Einspruch - neue und gute Antworten

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    Vorweggenommene Werbungskosten als Verlustvortrag bei höherem Bruttoarbeitslohn
    Antwort von EnnoBecker Fragant

    Es ist unwahrscheinlich, dass du hier

    http://f3.webmart.de/f.cfm?id=1021138&r=threadview&t=4036476&pg=1

    eine andere Antwort erhalten wirst.

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    Vorweggenommene Werbungskosten als Verlustvortrag bei höherem Bruttoarbeitslohn
    Antwort von blackleather Fragant

    Weil ich gearbeitet habe kann ich die Werbungskosten nicht geltend machen.

    Verstehe ich nicht. Du schreibst doch selbst:

    ab Werbungskosten: 5000

    Also werden sie doch berücksichtigt. Und das Finanzamt betont auch noch, dass das Ergebnis (GdE = 2.000 EUR) sich

    unter Berücksichtigung ihrer Ausbildungskosten

    ergibt.

    Durch den Grundfreibetrag von 8130 zahle ich doch sowieso keine Einkommenssteuer also warum werden dann die Werbungskosten abgezogen?

    Weil lt. § 2 Satz 1 Nr. 2 EStG nicht die Bruttoeinnahmen die Einkünfte sind, sondern der Überschuss der Einnahmen über die Werbungskosten. Die Werbungskosten sind also zwingend vorher abzuziehen, bevor du überhaupt beim zu versteuernden Einkommen landest, das schließlich mit dem Grundfreibetrag verglichen wird.

    Das Finanzamt hat also - da stimme ich absolut mit wfwbinder überein - zweifellos Recht: Weder beim Ansatz als Werbungskosten noch beim Ansatz als Sonderausgaben kannst du Steuern sparen. Und ein Verlustvortrag kommt nicht in Frage, weil du keinen Verlust hattest.

    Dein Einspruch kann deshalb keinerlei Erfolg haben, weil du durch die Steuerfestsetzung nicht "beschwert" bist (§ 350 AO).


    Das ist allerdings kein Grund, den Einspruch zurückzunehmen. Damit würdest du dem Finanzamt höchstens die Arbeit abnehmen, den Einspruch als unbegründet zurückzuweisen; du bekämst dafür aber trotzdem kein Dankschreiben von denen, geschweige einen Präsentkorb oder das Bundesverdienstkreuz.

    Wenn du sie ärgern willst, so wie sie dich gerade ärgern, dann schreibe zurück: "Ich schließe mich Ihrer Auffassung an, dass mein Einspruch unbegründet ist. Zu meinem Bedauern sehe ich mich dennoch nicht in der Lage, denselben zurückzunehmen, da sich durch die Rücknahme meine verfahrenstechnische Position verschlechtern würde, wozu selbst beizutragen mir nicht zugemutet werden kann."

    Daraufhin bekommst du einen förmlichen Bescheid über die Zurückweisung deines Einspruchs.

    Kommentar von vulkanismus vulkanismus Fragant

    Und er bekommt einen roten Kringel auf die Akte.

    Damit sind seine künftigen Erklärungen der genauesten Prüfung unterworfen.

    Und die technischen (und nicht nachweisbaren) Mittel zur Verzögerung der Erstattungen werden ausgenutzt.

    Viel spass beim Querulantentum.

    Kommentar von blackleather blackleather Fragant

    Umso besser. Damit können wir uns alle zufrieden und in der Gewissheit zurücklehnen, dass die Besteuerung hundertprozentig korrekt erfolgt. Was will man mehr?

    Kommentar von vulkanismus vulkanismus Fragant

    Dass man aus Einzelfällen nichts schließt.

    Dein Tipp, den Einspruch nicht zurückzunehmen, war Schwachsinn.

    Kommentar von eliteSchaf eliteSchaf

    Moin,

    besten Dank für die Klarstellung. Ich werde das Finanzamt nicht trollen und meinen Einspruch zurücknehmen.

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    Vorweggenommene Werbungskosten als Verlustvortrag bei höherem Bruttoarbeitslohn
    Antwort von wfwbinder Fragant

    Das Finanzamt hat zweifellos Recht.

    DEine WErbungskosten werden von Deinen Einnahmen abgezogen udn so ergeben sich Deine Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit.

    Wenn Deine Einnahmen ohnehin schon so gering sind, dass keine Steuer anfällt (bei Einnahmen aus nichtsselbständiger Arbeit ca. 11.500,- Euro, weil davon Arbeitnehmerpauschbetrag, Vorsorgepauschale und Sonderausgabenpauschale abgehen, dann verpuffen die zusätzlichen Werbungskosten.

    Aber Deine Rechnung "auf die faule Haut legen udn später kassieren" klappt auch nicht. Denn wie willst Du die 5.000,- Euro Werbungskosten finanzieren? Wenn Du das mit geliehenem Geld machst (wäre ja möglich), dann geht es trotzdem nicht auf.

