Erwerbsminderungsrente - neue und gute Antworten

  • Erwerbsminderungsrente/450euro job
    Antwort von billy ·

    Generell gilt, dass eine volle Erwerbsminderungsrente immer dann geleistet wird, wenn die Hinzuverdienstgrenze von monatlich 450,00 Euro nicht überschritten wird. Diese Grenze gilt bundesweit einheitlich. Damit wird gewährleistet, dass eine geringfügige Beschäftigung – ein sogenannter Minijob – keine negativen Auswirkungen auf die Zahlung einer Erwerbsminderungsrente hat.

    Die Hinzuverdienstgrenzen werden errechnet, in dem die monatliche Bezugsgröße (im Kalenderjahr 2015: 2.835,00 Euro) mit den Entgeltpunkten der letzten drei Jahre vor Rentenbeginn multipliziert wird. Das Produkt hieraus wird bei der Rente in Höhe von drei Vierteln mit dem Faktor 0,17, bei der Rente in Höhe der Hälfte mit dem Faktor 0,23 und bei der Rente in Höhe von einem Viertel mit dem Faktor 0,28 multipliziert. Als Entgeltpunkte der letzten drei Jahre vor Rentenbeginn kommen immer mindestens 1,5 Entgeltpunkte zum Ansatz, sodass hier sogenannte Mindest-Hinzuverdienstgrenzen errechnet werden können. http://sozialversicherung-kompetent.de/20141127590/rentenversicherung/zahlen-wer...

    Kommentar von Hanseat ,

    Schön und gut (zitiert), ich bin mir sicher der Fragesteller wolte explizit die Berechnung der Hinzuverdienstgrenze auseinandergesetzt bekommen. Leider keine der gestellten Fragen beantwortet.

  • Trotz voller Erwerbsminderungsrente einen Vollzeitjob testen (falls ich einen bekomme)
    Antwort von hubkon ·

    Hallo Fernanda,

    Sie schreiben:

    Trotz voller Erwerbsminderungsrente einen Vollzeitjob testen (falls ich einen bekomme)<

    Antwort:

    Da Sie jede Änderung in Ihren persönlichen Verhältnissen unverzüglich der DRV anzeigen müßen, spielen Sie quasie russiches Roulette mit Ihrer vollen Erwerbsminderungsrente und riskieren den Entzug oder zumindest neue Leistungsbeurteilungen!

    Es ist eben nun mal so:

    Entweder man ist wirklich voll Erwerbsgemindert und die Leistungsfähigkeit ist dauerhaft abgesunken, oder aber es ist eine Besserung der Leistungsfähigkeit eingetreten und dann werden die Karten neu gemischt!

    Was da m Ende für Sie rauskommen wird, das kann Ihnen hier beim besten Willen niemand zuverlässig prognostizieren, denn jeder Einzelfall ist anders!

    Denken Sie auch daran, daß am Arbeitsmarkt ein harter Wind weht und wenn Sie dann um die Wiedererlangung Ihrer vollen Erwerbsminderungsrente kämpfen müßen, kann dies ganz schön an die Substanz gehen!

    Selbstüberschätzung kann ein Schuss in den Ofen sein!

    Sie werden von der DRV keinen Orden bekommen, wenn Sie Ihre Erwerbsminderungsrente einfach so mir und dir nichts auf die Probe stellen!

    Die Entscheidungen kann Ihnen hier niemand abnehmen!

    Beste Grüße, viel Erfolg und bestmögliche Gesundheit

    Konrad

  • Trotz voller Erwerbsminderungsrente einen Vollzeitjob testen (falls ich einen bekomme)
    Hilfreichste Antwort von Lissa ·

    Bei der Erwerbsminderungsrente gibt es zwei unterschiedliche Gebiete.

    Einmal geht es um den Hinzuverdienst.

    Verdient man über die 450 Euro monatlich, wird die Rente je nach Verdiensthöhe um einen bestimmten Anteil gekürzt oder gar nicht gezahlt.

    Wenn du also mehr als die 450 Euro erarbeitest, wird die Rente entsprechend gekürzt und wieder neu berechnet, sobald du weniger verdienst und das der Rentenversicherung auch mitteilst.

    Dann geht es um die medizinische Einschätzung.

    Ist die Rentenversicherung der Meinung, du könntest aus gesundheitlichen Gründen nur noch unter 3 Stunden täglich arbeiten, liegt eine volle Erwerbsminderung vor. Liegt deine Leistungsfähigkeit zwischen drei und sechs Stunden, bist du teilweise erwerbsgemindert.

    Diese Einschätzung wird überprüft, wenn du während des Rentenbezugs wieder regelmäßig mehr als 3 Stunden am Tag arbeitest.

    Ein Versuch, wieder voll zu arbeiten, wird den Rentenanspruch nicht sofort erlöschen lassen, sondern führt nur dazu, dass die Rente aufgrund der Hinzuverdienstgrenzen nur zum Teil oder gar nicht mehr gezahlt wird.

    Man will ja niemanden dran hindern, auszuprobieren, ob man noch arbeiten kann.

    Da es vielerlei Ausgestaltungen gibt, solltest du die Frage am besten in einer Beratungsstelle der Rentenversicherung klären oder dir eine schriftliche Antwort erbitten, indem du schreibst: Ich hätte die Möglichkeit, ........(deine Idee beschreiben). Wie wirkt sich das auf meine Rente aus?

