Steuererklärung + Student - neue und gute Antworten

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    Verpflegungsmehraufwand bei Studeten
    RatgeberHelden Antwort von wfwbinder wfwbinder

    Abgesehen davon, dass Du mit Reisekostenbeträgen arbeitest, die vor dem 01. 01. 2014 galten, sieh Dir mal diese sehr komplette Darstellung an, wie die Arbeitsorte von der Finanzverwaltung festgelegt/angenommen werden.

    http://www.oth-aw.de/fileadmin/user_upload/Studienservice/Downloads/Kosten_Ausbi...

    Die Fahrten zur Uni sind Fahrten zur Arbeitsstelle (30 ct. Pro Entfernungskilometer). Somit gibt es auch keine Reisekostenpauschale dafür.

    Der Besuch der Bibliothek am Wohnort keine Dienstreise, sondern ein Spaziergang.

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    Verpflegungsmehraufwand bei Studeten
    Antwort von EnnoBecker EnnoBecker

    Die Argumentation von P59 ist die logisch richtige. Das hat auch der Gesetzgeber erkannt und in § 4 (5) Nummer 5 EStG wie folgt festgelegt:

    "Mehraufwendungen für die Verpflegung des Steuerpflichtigen."....(dürfen den Gewinn nicht mindern.)

    EIne Ausnahme macht der Gesetzgeber mit Satz 2: "Wird der Steuerpflichtige vorübergehend von seiner Wohnung und dem Mittelpunkt seiner dauerhaft angelegten betrieblichen Tätigkeit entfernt betrieblich tätig, sind die Mehraufwendungen für Verpflegung nach Maßgabe des § 9 Absatz 4a abziehbar"

    Sofern der Student nicht eine selbständiger/gewerbliche Tätigkeit anstrebt, sondern eine Tätigkeit als Arbeitnehmer, brauchen wir den Umweg über § 4 EStG nicht und können sogleich in den § 9 Absatz 4a EStG gucken:

    "Mehraufwendungen des Arbeitnehmers für die Verpflegung sind nur nach Maßgabe der folgenden Sätze als Werbungskosten abziehbar. Wird der Arbeitnehmer außerhalb seiner Wohnung und ersten Tätigkeitsstätte beruflich tätig...."

    Wohnung dürfte klar sein, erste Tätigkeitsstätte ist hier die Uni.

    Kommentar von EnnoBecker EnnoBeckerEnnoBecker

    Zu früh abgesendet...... also Nachschlag:

    Wenn Student anstatt nach zur Vorlesung in B nun zur Klausurvorbereitung in die Bibliothek in A für länger als 8 Stunden geht, kann er dann dafür die 6 Euro Werbekosten ansetzen?

    Es wäre hier zu klären, ob die Bibliothek zur ersten Tätigkeitsstätte gehört. Wenn die Bibliothek in Stadt C ist, dürfte es wohl unstrittig sein.

    Kommentar von Privatier59 Privatier59Privatier59
    die Bibliothek zur ersten Tätigkeitsstätte

    Na ja, wenn ich an meine Studienzeit denke! Da wurde im Hauptseminar gequatscht, geraucht, Urlaub geplant, Comics gelesen. Ob das alles auch zur begünstigten Tätigkeit zählt? Obwohl: Beamte werden auch fürs Schlafen bezahlt, sofern es auf dem Dienststuhl stattfindet.

    Kommentar von EnnoBecker EnnoBeckerEnnoBecker
    Dienststuhl

    Igitt, ich will gar nicht genauer wissen, was man sich darunter vorzustellen hat.

    Kommentar von vulkanismus vulkanismusvulkanismus

    Irrige Auffassung. Ein Beamter ist dies 24 Stunden am Tag.

    Ergo wird auch der Schlaf im Wasserbett entlohnt.

    Hättest eben was Gescheites lernen müssen.

    Kommentar von Privatier59 Privatier59Privatier59
    Ein Beamter ist dies 24 Stunden am Tag.

    Am Schlafen?

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    Verpflegungsmehraufwand bei Studeten
    RatgeberHelden Antwort von Privatier59 Privatier59

    Originelle Idee, aber kehrt nicht auch jeder Arbeitnehmer erst nach mehr als 8 Stunden wieder nach Hause zurück? Wo soll denn da der Mehraufwand sein? Das ist der erste Haken.