    Wenn Du nach 3 Jahren dann mit einem Verlustvortrag von 15.000,- in Ein Jahr mit einem Bruttogehalt von 48.000,- Euro gehst, würdest Du ohne die gesammelten Verluste einen Jahressteuerbetrag von ca. 9.500,- Euro haben und mit den Verlustvorträgen eine Steuerschuld von ca. 4.300,- Euro. also bringen Deine aufgelaufenen Verlust einen Vorteil von ca. 5.200,-, aber Du hättest 15.000,- Euro Schulden zu bedienen.

    Kommentar von eliteSchaf eliteSchaf

    Moin wfwbinder,

    besten Dank für die Antwort. Keine Sorge, mein Studium ist nicht schuldenfinanziert.

    Ich habe noch eine Frage zu deiner Rechnung. Du hattest folgende Zahlen genannt:

    • Bruttolohn 48.000,-
    • Verlustvortrag für drei Jahre (3 * 500): 15.000,-
    • Steuerbetrag ohne Einsatz des Verlustvortrags: 9500,-
    • Steuerbetrag mit Einsatz des Verlustvortrags: 4300,-

    Wie kommst du auf die 4300,-?

    Wenn ich von 9500,- den Verlustvortrag in Höhe von 15.000,- abziehe berechne ich -5.500,-. Allerdings werde ich den Betrag wohl kaum als Gutschrift bekommen also wäre ich dann bei einer 0,- € Steuerzahlung.

    Lässt sich der Verlustvortrag über mehrere Jahre abstottern oder muss alles in einem Jahr abgesetzt werden?

    Vielen Dank für die hilfreichen Antworten!

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    Sollte man prohylaktisch einen Einspruch gegen seinen Steuerbescheid einlegen?
    Antwort von EnnoBecker Fragant

    Ich hab das eine Weile lang auch so gemacht. Gegen jeden Bescheid erst einmal Einspruch einlegen - anhängige Verfahren gibt es schließlich reichlich.

    Inzwischen denke ich aber, dass das nur unnötige Arbeit macht und weiter nix. Und in Einzelfällen bin ich auch froh, wenn der Bescheid "zu" ist.

    Einspruch lege ich deshalb nur noch dort ein, wo ich vermute, dass er sich lohnt. Grundsteuerbescheide, Körperschaftsteuerbescheide mit 8c-Problem usw.

    Bei einer normalen Luller-Einkommensteuer rühre ich aber keinen Finger. Viel zu aufwendig.

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    Sollte man prohylaktisch einen Einspruch gegen seinen Steuerbescheid einlegen?
    Antwort von freelance Fragant

    das halte ich für wenig zielführend. Entweder man hat einen Grund für einen Einspruch oder eben nicht.

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    Sollte man prohylaktisch einen Einspruch gegen seinen Steuerbescheid einlegen?
    Antwort von gandalf94305 Fragant

    Ein Einspruch sollte begründet sein.

    Die beschriebene Vorgehensweise führt nur dazu, daß die Bearbeiter im Finanzamt mit lästigen Zusatztätigkeiten belastet werden und weniger Zeit für die Bearbeitung von Steuererklärungen haben. Damit macht man sich keine Freunde.

    Weiterhin könnte es natürlich sein, daß in einer erneuten Prüfung Punkte, die zuvor noch kulanterweise oder im Rahmen eines Ermessensspielraums durchgingen, jetzt strikter gesehen werden. Ein Einspruch kann also auch zu einer Erhöhung der festgesetzten Steuern führen, ohne daß man wirklich etwas konkret an den Daten oder Begründungen ändert.

    Abgesehen davon: was ist denn das für eine Haltung? Man findet selbst nicht einen ganzen Monat lang die Zeit, sich den Bescheid anzuschauen und zu prüfen, bekommt das jedoch (mal ein freundliches Finanzamt vorausgesetzt, was jedoch bei Wiederholung der genannten Praxis fraglich ist) in den folgenden zwei bis vier Wochen, die man dann noch Zeit hat, auf jeden Fall hin? Das ist eine mangelhafte Zeitplanung. Was wichtig ist, muß bearbeitet werden. Vier Wochen reichen aus, um Ansatzpunkte für einen Einspruch zu identifizieren.

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    Sollte man prohylaktisch einen Einspruch gegen seinen Steuerbescheid einlegen?
    Antwort von Primus Fragant

    Prophylaktisch kann man gegen alles Einspruch einlegen. Ich würde es aber nur tun, wenn ich einen Sinn dahinter vermute.

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    Sollte man prohylaktisch einen Einspruch gegen seinen Steuerbescheid einlegen?
    Antwort von GeorgeAvard Fragant

    Das grundsätzlich und immer so zu machen halte ich für übertrieben aber wenn man gerade keine Zeit hat ihn sich genauer anzusehen, dann kann dies eine Möglichkeit sein die Fristen nicht zu verpassen.