Buchführung - neue und gute Antworten

  • Schreibt die Buchführung zwingend ein Privat und Geschäftskonto vor?
    Antwort von ClaraBlau ·

    Ja. Wer nur mit einem Konto arbeitet produziert nicht notwendige Kosten. Seitens der Finanz wird das angegebene Konto stets als Geschäftskonto betrachtet. Der Buchführer ist verpflichtet, stets das gesamte Konto abzubuchen, damit werden sämtliche private Geldbewegungen offen gelegt. Das FA kann also alle Geldbewegungen einsehen. Muss nicht sein oder?

    Zwei Konten, von denen nur das Geschäftskonto angegeben werden muss, schützen die privaten Geldbewegungen. Weiterhin dürfen geschäftliche Geldbewegungen nicht über Privatkonten ausgeführt werden, das monieren Banken.

    Niemals beide Konten auf einer Bank! Wird gepfändet, sind beide Konten dicht. In der Regel führt man auch mehrere Geschäftskonten auf verschiedenen Banken. Das Hauptkonto sollte immer bei der Sparkasse sein, sie darf nicht so ohne weiteres kündigen.

    Ich hoffe das hilft weiter

    Clara


    Alle 3 Antworten
    Kommentar von blackleather ,

    Der Buchführer ist verpflichtet, stets das gesamte Konto abzubuchen,

    Wovon abzubuchen?

    Kommentar von ClaraBlau ,

    von den Kontoauszügen, die geschäftlichen wie die privaten Geldbewegungen

    Kommentar von Rat2010 ,

    Beantwortest du Fragen immer so, dass du eine Menge reininterpretierst? Lese die mal nochmal durch.

    Kommentar von ClaraBlau ,

    Ich habe da nichts reininterpretiert, was auch? Das sagt einem eigentlich auch jeder andere praxisnahe Unternehmensberater. Ich denke, nach vielen Jahren Praxis habe ich meine Erfahrungen in der Hinsicht gesammelt. Es gibt Dinge, die stehen in keinem Lehrbuch. Wer sucht, der findet das alles auch im Web wieder, von anderen Kollegen. :-)

  • Schreibt die Buchführung zwingend ein Privat und Geschäftskonto vor?
    Antwort von Rat2010 ·

    Nein. Seine privaten Angelegenheiten über das Geschäftskonto laufen zu lassen, bläht die Buchhaltung natürlich auf aber verboten ist das nicht.

    Alle 3 Antworten
    Kommentar von ClaraBlau ,

    Richtig, es ist nicht verboten. Doch das war nicht die Frage. Schreibt es die Buchführung zwingend vor? Vom Prinzip ja, denn alle Regeln der Buchführung gehen von einem Geschäftskonto aus. Und richtig, es verursacht einen Riesenbuchungsaufwand. Trennen kann man die Geldbewegungen nur indirekt. Und.. es müffelt nach Manipulation für die Finanz.

    Kommentar von Rat2010 ,

    >Doch das war nicht die Frage.

    Genau das war die Frage und oft genug ist es auch sinnvoll, nur ein Konto zu haben.

    Denke an kleine Unternehmen, bei denen die Chefin die Buchhaltung macht und an solche, die durch ein Konto Sollzinsen sparen.

    Dazu finde ich es bedenklich, dass du es unangenehm findest, wenn das Finanzamt private Bewegungen einsieht. Das machen Sie auch so. Wenn man die privaten Ausgaben ordentlich verbucht, vereinfacht das auch die Einkommensteuererklärung.

    Kommentar von ClaraBlau ,

    Ich finde das nicht bedenklich, dass das Finanzamt die gesamten privaten Geldbewegungen verfolgt, mir ist das egal. Doch wer genug BP betreut hat, der weiß, wie Prüfer argumentieren. Oft genug scheitern Stundungen u.ä. daran, dass man argumentiert, senken sie doch einfach ihre Privatentnahmen. Ohne einen Anfangsverdacht ist es nicht möglich auch die privaten Geldbewegungen zu verfolgen. Oft genug verlangen auch Banken eine Kontentrennung, wenn ein Dispo auf dem privaten Konto ist und nicht termingerecht zurück gezahlt wird. Dispo ist kein Kontokorrent.

    Ob klein oder groß, ein Geschäftsmann sollte immer privat und geschäftlich auseinanderhalten. Mich als Buchhalter interessiert auch nicht, wo meine Mandanten ihren Einkauf tätigen. Es ärgert mich insbesondere immer dann, wenn sie meine Rechnungen nicht zahlen, weil sie nur im Deli einkaufen und sich die Restaurantbelege in der Sternegastronomie stapeln. :-) Ich möchte das alles gar nicht wissen. Die Finanz, denke ich, auch nicht.

    Es ist oft gar nicht einfach zu trennen, was privat und geschäftlich ist auf einem Konto. bsp. Kaffee. Den kann ich immer einem geschäftliochen Zweck zubuchen usw. Ob es letztlich ordentlich ist, weiß nur der Gewerbetreibende selber. Wer so etwas vermeidet, muss sich keine Ausreden einfallen lassen.

    Kommentar von Rat2010 ,

    Was hat die Frage:

    >"Schreibt die Buchführung zwingend ein Privat und Geschäftskonto vor"

    Mit interner oder externer Buchhaltung zu tun? Für mich hat sie nur damit zu tun, ob es eine Vorschrift gibt, ...