    Sodann schwebt derzeit beim BFH noch ein Verfahren in dem entschieden werden soll, ob solche Ausgaben überhaupt vorweggenommene Werbungskosten sein können:

    http://www.steuerzahler.de/Erststudium/43876c676/index.html

    Mit der Abweisung entsprechender Angaben durch das FA ist demnach zu rechnen. Man muß Einspruch einlegen und hoffen, dass der BFH im gewünschten Sinne entscheidet.

    Kommentar von EnnoBecker EnnoBeckerEnnoBecker
    Sodann schwebt derzeit beim BFH noch ein Verfahren in dem entschieden werden soll, ob solche Ausgaben überhaupt vorweggenommene Werbungskosten sein können:

    Naja, hier wohl nicht, der Fragesteller schreibt ja

    (Studium nach Ausbildung)
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    Steuererklärung: Steuernachzahlung durch Unterhalt der Eltern
    Antwort von Schiko Schiko

    Sie kennen sich also aus, und machten aufgrund einer Steuer CD, eine Steuererklärung. Wenn Sie hierbei keine Beträge eingetragen haben, kann ja auch keine Nachzahlung entstehen, aufgrund von Buchstaben kann keine Berechnung erfolgen.

    Dies ist natürlich auch hier nicht möglich, Beträge und Hintergründe müssten Sie mindestens nennen, um eine Antwort zu erhalten.

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    Steuererklärung: Steuernachzahlung durch Unterhalt der Eltern
    Antwort von EnnoBecker EnnoBecker

    Du hast die Angaben in der Anlage SO gemacht. Die sind aber für Ex-Ehegatten vorgesehen und nicht für Töchter.

    Also streich den Kram da wieder raus, das hat in der Steuererklärung nichts zu suchen. Am besten löschst du die komplette Anlage SO.

    Kommentar von 4wolke32998 4wolke32998

    Vielen Dank!

    Ich vermerke also nirgends, dass ich die Unterstützung von meinen Eltern bekomme?

    Kommentar von EnnoBecker EnnoBeckerEnnoBecker

    So ist es.

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    Steuererklärung: Steuernachzahlung durch Unterhalt der Eltern
    Antwort von qtbasket qtbasket

    Also Unterhalt ist noch kein Lohn oder ähnliches..., das ist schon merkwürdig, was dein WISO Programm da so meint, zu wissen...

    Deine Mutter könnte unter besonderen Umständen ihre Kosten für deinen Unterhalt bei ihrer eigenen Steuererklärung geltend machen...


    ...wenn du studierst und kein Einkommen durch Arbeit erzielst, brauchst du eigentlich keine Steuererklärung machen, und wenn doch, bekommst du bei geringem Einkommen sogar evtl. bezahlte Lohnsteuer zurück - aber dafür sind die Zahlungen deiner Mutter kein Einkommen.

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    Steuererklärung: Steuernachzahlung durch Unterhalt der Eltern
    RatgeberHelden Antwort von wfwbinder wfwbinder

    nein, mußt Du nicht versteuern, aber beim Abzug für Deine Mutter werden die Beträge abgezogen, die du mit Deiner selbständigen Tätigkeit verdient hast, soweit die 624,- Euro im Jahr übersteigen.

    Wo hast Du denn den Unterhalt von der Mutter eingetragen? bei welcher Einkunftsart bei Dir?

    Kommentar von 4wolke32998 4wolke32998

    Danke!

    Bei meiner Mama habe ich es unter "Unterstützung Bedürftiger" eingetragen. Mein Einkommen ebenfalls, welches allerdings unter den 624€ bleibt. Gleichzeitig habe ich auch meinen Vater und dessen Anteil an meiner Unterstützung angegeben, weil ich danach gefragt wurde. Habe ich das richtig gemacht? Oder greift §12 EStG Satz 1, sodass meine Mama meine Unterstützung gar nicht geltend machen kann?

    Kommentar von 4wolke32998 4wolke32998

    Ach so, und bei mir habe ich den Unterhalt inzwischen völlig rausgenommen, wie der Vorredner es mir geraten hat.

    Kommentar von wfwbinder wfwbinderwfwbinder

    genau richtig.