Fahrtkosten - neue und gute Antworten

  • Lohnt sich die Absetzung der Fahrtkosten oder lieber Fahrtkostenzuschuss durch AG
    Antwort von gandalf94305 ·

    Was ist denn hier überhaupt die Alternative?

    Zahlt der Arbeitgeber einen nicht steuerfreien Zuschuß zu was auch immer, dann wird der gewöhnlich versteuert. Grob bekommst Du also 20% Abzüge auf den Zahlbetrag. Aus 1 EUR werden +0,80 EUR.

    Bekommst Du keinen Zuschuß, so setzt Du die Ausgaben steuerlich als Werbungskosten an und zahlst Du dafür keine Steuern. Also wären das bei 20% Abzügen überschlagsmäßig für 1 EUR ungefähr +0,20 EUR.

    Beide Zahlen grob gegen das Basisgehalt gerechnet. Ist doch klar, daß eine Erstattung immer besser ist als dies per Werbungskosten abzusetzen. Im einen Fall bekommst Du den um den Steuersatz reduzierten Betrag, im anderen nur den Steuersatz, wobei die Werbungskosten ja sogar noch um 1.000 EUR gemindert angesetzt werden.

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    Kommentar von propag ,

    Ja, ich dachte dass ich jetzt zwingend um einen Fahrtkostenzuschuss bitte, falls dies im Vergleich zu keinem Fahrtkostenzuschuss bei der steuerlichen Absetzung Sinn macht. Denn wenn ich einen Fahrtkostenzuschuss bekomme, darf ich ja die Fahrtkosten als Werbungskosten nicht mehr ansetzen.

    Also Alternative 1: Nichts ansprechen und Fahrtkosten per Werbungskosten absetzen.
    Alternative 2: Fahrtkostenzuschuss erbitten und damit Fahrtkosten NICHT per Werbungskosten absetzen

    Kommentar von gandalf94305 ,

    Rechne doch mal:

    25 km * 220 Tage * 0,30 EUR wären 650 EUR anzusetzen. Bei einem Steuersatz von z.B. 20% wären das also ca. 150 EUR an Erstattung im Jahr.

    Wenn Du jetzt netto 137,50 EUR mehr bekommst (im Monat!), dann wäre das doch schon mal klar besser.

    Im einen Fall bekommst Du den Betrag, im anderen nur die gesparte Steuer. Die Steuer ist logischerweise geringer als der Betrag.

    Wenn der Arbeitgeber das mitmacht, wäre es doch ok. Nicht sinnvoll wäre es, einen Teil Deines Gehalts zu kürzen und dafür als Fahrtkostenzuschuß auszuweisen, denn dann wäre der Werbungskostenabzug ausgeschlossen und Du hast als Gehalt auch nicht mehr.

  • Steuererklärung: Fahrtkosten Kilometer nachweisen
    Antwort von gandalf94305 ·

    Auch wenn mein Fahrzeug von Aliens entführt worden wäre, könnte ich doch meine Termine und die Lokationen der besuchten Kunden benennen. Man fährt doch nicht zum Spaß 36.000 km im Jahr, oder?

    Also: erstelle eine Liste der Orte, die Du angefahren hast und damit sollte die Plausibilisierung der Strecken möglich sein.

  • Steuererklärung: Fahrtkosten Kilometer nachweisen
    Antwort von billy ·

    Es ist doch aber selbstverständlich und nachvollziehbar wenn ein AN in den Werbungskosten unabhängig vom Verkehrsmittel die Entfernungspauschale absetzen möchte, dem FA dafür auf Verlangen Belege vorzulegen. Bei der DB genügt die BahnCard, beim Pkw könnten es Werkstattrechnungen Tankquittungen oder ein Fahrtenbuch sein. 

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    Kommentar von discovery ,

    Klar, ich verstehe schon, dass sonst jeder angeben würde was er möchte... bloß in meinem Fall ist es eben so, dass ich nur über einen ganz kleinen Teil einen wirklich handfesten Nachweis habe. Keine Tankquittungen aufbewahrt, Werkstattrechnungen gibt es nicht, weil ich, wie gesagt, alles selber mache, und an ein Fahrtenbuch habe ich nie gedacht. TÜV-Berichte gibt es eben diesen einen. Der belegt mir aber nur EINEN von ZWÖLF Monaten.

  • Steuererklärung: Fahrtkosten Kilometer nachweisen
    Antwort von HilfeHilfe ·

    Hallo !

    in dem Fall würde ich den TÜv Bericht den aktuellen Tachostand abfotografieren und den netten Sachberarbeiter beim Finanzamt anrufen und nachfragen was zu tun ist. Manche wollen sogar das man vorfährt.

