Hilfreichste Antworten

  • Bekommt man bei der Comdirect im europäischen Ausland gebührenfrei Bargeld am Automaten?
    Hilfreichste Antwort von hildefeuer ·

    "Die Comdirect behauptet auf ihrer Webseite einerseits, man könnte mit der EC-Karte innerhalb der EU gebührenfrei Bargeld abheben."

    ja sicherlich. Was aber nicht gesagt wird ist, das dies nur an bestimmten Geldautomaten geht. Also nicht an allen Geldautomaten.

    Schon sind Sie in die Falle getappt, es gäbe ja was umsonst.

    Umsonst gibt es bei Banken gar nix, nur den Ruin.

    Es geht tatsächlich mit der Automatenkarte an Geldautomaten mit dem EC-Zeichen und nur da. Nicht an allen übrigen Geldautomaten.

    Man kann von solcher Nutzung nur abraten. Das klappt vielleicht das eine oder andere mal. Aber meistens bekommt man dafür was berechnet.

    Und schon lange nicht mit der Visa Karte. Da wird es richtig teuer.


    Alle 2 Antworten
    Kommentar von hildefeuer ,

    Hinzu kommt der geringe Verfügungsbetrag pro Monat mit 1000€. Völlig unbrauchbar. Mit der entsprechenden Visa Karte kann man nicht mal einen PKW mieten, weil der Betrag zu gering ist.

    Kommentar von GoaSkin ,

    Ich habe mittlerweile viel über die Comdirect gelesen und werde wohl die Finger von dieser Bank lassen. Noch viel schlimmer ist, wieviele Leute erzählen, dass ihnen von jetzt auf gleich das Konto gekündigt wird, ohne dass dabei ein Grund genannt wird. Sicherlich hat eine Bank ggf. Gründe, jemanden ein Konto zu kündigen, aber bei der Frage warum auf stur zu schalten, das geht wirklich nicht - zumal es sich oftmals um Kunden mit regelmäßigen Gehaltseingängen handelt, die weder ein Dispo nutzen, noch anderweitig Kredite am laufen haben.

    Eine Bank, die einem von jetzt auf gleich im Regen stehen lässt, ist ein No-Go.

  • Darf das Sozialamt eine einmalige Invaliditätssumme aus einer privaten Unfallversicherung bei der Grundsicherung anrechnen?
    Hilfreichste Antwort von Gaenseliesel ·

    Hallo,

    so bitter es sich für dich als Betroffener ist, es wurde nach derzeit geltenden Recht korrekt entschieden  ! 

    Quelle: Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen L 1 B 29/09 AS 05.01.2010 rechtskräftig , Beschluss 

    " Eine einmalig gezahlte Invaliditätsleistung aus privater Unfallversicherung ist auf 12 Monate verteilt als Einkommen beim Hilfebedürftigen zu berücksichtigen . "

    Schmerzensgeld aber ist anrechnungsfrei ! 

    Alle 2 Antworten
    Kommentar von Gaenseliesel ,

    Vielen Dank für die Bewertung ! :o)

    toi, toi, toi,  für einen positiven Ausgang !

  • Braucht man in Reha noch viel Geld nebenbei (nicht die Zusatzkosten)?
    Hilfreichste Antwort von betroffen ·

    Das kommt natürlich auf die Art der Reha und den Rehaort an.

    Hier und da muss man noch Getränke oder was zu essen dazu kaufen.

    Vorallem Extrageld braucht man, wenn man trotz Rehagrund beweglich ist und in einem schönen Rehaort bei schönem Wetter und mit netten Mitpatienten unterwegs ist. Genau so hatte ich es einmal angetroffen und genossen. Inklusive zwei Konzerten einer Tanzveranstaltung und 1-2 Ausflügen mit dem Linienbus habe ich 160,- € pro Woche ausgegeben. (Telefonguthaben für's Handy war auch noch darin enthalten).

    Auch von der Rehaleitung angebotene Wochenendausflüge kosten extra.

    Ich wünsche die eine erfolgreiche Reha und eine schöne Zeit dort!

  • Pflichtteil einfordern obwohl man vor Jahren schon abgefunden wurde?
    Hilfreichste Antwort von Rat2010 ·

    Was steht im Notarvertrag?

    Üblich wäre, wenn eine Tochter das Haus bekommt und die andere dafür abgefunden wird, dass man zum Notar geht und die Schwester einen Pflichtteilsverzicht gegen die Abfindung vereinbart hat. Sinn der Maßnahme ist, dass sie im Erbfall nicht den Pflichtteil aus dem Haus fordern kann.

    Das restliche Vermögen können die Eltern aber vererben, wie sie wollen. Wenn Sie kein Testamant machen, gilt die gesetzliche Erbfolge.

    Da Sie den Pflichtteil fordert, gibt es aber wohl ein Testament und wie es dann aussieht, ergibt sich aus dem Notarvertrag. Wenn sie da auf den gesamten Pflichtteil verzichtet hat, hat sie jetzt keinen zu fordern. Sie kann aber auch nur auf den Pflichtteil aus dem Haus verzichtet haben und dann steht ihr trotz Testament der Pflichtteil auf das restliche Vermögen zu.

    Üblicher ist jedenfalls ein Verzicht auf den gesamten Pflichtteil und dann gilt das Testament ohne Probleme mit dem Pflichtteil.

  • Welche Bank für die Finanzierung einer Immobilie für 2,5 Mio. € in München mit 30% Eigenkapital?
    Hilfreichste Antwort von Interhyp ·

    Hallo michaelkampmann,

    da die einzelnen Banken sehr unterschiedliche Zinsangebote, Darlehensstrukturen, Flexibilitäten sowie maximale Darlehenssummen im Portfolio haben, ist eine pauschale Aussage auf Deine Frage sehr schwierig.

    Ein guter erster Ansprechpartner ist immer Deine Hausbank, da diese Deine Zahlen grundsätzlich vorliegen hat und erste Angebote schnell ermitteln kann. Sofern Dir die dortigen Angebotsmöglichkeiten nicht zusagen, empfehlen wir Dir eine Beratung durch einen unabhängigen Immobilienfinanzierungsvermittler. ;-)

    Viele Grüße

    Christina von Interhyp

    Alle 5 Antworten
    Kommentar von LittleArrow ,

    Schöne Formulierung, Christina:-)

    Kommentar von detlef32 ,

    Perfekte Antwort.

  • Masterstudium Verlustvortrag auch mit bereits erfolgten Einkommenssteuererklärungen möglich?
    Hilfreichste Antwort von LittleArrow ·

    1. Nur interessehalber: Was war denn eigentlich das Ergebnis Deiner Steuererklärung 2014? Wurde die Lohnsteuer von € 400 bereits zurückerstattet?

    2. Zur Frage: Wenn der (Verlust)Feststellungsbescheid für 2013 kommt, dann wird der Verlust gegen das zu versteuernde Einkommen von 2014 (das vermutlich höher als € 2.200 ist) verrechnet. Dein zu versteuerndes Einkommen 2014 sinkt also, wird aber nicht negativ. Damit ist der Verlustvortrag 2013 "verbraucht" oder wie Du schreibst "verpufft".


    Alle 3 Antworten
    Kommentar von mxcreator ,

    Ja, die Lohnsteuer von 2014 und 2015 wurde bereits erstattet. 

  • Dividendenscheck gefunden. Habe ich Aktien?
    Hilfreichste Antwort von Rat2010 ·

    Sehr eigenartig. 2004 wurden Dividenden nicht per Scheck versendet sondern überwiesen.

    Außer, man hatte eine Aktie als Tafelpapier, was aber 2004 schon sehr, sehr unüblich war.

    Ob du die Aktie hast, sollte sich eigentlich durch ein Blick in deine Depots feststellen lassen. Alternativ solltest du im Schließfach und da suchen, wo du auch den Dividendenscheck gefunden hast. Auch die Wände sind beliebt für Aktien (als Wandschmuck).

    Wenn du die Aktie in keinem Depot, in keinem Ordner und auch nicht an den Wänden findest, hat derjenige, dem die Aktie(n) gehörte, sie vermutlich verkauft. 

    Alle 2 Antworten
    Kommentar von Aktiennoob ,

    Also der Scheck stammt aus den USA, falls das die Sache weniger eigenartig macht?! 

    2004 war ich 15 und der Scheck ist definitiv an mich adressiert. 

    An den Wänden hängt nichts und von einem Depot weiß ich leider auch nichts. Kann man das irgendwie herausfinden? 

    Wir sind ein paar Jahre später umgezogen und ich kann mich nicht erinnern, dass an die neue Adresse nochmal sowas geschickt wurde.

    Kommentar von Rat2010 ,

    Können deine Eltern irgendwas dazu sagen? 2004 kam es noch öfter vor, dass Eltern nicht Geld für die Kinder sondern Geld auf deren Namen anlegten (damals gab es noch ein Bankgeheimnis).

