ALG 2 - neue und gute Antworten

  • Darf mal als ALG2-Empfänger sein ALG verleihen?
    Antwort von Juergen010 ·

    Warum bringt ihr Euch unnötig in Erklärungsnöte?

    Gerade wenn deine Freundin ALG2-Leistungen erhält, sollte man ein wenig sensibler mit der Thematik "Überweisung" auf das ALG2-Eingangs-Konto umgehen, da der ALG2-Empfänger seine Kontoauszüge lückenlos dem Leistungssachbearbeiter des Jobcenters vorlegen muss.

    Wie man nun sieht, ist der SB auf Geldeingänge aufmerksam geworden. Und wollen wir wetten, dass dieser sofort zusammenaddiert hat, um zu ermitteln ob er den Leistungsbezug einschränken kann.

    Da hilft dann der Vewendungszweck " Rückzahlung" herzlich wenig. Der SB sieht das nur als Geldeingang. Warum und weshalb, ist ihm vollkommen schnuppe.

    Kleine Richtgröße: Bis ca. 75 €, in Kleinbeträgen pro Monat, wird kaum etwas passieren - außer das blöde Fragen zu beantworten sind.

    Tu Dir und deiner Freundin einen Gefallen und gib ihr das Geld zukünftig in bar.

  • Darf mal als ALG2-Empfänger sein ALG verleihen?
    Antwort von Gaenseliesel ·

    Hallo,

    warum nicht ? 

    Abbuchungen vom Girokonto über Paypal interessieren nicht. Andererseits, sollte sich jedoch vom Paypalkonto eine Gutschrift auf dem Girokonto befinden, wird natürlich nachgefragt. Man könnte immerhin Leistungsmissbrauch dahinter vermuten. 

    Lässt sich nachweisen, dass alle Transaktionen (Ausleih/Rückzahlung) aus dem Hartz4 Satz erfolgten, passiert deiner Freundin nichts. Es besteht kein Handlungsbedarf betr. Sanktion. 


  • Darf mal als ALG2-Empfänger sein ALG verleihen?
    Antwort von hildefeuer ·

    Sicherlich geht das mit kleineren Beträgen. Aber man sieht ja schon, das "Rückzahlungen" als Überweisungs-Betreff schon Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Man sollte sich auch Gedanken machen, das ein solches Vorgehen ja auf gemeinsames Wirtschaften schließen lässt. Man kann auch einen anderen Betreff wählen, der unverfänglich ist.

    Alle 3 Antworten
    Kommentar von alextasza ,

    Wie gemeinsam wirtschaften? Ich leih emir ja nur ihre Accounts aus weil ich keine eigenen möchte und zB gehen wir immer gemeinsam einkaufen, da ich ein Auto habe und sie nicht und sie dadurch einen Großeinkauf machen kann. Es ist schonmal vorgekommen, dass ich mein Portemonnaie vergessen habe und sie dann für mich bezahlt hat aber wir nehmen das da sehr genau, so dass sie auch wirklich alles wieder zurückbekommt. Ebenso auch anders herum. Wir gehen mit den Kindern schwimmen und sie hatte nicht genug Geld dabei und ich habe es dann ausgelegt und sie hat es mir dann zurück überwiesen. Sie zieht ja keinen finanziellen Nutzen aus mir, genauso wie ich aus ihr, da alles kleinlich beglichen wird.

    Kommentar von hildefeuer ,

    Auch das ausleihen von Accounts ist ja merkwürdig, gerade bei Hartz4 Empfängern ist das ja in Mode gekommen bei Betrügereien wird das ja vielfach gemacht. Die brauchen ja nicht zu haften. Warum leiht man sich Accounts, gerade Accounts die nix kosten? Man will halt nicht seinen eigenen Namen hergeben, für das was man machen will, würde ich denken.

    Kommentar von alextasza ,

    Bei Paypal verstehe ich das Prinzip nicht richtig und ist mir etwas suspekt, weshalb ich keinen Account haben will. Meine Freundin allerdings findet es super und schwört drauf.

