Einspruch - neue und gute Antworten

  • Steuerbescheid ausserhalb Einspruchsfrist - Rechenfehler Währung?
    Antwort von Premium1 ·

    Der blödste Fehler, der überhaupt passieren kann: Richtiger Umrechnungskurs, aber statt CHF / Euro wurde eben CHF x Euro gerechnet. Also kam natürlich mehr in Euro umgerechnet raus, als eigentlich hätte rauskommen dürfen. Ein sehr offensichtlicher Fehler, den sowohl Steuerpflichtiger als auch Finanzbeamter nicht gesehen haben.

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    Kommentar von blackleather ,

    Also beispielsweise wenn 1 EUR = 1,25 CHF, sodass 1.250 CHF : 1,25 = 1.000 EUR wurde gerechnet mit 1.250 CHF x 1,25 = 1.562,50 EUR; verstehe ich das richtig?

    Das wäre dann m. E. aber eine korrekte Rechnung mit einem falschen Umrechnungskurs; denn woher soll man auf den ersten Blick wissen, dass man CHF in EUR umrechnet, indem man durch 1,25 teilt statt es zu multiplizieren?

    Und die Anwendung eines falschen Umrechnungskurses ist dann mitnichten eine offenbare Unrichtigkeit.


    Hier könntest du allenfalls Änderung nach § 173 Abs. 1 Nr. 2 AO beantragen und argumentieren, dass ein derart blödes Versehen kein grobes, sondern allenfalls leichtes Verschulden ist. Damit müsstest du m. E. sogar Erfolg haben.

  • Steuerbescheid ausserhalb Einspruchsfrist - Rechenfehler Währung?
    Antwort von blackleather ·

    Rechenfehlers des Steuerpflichtigen ...
    Anlage mit der Umrechnung Euro in CHF

    Könnte schwierig werden.

    Wie soll man sich diesen Rechenfehler denn vorstellen? Wurde ein falscher Umrechnungskurs verwendet? Oder wurde zwar der richtige Umrechnungskurs verwendet, aber das Rechenergebnis (also der Output der Rechnung) war (bei korrekt angegebenem Input) falsch?

    Bei falschem Umrechnungskurs ist die Unrichtigkeit nicht offenbar, sondern bedarf weiterer Recherchen.

    Bei richtigem Umrechnungskurs, aber falschem Rechenergebnis liegt zwar auch kein "mechanisches Versehen" vor, aber immerhin ist die Unrichtigkeit offenbar. Und dann hätte sich das Finanzamt diesen Fehler tatsächlich zu eigen gemacht (weil es nicht nachgerechnet hat) und § 129 AO wäre einschlägig.

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    Kommentar von EnnoWarMal ,

    Ganz genau.

    "Könnte schwierig werden" ist meiner Ansicht nach geradezu eine Aufforderung, eine Änderung nach 129 zu beantragen.

    Schöner Fall, ich würde gern wissen, wie er ausgeht.

    Im Übrigen würde ich wegen des Auslandsbezugs sogar noch prüfen, ob der Ansatz dem Grunde nach richtig war.

    Kommentar von blackleather ,

    Im Übrigen würde ich wegen des Auslandsbezugs sogar noch prüfen, ob der Ansatz dem Grunde nach richtig war.

    Falls er es nicht war, bekämst du ihn aber auch nicht nach 129 wieder raus, denn der Ansatz setzt rechtliche Würdigung voraus und ist kein mechanisches Versehen.

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