    Kommentar von Aktiennoob ,

    Anscheinend hatten wir eine "Tante" in Florida (war wohl eher die Freundin meiner Oma) und die hat das wohl für uns gemacht (mein Bruder hat sowas wohl auch, aber von ner anderen Firma). Aber mehr wussten die jetzt leider auch nicht. Die kennen sich mit Aktien mindestens so gut aus wie ich. 

    Des is echt zum Haare raufen. 

    Kommentar von Rat2010 ,

    Damit ist das schon mal geklärt. In den USA werden oder wurden Dividenden damals auch per Scheck ausgezahlt. 

    Ist die Oma dement oder tot? Wenn nicht, wird sie dir weiterhelfen können. 

    Auch in den USA gilt das Motto "geschenkt ist geschenkt, wieder holen ist gestohlen". Wenn der Scheck auf deinene Namen lautet oder die so was gemacht hat, gibt es vielleicht auch das Depot oder die Aktienurkunden. Der Weg dahin führt über Oma und "Tante". Kannst das ja zum Anlass für etwas Einblicknahme in deine Familiengeschichte nehmen. 2004 ist noch richtig kurz her. Vielleicht findet sich bei der Oma oder in ihrem Nachlass was zu der Tante.

  • Rechtfertigt falsche Plakette ("grün" statt "gelb") Rücktritt vom Autokauf, auch ohne Entschädigung für Aufwendungen des Gebrauchtwagenhändlers?
    Hilfreichste Antwort von Bankrevisor ·

    Gemäß Urteil des OLG Düsseldorf (Urteil vom 22.12.2011, AZ: I-22 U 103/11) stellt die Umweltplakette eine rechtliche Beschaffenheitsvereinbarung über die emissiontechnischen Daten des Fahrzeugs dar. Damit liegt ein Sachmangel vor, der zur Rückabwicklung des Kaufvertrags berechtigt.

    Laut OLG fällt dieser Sachmangel auch nicht unter den allgemein vereinbarten Haftungsausschluss.

    Kurz gesagt, ja, laut OLG berechtigt die falsche Plakette zur Rückabwicklung.

    Auch die Auffassung, dass seine Aufwendungen sein Problem sind teile ich, allenfalls über eine Nutzungsentschädigung kann hier noch diskutiert werden, sofern ein Nutzen aus der Fahrzeug gezogen wurde (z.B. wenn es für diverse Fahrten usw. genutzt wurde).

  • Bei meiner Riester-Versicherung werden nach elf Jahren noch immer Abschluss- und Vertriebskosten berechnet, weil die Zulagen sich änderten. Berechtigt?
    Hilfreichste Antwort von Sammy760 ·

    Schau in Deinen Vertrag. Bei Riesterverträgen müssen alle entstehenden Kosten aufgeführt sein.

    Ich bin mir sicher, dass dies dort auch so drin steht.

    In den ersten 5-10 Jahren hattest Du wahrscheinlich höhere kosten. Jedoch für die Zuzahlungen werden weitere Kosten erhoben.

    Dein Versicherungsvertreter muss ja auch von etwas leben. Eine Dauerhafte Betreuung gibt es nicht umsonst.

    Als Alternative gibt es sog. Netto-Tarife bei Honorarberater, da fallen Vertriebskosten weg. D.h. die laufenden Kosten sind deutlich geringer. Ob es jedoch Sinn macht einen bestehenden Vertrag zu verändern wäre im Einzelfall zu prüfen.

  • Jetzt wieder in Rohstoffe investieren?
    Hilfreichste Antwort von LittleArrow ·

    Rohstoffe (mit ETCs) würde ich nicht wählen, aber deren produzierende Betriebe, also Aktiengesellschaften über ETFs.

    Hier ein 4-mal im Jahr ausschüttender ETF aus Europa: iShareSTOXX Euro Basic Ressources (ISIN DE000A0F5UK5).

    Mehr unter:

    https://www.comdirect.de/inf/etfs/detail/chart.html?ID_NOTATION=47052414&tim...

    Ich habe hier den Performance-Chart eingestellt, um die Ausschüttungen zu berücksichtigen!

    Du bist mit Deiner Frage vielleicht einige Monate zu spät.

    Alle 4 Antworten
    Kommentar von LittleArrow ,

    Gucke Dir bitte auch mal diese Fonds an (WKN A0BL6T und 914233), die es allerdings nur thesaurierend gibt.

    In den Rohstofffonds stecken generell langfristig hohe Schwankungen (z. B. wegen Ölpreisen).

    Kommentar von NasiGoreng ,

    Mit der Wertentwicklung des von Dir empfohlenen Fonds DE000A0F5UK5 kannst Du aber keinen Hund hinter dem Ofen hervorlocken:

     

    3 Jahre p.a.  

    3,86%

    5 Jahre p.a.

    0,12%

    10 Jahre p.a.

    -0,53% (!!!)

     

     

    Kommentar von LittleArrow ,

    @NasiGoreng: Genau deshalb habe ich auf die langfristig hohen Schwankungen hingewiesen. Wer glaubt, dass rohstoffnahe Unternehmen einen dauerhaften, ununterbrochenen Wertanstieg haben, sollte lieber nicht in sie investieren. 

    Schaue Dir aber mal die Entwicklung des ETFs seit 12 Monaten an.

    Kommentar von NasiGoreng ,

    Schaue Dir aber mal die Entwicklung des ETFs seit 12 Monaten an.

    Das habe ich. Ein starker Kursanstieg in der jüngsten Vergangenheit ist nicht gerade ein Kaufsignal. Da sollte man sich besser an der Langfrist-Performance orientieren.

    Dieser Kommentar ist nicht für Dich, sondern für Leser, die keine Ahnung haben ;-))  

  • Können Girokonten im europäischen Ausland eigentlich gepfändet werden?
    Hilfreichste Antwort von Privatier59 ·

    Zwangsvollstreckungen können von Deutschland aus im Ausland vorgenommen werden, aber eben nicht unmittelbar aus einem deutschen Titel. Es bedarf der Anerkennung dieses Titels durch ein nationales Gericht. Man könnte das als zweiten Prozeß bezeichnen.

    Ich nehme im übrigen an, daß sich Deine Frage auf das Zivilrecht beschränkt. Wesentlich anders ist es bei öffentlichrechtlichen Forderungen.

  • Kann ich die Sozialversicherungsbeiträge einer ausgezahlten Direktversicherung bei der Steuererklärung absetzen?
    Hilfreichste Antwort von RHWWW ·

    Hallo,

    der Arbeitgeber hat auf der Lohnsteuerbescheinigung die gezahlten Beiträge ausgewiesen (und bereits an die Finanverwaltung gemeldet).

    Die Krankenkasse schickt im Januar oder Februar eine Bescheinigung, welche Beiträge das Mitglied selbst direkt an die Krankenkasse gezahlt hat. Diese Werte sind auch direkt an die Finanverwaltung gemeldet worden.

    Bei der Steuererklärung braucht man nur die Werte in der Anklage einzutragen. Nachweise sind nicht erforderlich (wenn man nicht von den bescheinigten Werten abweicht).

    Gruß

    RHW

    Alle 2 Antworten
    Kommentar von UnwissenderTyp ,

    Danke. Und in welche Spalte? Anlage Vorsorgeaufwand? 12 + 14 sind ja die Werte von meinen Lohn (Lohnsteuerbescheinigung).

    Kommentar von RHWWW ,

    http://www.steuernetz.de/aav\_steuernetz/lexikon/K-37854.xhtml?currentModule=hom...

    Die Beiträge aus der Direktversicherung sind Pflichtbeiträge ohne Krankengeldanspruch.

    Danke für den Stern!

  • Wie muss Pauschalbetrag für Nutzungsrechte an Bachelorarbeit versteuert werden?
    Hilfreichste Antwort von NasiGoreng ·

    Wenn deine steuerpflichtigen Gesamteinkünfte (ohne Kapitalerträge) unter dem Grundfreibetrag (8000 Euro und ein paar zerquetschte) liegen, musst Du nichts versteuern. 

    Alle 2 Antworten
    Kommentar von FrankFaerber ,

    Ich liege auf jeden Fall darüber, weil ich in dem Jahr gearbeitet habe. Wo gebe ich das denn in der Steuererklärung an? Ist das gleich einzuordnen wie ein Gehalt?

    Kommentar von NasiGoreng ,

    Diese Vergütung einer bestimmten Einkunftsart zuzurechnen scheint mir schwierig. Wenn Einkünfte keiner anderen Einkunftsart zuzurechnen sind, können sie zu den so genannten "Einkünften aus sonstigen Leistungen" gehören. Diese Regelung ist jedoch eng auszulegen. Zu den Einkünften aus sonstigen Leistungen gehören zum Beispiel Einkünfte aus gelegentlichen Vermittlungen und Einkünfte aus der Vermietung beweglicher Gegenstände. Beispiel: Der eigene Motorsegler wird im Sommer ab und zu "verchartert". Hingegen ist andererseits ein Lottogewinn kein Fall für die Einkommensteuer, weil keine Leistung um des Entgeltes wegen erbracht wurde.

