Fahrtkosten - neue und gute Antworten

  • Hallo, ich habe zwei Tätigkeitsstätten, die erste ist auch im Vertrag festgelegt - wie gebe ich die Arbeitstage im Jahr in der Steuer an?
    Antwort von Gaenseliesel ·

    Hallo,

    ich fertige die Steuererklärung als Nichtfachfrau für meinen Sohn ( Stahlbau Monteur ) an. 

    Dazu stellt dieser Arbeitgeber eine Bestätigung über die Auswärtstätigkeiten aus.

    Die Bescheinigung enthält Angaben über die Anzahl der Arbeitstage auswärts, sowie die Dauer der Abwesenheit die 8 Stunden überschreiten. Ich habe vom letzten Jahr zwar noch nichts vorliegen, meine aber dass auch die steuerfreien AG Zuschüsse aufgeführt waren. ( zumindest stehen sie sonst in dem vom AG erhaltenen Ausdruck der elektronischen Lohnsteuer Bescheinigung. ) 

    Die Tage der Auswärtstätigkeit fallen quasi innerhalb dieser, deiner gesamten Arbeitstage pro Jahr an. Wann und wielange musst du dann selbst aufdröseln. 

    Ich hoffe ich liege richtig ;-) zumindest gab es diesbezüglich keine Nachfragen von Seiten des FA. 

  • Wie Reisekosten auf Montage / im Außendienst bei zweitem Haushalt absetzen?
    Antwort von Valeskix ·

    Hallo,

    für das seit 2014 geltende Reisekostenrecht muss geklärt werden, ob und wo Sie eine (ggf. wechselnde) erste Tätigkeitsstätte haben.

    Ich vermute bei Ihnen eine Einsatzwechseltätigkeit, die womöglich komplett im Rahmen der Reisekosten berücksichtigt werden könnte.

    Steht Ihnen ein Firmenfahrzeug zur Verfügung und/oder wurden Fahrt- und Reisekosten vom Arbeitgeber erstetzt/pauschal versteuert, verwährt dies grds. den Abzug eigener Werbungskosten.

    Angesichts der Entfernungen und Dauer Ihrer genannten Tätigkeiten erscheint eine nicht unwesentliche Erstattung möglich. Als Arbeitnehmer können Sie sich hierfür neben einem Steuerberater auch an den Lohnsteuerhilfeverein wenden.

    Zu den Reisekosten zählen insbesondere:

    - Kosten für tatsächlich gefahrene Kilometer (Hin- und Rückfahrten)
    - Doppelte Haushaltsführung (Miete, NK, Einrichtung)
    - Verpflegungsmehraufwendungen (bei Arbeitnehmern nur nach Pauschalen)
    - Familienheimfahrten

    MfG
    -Valeskix

  • Meine Tochter studiert jetzt an einer staatlich anerkannten Ergänzungsschule, kann ich ÖPNV und Laptop steuerlich absetzen?
    Antwort von wurzlsepp6682 ·

    was hast du mit den Kosten deiner Tochter zu tun?

    ein Ansatz käme ausschl. über § 33a Abs. 1 EstG in Betracht.

    wenn du allerdings noch Kindergeld für die Tochter erhälst, dann habe ich schlechte Nachricht: dann scheidet auch 33a Abs. 1  aus ...

    Alle 3 Antworten
    Kommentar von kerni13 ,

    Hmm, was ich mit den Kosten meiner Tochter zu tun habe kann ich recht konkret beantworten: ich zahle sie ... es sind somit meine Kosten ... 400€ monatlich für die Schule, 80€ fur ÖPNV , dazu Laptop, Lehrmaterial usw ... die Kindergeldregelung kann ich aber einigermaßen nachvollziehen

  • Steuerfreibetrag oder doch lieber Einkommenssteuererklärung?
    Hilfreichste Antwort von EnnoWarMal ·

    Ich verstehe nicht, was gemeint ist.

    Den Lohnsteuerjahresausgleich macht der Arbeitgeber, wenn er dazu verpflichtet ist oder es freiwillig tut. Dabei fragt er nicht nach individuellen Merkmalen, sondern startet lediglich einen Probelauf im Lohnprogramm. Damit werden die über das Jahr entstandenen Spitzen in der Progression geglättet. Mehr passiert da nicht.

    Gesetzliche Grundlage ist § 42b EStG: http://www.buzer.de/gesetz/4499/a62294.htm

    Damit hast du als Arbeitnehmer nichts zu tun, außer dass du im November einen langen Lohnzettel bekommst.

    Was meinst du also?

