Gesetzliche Krankenversicherung + Krankenkasse - neue und gute Antworten

  • Als Freiberufler ohne Einnahmen von der PKV in die Gesetzliche Krankenkasse wechseln?
    Antwort von billy ·

    Wer einmal aus der gesetzlichen Krankenkasse in die Private gewechselt hat, kann nicht ohne weiteres wieder zurück – der Gesetzgeber will vermeiden, dass Versicherungsnehmer in jungen Jahren von den niedrigen Beitragssätzen der PKV profitieren und später – bei schlechterem Gesundheitszustand – auf eine womöglich preiswertere GKV ausweichen können. 

    Zurück in die GKV dürfen Sie nur, wenn Sie versicherungspflichtig werden. Dies betrifft vor allem Arbeitslose sowie Angestellte, deren Einkommen für die Dauer von mindestens einem Jahr unter die Versicherungspflichtgrenze gesunken ist. 2015 liegt diese Einkommensgrenze bei einem jährlichen Bruttogehalt von 54.900 Euro. 

    Auch für Selbstständige ist die Rückkehr möglich, wenn Sie ein Angestelltenverhältnis aufnehmen, das mit einem Gehalt unterhalb der Versicherungspflichtgrenze einhergeht. Wer seine Selbstständigkeit aufgibt und kein eigenes Einkommen hat, kann in die Familienversicherung des Ehegatten oder der Eltern wechseln. 

    Für Versicherte, die das 55.Lebensjahr überschritten haben, ist ein Wechsel in die GKV für gewöhnlich nicht möglich, unter bestimmten Umständen können sie jedoch trotzdem wieder gesetzlich versichert werden. 

    http://www.krankenversicherung.net/rueckkehr-gesetzliche

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    Kommentar von FGM76 ,

    Vielen Dank für die Antwort.

    Wer seine Selbstständigkeit aufgibt und kein eigenes Einkommen hat, kann in die Familienversicherung des Ehegatten oder der Eltern wechseln. 

    Ich nehme an, ein Wechsel in die Familienversicherung der Eltern ist nur möglich, solange man Jugendlicher ist bzw. ein bestimmtes Alter nicht überschritten hat?

    Kommentar von Kevin1905 ,

    Ich nehme an, ein Wechsel in die Familienversicherung der Eltern ist nur möglich, solange man Jugendlicher ist bzw. ein bestimmtes Alter nicht überschritten hat?

    § 10 Abs. 2 Satz 1 bis 3 SGB V

    18, 23 oder 25.

  • Als Freiberufler ohne Einnahmen von der PKV in die Gesetzliche Krankenkasse wechseln?
    Antwort von Apolon ·

    Handelt es sich überhaupt um eine freiberufliche Tätigkeit, gemäß § 18 ESTG ?

    Wäre es nicht sinnvoll, wenn man als Freiberufler keine Einnahmen hat, die Tätigkeit vollständig einzustellen und sich einen anderen Beruf zu suchen ?

     

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    Kommentar von FGM76 ,

    Ja, es ist eine freiberufliche Tätigkeit. Und ja, das wäre der Plan, die freiberufliche Tätigkeit bis auf weiteres einzustellen und sich in einer Firma anzustellen, die einem mehrheitlich gehört.

    Kommentar von Kevin1905 ,

    und sich in einer Firma anzustellen, die einem mehrheitlich gehört.

    Kannst du das mal genauer erläutern?

    Ich frage vor folgendem Hintergrund:

    Beherrschende Gesellschafter-Geschäftsführer mit Unternehmensanteilen von mind. 50% sind niemals versicherungspflichtig in der gesetzlichen Sozialversicherung.

    Sie erzielen einkommensteuerrechtlich zwar Einkünfte aus nicht-selbständiger Arbeit, i.S.d. Sozialversicherung sind sie aber keine Angestellten.

  • Als Freiberufler ohne Einnahmen von der PKV in die Gesetzliche Krankenkasse wechseln?
    Antwort von Sobeyda ·

    Als Freibrufler bist Du Unternehmer und trägst damit auch das Risiko, dass die Geschäfte mal nicht so gut laufen. Dein Modell sieht offenbar vor, dass wenn es schlecht läuft, Du auf die Unterstützung der Allgemeinheit zurückgreifen willst und wenn es gut läuft, willst Du Dich entsolidarisieren. Ich finde, das geht nicht und daher ist es zu recht schwierig, je nach Laune von der PKV in die GKV und wieder zurück zu wechseln. Warum haben Andere ja bereits geschrieben.