    Da Du Deine Bachelorarbeit nicht der Vergütung wegen geschrieben hast, kommt diese steuerlich einem Lottogewinn gleich.

    Ich wäre mutig und würde sie deshalb in der Steuererklärung nicht angeben. Wenn das Finanzamt das anders sieht (z.B. aufgrund einer Kontrollmitteilung an Dein Finanzamt, anlässlich einer Steuerprüfung bei Deinem Arbeitgeber) kannst Du Dich auf eine Diskussion mit dem Finanzamt einlassen. Das macht Spaß und wenn Du den kürzeren ziehst, wird halt mit Verzugszinsen nachversteuert. No risc, no fun.

    Kommentar von FrankFaerber ,

    Vielen Dank!

  • Steuerfreibetrag oder doch lieber Einkommenssteuererklärung?
    Hilfreichste Antwort von EnnoWarMal ·

    Ich verstehe nicht, was gemeint ist.

    Den Lohnsteuerjahresausgleich macht der Arbeitgeber, wenn er dazu verpflichtet ist oder es freiwillig tut. Dabei fragt er nicht nach individuellen Merkmalen, sondern startet lediglich einen Probelauf im Lohnprogramm. Damit werden die über das Jahr entstandenen Spitzen in der Progression geglättet. Mehr passiert da nicht.

    Gesetzliche Grundlage ist § 42b EStG: http://www.buzer.de/gesetz/4499/a62294.htm

    Damit hast du als Arbeitnehmer nichts zu tun, außer dass du im November einen langen Lohnzettel bekommst.

    Was meinst du also?

    Alle 2 Antworten
    Kommentar von menko ,

    Vielleicht habe ich das falsche Wort benutzt. Ich bin in dem Thema nicht sehr bewandert. Ich meine die Steuererklärung, die man am Anfang des nächsten Jahres für das vorangegangene abgibt und bei der man hoffentlich immer ein bisschen was zurück bekommt. 

    Kommentar von EnnoWarMal ,

    Ich meine die Steuererklärung

    Das wäre in deinem Fall die Einkommensteuererklärung.

    Ich finde es praktisch, wenn man die Dinge so nennt, wie sie heißen. Erstens haben sie den Namen extra dafür und zweitens macht es anderen Leuten einfacher zu verstehen, wovon die Rede ist.

    Im Fall der Einkommensteuererklärung steht der Name sogar gleich ganz vorn auf der ersten Seite ganz oben draufgedruckt. Muss man also nur ablesen.

    So ergibt die Frage auch einen Sinn:

    Eine Einkommensteuererklärung musst du ohnehin abgeben, siehe mein Kommentar zu Tina34.

    Kommentar von menko ,

    Zunächst einmal vielen Dank für die Aufklärung. Also, wird ein Steuerfreibetrag eingetragen, ist es Pflicht eine Einkommenssteuererklärung abzugeben, verstehe ich das richtig? Ist dem so, stellt sich für mich jedoch immer noch die Frage: Was lohnt sich in meinem Fall mehr? Gibt es überhaupt Unterschiede zwischen beiden Modellen? (Modell A Freibetrag / Modell B Einkommenssteuererklärung) Wie gesagt, ich würde ein Mehr an monatlichem Netto deutlich präferieren. 

    Kommentar von EnnoWarMal ,

    Was lohnt sich in meinem Fall mehr?...ich würde ein Mehr an monatlichem Netto deutlich präferieren.

    Na dann ist doch die Sache klar. Der Freibetrag muss beantragt werden.

    Dann wird weniger Lohnsteuerabgezogen und entsprechend weniger Lohnsteuer auf die Festzusetzende Einkommensteuer angerechnet.

    Kommentar von menko ,

    Also macht es am Ende keinen Unterschied? Diesen Fahrtkostenersatz muss ich gleichermaßen auch in der Einkommenssteuererklärung angeben?

    Kommentar von EnnoWarMal ,

    Natürlich. Es muss doch dasselbe bei rauskommen.

  • Steuerfestsetzung nach §165 Abs. 1 Satz 2 AO vorläufig - Was bedeutet das?
    Hilfreichste Antwort von Valeskix ·

    Hallo,

    der § 165 Abs. 1 S. 2 AO, welcher auf fast jedem Einkommensteuerbescheid zu finden ist, wird auch vereinfacht "allgemeine Vorläufigkeit" genannt. Das ist der von EnnoWarMal genannte Katalog, welcher auf den Folgeseiten des Bescheids unter "Erläuterungen" aufgeführt ist ("...Der Bescheid ist vorläufig hinsichtlich der Verfassungsmäßigkeit des Solidaritätszuschlages...." usw.).

    Die Vorschrift dient dazu, Steuerbescheide rückwirkend über längere Zeit punktuell ändern zu können, also z.B. weil der Soli nicht verfassungsgemäß ist.

    Der § 165 Abs. 1 S. 1 AO bezeichnet eine Vorläufigkeit, die das Finanzamt im Einzelfall von sich aus "setzt", z.B. weil die Gewinnerzielungsabsicht einzelner Einkünfte noch nicht abschließend beurteilt werden kann. Dies muss (eigentlich) in den Erläuterungen begründet sein. Ist aber lt. Fragestellung nicht auf dem Bescheid drauf.

    Also keine Sorge.

    Übrigens: Mit nicht erklärten Einkünften hat der § 165 AO an sich nichts zu tun, die wird man im Zweifel über § 173 AO schon mal bis zu 13 Jahre zurück noch erfassen wollen.

    MfG
    -Valeskix

  • Inflation ca. 3% und Leitzins ca. 0%, spart man sich gerade arm?
    Hilfreichste Antwort von Finanzschlumpf ·

    Wo sind denn die 3 % her ? Ist das ne hochgerechnete Jahresrate oder was gefühltes oder so ? Offizieller CPI Deutschland ist 1,9 , Eurozone ( maßgeblich für den Leitzins ) ist 1,8 %.

    Nicht unwichtig, dass "wir" diese Inflation wollen. Darüber kann man streiten, aber es ist nun mal so.

    Inflation entsteht aber nur, wenn der tatsächliche Zins unter den natürlichen Zins gedrückt wird. D.h. um die uns angeblich vor dem sicheren Tod durch Deflation bewahrende Inflation von knapp 2 % permanent zu erzuegen, muss der Zins langsam aber sicher immer weiter fallen.

    Hinzu kommt, dass der natürliche Zins mittlerweile eben auch schon sehr niedrig ist und auch tendenziell weiter fällt, da fast alle nur noch ein Ziel haben : Geldhortung ( = Geldangebot ). Und wo viel Angebot ist, sind die Preise ( = Zins ) selten hoch.....

     

  • Beiträge in der gesetzlichen Rentenversicherung für Schulzeit nachzahlen sinnvoll?
    Hilfreichste Antwort von Rat2010 ·

    Ob die Nachzahlung für das Jahr für dich klug und sinnvoll ist, lässt sich nicht ohne weiters beantworten.

    Wenn du noch jeden Monat Uromas und Uropas besuchst und deine beiderseitigen Großeltern nur deshalb nicht, weil die dauernd auf Reisen sind, spricht schon mal ein Argument dafür.

    Wenn dich die weit unter der Inflation liegenden Zinsen ebenso belasten wie die zu geringen Zahlen auf der jährlichen Rentenbescheinigung, ein zweites und drittes Argument.

    Wenn du aber das Rauchen und Trinken nicht lassen kannst und/oder mit 40 schon beide Eltern  verloren hast, ist Rente nicht deiner erste Priorität.

    Ebenso wenig spannend ist die Nachzahlung, wenn du über gesetzliche Rente, Betriebsrente und privaten Renten im Alter voraussichtlich mehr hast als jetzt oder das Geld dafür aus einem gut strukturierten Portfolio entnehmen würdest, das verwendbar ist und dir im Alter das Geld für ausgedehnte Reisen sicherstellt oder für einen etwas früheren Rentenbeginn gedacht ist.

    Hängt also davon ab.

  • Wie würdest Du momentan 240.000€ anlegen, mittelfristig bis 10 Jahre und "relativ" sicher?
    Hilfreichste Antwort von LittleArrow ·

    Im Prinzip hast Du schon selbst geantwortet: Keine Aktien, also somit auch keine aktienhaltigen Fonds oder Mischfonds. Festverzinsliche Anleihen oder darauf basierende Fonds haben auch keine Chance, weil bei der von vielen gesehenen Kapitalmarktzinssteigerungsgefahr dort Kursverluste drohen (sofern man vor Endfälligkeit ans Geld will). Daher auch kaum ein Interesse Deiner Banken:-(

    Der Geldmarktzins ist derzeit ziemlich "down", aber mit den höchsten verfügbaren Zinsanlagen von - sagen wir - 0,5-0,7 % p.a. machst Du auf nicht absehbare Zeit Realzinsverluste. Hier können Dir Deine genannten Banken nur noch weniger anbieten.

    Die preislich sicherlich überhöhten Eigentumswohnungen sind dann auch nicht der Renner, wenn sie nach 10 Jahren wieder veräußert werden sollen (unteilbares Klumpenrisiko).