  • Trotz voller Erwerbsminderungsrente einen Vollzeitjob testen (falls ich einen bekomme)
    Antwort von billy ·

    Bei Annahme einer Vollzeitbeschäftigung wäre die Grundlage für die volle Erwerbsminderungsrente nicht mehr gegeben würde daher komplett wegfallen. Im Interesse aller Versicherten auch zu Recht.

    Alle 5 Antworten
    Kommentar von Mikkey ,

    Dabei ist das Ansinnen von Fernanda doch eigentlich im Sinne der Versicherten.

    Kommentar von billy ,

    Stimmt auch wieder ;)))

  • Trotz voller Erwerbsminderungsrente einen Vollzeitjob testen (falls ich einen bekomme)
    Antwort von Primus ·

    Du kannst davon ausgehen, dass die volle Erwerbsminderungsrente für Dich erst einmal verloren ist. Auch wenn Du den Anforderungen doch nicht mehr gewachsen bist, wirst Du bei einer Neubeantragung - wenn überhaupt - nur noch eine Teilerwerbsminderungsrente bekommen.

    Mit einer Arbeitsaufnahme beweist Du der Rentenversicherung doch, dass Du im Grunde nicht voll erwerbsgemindert bist.

    Aber das ist nur meine Meinung, die Dich nicht abhalten soll etwas zu tun, womit Du Dir nur schädigen kannst.

    Die bessere Lösung sähe ich darin, sich von der vollen - auf eine Teilerwerbsminderungsrente reduzieren zu lassen, um dann Durch einen Teilzeitjob hinzu zu verdienen.

  • Volle Erwerbsminderungsrente und erlaubte Stunden beim Minijob
    Antwort von Rentenfrau ·

    Hallo Sabine1956, die Erwerbsminderungsrente wird gezahlt, wenn Erwerbsminderung vorliegt UND die Hinzuvrdienstgrenze eingehalten wird, bei einer vollen EM-Rente liegt die Grenze bei 450,00 Euro im Monat. Lagst Du drunter, würde ich mir erst mal keine Sorgen machen. Du hast ja sicher nicht regelmäßig 20 h die Woche gearbeitet, wäre es so, würde die Rentenversicherung natürlich an Überprüfung der Rente denken (sollen), ist ja klar, wer 20 h die Woche normal arbeiten kann, kann wohl kaum auf der anderen Seite volle EM-Rente bekommen, weil er nur tgl. unter 3 h arbeiten könnte.

    Alle 4 Antworten
    Kommentar von Sabine1956 ,

    So Danke an Alle nochmal für die Antworten. Ich habe Post von der Rentenversicherung. Und da ich weit unter den 450,- lag, hab ich meine Rente unverändert behalten. Gott sei Dank. Ich hätte nicht gewusst wie ich arbeiten sollte.

  • WfbM und Rente
    Antwort von EnnoBecker ·
    WfbM

    WTF?

    Alle 2 Antworten
    Kommentar von wfwbinder ,

    I.k.n.A.d.i.s.g.h.*, oder welche die aus Wirtschaftswiss. und Steuerrecht kommen.

    • Ich kenne nur Abkürzungen die ich selbst gemacht habe.
    Kommentar von EnnoBecker ,

    Ich denke, Gaenseliesel hat es auf den Punkt gebracht......

    Kommentar von wfwbinder ,
    Kommentar von EnnoBecker ,

    Prima, da brauch ich das ja nicht mehr zu posten.

    Noch was zur

    Rntentenversicherung

    ?

  • WfbM und Rente
    Antwort von Gaenseliesel ·

    Hallo,

    leider sind Abkürzungen anscheinend zur Mode geworden. Nur zum allgemeinen Verständnis:

    WfbM — Werkstatt für behinderte Menschen, richtig ?

    Falls nicht, bitte eine Korrektur nachlegen !

    Tipp für den Support, man sollte dies in die Richtlinien aufnehmen ! Dazu müssten diese allerdings zuvor gelesen werden, schon haben wir das nächste Problem ;-)

    K.

    Alle 2 Antworten
    Kommentar von EnnoBecker ,
    schon haben wir das nächste Problem

    Ach gucke, da ist ja jemand richtig blickig.

    Kommentar von Gaenseliesel ,

    .........und das bei diesem blickdichten Wetter heute hier ! ;-))

    Kommentar von Gaenseliesel ,

    Hallo Grosser70

    sorry, ich wollte dich doch nicht vertreiben !

    Es ist nur so, man kann unmöglich alle Abkürzungen die in der deutschen Sprache so angewendet werden kennen. Es ist deshalb schwer auf Fragen hilfreich zu antworten, wenn uns wegen der Abkürzungen der Bezug oder der konkrete Sachverhalt fehlt. Es ging primär nicht gegen dich, ok ?

    Wie ich jetzt gelernt habe, gibt es dieses Kürzel tatsächlich und ich lag sogar richtig ! :-)

    Nun zu deiner Frage:

    " Menschen mit Behinderung, die in einer Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) aufgenommen sind, unterliegen nach § 1 Satz 1 Nr. 2 a SGB VI der Versicherungspflicht in der gesetzlichen Rentenversicherung."

    http://www.behindertenbeauftragte.de/DE/Themen/Soziales/Renten/Versicherungspfli...

    Die Höhe der Rentenversicherungsbeiträge müsstest du deiner Lohnabrechnung entnehmen können.

    Alles Gute ! K.