannten Fahrten nach B als Dienstreisen zu berücksichtigen. Ein neues Formular ist dazu nicht erforderlich.

    Kommentar von LittleArrow ,

    Ein neues Formular ist dazu nicht erforderlich.

    Vorsicht! Die nicht anerkannten Fahrtkosten zur Filiale B wurden bisher (vermutlich) mit Entfernungskilometern angesetzt. Bei einer Dienstreise sind es hingegen echt gefahrene Kilometer, also ungefähr die doppelte Strecke!

    Und diese Wertangabe der Dienstreisen erfolgt in einer anderen Zeile in Anlage N!

    Kommentar von Valeskix ,

    Sofern die Einspruchsfrist noch nicht abgelaufen ist, können Sie auch einen sog. "Antrag auf schlichte Änderung" stellen. Der "öffnet" den Bescheid für eine Änderung nur punktuell und nicht komplett, wie ein Einspruch.

  • Wie kann ich Fahrtkosten zu einer zweiten Arbeitsstätte nach Ablehnung durch das Finanzamt geltend machen?
    Antwort von Gaenseliesel ·

    Hallo,

    das hast du schon ganz richtig recherchiert. Die Erste Tätigkeitsstätte ( A oder B ) kannst du mit der Entfernungspauschale berechnen. Die Fahrten zur zweiten Filiale sind als Reisekosten abzurechnen.

    Hier wird es m. M. nach ganz gut erklärt:

    http://www.deutsche-handwerks-zeitung.de/merkblaetter-was-beim-reisekostenrecht-...

    Ich bin keine " Frau vom Fach " Einkommensteuererklärung und hoffe auf Korrektur unserer darin versierteren Mitglieder, falls meine Interpretation fehlerhaft sein sollte. ;-))

    Zur Frage: eigentlich sollten Erläuterungen zur Festsetzung nachvollziehbar im Anhang zu finden sein, anders kenne ich es nicht. 

  • Fahrtkostenersatz laut §5 oder Bruttogehalt?
    Antwort von heinerbumm ·

    Das ist steuerrechtlich und sozialversicherungsrechtlich Bruttoentgelt. Dafür kannst Du in Deiner Steuererklärung die Ausgaben auch voll ansetzen. Bei Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsplatz 0,30 Euro je Entfernungskilometer, bei dienstlichen Fahrten 0,30 Euro je KM.