    Immobilienfonds sind derzeit auch ziemlich unerwünscht, zumal dort zeitliche und betragliche Kündigungsgrenzen verordnet wurden.

    Schließlich verstehe ich nicht, warum Du gleich so radikal Deinen kompletten Aktienbestand liquidiert hast. Du hättest doch - wie bei einem Auszahlungsplan - jeden Monat € 10.000 verkaufen und umschichten können, dann wärest Du in 2 Jahren auf Null bzw. hättest vorher nochmal wieder Deine Entscheidung revidieren können.  

  • Enkel beerbt Opa als alleiniger gesetzlicher Erbe. Großvater hatte testamentarisch sein Vermögen Lebensgefährtin vermacht. Wann verjährt Pflichtteilsanspruch?
    Hilfreichste Antwort von Franzl0503 ·

    faironika:

    Die Verjährung des Pflichtteilsansprchs  beginnt, nachdem der Pflichtteilsberechtigte vom Erbfall und der beeinträchtigten Verfügung Kentnis erlangt hat.

    Beispiel:

    Tod von Opa am 1.11.2016, Enkel erfährt von der Beinträchtigung  am 2.1.2017, Beginn der Verjährungsfrist 1.1.2018, Ende 31.12.2020         

    Die Verjährungshöchstfrist  beträgt 30 Jahre.

  • Kann das Amt den Auszug eines fast 23jährigen von einem Job abhängig machen, obwohl das Zusammenleben mit ihm nicht zu ertragen ist?
    Hilfreichste Antwort von Juergen010 ·

    Starker Tobak und knifflige Situation.

    Um es mal so zu sagen: Eine Art Weisungsbefugnis hat das Amt dem Vater gegenüber defakto nicht. Schließlich kann es den Vater nicht zwingen, seine Lebensumstände an das negative Verhalten seines Sohnes anzupassen. Abgesehen davon ist der Sohn spätestens in zwei Jahren sowieso als eigenständiger Antragsteller zu betrachten.

    Sofern die Zusage zum Umzug vom Jobcenter (oder von welchem Amt?) schriftlich vorliegt, ist das Amt auch daran gebunden. Zumal die Wohnungskündigung ja schon erfolgte und die momentane Wohnung demnach in naher Zukunft nicht mehr zur Verfügung steht.

    Was also machen?

    Schneller handeln. Umzug zur Lebensgefährtin durchziehen. Bestandswohnung schnellstens räumen und übergeben.

    Sofort den Sohn veranlassen, sich ein eigenes Konto zuzulegen.

    Das Amt informieren, dass der Sohn nicht mehr zur Bedarfsgemeinschaft gehört und deshalb keinerlei weitere Zahlungen notwendig sind. (Erfahrungsgemäß wird das Amt die Überweisung noch ein paar mal durchführen. Keinesfalls das Geld ausgeben, da es definitiv zurückgefordert werden wird.)

    Im Übrigen ist dein Sachvortrag ein wenig löchrig.

    Wo hätte denn der Sohn gewohnt, hätte er die Arbeitstelle angetreten, bzw. bekommen?

    Verfährt man so, wie oben beschrieben, wird der Sohn, zumindest vorübergehend obdachlos - und damit direkt bedürftig. Das Amt muss also dafür sorgen, dass er ein Dach über den Kopf bekommt - nicht Dein Lebensgefährte.

    Alle 2 Antworten
    Kommentar von Luna11092012 ,

    Hallo Juergen010,erst einmal danke für die Antwort.Um die Frage zu beantworten,der Sohn von meinem Lebensgefährten hätte die Wohnung dann bezahlt bekommen.Ja,mein Sachvortrag ist ein wenig löchrig.Das liegt daran das ich nur das wieder geben kann was mein Lebensgefährte erzählt wenn er vom Amt kommt.LG Luna11092012

  • Wie ist das Verhältnis von Silber zu Gold?
    Hilfreichste Antwort von LittleArrow ·

    Es gibt kein festes Verhältnis zwischen den jeweiligen Preisen. Es gibt auch unterschiedliche Motivationen, in Gold und/oder Silber zu investieren. Bei einem solchen Investment sind schon viele arm geworden, weil die Zukunft des jeweiligen Preises und der persönliche Geldbedarf nicht miteinander zusammenpaßten. Beide Metalle werfen keine Erträge ab, es bleibt also eine reine Preisspekulation. Die Preise werden nicht nur nach Werthaltigkeit bestimmt, sondern auch durch industrielle Nachfrage.

    Du schreibst leider nicht, in welcher Form Du in Silber investieren willst: Aktien, Futures, Zertifikate, Barren oder Münzen. Der Verkauf von Stücksilber ist mehrwertsteuerpflichtig. Und Spekulationsgewinne sind noch einkommensteuerpflichtig (wenn Dir Gewinne trotzdem gelingen). Und für die Aufbewahrung hast Du  sicherlich einen sicheren Ort oder?

    Ich würde kein Silber kaufen;-)

    Alle 4 Antworten
    Kommentar von Micha123 ,

    Danke für die Antwort. Ich wollte nur wissen, ob dieser "Fachmann" mit seiner absolut sicheren Aussage, das Silber einen enormen Nachholbedarf zu Gold habe richtig ist. Aber wenn ich das hier lese, denke ich mir er wollte mir nur Silber verkaufen.

    Kommentar von LittleArrow ,

    Befrage ihn doch einfach mal nach der Mehrwertsteuerpflicht auf Silberbarren/-münzen oder an was hatte er bzw. Du bei "Silber" gedacht?

  • Einmalige selbstständige Arbeit anmelden?
    Hilfreichste Antwort von Gruenderschiff ·

    Hallo Max!

    Wenn du die Tätigkeit nur einmal ausübst, musst du dich nicht als Freiberufler beim Finanzamt melden. Beim Gewerbeamt sowieso nicht, da du ja Freiberufler wenn dann wärst - also, wenn du wiederholt diese Tätigkeit ausübst.

    So kannst du einfach eine ganz normale Rechnung schreiben, damit der Kunde deine Tätigkeit richtig verbuchen kann. Die Erträge aus dieser einmaligen Tätigkeit gehören in die Steuererklärung.

    Welche Pflichtangaben in die Rechnung gehören, findest du hier: logbuch.gruenderschiff.de/blog/wie-schreibe-ich-eine-rechnung-richtig-tipps-zur-rechnungsstellung#03

    Falls du noch Fragen hast: Gerne stellen!

    Alle 3 Antworten
    Kommentar von Max2310 ,

    Vielen Dank für die Antwort. Auf der Rechnung gebe ich dann meine normale Steuernummer an?

    Kommentar von Gruenderschiff ,

    Hallo Max!
    Nein, die gibst du in diesem Fall nicht an.

    Kommentar von Max2310 ,

    Also gebe ich einfach keine Steuernummer an? Geht das denn?

    Kommentar von Gruenderschiff ,

    Hallo Max,

    ja, du gibst einfach keine Steuernummer an.

    Mit meinem Hinweiß oben habe ich wohl eher verwirrt als geholfen. :-) Deswegen hier die Klarstellung: Die Anforderungen an die Rechnung lt. Umsatzsteuergesetz richten sich lediglich an Unternehmer. Und bei einer einmaligen Rechnungsstellung liegt keine Unternehmereigenschaft vor. Es würde da eine sehr formlose "Rechnung" genügen. Das ist dann aber keine Rechnung und wäre auch nicht als solche zu bezeichnen. Auch eine Rechnungsnummer wäre dann nicht anzugeben.

    Also: Nur Unternehmer müssen eine "richtige" Rechnung stellen. Dann aber mit allen Anforderungen. Wer nur eine einmalige Sache abrechnet, der stellt technisch gesehen keine Rechnung. Sondern stellt eine bestimmte Leistung in Rechnung. Aber das ist Paragraphenreiterei. :-)

    Kommentar von EnnoWarMal ,

    Welche Pflichtangaben in die Rechnung gehören, findest du hier:

    Das ist Käse. Der Fragesteller wird hier nicht zum Unternehmer, da eine Wiederholungsabsicht fehlt. Das komplette UStG braucht ihn deshalb nicht zu interessieren.

    Kommentar von Gruenderschiff ,

    Wenn du die Tätigkeit nur einmal ausübst, musst du dich nicht als Freiberufler beim Finanzamt melden. Beim Gewerbeamt sowieso nicht, da du ja Freiberufler wenn dann wärst - also, wenn du wiederholt diese Tätigkeit ausübst.

    Da hast du recht. Er wird nicht zum Unternehmer, da eine Wiederholungsabsicht fehlt. Danke dir!

  • Lohnt sich ein Eigenheim hinsichtlich Wertverlust, Absetzbarkeit der Miete und Reparaturen überhaupt noch?
    Hilfreichste Antwort von Sammy760 ·

    Eigengenutzter Wohnraum ist keine Wertanlage. Zumindest nicht für denjenigen der drin wohnt. 

