Fahrtkosten - neue und gute Antworten

  • Fahrtkostenerstattung bei 2. Wohnsitz mit eigenem PKW
    Antwort von FREDL2 ·

    Deine Frage ist so nicht zu beantworten.

    Hast Du an Deinem Wohnort einen eigenen Hausstand = eigene Wohnung mit allem Drum und Dran? Wo wohnst Du an Deinem Arbeitsort?

    Die Arbeit wäre dabei zu 80% in einem Umkreis von 80km von diesem Standort

    Das ist eine ganz andere Hausnummer. Die Fahrten von der Firma zum Kunden, bzw. Einsatz sind Dienstreisen und zwar hin und zurück a` 0,30. Solche Fahrten werden in der Regel vom Arbeitgeber erstattet. Werden sie das?

    Bekomm ich dann tatsächlich die 7.524 € vom Finanzamt wieder oder was kommt tatsächlich dabei raus

    Die Kosten bekommst Du nicht wieder, die Summe an Werbungskosten, die sich ergibt, mindert Deine Lohnsteuern. Wieviel das dann ist, kann Dir irgendein Berechnungsprogramm im Netz sagen. Vorher jedoch musst Du aber unterscheiden können, was was ist.

  • Fahrtkostenerstattung bei 2. Wohnsitz mit eigenem PKW
    Antwort von EnnoBecker ·
    Die Arbeit wäre dabei zu 80% in einem Umkreis von 80km von diesem Standort teilweise aber auch Auswärts.

    Was ist denn das für eine Stadt, wo man nach 80 km Fahrt noch nicht am Stadtrand angekommen ist? Selbst in Berlin beträgt die größtmögliche Entfernung zu einem Stadtrand vielleicht 30...35 km.

    Irgendwie ist der komplette Ssachverhalt so falsch, dass man nicht weiß, wo man anfangen soll.

    wenn mein Unterkunft von Montag bis Freitag ca. 330km von meinem Wohnsitz entfernt ist.

    Interessanter ist doch, wie weit dein 2. Wohnsitz von der ersten Tätigkeitsstätte entfernt ist.

    Ich gehe mal davon aus das ich Tatsächlich rund 38 Wochen also ungefähr 76 mal die 330km fahren würde.

    Auch hier gilt die Entfernungspauschale, also 38 mal 330 km mal 0,30 Euro sind 3.762 Euro.

    Bekomm ich dann tatsächlich die 7.524 € [ 3.762 Euro, siehe oben] vom Finanzamt wieder...

    Wie kommt man nur auf solch eine Idee? Wenn das Leben gar nichts kosten soll, wäre es doch sehr aufwendig, erst den Tankwart zu bezahlen und dann das Geld vom Finanzamt zurückzubekommen, oder? Auch wenn man keine Ahnung von Steuerrecht hat, müsste einem doch die Logik sagen, dass da was nicht stimmen kann.

    Der Betrag wird nur nicht versteuert, das ist alles. Da aber die Lohnsteuer darauf schon abgeführt war, ergibt sich eine Steuererstattung.

    oder was kommt tatsächlich dabei raus
    ?

    Nehmen wir einen Steuersatz von 30% an, dann ergeben die Werbungskosten eine Erstattung in Höhe von 828,60 Euro.

    Alle 5 Antworten
    Kommentar von Mikkey,
    Was ist denn das für eine Stadt, wo man nach 80 km Fahrt noch nicht am Stadtrand angekommen ist?

    Los Angeles?

    Chongqing?

    Allerdings wird es problematisch werden, mit nur 330 km zu dem Wohnsitz zu kommen.

    Kommentar von EnnoBecker,

    Also Shanghai würde ich das zutrauen - man braucht ja einen Durchmesser von 160 km. Vielleicht etwas weniger, wenn man die 80 km nicht auf die Luftlinie bezieht.

    Ich wollte auch nur dezent darauf hinweisen, dass die Sachverhaltsdarstellung hie und da einige logische Lücken hinterlääst.

    Kommentar von FREDL2,
    Also Shanghai würde ich das zutrauen

    Istanbul geht auch.

    Kamerad CatMarco vermischt FWA (vielleicht auch Fahrten bei dopp. HH??) und Reisekosten.

    Kommentar von EnnoBecker,
    vermischt FWA (vielleicht auch Fahrten bei dopp. HH?

    Das wird es wohl sein.

  • Fahrtkosten zum Konsulat für die Beantragung eines Reisepasses steuerlich absetzbar
    Antwort von Sumpfhexe ·

    Frage: benötigst du den Reisepass für berufliche Zwecke ? Ist die Beantragung beruflich notwendig, damit du auf Auslandsreisen gehen kannst ?

    Falls ja - dann kannst du diese Kosten als Werbungskosten geltend machen. Falls nein, so sind diese Kosten aus der privaten Lebensführung bedingt und somit nicht ansetzbar.

    Alle 5 Antworten
    Kommentar von vulkanismus,

    Auch dann nicht.

    Einen Pass kann man auch privat benutzen.

    Kommentar von gammoncrack,

    Stimmt, aber man muss ihn nicht unbedingt privat nutzen. Hier reichte dem Richter der Nachweis der erforderlichen beruflichen Nutzung und der Nachweis, dass für seine privaten Reisen der Personalausweis ausgereicht hätte

    http://www.steuertipps.de/beruf-job/werbungskosten/beruflich-benoetigter-reisepa...

    FG Saarland vom 22.1.2014, 1 K 1441/12

    Ob allerdings die Fahrtkosten dann auch dazu gehören, geht hieraus nicht hervor.

    Kommentar von vulkanismus,

    Einzelurteil - nicht bindend.

    Er kann ja selbst klagen.

    Kommentar von gammoncrack,

    Darum ging es mir doch überhaupt nicht.

    Das Finanzamt kann auch meine Entfernungspauschale für 50 km Arbeitsweg nicht deswegen ablehnen, weil ich ja näher an den Arbeitsplatz ziehen kann!

    Kommentar von vulkanismus,

    Die 50 km sind Tatsache. Da gibts nichts zu streichen.

    Das Kann ist auch Tatsache und daher wird gestrichen.

    Kommentar von gammoncrack,

    Und die berufliche Erfordernis eines Reisepasses ist ja wohl auch Tatsache. Also gibt es da ebenfalls nichts zu streichen.

    Kommentar von vulkanismus,

    § 12 EStG - mehr so i ned.

    Kommentar von gammoncrack,

    Also hat der Richter vom FG Saarbrücken das Recht gebeugt?

    Kommentar von vulkanismus,

    Hallo, Staatsbürgerkunde !

    Er hat in einem seiner unabhängigen Meinung nach vorliegenden Einzelfall entschieden, dass der Kläger mit seinem Begehr nicht unter § 12 EStG fällt.

    Kommentar von Gaenseliesel,

    ..... ich würde ohne wenn und aber, falls der Reisepass primär zu beruflichen Zwecken notwendig ist, diese Kosten als Werbungskosten ( plausibel !!! ) in der Einkommensteuer geltend machen !

    Es gibt solche und solche Mitarbeiter im Finanzamt, @vulkanismus gehört eben zu der Sorte mit dem dicken Rotstift ! ;-)) K.

    Kommentar von vulkanismus,

    Vulkanismus hat keinen Rotstift. Den braucht er nicht, weil er nicht im Finanzamt mitarbeitet.

    Aber lesen kann er (z.B. den genannten Paragrafen).