Gesetzliche Krankenversicherung + Krankenkasse - neue und gute Antworten

  • Beide in freiwilliger gesetzlicher Krankenversicherung - wie versichert nach Heirat?
    Antwort von RHWWW ·

    Hallo,

    die Voraussetzungen für die kostenlose Familienversicherung sind in § 10 SGB V geregelt: u.a.

    • keine Einkünfte (Begriff wie im Steuerrecht) von mehr als 405 bzw. 450 Euro monatlich

    und

    • keine hauptberufliche selbständige Tätigkeit

    Wenn diese Voraussetzungen erfüllt sind, sind bei der bisherigen Krankenkasse noch die Kündigungsfristen zu beachten. Diese sind je nach Satzung der Krankenkasse unterschiedlich.

    Nioch Fragen offen?

    Gruß

    RHW

  • Beide in freiwilliger gesetzlicher Krankenversicherung - wie versichert nach Heirat?
    Antwort von billy ·

    Das würde nur gehen wenn der mitzuversichernde Ehepartner kein oder nur ein geringes Einkommen laut SGB (wurde in einigen Antworten drauf eingegangen) hat. In der letzten Frage haben Sie es schon fast selbst erklärt, wenn jemand versicherungspflichtig beschäftigt ist, ist die Krankenversicherung nur über die eigene Mitgliedschaft möglich. Ob dann beide Ehegatten in der selben oder in unterschiedlichen KK versichert sind ist unerheblich.

  • Beide in freiwilliger gesetzlicher Krankenversicherung - wie versichert nach Heirat?
    Antwort von mig112 ·

    Arbeitnehmer:

    Wer oberhalb der Minijobgrenze verdient ist automatisch krankenversicherungspflichtig. Wer oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze verdient ist freiwilliges Mitglied einer gesetzlichen Kasse oder könnte in die private Krankenversicherung wechseln.

    Selbständige:

    Können sich privat versichern oder freiw. Mitglied einer Krankenkasse werden/sein.

    Sonstige bzw. ohne eigenes Einkommen:

    Kinder und Hausfrauen m/w können auf Antrag und zum Mindestbeitrag freiw. Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse werden. Nach Heirat kann die Familienversicherung vorgenannter Personen geprüft werden.

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    Kommentar von barmer ,

    Alles richtig. Aber die Antwort auf die Frage wird der Fragesteller wohl vergeblich suchen.

  • Beide in freiwilliger gesetzlicher Krankenversicherung - wie versichert nach Heirat?
    Antwort von Hanseat ·

    Hallo, die sogenannte Familienversicherung ist im Sozialgesetzbuch V im § 10 geregelt. Kurz gesagt geht das nur wenn:

    der Ehepartner nicht selber versicherungspflichtig in der GKV ist, der Ehepartner nicht versicherungsfrei oder nicht von der Versicherungspflicht befreit ist; hierbei bleibt die Versicherungsfreiheit nach § 7 (geringfügige Beschäftigung) außer Betracht, der Ehepartner nicht hauptberuflich selbständig erwerbstätig ist und der Ehepartner kein Gesamteinkommen hat, das regelmäßig im Monat ein Siebtel der monatlichen Bezugsgröße nach § 18 des Vierten Buches überschreitet (= in 2015 sind das 405,- Euro), für geringfügig Beschäftigte beträgt das zulässige Gesamteinkommen 450 Euro.

  • Beide in freiwilliger gesetzlicher Krankenversicherung - wie versichert nach Heirat?
    Antwort von Carabella ·

    Nach meinen Erkenntnissen ist es so, dass eine Mitversicherung des Partners nur möglich ist, wenn dieser nicht mehr als 395 Euro oder bei einem Minijob nicht mehr als 450 Euro verdient.

    Er darf kein Beamter sein, nicht hauptberuflich selbstständig und nicht privat versichert sein.

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    Kommentar von barmer ,

    nur ein paar Kleinigkeiten:

    2015 sind es 405 EUR. Und eine PKV ist kein Hindernis, denn die könnte man ohne Einhaltung einer Frist kündigen, sonst ist man doppelt versichert.

    Kommentar von Carabella ,

    Vielen Dank für den Hinweis.

  • Wechsel in PKV nach Scheidung - Kind?
    Antwort von RHWWW ·

    Hallo,

    nach der Scheidung ist die Krankenversicherung des anderen Elternteils ohne Bedeutung für die Familienversicherung des Kindes. Wenn ein Elternteil Mitglied einer gesetzlichen Krankenversicherung ist, kann dieser das Kind kostenlos familienversichern: 10 SGB V (§ 10 Absatz 3 SGB V trifft wegen derScheidung nicht zu). Wenn die geschiedene Ehefrau später erneut heiratet und in die Familienversicherung des Ehegatten wechselt, sind für das Kind ggf. eigene Beiträge zu zahlen (mindestens 163 Euro monatlich).