    Der Bank zahlt er, je nach Zins und Laufzeit das 1,3-2 fache der Darlehnsumme zurück. 

    Dazu kommen Erhaltungsaufwendungen. Wenn das Darlehen bis zur Rente bezahlt ist, kommt evtl. die Gemeinde mit Kosten für Kanal/Straßensanierungen, etc. 

    Will heißen: So lange er drin wohnt hat er Kosten. Ertrag entsteht erst bei Vermietung bzw. Veräußerung.

    Für die Erben sieht es anders aus. Die bekommen einen Wert "geschenkt".

  • Mein Sohn zieht aus. Ich bekomme 300 € Rente. Die Wohnung ist 63 qm, 588 € kalt. Bekomme Grundsicherung. Kann ich weiter in der Wohnung bleiben?
    Hilfreichste Antwort von cyracus ·

    Ergänzend zur Antwort von Juergen010:

    In diesem Artikel wird auf genau das Thema eingegangen

    Grundsicherung im Alter hilft Altersarmut vermeiden

    lies weiter unten das Kapitel

    Angemessene Kosten fürs Wohnen müssen die Ämter übernehmen
    https://www.geldtipps.de/geld-vom-staat/grundsicherung/grundsicherung-im-alter-h...

    Auf meinem Bildschirm wird die Schrift sehr klein gezeigt. - Du weißt vielleicht, dass man im Internt die Schriftgröße mit Tastenkombination wie folgt verändern kann:

       ●  strg + Pluszeichen stufenweise vergrößern
           strg + Minuszeichen (= Bindestrich) stufenweise verkleinern, und mit
           strg + 0 = Null hast Du wieder die Originalgröße.

    Falls man doch von Dir verlangt, dass Du ausziehen sollst, weil es zuviele Quadratmeter sind, könntest Du dies umgehen, indem Du den Raum, den Dein Sohn bewohnt, untervermietest (dazu brauchst Du die Genehmigung Deines Vermieters). - Bestenfalls kommt so ein angenehmer Mitbewohner in Deine Wohnung. - Die Mieteinnahme gibst Du dann beim Grundsicherungsamt an. (Falls es in Deiner Nähe eine Uni gibt, könntest Du am Schwarzen Brett einen Aushang machen. - Es gibt immer Studenten, die eine Unterkunft suchen.)

    Falls dies eine Option für Dich sein kann, google mit

    untervermietung worauf achten

    und mit

    untermietvertrag muster

    (Für mich wäre auch wichtig, dass es sich um einen 100%igen Nichtraucher handelt.)

    .

    Wenn Du dies im Grundsicherungsamt klärst, ist es empfehlenswert, dass Du auf keinen Fall allein hingehst, sondern lass Dich begleiten von einem erfahrenen (!!) Beistand, auch Ämterlotse
    genannt (dazu gleich mehr).

    .

    Bei weiterem Beratungsbedarf zu diesem oder einem anderen sozialen Thema empfehle ich eine Sozialberatung. Google dazu mit
    sozialberatung
    und füge Deinen Wohnort hinzu (oder den nächstgrößeren, falls er klein ist).
    Dir werden so (behördenunabhängige) Beratungsstellen gezeigt wie die
    Diakonie / Diakonisches Werk, Caritas, Paritätischer Wohlfahrtsverband
    oder die Arbeiterwohlfahrt (AWO). Vereinbare dort einen Beratungstermin. 

    .

    Vorsorglich diese Hinweise von mir, die ich Arbeitslosen und anderen
    Grundsicherungsbeziehern reingebe - Du wirst leicht erkennen, was auf
    Deine Situation zutrifft:

    Umgang mit Sozialbehörden

    Mit dem Amt nichts telefonisch klären (das kann man später nie beweisen).
    Alles schriftlich machen. Am besten Schreiben, Belege und Anträge
    persönlich abgeben. - Den Erhalt des Schreibens lässt man sich auf
    einem mitgebrachten Doppel mit Stempel, Datum und Unterschrift
    bestätigen. (Dies verlangt man mit ruhigem, freundlichem Ton und reicht
    das Schreiben rüber, „und hier brauche ich noch Stempel mit Datum
    und Unterschrift“
    ).

    Wenn man nur etwas abgeben will, dann wie üblich ein Schreiben
    aufsetzen, in dem erklärt wird, was "als Anlage" überreicht wird (sind es
    mehrere Anlagen, diese mit Nummern versehen aufzählen). - Wiederum
    dieses Anschreiben auf einem mitgebrachten Doppel mit Stempel und
    Unterschrift bestätigen lassen.

    Diese Bestätigungen sind Gold wert, sie sind mehr wert als ein
    Einschreibebeleg (mit dem ja nur der Eingang eines Umschlags bestätigt
    wird).

    Mit einer solchen Bestätigung kann von Seiten der Behörde nicht
    behauptet werden, Schreiben und Belege seien nicht eingegangen. Und
    wenn doch, eine Fotokopie von deren Bestätigung vorlegen (das Original
    unbedingt wie eine Kostbarkeit hüten)
    . - Nicht (oder angeblich nicht)
    abgegebene Unterlagen kann als Verstoß gegen die Mitwirkungspflicht
    gedeutet werden, was zu Sanktionen führen kann = Kürzung von Geld. -
    Und: Werden so die Unterlagen / Belege abgegeben, wird erfahrungsgemäß
    allgemein die Sache zügiger bearbeitet.

    Falls Du meinst, ich würde übertreiben, google mit
    jobcenter unterlagen verloren
    und lies auch dies:
    Hartz IV: Verschwundene Unterlagen mit System?
    http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/hartz-iv-verschwundene-unterla...

    .

    Im Gespräch mit den Mitarbeitern immer korrekt und konzentriert sein.
    Wenn die Mitarbeiter freundlich und zugewandt sind: Auch Infos im
    Vertrauen
    landen in der Akte und können später gegen den „Kunden“
    (wie es vollmundig bei Sozialbehörden heißt) verwendet werden. - Lies auch

    Wichtige Tipps für Hartz-IV-Betroffene
    http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/wichtige-tipps-fuer-hartz-iv-b...

    .

    Oft ist es ratsam, zum Amt einen Beistand als Begleitung mitzunehmen.
    Dieser muss nur zuhören und kann dabei Protokoll führen, oder hinterher
    macht man gemeinsam ein Erinnerungsprotokoll. Der Beistand kann aber
    auch für Dich Erklärungen abgeben, dazu § 13, Absatz 4 SGB X (google
    mit 13 sgb 10):

         (4) Ein Beteiligter kann zu Verhandlungen und Besprechungen mit
               einem Beistand erscheinen. Das von dem Beistand Vorgetragene
               gilt als von dem Beteiligten vorgebracht, soweit dieser nicht
               unverzüglich widerspricht.

    Für einen ehrenamtlichen Behördenbegleiter = Beistand google jeweils mit
    Deinem Wohnort (oder dem nächstgrößeren, wenn Deiner klein ist) mit

         Ämterlotsen
         Behördenlotsen
         Behördenbegleiter
         Wir gehen mit org

    Diese Ämterbegleiter sind wertvolle Hilfen und notfalls auch Zeugen, und
    (die meisten? alle?) haben für diesen ehrenamtlichen Dienst eine kleine
    Ausbildung genossen und kennen sich bestenfalls mit den Gesetzen aus.
    (Sag beim Amt niemals, Du hättest einen Zeugen dabei! Zeugen dürfen
    des Raumes verwiesen werden - Beistände dagegen nicht, auf die hast
    Du ein Recht.)

    Lebst Du in einer Bedarfsgemeinschaft (oder Haushaltsgemeinschaft):
    Andere Mitglieder solch einer Gemeinschaft können für Dich kein Beistand
    sein, denn sie sind nicht neutral, sondern automatisch selbst Betroffene.

    Google mit

    legitimation eines beistands pdf (die Wörter genau so)

    und lade Dir die Datei vom elo-forum runter. Darin erfährst Du die
    gesetzliche Grundlage für Beistände und dass jeder Bürger ein Recht
    darauf hat, sich bei Behördengängen von einem Beistand begleiten zu
    lassen.

    In der Info erfährst Du unter anderem, dass wenn Dein Beistand für Dich
    etwas sagt, und Du widersprichst nicht, gilt es so, als hättest Du selbst es
    gesagt.

    Zum Amt mit einer erfahrenen Begleitpersonen zu gehen ist in diesem Fall
    sehr empfehlenswert.

    Wenn Du bei einer Sozialberatung bist, frage dort, ob dort Beistände /
    Ämterlotsen / Behördenbegleiter ehrenamtlich Dienst machen. In Hamburg
    z.B. bietet die Diakonie Begleitung durch Ämterlotsen an.