    Falls es Dir allerdings gelingen sollte, in die GKV zu kommen und die PKV kündigst, würde bei einem erneuten Wechsel in die PKV wieder eine Gesundheitsprüfung gemacht werden und wegen Deines erhöhten Alters steigt der Beitrag. Dem kannst Du entgehen, indem Du die PKV nicht kündigst, sondern in eine Anwartschaftversicherung umwandelst. Dann zahlst Du einen geringen Beitrag und behältst dafür die Rechte aus dem Vertrag, insbesondere die Einschätzung Deiner Gesundheit und Deinen niedrigen Beitrag (abgesehen von zwischenzeitlichen Beitragsanpassungen (=BAP)).

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    Kommentar von FGM76 ,

    Danke für die Antwort. Aber nein, ich sehe das nicht als unsolidarisch, dass wenn ich auf absehbare Zeit keine Einnahmen aus der freiberuflichen Tätigkeit habe, diese bis auf weiteres aufgeben muss und mich in einer eigenen Gesellschaft selbst anstelle.

    Mir ist klar, dass da ein Hin & Her Spiel zwischen PKV und GKV nicht möglich ist. Aber ich muss erstmal ans Heute denken und da keine größeren Einnahmen, kann ich mir eine PKV einfach nicht mehr leisten.

    Wenn ich meinen Job verliere, werde ich ja auch nicht dazu angehalten, ohne staatliche Unterstützung selbst ohne Geld meine Krankenkasse zu finanzieren. Da könnte man ja dann auch argumentieren: "Du hast ja bald wieder einen Job, bis dahin finanzier die Krankenkasse mal bitte schön selbst."

  • Als Freiberufler ohne Einnahmen von der PKV in die Gesetzliche Krankenkasse wechseln?
    Antwort von barmer ·

    Hallo, so einfach ist das nicht. Bei Arbeitslosigkeit (ALG II für vorher Selbstständige) bleibt man privat versichert. Und bei einem Minijob (bis 450 EUR) entsteht keine Krankenversicherungspflicht. Und auch bei höherem Gehalt bleibt man als beherrschender Gesellschafter-Arbeitnehmer sozialversicherungsfrei, also immer in der PKV.

    Wenns klappt: Dann fallen die Alterungsrückstellungen weg, außer man behält eine Anwartschaftsversicherung bei. Nur dann kann man auch problemlos wieder in die PKV wechseln.

    Es gibt also einiges zu bedenken.


    Barmer




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    Kommentar von FGM76 ,

    Danke für die Antwort. Hätte einige kurze Gegenfragen:

    Bei Arbeitslosigkeit (ALG II für vorher Selbstständige) bleibt man privat versichert.

    Wie das? Und der Staat übernimmt dann die Kosten für die PKV? Weil sonst gehen die gesamten ALGII Bezüge ja gleich für die PKV drauf.

    Und bei einem Minijob (bis 450 EUR) entsteht keine Krankenversicherungspflicht.

    Kann ich mir nicht vorstellen. KrankenversicherungsPFLICHT besteht an sich für jederman, ob berufstätig, arbeitslos, Schüler, Rentner, Student etc.

    Und auch bei höherem Gehalt bleibt man als beherrschender Gesellschafter-Arbeitnehmer sozialversicherungsfrei, also immer in der PKV.

    Das ist ein interessanter Punkt. Aber wo soll das stehen? Ich glaub als angestellter Geschäftsführer im Vorstand ist man sozialversicherungsfrei, aber wenn man eine 450 EUR Tätigkeit ausübt, dann ist das meines Erachtens nicht gleichzusetzen.

    Kommentar von FGM76 ,

    Ja, Du hattest recht. Bei einem Minijob ist tatsächlich keine Krankenkasse mitinbegriffen, die muss zusätzlich beschafft werden.

  • Als Freiberufler ohne Einnahmen von der PKV in die Gesetzliche Krankenkasse wechseln?
    Antwort von Kevin1905 ·

    An sich die die Private Krankenkasse ganz attraktiv, denn die Höhe der Beiträge bemisst sich nicht an der Höhe der Einnahmen, sondern bleiben fix.

    Bis die erste BAP ansteht. Das hängt sehr von Gesellschaft und Tarif ab. Wird dein Tarif fürs Neugeschäft geschlossen und der Bestand wird älter und kranker, wird es schnell mal 20% und mehr pro Jahr teurer.

    Aber wenn die Einnahmen auf absehbare Zeit wegbrechen, sollte man dann als Freiberuflicher nicht erstmal wieder in die Gesetzliche Krankenkasse wechseln?

    Die Frage nach dem Sollen stellt sich nicht sondern nach dem Dürfen.

    Sei es nun durch Arbeitslosenmeldung oder durch Einstellung in der eigenen Firma auf 450 EUR Basis.