    Und zum Amazon: Meine Freundin hat einen Prime-Account, wodurch man keine Versandkosten zahlen muss und deshalb sehe ich es als sinnfrei, mir einen Account zu machen, wenn ich auch ihren benutzen kann und dabei Geld spare.


    Es sind ja auch keine Unsummen die hin- und hergeschoben werden. Mal sind es 50 Euro, mal nur 20.  Und es passiert vielleicht 2x im Monat - wenn überhaupt.

  • Ich erhalte ALG2 und pflege meinen Exfreund mit Pflegestufe 2. Wird das beim Jobcenter angerechnet?
    Antwort von Juergen010 ·

    Grundsätzlich gilt Folgendes:

    Pflegst Du einen Angehörigen, bleibt das erzielte Einkommen aus dem Pflegegeld anrechnungsfrei.

    In deinem Fall pflegst Du aber keinen Angehörigen, sondern deinen Ex-Freund. Zahlt dir dieser ein "Honorar" für deine geleisteten Dienste, ist das ganz normales Einkommen und wird bei der ALG2-Berechnung angerechnet.

    Schau auch mal hier: https://www.curendo.de/pflege/wird-pflegegeld-auf-das-alg-ii-angerechnet/

    Nachvollziehbar ist dieser gravierende Unterschied leider nicht. Es ist halt wieder ein Beispiel für handwerklich schlecht gemachte Gesetze.

    Auch hier gilt wieder: Bargeld lacht. Dein Kissen ist dein bester Freund.



    Kommentar von Gaenseliesel ,

    ;-) !

  • Bekomme ich Zuschüsse, da meine Tochter 100% behindert ist und erlaubt uns das Jobcenter ein Fahrzeug zu erwerben, obwohl wir ALG 2 beziehen?
    Antwort von Juergen010 ·

    Leider ist deine Frage nicht so ohne Weiteres zu beantworten.

    Geht man davon aus, dass Eure behinderte, unter 25-jährige, Tochter mit Euch in einer Bedarfsgemeinschaft lebt, gibt es durchaus Zuschüsse, die eurer Tochter (respektiv Euch als Pflegepersonen) zustehen könnten.

    Jedoch ist dafür der genaue Status ausschlaggebend. Insbesonders, weil es u.U. eine Möglichkeit gibt, dass Eure Tochter aus der "Bedarfsgemeinschaft" rechnungstechnisch "herausgelöst" wird, weil sie ja definitiv nicht arbeitsfähig ist, bzw. sein wird.

    In dieser Konstellation kommt eine Härtefall-Regelung nach § 73 SGB XII in Betracht. Dieser "Auffangparagraph" ist explizit dafür geschaffen worden, für Fälle, wo sonst keine weitere Hilfemöglichkeit gegeben ist.

    Das ist eine sogenannter "Gummivorschrift", die vom Wohlwollen des Sachbearbeiters abhängt. Anspruch hat man darauf nicht.

    Schaut mal hier rein: https://www.sozialhilfe24.de/hartz-4-alg-2/eingliederungshilfe-behinderte.html

    Hier der Link zur Vorschrift: https://dejure.org/gesetze/SGB_XII/73.html

    Nichtdestotrotz sollte es sehr gute, nachvollziehbare Gründe geben, warum die Anschaffung eines entsprechenden Fahrzeugs notwendig ist. Z.B. weil die Tochter regelmäßig an entsprechenden, nur aushäusig durchführbaren, aber zwingend erforderlichen Heilbehandlungsmaßnahmen, teilnehmen muss.

    In so einem Fall käme ggf. auch die Krankenkasse als Zuschußgeber in Betracht.

    Hilfreich ist es ggf. sich auch mal bei der Kirchengemeinde, Diakonie oder Caritas mit der Problemstellung zu melden. Die können zwar auch keine Wunder bewirken - haben aber i.d.R. den ein oder anderen heißen Draht zu entsprechenden Entscheidungsträgern oder sonstigen "Sponsoren".