    Alle 3 Antworten
    Kommentar von cyracus ,

    Danke fürs Sternchen - ҉ •✿⊱ (¯`'•.¸(¯`'•.¸ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ¸.•'´¯)¸.•'´¯) ⊰✿• ҉

  • Gilt die Abgeltungssteuer für alle (auch ohne Gehalt)?
    Hilfreichste Antwort von LittleArrow ·

    Zunächst kannst Du der deutschen Bank einen Freistellungsauftrag über max. € 801 erteilen. Darüber hinaus gehende Kapitalerträge würden mit der "Abgeltungsteuer" belegt, die dann aber durch die Einkommensteuererklärung im Folgejahr mit der Anlage KAP (für Günstigerprüfung eine Eins eintragen) bis zur Höhe des Grundfreibetrages steuerfrei gestellt werden.

    Um eine Freistellung der Kapitalerträge bis zum Grundfreibetrag von Anfang an zu erreichen, kannst Du eine Nichtveranlagungsbescheinigung (NVB) beim Finanzamt beantragen.

    Guck mal hier beispielhaft: https://de.wikipedia.org/wiki/Nichtveranlagungsbescheinigung


    Alle 2 Antworten
    Kommentar von MR19711127 ,

    Da kann ich nur zustimmen. Der Steuerabzug an der Quelle ist letztlich eine Vorauszahlung auf die Einkommenssteuerschuld. Liegt der individuelle Steuersatz nach der Einkommensteuererklärung darunter, erhältst du die Differenz zurück. Diese sog. Günstigerprüfung musst du aber mit der Einkommensteuererklärung beantragen.

    Kommentar von LittleArrow ,

    Danke für Deine Ergänzung. Die Steuerfreiheit besteht bis zum Grundfreibetrag von € 8.820. Danach setzt die Steuerminderung durch die Günstigerprüfung ein bis zu dem zu versteuernden Einkommensniveaui von ca. € 16.050 für Alleinverdiener, kurz bevor der Grenzsteuersatz die 25 % der "Abgeltungsteuer" erreicht.

    Kommentar von Casio58413 ,

    Verstehe! Das heißt also, dass die Abgeltungssteuer so oder so einkassiert wird, und ich sie erst später erstattet bekommen könnte... Gut, da lohnt sich wohl doch ein Broker im Ausland wegen dem erhöhtem Cash Flow. Aber gut zu wissen, dass man das erstattet bekommt und nicht 25% vom Gewinn verliert.

    Danke!

    Kommentar von LittleArrow ,

    so oder so einkassiert wird

    Nein, sie wird erst einkassiert, wenn die steuerpflichtigen Erträge entweder über dem Freistellungsauftrag oder über der NVB liegen.

    Viel schlechter wird es Dir gehen, wenn Du beim ausländischen Broker mehr als die € 8.820 verdienst und dann vergißt, die kommenden steuerlichen Abgaben zurückzulegen.

    Kommentar von Casio58413 ,

    Oh, den Punkt habe ich ja völlig vergessen!

  • Wie funktioniert die Splittingtabelle für Ehegatten?
    Hilfreichste Antwort von Petz1900 ·

    Fast richtig.
    Von dem Bruttoarbeitslohn geht mindestens der Pauschbetrag von 1.000 € pro Person noch runter, wenn nicht höhere Werbungskosten nachgewiesen werden, sowie Sonderausgaben (Versicherungen).
    Dann teilt man durch 2, nimmt die Formel in § 32a EStG und multipliziert mit 2.

    Mal vereinfacht dargestellt.....

    Alle 2 Antworten
    Kommentar von Hubert2702 ,

    Meinst du mit dem Pauschbetrag von 1.000€ die Werbungskosten? Wir haben vermutlich deutliche höhere Werbungskosten durch berufsbedingten Umzug, Fahrtkosten...

    Die Frage wäre hier, ob uns die höheren Werbungskosten überhaupt etwas bringen?

    Danke + Gruß

    Hubert

    Kommentar von Petz1900 ,

    Solange die festzusetzende Einkommensteuer größer als 0 € ist (wenn man also noch nicht alles wiederbekommt) bringen höhere Werbungskosten über 1.000 € was.
    Das ist bei Euch der Fall.

    Kommentar von Hubert2702 ,

    Sorry, ich muss nochmal nerven! Ist mir schon fast peinlich...

    D.h. unsere festzusetzende Einkommensteuer ist größer als 0€? Ich habe mir vorhin die Splittingtabelle für 2016 angeschaut und auf dieser Liste, die ich gefunden hatte, hat das Einkommen erst bei 17.300€ angefangen. Unser gemeinsames Brutto-Jahreseinkommen liegt bei 34.000€ geteilt durch 2, wären es somit 17.000€. Daher dachte ich, dass unsere festzusetzende Einkommenssteuer bei 0€ wäre. Ich bin tatsächlich verwirrt... :-)

    Kommentar von Petz1900 ,

    2 x durch 2 teilen spart zwar Steuern, ist aber nicht richtig.

    Du musst 34.000 durch 2 teilen, bei 17.000 in die Grundtabelle gucken und dann mit 2 multiplizieren.

    Oder gleich bei 34.000 in die SpltittingTabelle gucken.

    Kommentar von Hubert2702 ,

    Genau, da liegt mein Problem!

    Wenn ich bei 17.000€ in die Steuertabelle schaue, steht dort eine Steuer von 0,-€, multipliziert mit 2, ergibt es weiterhin 0,-€.

    Kommentar von Petz1900 ,

    Du guckst falsch, habe ich dir doch geschrieben.....

    Kommentar von Hubert2702 ,

    Ich habe Grundtabelle überlesen. Kein Grund patzig zu werden.

    Danke für deine Antworten.

    Kommentar von LittleArrow ,

    Hubert2702,
    vorallem kein Grund dem sehr geduldigen Petz1900 seinen Kommentar als patzig zu deklarieren.

    Kommentar von Gaenseliesel ,

    Hubert2702, bist du ein Sensibelchen ? 

    Von " patzig werden " kann nun wirklich hier keine Rede sein. Im Gegenteil, ich empfand unseren Petz1900 als super geduldig ! 

  • Können Optionsscheine verfallen?
    Hilfreichste Antwort von LittleArrow ·

    Die Bedingungen zum betrachteten Optionsschein stellen die Verfahrensabläufe im einzelnen fest und können nicht auf andere Optionsscheine übertragen werden.

    Du hast z. B. die Bedingungen zum WKN CE57QQ gelesen und verstanden oder? Dann macht die Frage zu einem Open-end Schein mit anderen Bedingungen wenig Sinn. Bei der genannten WKN kommt es nur auf den Aktienstand am 22.03.2017 an. Vorher (und nachher) kann der Aktienkurs liegen, wo er will. Es ist irrelevant, nur der Kurs am 22.03. zählt! 

    Beim Knock-out Optionsschein ist der Kurs des Basispapiers während der gesamten Laufzeit relevant. Bei der erstmaligen Verletzung des Knock-out-Preises wird der Optionsschein wertlos.

    Allen Optionsscheinen ist gemeinsam, dass bei einer Insolvenz des Emittenten seine Optionsscheine komplett wertlos werden und zwar unabhängig vom Kurs der Basiswerte.

    Begriffliches Feintuning findest Du unter

    http://www.derivateverband.de/MediaLibrary/Document/16-12-19-Derivate-Liga.pdf


  • Anfängerfrage - Lohnsteuer / Verlustvorträge?
    Hilfreichste Antwort von blackleather ·

    Auf diese Fallen laut Brutto-Netto-Rechner eine Lohnsteuer von nur 21 € an. Ist das so korrekt berechnet?

    Nein. Lohnsteuer wird auf den Bruttoarbeitslohn berechnet, nicht auf das zu versteuernde Einkommen.

    Würde der Verlustvortrag von 2009 mit in die Werbungskosten von 2016
    fließen, sofern dies später für ein Erststudium vom BVerfG anerkannt
    wird?

    Falls dies der Fall ist, müssten diese Werbungskosten inkl.
    Verlustvortrag 2009 den Pauschalbetrag von 1000€ übersteigen um einen
    Unterschied zu machen, würden aber auch dann maximal eine
    Steuerersparnis von 21 € einbringen?

    Da dies nicht der Fall ist, ist deine weitere Erwägung obsolet.

    ob es möglich ist, den Verlustvortrag von 2009 auch mit ins Jahr 2017
    zu nehmen bzw. dort erst abzusetzen, ... ?

    Das ist nicht möglich. Ein Verlustvortrag wird stets mit den positiven Einkünften des betreffenden Jahres Anwendung des Steuertarifs, d.h. bereits bei der Ermittlung des zu versteuernden Einkommens, berücksichtigt. Nur insoweit, wie er den Gesamtbetrag der Einkünfte übersteigt, wird der Verlustvortrag weiter in die Zukunft verschoben.

    selbst wenn der Verlustvortrag 2016 gestellt wurde

    Was meinst du mit "Verlustvortrag gestellt"?

    Man kann Anträge stellen, man kann Möbel stellen, man kann eine Uhr stellen. Aber einen Verlustvortrag? Wie soll man den stellen? Und wohin?

    Alle 2 Antworten
    Kommentar von blacking ,

    Nein. Lohnsteuer wird auf den Bruttoarbeitslohn berechnet, nicht auf das zu versteuernde Einkommen.