    An deiner Stelle würde ich auch 36k plus x auf dem Tacho haben. Sonst sieht es ja blöd aus das du nur mit der Karre zur Arbeit fährst und ansonsten alle Privatfahrten ausbleiben^^ viel Erfolg............

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    Kommentar von discovery ,

    Danke für deine Antwort.

    Ich vergaß zu erwähnen, dass besagtes KFZ in Folge eines Verkehrsunfalls verschrottet wurde. Ein Kilometerstand ist auf dem Beleg des Verwerters leider nicht angegeben.

  • Steuererklärung: Fahrtkosten Kilometer nachweisen
    Antwort von wfwbinder ·

    Das Jahr 2014 ist ja mal gerade 2.5 Monate alt. Wenn Du den Kilometerstand vom 02. 10. 2014 nachweisen kannst dann dürften doch seit dem bei 3.000 Kilomter pro Monat = 36.000 im Jahr, seit dem TÜV-Bericht gerade mal 43.500 gefahren worden sein. Mache dem Finanzamt den Vorschlag ggf. den Wagen vorzuführen mit dem Kilometerstand.

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    Kommentar von discovery ,

    Danke für deine Antwort. Sorry, aber ich kann dir nicht ganz folgen. Der TÜV-Bericht ist aus Januar, nicht aus Oktober... das Jahr 2014 ist bereits vorüber.

    Ich vergaß zu erwähnen, dass besagtes KFZ in Folge eines Verkehrsunfalls verschrottet wurde. Ein Kilometerstand ist auf dem Beleg des Verwerters leider nicht angegeben.

    Kommentar von Snooopy155 ,

    Wenn man so viele km beruflich fährt, dann sollte es doch irgendwelche Nachweise, Terminkalender oder vergleichbares geben, aus denen sich diese Mobilität ableiten läßt. Ebenfalls sollte auch bei einem Unfall durch einen Gutachter der km-Stand festgehalten worden sein, wenn eine Versicherung mit in die Schadensregulierung eingebunden war.

    Kommentar von discovery ,

    Naja, es handelt sich um meine erste Steuererklärung und ich habe mir da vorher - mag vielleicht naiv sein - nie Gedanken zu gemacht bis mir mein Steuerberater schon angedeutet hat, dass es da Rückfragen geben wird. Der Unfall war im Oktober. Es gab keinen Personenschaden, die Polizei hat ein Protokoll geschrieben und bis auf ein paar Meter Leitplanke wurde von der Versicherung auch nichts reguliert, dementsprechend war auch kein Gutachter zugegen.

    Kommentar von LittleArrow ,

    Folge eines Verkehrsunfalls verschrottet

    Jetzt mußt Du Dir noch mehr zum Unfall ausdenken: Welche Unfallprotokolle gibt es von wem?

    Kommentar von discovery ,

    Ausdenken muss ich mir gar nichts. Es gibt ein Unfallprotokoll, das seitens der Polizei angefertigt wurde. Auch darauf ist allerdings kein Kilometerstand festgehalten.

    Kommentar von wfwbinder ,

    @discovery

    das Datum war ein Tippfehler, ich meinte Januar, wie Du es schriebst.

    Das der Wagen weg ist, ist leider nicht zu ändern, aber vermutlich hast Du einen Ersatzwagen gekauft, dessen Kilometerstand beim Kauf festgehalten wurde und somit kann man dessen Fahrstrecke festhalten und hochrechnen.

    Kommentar von discovery ,

    Den Ersatzwagen habe ich seit November, richtig. Ich mache mir nur Gedanken ob der Vorraum für das FA "glaubhaft" ist

    Kommentar von wfwbinder ,

    Man nutzt jede Möglichkeit. Kein Problem.

  • Steuererklärung: Fahrtkosten Kilometer nachweisen
    Antwort von Primus ·

    Lies mal die Antworten, die zu einer fast identischen Frage im Schwesterforum gegeben wurden:

    http://www.gutefrage.net/frage/steuer-fehlende-belege-fahrtkosten

    Alle 5 Antworten
    Kommentar von discovery ,

    Danke für deine Antwort.

    Ich vergaß zu erwähnen, dass besagtes KFZ in Folge eines Verkehrsunfalls verschrottet wurde. Ein Kilometerstand ist auf dem Beleg des Verwerters leider nicht angegeben.

    Ich frage mich nun ob dieser Beleg über den ersten Monat ausreichen könnte... etwas anderes habe ich nicht.