    Alle 2 Antworten
    Kommentar von menko ,

    Vielleicht habe ich das falsche Wort benutzt. Ich bin in dem Thema nicht sehr bewandert. Ich meine die Steuererklärung, die man am Anfang des nächsten Jahres für das vorangegangene abgibt und bei der man hoffentlich immer ein bisschen was zurück bekommt. 

    Kommentar von EnnoWarMal ,

    Ich meine die Steuererklärung

    Das wäre in deinem Fall die Einkommensteuererklärung.

    Ich finde es praktisch, wenn man die Dinge so nennt, wie sie heißen. Erstens haben sie den Namen extra dafür und zweitens macht es anderen Leuten einfacher zu verstehen, wovon die Rede ist.

    Im Fall der Einkommensteuererklärung steht der Name sogar gleich ganz vorn auf der ersten Seite ganz oben draufgedruckt. Muss man also nur ablesen.

    So ergibt die Frage auch einen Sinn:

    Eine Einkommensteuererklärung musst du ohnehin abgeben, siehe mein Kommentar zu Tina34.

    Kommentar von menko ,

    Zunächst einmal vielen Dank für die Aufklärung. Also, wird ein Steuerfreibetrag eingetragen, ist es Pflicht eine Einkommenssteuererklärung abzugeben, verstehe ich das richtig? Ist dem so, stellt sich für mich jedoch immer noch die Frage: Was lohnt sich in meinem Fall mehr? Gibt es überhaupt Unterschiede zwischen beiden Modellen? (Modell A Freibetrag / Modell B Einkommenssteuererklärung) Wie gesagt, ich würde ein Mehr an monatlichem Netto deutlich präferieren. 

    Kommentar von EnnoWarMal ,

    Was lohnt sich in meinem Fall mehr?...ich würde ein Mehr an monatlichem Netto deutlich präferieren.

    Na dann ist doch die Sache klar. Der Freibetrag muss beantragt werden.

    Dann wird weniger Lohnsteuerabgezogen und entsprechend weniger Lohnsteuer auf die Festzusetzende Einkommensteuer angerechnet.

    Kommentar von menko ,

    Also macht es am Ende keinen Unterschied? Diesen Fahrtkostenersatz muss ich gleichermaßen auch in der Einkommenssteuererklärung angeben?

    Kommentar von EnnoWarMal ,

    Natürlich. Es muss doch dasselbe bei rauskommen.

  • Steuerfreibetrag oder doch lieber Einkommenssteuererklärung?
    Antwort von Tina34 ·

    Brutto vom AG pauschaliert?  Wobei wenn ich mal pauschal rechne:

    76 x 15 x 0,30 = 342 € - 250 € = 92 € x 12 = 1104,- € 

    ob da noch wirklich viel übrig bleibt für den Steuerfreibetrag......

    Alle 2 Antworten
    Kommentar von menko ,

    Danke für die schnelle Antwort. 

    Na dann macht es wohl wenig Sinn. 

    Entnimmt das Finanzamt diese Summe auch im Lohnsteuerjahresausgleich?

    Kommentar von EnnoWarMal ,

    ob da noch wirklich viel übrig bleibt für den Steuerfreibetrag.....

    Falsche Herangehensweise. Du hast Einnahmen und Werbungskosten nicht getrennt, sondern durcheinandergeschmissen.

    Eben weil der Arbeitgeber Werbungskosten erstattet, müssen sie in der Einkommensteuererklärung angegeben werden. Ansonsten unterliegt der Erstattungsbetrag - soweit er die Werbungskosten nämlich übersteigt - der tariflichen Einkommensteuer.

    Und das hat auch nicht mit einem eingetragenen Werbugskostenfreibetrag zu tun. Außer dass dieser dafür sorgt, dass eine Abgabeverpflichtung besteht.

    Kommentar von menko ,

    Okay, soweit so gut. Nur was bedeutet das jetzt für mich und meine Frage? Lohnt es sich eher die Einkommenssteuererklärung zu machen, oder ist es im Grunde völlig unerheblich, da beides aufs selber hinausläuft?

  • Fahrtkosten zum Ehegatten steuerlich geltend machen?
    Antwort von EnnoWarMal ·

    Nein. Verwandtenbesuche werden nicht von der Gemeinschaft alimentiert. Ob nun Ehemann, Oma und Opa oder die Hochzeit der eigenen Kinder - das ist und bleibt Privatvergnügen.

    Eine Ausnahme besteht, wenn der Wegzug an einen anderen Ort beruflich veranlasst gewesen ist. Aber das scheint hier ja nicht der Fall zu sein.