    Trage ich nun in diesen Rechner (https://www.vlh.de/wissen-service/steuerrechner/brutto-netto-rechner.html) das Jahresbrutto 13000€ ein, so wird mir eine Lohnsteuer von 145€ errechnet. 

    Wann genau muss denn dann der Werbungskostenpauschalbetrag abgezogen werden? Soweit ich das verstanden habe und sofern er nicht Teil des Grundfreibetrags ist, müsste er doch bei diesem Rechner vom Jahresbrutto abgezogen werden, wodurch sich ein Wert von 12000€ mit den besagten 21€ Steuern ergibt?


    Da dies nicht der Fall ist, ist deine weitere Erwägung obsolet.

    Warum sollte dies nicht der Fall sein? Weißt du schon mehr, denn schließlich wird meines Wissens das BVerfG erst 2017 darüber entscheiden?


    Das ist nicht möglich. Ein Verlustvortrag wird stets mit den positiven Einkünften des betreffenden Jahres Anwendung des Steuertarifs, d.h. bereits bei der Ermittlung des zu versteuernden Einkommens, berücksichtigt. Nur insoweit, wie er den Gesamtbetrag der Einkünfte übersteigt, wird der Verlustvortrag weiter in die Zukunft verschoben.

    Ok, also wirkt sich der Verlustvortrag von 2009 nur auf das Jahr 2016 aus, selbst wenn die Entscheidung darüber erst nächstes Jahr gefällt wird, würde die Lohnsteuer nur rückwirkend für das Jahr 2016 erstattet.

    Was ist nun, wenn ich die Verlustvorträge von 2010-2012 erst nächstes Jahr einreiche? Würden diese dann auch noch mit dem GdE von 2016 verrechnet, was im Endeffekt zu einer nur sehr geringen bzw. keiner weiteren Steuerersparnis führen würde oder werden diese mit dem GdE von 2017 verrechnet?


    Was meinst du mit "Verlustvortrag gestellt"?

    Man kann Anträge stellen, man kann Möbel stellen, man kann eine Uhr stellen. Aber einen Verlustvortrag? Wie soll man den stellen? Und wohin?

    ...einen Antrag auf Verlustvortrag stellen. Ist dir diese Redewendung nicht geläufig?

    Jedenfalls schon einmal vielen Dank für die Antworten und die genommene Zeit.

    Kommentar von blackleather ,

    Wann genau muss denn dann der Werbungskostenpauschalbetrag abgezogen werden? Soweit ich das verstanden habe und sofern er nicht Teil des Grundfreibetrags ist, müsste er doch bei diesem Rechner vom Jahresbrutto abgezogen werden, wodurch sich ein Wert von 12000€ mit den besagten 21€ Steuern ergibt?

    Also, erst mal musst du dich entscheiden, ob du nun Lohnsteuer auf deinen Bruttolohn berechnen willst oder Einkommensteuer auf dein zu versteuerndes Einkommen.

    Wenn du die Lohnsteuer berechnest, weiß dein Programm auch, dass es den Arbeitnehmer-Pauschbetrag zu berücksichtigen hat. Der Grundfreibetrag ist in der Lohnsteuertabelle ebenfalls bereits eingearbeitet. Der Abzug passiert also bereits automatisch und führt zu deinen 145 € Lohnsteuer. Das heißt natürlich nicht, dass das die endgültige Einkommensteuer wäre; denn bei deinen Eingaben ist ja über Sonderausgaben, außergewöhnliche Belastungen usw. nichts ausgesagt.

    Warum sollte dies nicht der Fall sein? Weißt du schon mehr, denn
    schließlich wird meines Wissens das BVerfG erst 2017 darüber
    entscheiden?

    Ich rede ja nicht davon, dass Ausbildungskosten keine Werbungskosten sein könnten, sondern von der Verrechnung eines auf den 31.12.2009 festgestellten Verlustvortrages mit positiven Einkünften des Jahres 2016. Du kannst nicht einfach 7 Jahre überspringen. Mit den Einkünften des Jahres 2016 kann nur der Verlustvortrag verrechnet werden, der auf den 31.12.2015 festgestellt wurde.

    Ok, also wirkt sich der Verlustvortrag von 2009 nur auf das Jahr 2016 aus, selbst wenn die Entscheidung darüber erst nächstes Jahr gefällt  wird, würde die Lohnsteuer nur rückwirkend für das Jahr 2016 erstattet.

    Nein, nicht direkt. Der Verlustvortrag aus 2009 wirkt sich auf 2010 aus, nicht auf 2016.

    Was ist nun, wenn ich die Verlustvorträge von 2010-2012 erst nächstes Jahr einreiche?

    Dann erteilt das Finanzamt nächstes Jahr einen Bescheid über den Verlustvortrag per 31.12.2010, 31.12.2011 und 31.12.2012.

    Würden diese dann auch noch mit dem GdE von 2016 verrechnet, was im Endeffekt zu einer nur sehr geringen bzw. keiner weiteren Steuerersparnis führen würde oder werden diese mit dem GdE von 2017 verrechnet?

    Weder, noch. Der Verlustvortrag auf den 31.12.2012 wird mit dem GdE 2013 verrechnet.

    Antrag auf Verlustvortrag stellen. Ist dir diese Redewendung nicht geläufig?

    Die schon. Aber von Antrag hast du nicht gesprochen. Du wolltest den Verlustvortrag stellen, nicht den Antrag.

    Kommentar von blacking ,

    Also, erst mal musst du dich entscheiden, ob du nun Lohnsteuer auf deinen Bruttolohn berechnen willst oder Einkommensteuer auf dein zu versteuerndes Einkommen.

    Wenn du die Lohnsteuer berechnest, weiß dein Programm auch, dass es den Arbeitnehmer-Pauschbetrag zu berücksichtigen hat. Der Grundfreibetrag ist in der Lohnsteuertabelle ebenfalls bereits eingearbeitet. Der Abzug passiert also bereits automatisch und führt zu deinen 145 € Lohnsteuer. Das heißt natürlich nicht, dass das die endgültige Einkommensteuer wäre; denn bei deinen Eingaben ist ja über Sonderausgaben, außergewöhnliche Belastungen usw. nichts ausgesagt.

    Ok, so langsam kommt Licht ins Dunkle.


    Ich hatte das fälschlicherweise gewissermaßen gleichgesetzt. Zieht man also vom Bruttolohn die Vorsorgepauschale, den Arbeitnehmer- und Sonderausgaben-Pauschbetrag ab, erhält man das zu versteuernde Einkommen, auf das man Einkommenssteuer bezahlen muss. (sofern die Pauschalbeträge nicht überstiegen werden und man keine weiteren Einnahmen hat)


    Bei der Lohnsteuer auf einen Bruttolohn werden also schon alle Abzüge durch Pauschalbeträge von vornherein einbezogen.

    Sowohl bei der Lohn- als auch Einkommenssteuerberechnungsprogrammen /-tabellen ist der Grundfreibetrag schon eingerechnet.

    Hier auch nochmals die Berechnungsschritte zu sehen:
    http://www.parmentier.de/steuer/steuer.htm?lohnst2016.htm


    Ich rede ja nicht davon, dass Ausbildungskosten keine Werbungskosten sein könnten, sondern von der Verrechnung eines auf den 31.12.2009 festgestellten Verlustvortrages mit positiven Einkünften des Jahres 2016. Du kannst nicht einfach 7 Jahre überspringen. Mit den Einkünften des Jahres 2016 kann nur der Verlustvortrag verrechnet werden, der auf den 31.12.2015 festgestellt wurde.


    Ok, das Prinzip der Verlustvorträge habe ich dann wohl auch falsch verstanden.
    Das heißt, die Verlustvorträge werden mit dem des jeweiligen vorherigen Jahres addiert und sie müssen durchgängig sein, es darf also zwischendurch kein Jahr fehlen, sonst wird der Verlust wieder zu Null gesetzt?

    Der Verlustvortrag wird mit Einnahmen aus den Folgejahren z.B. stud. Hilfskraft Tätigkeiten verrechnet, auch wenn darauf auf Grund des Grundfreibetrages keine Steuern zu bezahlen waren, korrekt?

    Im Prinzip würde mir selbst ein Verlustvortrag von sagen wir mal 7000€ für dieses Jahr sogut wie nichts bringen (von den 145€ mal abgesehen), denn sobald sich das zu versteuernde Einkommen unter dem Grundfreibetrag befindet, es egal ist, ob dieses nun 8000€ oder 1000€ beträgt, richtig?

    Daher war ja meine Frage, ob es daher irgendwie möglich ist, die Verluste erst nächstes Jahr geltend zu machen, wenn sie auch wirklich zu einer Steuerersparnis beitragen können. Das scheint aber nicht der Fall zu sein?

    Kommentar von blackleather ,

    Das heißt, die Verlustvorträge werden mit dem des jeweiligen vorherigen Jahres addiert und sie müssen durchgängig sein, es darf also zwischendurch kein Jahr fehlen, sonst wird der Verlust wieder zu Null gesetzt?