    Geht es um eine Krankenversicherung für einen Arbeitnehmer oder für einen Selbständigen/Freiberufler?

    Gruß

    RHW

  • Day-Trader....Einkommenssteuererklärung... Krankenversicherung
    Hilfreichste Antwort von RHWWW ·

    Hallo,

    die Krankenkasse richtet sich bei der Beitragsberechnung nach § 240 SGB V.

    Einzelheiten:

    (1b) Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung und Einnahmen aus Kapitalvermögen sind den beitragspflichtigen Einnahmen nach Abzug von Werbungskosten zuzurechnen. Werbungskosten sind Aufwendungen zur Erwerbung, Sicherung und Erhaltung der Einnahmen. Als Werbungskosten ist bei Einnahmen aus Kapitalvermögen ein Betrag von 51 Euro pro Kalenderjahr zu berücksichtigen, sofern keine höheren tatsächlichen Aufwendungen nachgewiesen werden.Satz 3 ist erstmalig auf Einnahmen aus Kapitalvermögen aus dem Kalenderjahr 2009 anzuwenden.

    Quelle:

    http://www.gkv-spitzenverband.de/media/dokumente/krankenversicherung_1/grundprin...

    Veränderung der Einnahmehöhe:

    (7) Die innerhalb eines Kalenderjahres erzielten Einnahmen aus Kapitalvermögen sind ab dem Zeitpunkt der der Nachweisführung folgenden Anpassung der Beitragsfestsetzung wegen der Überprüfung nach § 6 Abs. 2 dem jeweiligen Beitragsmonat mit einem Zwölftel des um die Werbungskosten nach § 3 Abs. 1b Satz 3 geminderten Jahresbetrags für zwölf Monate zuzuordnen.

    Gruß

    RHW

    Alle 4 Antworten
    Kommentar von RHWWW ,

    Danke für den Stern!

  • Day-Trader....Einkommenssteuererklärung... Krankenversicherung
    Antwort von Kevin1905 ·
    Liege ich da richtig?

    Ja, es sei denn du hast keinen Freistellungsauftrag zugeteilt oder dein Einkommensteuersatz liegt unter 25%. Dann wäre es dämlich auf die Anlage KAP zu verzichten und dem Staat Steuergelder zu schenken.

    Auch realisierste Verluste magst du sicher gegenrechnen lassen.


    Als Mensch mit Einkünften nach § 20 EStG bist du nicht versicherungspflichtig in der GKV. Das heißt prinzipiell erstmal freiwilliges Mitglied und damit nachweispflichtig für Einkünfte unterhalb der Beitragsbemessungsgrenze. Sonst wird diese als Bemessungsgrundlage genommen.

    Beitragsrelevant ist das, was im Steuerbescheid steht. Der Sparerpauschbetrag von 801,- € darf abgezogen werden.

  • Day-Trader....Einkommenssteuererklärung... Krankenversicherung
    Antwort von billy ·

    1) Ja das könnte ausreichend sein. 2) Die jährlichen Aufstellungen der Broker sollten als Nachweis genügen, möglich wäre aber auch das die Krankenkasse weitere oder andere Einkommensnachweise. Zur Belegung des Jahreseinkommens für die Kasse wäre auch die Einkommensteuererklärung (nebst Angabe der Einnahmen die der Abgeltungssteuer unterliegen sehr gut)… wobei natürlich die Verlusttrades von den Gewinnen abgezogen werden.

  • Day-Trader....Einkommenssteuererklärung... Krankenversicherung
    Antwort von Typderfinanzen ·

    Zu 1. Ja da liegst du richtig

    Zu 2. Ja der Nachweis reicht aus, i.d.R. wird die Krankenkasse zumindest die Erträge aus dem letzten Jahr ansetzen - das ist aber nur meine Meinung. Am besten schreibst du deine Krankenkasse direkt an.

    Empfehlung : Schau doch mal ob eine PKV für dich nicht besser ist, im meinem Freundeskreis befinden sich einige hauptberufliche Daytrader - alle in der PKV da billiger (jedoch sind alle "jung und gesund")

    Alle 4 Antworten
    Kommentar von Hanseat ,

    Der letzte Teil Ihrer Antwort ist katastrophal, und ich hoffe sehr dass Ihre Freunde nicht hauptsächlich wegen "billiger" in der PKV sind. Das sind nämlich genau die mit völlig falschen Vorstellungen und Überlegungen zur PKV wechseln, und häufig später im Leben kommt das große Erwachen und Geschimpfe. Der finanzielle Aspekt sollte bei einem, hoffentlich dauerhaften, Wecshel in die PKV absolut zweit- oder drittrangig sein. Wer hier vordergründig Geld sparen möchte, solte es lassen denn dieser Ansatz rächt sich in vielen Fällen später im Leben (in unterschiedlicher Weise),

    Kommentar von Typderfinanzen ,

    Der "billiger" Aspekt war nicht vorrangig, sondern die Leistungen.

