Anwalt - neue und gute Antworten

  • Zugewinnausgleich bei einer evtl. Scheidung
    Antwort von heinerbumm ·

    Da irren einige. Das Haus geht in den Zugewinnausgleich. Aber wie der Name schon sagt. Nur der Zugewinn wird geteilt, also das was das Haus am Ende der Ehe mehr wert war als am Anfang. Beispiel. Am Anfang der Ehe war das Haus 200.000 Euro wert, am Ende 250.000 Euro. Die 50.000 Euro werden geteilt. Das Haus gehört nach wie vor dem, dem es geschenkt wurde. Er muss nur den anderen mit 25.000 Euro abfinden.

  • Zugewinnausgleich bei einer evtl. Scheidung
    Antwort von gandalf94305 ·

    Schenkungen und Erbschaften sind persönlich, d.h. sie erfolgen an eine bestimmte Person. Selbst dann, wenn eine Schenkung an ein Ehepaar erfolgt, würde dies eine 50/50-Aufteilung der Schenkung in eigentlich zwei Schenkungsvorgänge bedeuten. Dies ist u.a. auch relevant für die Berechnung einer etwa anfallenden Schenkungssteuer.

    Damit ist jedoch auch klar, daß dieses Vermögen nach §1374 BGB nicht in den Zugewinnausgleich eingeht. Es kann bei Sachwerten (z.B. Immobilien) durchaus Uneinigkeiten der Bewertung des Anfangsbetrags kommen.

    Dies gilt auch für Gewinne (z.B. Lotto), Abfindungen und Auszahlungen aus Risikoversicherungen.

    Der ehezeitliche Zugewinn geht in den Zugewinnausgleich ein.

    Wenn ein Ehepartner ein Haus verkauft hat, geht der Erlös in das eheliche Vermögen ein. In das Anfangsvermögen des Besitzers wird jedoch das Haus wieder eingerechnet, so daß sich in diesem Fall auch nur der Wertgewinn berücksichtigt wird.

    Waren beide Ehepartner Eigentümer einer Immobilie (die sie beispielsweise vor der Heirat gemeinsam erworben haben), so gehen diese Teile natürlich ebenso anteilig in die jeweiligen Anfangsvermögen ein, da unabhängige Vermögenspositionen bestehen.

  • Zugewinnausgleich bei einer evtl. Scheidung
    Antwort von wfwbinder ·

    Das Einzige was mir dazu einfällt ist, dass der Anwalt im Studium entscheidende Vorlesungen nicht gehört und etwas zuviel das Studentenleben genossen hat.

    § 1374 (BGB) Anfangsvermögen

    (1) Anfangsvermögen ist das Vermögen, das einem Ehegatten nach Abzug der Verbindlichkeiten beim Eintritt des Güterstands gehört.

    (2) Vermögen, das ein Ehegatte nach Eintritt des Güterstands von Todes wegen oder mit Rücksicht auf ein künftiges Erbrecht, durch Schenkung oder als Ausstattung erwirbt, wird nach Abzug der Verbindlichkeiten dem Anfangsvermögen hinzugerechnet, soweit es nicht den Umständen nach zu den Einkünften zu rechnen ist.

    (3) Verbindlichkeiten sind über die Höhe des Vermögens hinaus abzuziehen.

    Natürlich geht die Wertsteigerung, ab dem Zeitpunkt in dem man geerbt hat in die Zugewinnberechnung ein. Also wer 2015 ein Haus im Wert von 200.000,- erbt und 2025 geschieden wird, wenn das Haus 250.000,- Wert ist, dann gehen die 50.000,- in die Berechnung des Zugewinns ein, aber natürlich nicht die 200.000,- und Ansprüche auf das Haus hat der Ehegatte auch nicht, sondern nur auf Ausgleich des Zugewinns.

  • was kostet ein Anwalt Erbrecht
    Antwort von SquadStein ·

    Zur Kostenberechnung nutze ich immer das Skript auf dieser Webseite: Werbung durch Support gelöscht Gib den Gegenstandswert ein und Du siehst, wo du mit den Kosten landest.

    Alle 7 Antworten
    Kommentar von Primus ,

    In Deinen Antworten erscheint nun zum 10. Mal der gleiche Link und aus diesem Grund gehe ich mal von Werbung aus.

    Mal sehen, was Jürgen dazu meint!

    Kommentar von ffsupport ,

    Lieber Squadstein,

    Wir möchten dich bitten in Zukunft auf Werbung zu verzichten.

    Gerne kannst du dies auch nochmals in unseren Richtlinien nachlesen: http://www.finanzfrage.net/policy

    Freundliche Grüße,

    Jürgen vom finanzfrage.net Supportteam.

  • Kennt ihr jemanden im Bereich Erbrecht?
    Antwort von LisaFeld ·

    Kommt mal alle wieder runter!!! Das war eine ganz normale Frage!!! Und wenn es euch nicht passt, tja das pech!

    Alle 4 Antworten
    Kommentar von Primus ,

    Dein Pech - nicht unseres!!

    Kommentar von LisaFeld ,

    Ne eben net... Das der Link jetzt weg ist, ist mir egal, aber dass Ihr so drauf seid, find ich richtig traurig... Ich hoffe nicht, dass ich in dem Alter so drauf sein werde...

    Kommentar von Primus ,
    Ne eben net

    Hieß zu der Zeit als ich in Deinem Alter war: Nein, eben nicht!

    Und ich kann mir nicht helfen - ich fand nicht nur das Benehmen, sondern auch die Art des Schreibens in meiner Jugend besser.

  • Alle 2 Antworten
    Kommentar von inTrennung ,

    Danke!

    gut, dass es so ist, aber eigentlich seltsam (finde ich), denn eine Scheidung ist doch sehr "Privatvergnügen" :)

    Kommentar von Primus ,

    Psssst. ....keine schlafenden Hunde wecken ;-)))

    Kommentar von blackleather ,
    denn eine Scheidung ist doch sehr "Privatvergnügen"

    Das sieht das Gesetz auch so: "Aufwendungen für die Führung eines Rechtsstreits (Prozesskosten) sind vom Abzug ausgeschlossen, es sei denn, es handelt sich um Aufwendungen ohne die der Steuerpflichtige Gefahr liefe, seine Existenzgrundlage zu verlieren und seine lebensnotwendigen Bedürfnisse in dem üblichen Rahmen nicht mehr befriedigen zu können." (§ 33 Abs. 1 Satz 4 EStG)

    Die Finanzgerichte nicht. Die sind überwiegend der Auffassung, Scheidungskosten seien außergewöhnliche Belastungen (z.B. FG Rheinland-Pfalz v. 16.10.2014 - 4 K 1976/14; FG München v. 21.08.2012 - 10 K 800/10).

    Das letzte Wort wird der Bundesfinanzhof sprechen; dort hängt die Frage jetzt (VI R 16/13; VI R 69/12).

    Wenn's dich im Detail interessiert, lies Nieuwenhuis, "Sind Scheidungskosten ab VZ 2013 nicht mehr als außergewöhnliche ­Belastungen zu berücksichtigen?" (DStR 2014, 1701).