    Der Verlustvortrag wird nicht auf Null gesetzt, aber wenn im Vorjahr kein Verlustvortrag festgestellt wurde, kann im aktuellen Jahr auch keiner verrechnet werden. Wenn es im vorvorigen Jahr einen gab, "parkt" der gewissermaßen, bis auch für das Vorjahr einer feststellt oder im Vorjahr verrechnet wird.

    Der Verlustvortrag wird mit Einnahmen aus den Folgejahren z.B. stud. Hilfskraft Tätigkeiten verrechnet, auch wenn darauf auf Grund des Grundfreibetrages keine Steuern zu bezahlen waren, korrekt?

    Nur mit solchen, die dem Grunde nach steuerpflichtig sind. Also z.B. nicht mit einem pauschal versteuerten 450 €-Job.

    Im Prinzip würde mir selbst ein Verlustvortrag von sagen wir mal 7000€  für dieses Jahr sogut wie nichts bringen (von den 145€ mal abgesehen),  denn sobald sich das zu versteuernde Einkommen unter dem Grundfreibetrag befindet, es egal ist, ob dieses nun 8000€ oder 1000€ beträgt, richtig?

    Erst mal wollen wir festhalten, dass der Verlustvortrag nicht vom zu versteuernden Einkommen abgezogen wird, sondern vom Gesamtbetrag der Einkünfte und noch vor dem Abzug der Sonderausgaben und außergewöhnlichen Belastungen.

    Wenn du einen Verlustvortrag von 7.000 EUR hast, aber einen GdE von 8.000 EUR, bleiben noch 1.000 EUR nach dem Abzug. Dieser Betrag liegt unter dem Grundfreibetrag und deshalb zahlst du darauf keine Steuern. Ohne den Verlustvortrag hättest du auch keine gezahlt. Der Unterschied ist nur, dass es darauf nicht ankommt, weil der Verlustvortrag immer zuerst abzuziehen ist und sich erst dann die Frage nach dem Grundfreibetrag stellt.

    Wenn du stattdessen nur einen GdE von 1.000 EUR hattest, werden auch nur 1.000 EUR des Verlustvortrages dagegen verrechnet (und anschließend laufen alle Sonderausgaben und außergewöhnlichen Belastungen vollständig ins Leere). Die restlichen 6.000 EUR des unverbrauchten Verlustvortrages werden in das nächste Jahr vorgetragen.

    Das scheint aber nicht der Fall zu sein?

    Richtig. Die Verlustverrechnung kann ja auch 1 Jahr rückwärts vorgenommen werden und nur insoweit hat man ein Wahlrecht, wann und in welcher Höhe die Verrechnung erfolgen soll. Für die Folgejahre kann man sich das nicht aussuchen.

  • Wie korrigiere ich eine falsch ausgestellte Rechnung richtig?
    Hilfreichste Antwort von Juergen010 ·

    Buchhalterisch korrekt erstellst Du eine exakte Gutschrift über den falsch ausgestellten Rechnungsbetrag unter Angabe der Rechnungsnummer.

    Gleichzeit erstellst Du eine neue Rechnung, die dann richtig sein sollte.

    Das Mischmasch mit unterschiedlichen Gutschriftbeträgen oder Guthaben, bringt Buchhaltungen schnell an den Rand des Wahnsinns ..;-)

    Sollte der Kunde die Rechnung schon beglichen haben, überweist Du den überschüssigen Betrag einfach zurück. Verwendungszweck: Guthaben aus Gutschrift aus RE XYZ ...

    Und schon ist alles wieder im Lot - übrigens auch in deiner Buchhaltung ..;-)



  • Darf Bank Euro-Münzen aus anderen EU-Ländern verweigern?
    Hilfreichste Antwort von Juergen010 ·

    Aus deinem Vorposting habe ich entnommen, dass es sich um die Kollekten-Sammlung der Kirche handelt.

    Dann werden dich diese zwei Artikel interessieren: https://www.stefan-goebel.com/2007/pflicht-zur-annahme-von-muenzen-ist-begrenzt/

    Sowie: http://www.focus.de/finanzen/news/neue-eu-bargeld-richtlinie-erste-sparkassen-er...

    Hier insbesonders der letzte Absatz.

    Alle 3 Antworten
    Kommentar von Steuerdisaster ,

    Danke schön, dass du mir sogar noch die Lnks mitgeliefert hast. Wirklich sehr fundiert und hilfreich. Ganz lieben Dank. :)

  • Darf Bank Girokonto kündigen?
    Hilfreichste Antwort von Rolf42 ·

    Grundsätzlich kann ein Girokonto von beiden Seiten ohne eine besondere Frist und auch ohne besonderen Grund gekündigt werden.

    Allerdings hat sich soweit ich weiß in der Rechtsprechung die Ansicht durchgesetzt, dass die Bank dem Kunden eine Frist von zwei Monaten gewähren soll, in der er ein neues Konto eröffnen und seine Zahlungen umstellen kann. Bei vertragswidrigem Verhalten des Kunden ist aber auch eine fristlose Kündigung möglich.

    Alle 3 Antworten
    Kommentar von Rolf42 ,

    PS: Die Frist von zwei Monaten steht im Gesetz: § 675h BGB

    http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__675h.html

  • Darlehen auf eine bezahlte Immobilie zur freien Verfügung?
    Hilfreichste Antwort von Franzl0503 ·

    Bali:

    Du bist im Grunde der ideale Darlehensnehmer,

    als Eigentümer eines lastenfreien Wohnhaus-Grundstücks im Inland,

    wahrscheilich rentierlich voll vermietet,

    mit einem Marktwert von ca. 300 000 €,

    benötigst 150 000 € (= 50 % des Wertes),

    erststellig im Grundbuch absicherbar,

    bringst als Eigenkapital(ersatz) 150.000 € ein

    und investierst einen Großteil des Darlehens in das Objekt,

    was sich werterhöhend auswirkt.

    Wähle einen inländischen seriösen, schlank arbeitenden Darlehensgeber,

    mit günstigem Darlehsnzins,

    möglichst langer Festschreibungsfrist,

    es sei denn du willst in einer kürzeren Zeit entschulden,

    einen  Auszahlungskurs von 100 %,

    mit dem vorfälligkeits-entschädigungs-freien Sonder-Tilgungs-Recht

    von z.B. 10 % p.a..

    ohne wesentliche Wertermittlungskosten und Bearbeitungsgebühren.

    Alle 3 Antworten
    Kommentar von bali6 ,

    Hört sich ganz gut an.. 😉 Heißt es dürfte normal kein Problem sein das ich ein Darlehen bekomme OHNE für jeden Cent einen Nachweis zu erbringen das dass Geld in die Immobilie geflossen ist..? ( ca. 50% fließt ja ins Haus, nur der Rest halt nicht wirklich.. )

    Kommentar von Franzl0503 ,

    Bali

    Anm. zur Belastbarkeitsprüfung:

    Ein Mehrfam. Hs. besteht aus mindestens 3 WE. Die langfr. Annuität wird mit 7 % = 10.500 p.a. angesetzt. Bei einer Miete von angenommen brutto 340 pro WE, netto 86 % = 292.40 mtl. x 3 = 877.20 x 12 = 10.526,-- p.a. wäre über eine Zession die Bedienung der Forderung der Bank (auch ohne Zwangsverwaltung) weitgehend sicher, unterstellt, dass Einkünfte von 2 500  mtl. für die Lebenshaltungskosten u. sonstige Ausgaben ausreichen.

    Verwendungszweckvermerk:  "Renovierung des Objekts und teilws. zur anderweitigen Verfügung"

    Kommentar von bali6 ,

    Sorry, aber bitte nochmal auf Laien deutsch.. Ich versteh grad nur Bahnhof.. :D

  • Umkehrhypothek zum Hauskauf?
    Hilfreichste Antwort von Franzl0503 ·

    ChristianeLiane:

    Ihr beide befaßt euch mit dem Kauf einer zur Eigennutzung bestimmten Wohnimmobilie. Zur Finanzierung des Kaufpreises zuzüglich der Erwerbskosten (i.d.R. ca.10 % des Kaufpreises) fehlt das erfoderliche Eigenkapital.

    Die Schwiegermuter, Alleineigentümerin eines lastenfreien Grundstücks, bietet Hilfe an. Die Aufnahme einer Umkehrhypothek wäre m. E. die unvorteilhafteste Lösung überhaupt. Schaut euch in diesem Forum die kritischen Antworten zu diesem Thema an. Daran hast sich bis heute nichts geändert.

    Lösungsvorschlag:

    Frau Schwiegermutter belastet ihr Grundstück in Höhe des erforderlichen Eigenkapitals. Sie haftet dinglich. Ihr beiden Jüngeren verpflichtet euch in der notariellen Urkunde der Bank gegenüber als persönlich haftende Gesamtschuldner und Zahler.

    Eure Skepsis ist mehr als berechtigt. Ich sehe in eurem Finanzierungsfall nicht die geringsten Vorteile einer Umkehrhypothek. Lasst euch nicht beschwatzen.