    Wenn man mit besseren Leistungen auch noch einen niedrigeren Beitrag zahlt - umso besser. Deswegen meine Empfehlung

    Kommentar von Kevin1905 ,

    Der Fragesteller macht doch keinerlei Angaben zu seinem Einkommen, seinerm Alter, seiner familiären Situation oder seinem Gesundheitszustand. Aufgrunddessen hier die PKV Keule zu schwingen halte ich ebenfalls für unseriös.

  • Wechsel in PKV nach Scheidung - Kind?
    Antwort von barmer ·

    Hallo, nach der Scheidung ist das Kind ohne Rücksicht auf die Relation der Einkommen beitragsfrei versichert, solange wenn ein Elternteil in der GKV ist. Wo es wohnt, ist unwichtig.

    Ein Wechsel in die PKV wäre insofern zunächst ohne Folgen. Es gibt aber Fälle, wo das schiefgeht: Frau heiratet erneut, hört auf zu arbeiten und rutscht in die Familienversicherung des Neuen. Dann endet die Familienversicherung, Kind muss mit eigenem Beitrag in die GKV oder PKV.

    Ob eine PKV sonst Sinn macht, kann man von weitem ohne Zukunfts- und Familienplanung nicht sagen.

    Viel Glück

    Barmer

  • Wechsel in PKV nach Scheidung - Kind?
    Antwort von Hanseat ·

    Hallo, für Kind und Mutter bleibt alles so. Sie könnten in die PKV wechseln, aber bitte nicht mit der Priorität, Geld zu sparen. Lassen Sie mal das Geld außen vor, zuerst sollten Sie sich mit den prinzipiellen Unterschieden beider System und auch unbedingt mit den Verhältnissen im Rentenalter befassen. Ein Wechsel hat Vor- und Nachteile, Sie kommen dann in ein ganz anderes System und Sie können eben nicht später so einfach mir nichts Dir nichts zurück wechseln.

    Im Gegensatz zur GKV können Sie in der PKV einen maßgeschneiderten Tarif bekommen. Sie können und Sie sollten es auch m.E., das bedingt aber dass Sie sich ausführlich mit den einzelnen Leistungsaspekten und Möglichkeiten auseinander setzen.

    Gucken Sie, ich erlaube mir das noch einmal zu wiederholen, nicht zuerst aufs Geld sondenr finden Sie (am besten mit Hilfe eins Fachmanns / -beraters) heraus ob die PKV etwas für Sie ist. Dann kommen die möglichen und gewünschten Leistungen und dann ergibt sich daraus ein oder mehrere Tarife und die enstprechenden Beiträge.

    So, oder so ähnlich, sollte die Vorgehensweise aussehen. Andernfalls bereuen Sie einen Wechsel relativ bald und gehören dann zu den Hunderten von PKV-Versicherten die dort eigentlich nicht zu suchen haben und dort nicht sein sollten und die häufig sehr lückenhaft und schlecht beraten wurden.

  • Wechsel in PKV nach Scheidung - Kind?
    Antwort von Kevin1905 ·

    Kann ich nach der Scheidung in die Private Krankenversicherung wechseln ?

    Wenn die Voraussetzungen vorliegen ja.

    Ändert sich da viel im Gegensatz zu Gesetzlichen KV - Geldmässig gesehen.

    Ja du bezahlst die Behandlungen selbst - gehst also in Vorkasse und reichst dann die Originalrechnungen bei deiner PKV ein. Unter Berücksichtigung von Beitragserstattungen und Selbstbehalt kann es aber wirtschaftlich sinnvoller sein, manchmal Rechnungen nicht zur Erstattung einzureichen.

    Bin selber 37Jahre alt und max 1x beim Arzt.

    37 ist ein recht hohes Einstiegsalter und ein vernünftiger Tarif dürfte - vorausgesetzt du bis kerngesund - nicht weniger als 600,- € im Monat kosten.

  • Krankenversicherung für Heimkehrer
    Antwort von RHWWW ·

    Hallo,

    die letzte eigene Krankenkasse in Deutschland muss die Versicherung durchführen (eine andere Krankenkasse ist nicht wählbar). § 5 Absatz 1 Nr. 13 SGB V

    Der Beitrag inkl. Pflegeversicherung beträgt ca. 15% aller Bruttoeinnahmen. Der Mindestbeitrag liegt bei ca. 165 Euro, der Höchstbeitrag bei ca. 720 Euro.

    Wenn man KJinder hat/hatte, sinkt der Pflegeversicherungsbeitrag um 0,25%-Punkte. Der Krankenkasse entsprechende Nachweise vorlegen/einreichen.

    Gruß

    RHW