    Eine Arbeitslosmeldung bringt dir wahrscheinlich gar nichts, da du als Freiberufler vermutlich keine Arbeitslosenversicherungsbeiträge gezahlt hast und somit kein ALG I beziehen kannst. Und der Bezug von ALG II (Hartz IV) löst keine Versicherungspflicht in der GKV aus, wenn vorher keine vorgelegen hat (vgl. § 5 Abs. 1, Nr. 5a SGB V).

    Auch 450,- € Verdienst bringen dir nichts. Ein Anspruch auf Familienversicherung entsteht nur, wenn dein Partner GKV versichert ist und du selbst maximal 405,- € pro Monat deiner Selbständigkeit entnimmst (Gewinn laut Einkommensteuerbescheid, vgl. § 10 Abs. 1, Nr. 5 SGB V).

    Bleibt dir nur die Aufnahme einer versicherungspflichtigen Tätigkeit. Wenn du schon 55 bist, wäre auch diese Tür zu.

    Spricht etwas dagegen? Fällt dadurch die Altersrückstellung weg? Wäre das so dramatisch?

    Diese Fragen stellen sich vermutlich gar nicht mehr, wenn du meine Antwort aufmerksam durchliest.

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    Kommentar von Angelsiep ,

    Bis die erste BAP ansteht. 

    Was ist eine BAP bitteschön?

    Kommentar von Kevin1905 ,

    Beitragsanpassung

  • Kosten für Trinknahrung
    Antwort von TOPWISSENinfo ·

    Versuch ein Gericht zu mixen mit etwas Flüssigkeit oder Souce dazu... ^^ Ist gesünder...

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    Kommentar von vulkanismus ,

    Du bist kein Arzt - also lass das

    Kommentar von TOPWISSENinfo ,

    Was bitteschön hat es mit Medizin zu tun?? Der Fragesteller DARF essen, er kann nur nicht wegen Schmerzen an den Schleimhäuten. Wenn er aber püriertes essen kann, dann DARF er das..! Erst denken, dann schreiben! Danke! ^^

    Kommentar von ffsupport ,

    Hallo TOPWISSENinfo,

    bedenke bitte, daß der Fragesteller auf hilfreiche Antworten wartet und nicht auf "Kochrezepte" aus ist.

    Vielen Dank für Dein Verständnis und viele Grüße

    Ria vom finanzfrage.net-Support

    Kommentar von TOPWISSENinfo ,

    Danke für den Hinweis. Wie hilfreich jedoch eine Antwort ist, sollte der Fragesteller selbst entscheiden, die Entscheidung möchte auch ich ihm nicht abnehmen. Wenn ich jemandem etwas sage, was er hören will, ist es oft keine Hilfe.

    Ich war der Annahme, der Fragesteller sucht hier Tipps, die aber "hilfreich" sind. M.E. ist meine Antwort schon relativ hilfreich unter Berücksichtigung des Inhalts der Frage. :) Alles kann hilfreich sein, auch der sog. "Kochrezept"... ;)

    Es ist ja nicht so, dass der Fragesteller ein Problem mit dem Geld hat und ich erzähle was von schönem Wetter :)

  • Kosten für Trinknahrung
    Antwort von Primus ·

    Bei Krankheiten mit fehlender oder eingeschränkter Fähigkeit zur normalen Ernährung kann der Arzt die Trinknahrung verordnen. Die Krankenkassen übernehmen in diesen Fällen die Kosten für die medizinische Ernährung. Deshalb solltest Du beim behandelnden Arzt nachfragen, ob eine Schleimhautentzündung  die Voraussetzungen einer Verordnung erfüllt.

    Eine Schleimhautentzündung kann mit Medikamente behandelt werden und bei gleichzeitiger Schonkost müsste man das Problem in den Griff bekommen.

    Prinzipiell sollte die Einnahme von Trinknahrung sowieso mit dem Arzt abgesprochen werden.

  • Kosten für Trinknahrung
    Antwort von SimonuCarolaR ·

    Es kann sein das die Krankenkasse dir einen Teil bezahlen wird, aber sicher nicht alles. Wieso denn Trinknahrung? Du könntest es doch auch mal mit Baby Gläschen Probieren, kann man auch noch als erwachsener essen, das schadet nicht. Vielleicht wäre das die günstigere Variante.

  • Kosten für Trinknahrung
    Antwort von vulkanismus ·

    Lt. Google nach 0,1 Sek - warum nicht selbst?!

    Trink- und Sondennahrungen sind bei fehlender oder eingeschränkter Fähigkeit zur normalen Ernährung verordnungsfähig gemäß gültiger Arzneimittelrichtlinie (Kap. I §§ 18-26). Dies bedeutet, die Kosten für die medizinische Ernährung werden von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen. Dies ist der Fall, wenn eine Modifizierung der normalen Ernährung oder sonstige ärztliche, pflegerische oder ernährungstherapeutische Maßnahmen zur Verbesserung der Ernährungssituation nicht ausreichen.