    Kommentar von vulkanismus ,

    Das ist einer der wenigen Fälle, die einen Besuch beim Finanzamt rechtfertigen.

    Versuche den Sachverhalt dem Beamten glaubhaft zu machen.

    Kommentar von Primus ,

    So ist es.

    Kommentar von discovery ,

    Danke! Das hat mir weitergeholfen, werde ich in Angriff nehmen. Würde dir ja gerne die hilfreichste Antwort geben, aber das geht wohl nur für Antworten - nicht für Kommentare :)

    Kommentar von vulkanismus ,

    Passt schon - Hauptsache, Dir ist irgenwie geholfen.

  • Reisekosten und Verpflegungsmehraufwand bei Tätigkeit als Rettungsassistent?
    Antwort von vulkanismus ·

    Das habe ich gefunden:

    Der § 9 EStG erhält dazu im Absatz 4 eine exakte Definition:

    (4) Erste Tätigkeitsstätte ist die ortsfeste betriebliche Einrichtung des Arbeitgebers, eines verbundenen Unternehmens (§ 15 desAktiengesetzes) oder eines vom Arbeitgeber bestimmten Dritten, der der Arbeitnehmer dauerhaft zugeordnet ist. Die Zuordnung im Sinne des Satzes 1 wirddurch die dienst- oder arbeitsrechtlichen Festlegungen sowie die diese ausfüllenden Absprachen und Weisungen bestimmt. Von einer dauerhaften Zuordnungist insbesondere auszugehen, wenn der Arbeitnehmer unbefristet, für die Dauer des Dienstverhältnisses oder über einen Zeitraum von 48 Monaten hinausan einer solchen Tätigkeitsstätte tätig werden soll. Fehlt eine solche dienst- oder arbeitsrechtliche Festlegung auf eine Tätigkeitsstätte oder istsie nicht eindeutig, ist erste Tätigkeitsstätte die betriebliche Einrichtung, an der der Arbeitnehmer
    1. typischerweise arbeitstäglich tätig werden soll oder
    2. je Arbeitswoche zwei volle Arbeitstage oder mindestens ein Drittel seiner vereinbarten regelmäßigen Arbeitszeit tätig werden soll.
    Je Dienstverhältnis hat der Arbeitnehmer höchstens eine erste Tätigkeitsstätte. Liegen die Voraussetzungen der Sätze 1 bis 4 für mehrereTätigkeitsstätten vor, ist diejenige Tätigkeitsstätte erste Tätigkeitsstätte, die der Arbeitgeber bestimmt. Fehlt es an dieser Bestimmung oder ist sienicht eindeutig, ist die der Wohnung örtlich am nächsten liegende Tätigkeitsstätte die erste Tätigkeitsstätte. Als erste Tätigkeitsstätte gilt aucheine Bildungseinrichtung, die außerhalb eines Dienstverhältnisses zum Zwecke eines Vollzeitstudiums oder einer vollzeitigen Bildungsmaßnahmeaufgesucht wird.

    Kannst Du damit was anfangen?

    Kommentar von Squall ,

    Hi, nein leider nicht, soweit bin ich auch schon gekommen. Am nächsten wäre die Geschäftsstelle von den km her, da bin ich aber nur ganz selten, und ansonsten wirklich bunt gemischt....

    Kommentar von vulkanismus ,

    Die Geschäftsstelle ist es nicht, da du dort ja nicht tätig im Sinne Deines Berufes bist.

    Also ist es eine der fünf Wachen.

  • Fahrtkosten in der Steuererklärung (Dienstreisen, erste Tätigkeitsstätte)
    Antwort von vulkanismus ·

    Welche steuerliche Auswirkung erwartest Du?

    Kommentar von jack90 ,

    eine Minderung des zu versteuernden Einkommens. Ich bin mir nicht sicher, welche (alle oder nur ein Teil) Fahrten ich wie (0,3 oder 0,35€/km) angeben darf..

    Kommentar von vulkanismus ,

    Warum wohl frage ich nach der steuerlichen Auswirkung - weil sich die paar Luschen nicht auswirken würden.

    Deshalb ist es egal, was und ob Du geltend machen kannst!

    Kommentar von jack90 ,

    Woher weißt du denn, wie viele und was für Fahrten ich im Jahr habe?

    Das da oben sind Beispiele. Desweiteren ist es ja auch wichtig, ob es nun eine Dienstreise ist oder nicht, da ich bei Dienstreisen ja Hin und Rückfahrt angeben kann..

    Somit kann sich das durchaus steuerlich auswirken.