Gesetzliche Krankenversicherung + Krankenkasse - neue und gute Antworten

  • bAV- Verträge - Kapitalisierung zu unterschiedlichen Zeiten KV-pflichtig?
    Hilfreichste Antwort von RHWWW ·

    Hallo,

    wenn zwischen den beiden Zahlungen keine 10 Jahre liegen, wird per Gesetz automatisch eine Zusammenrechnung der fikltiven 1/120 der Auszahlung hergestellt. Der Zusammenhang lässt sich nur lösen, wenn mehr als 10 Jahre zwischen den beiden Auszahlungen liegen.

    Wenn man eine monatliche Auszahlung der bAV wählt, wird dieser monatliche Auszahlungsbetrag mit dem 1/120 der 1. Kapitalauszahlung addiert und dann mit der Geringfügigkeitsgrente von 148,75 Euro verglichen.

    Was kann noch wichtig sein?

    - wenn man in der Zeit nach der Kapitalauszahlung oder monatlichen Auszahlung als freiwillig versicherter Arbeitnehmer versichert ist, fallen keine Beiträge aus der bAV an (aber ggf. ab Beginn Rente oder Arbeitslosengeld).

    - es gilt immer die Untergrenze in dem Monat des betreffenden Kalenderjahres. Zum 1.1. erfolgt fast immer eine Anhebung der Untergrenze (anhängig von den Entgeltsteigerungen aller Arbeitnehmer).

    - wenn man als Rentner weitere Betriebsrenten, laufende bAV-Zahlungen oder Einkünfte aus selbständiger/freiberuflicher oder Honorartätigkeit hat, werden alle diese Einnahmen addiert und dann mit dem monatlichen Grenzwert von aktuell 148, 75 Euro verglichen.

    Gruß

    RHW

    Alle 2 Antworten
    Kommentar von VorderRente ,

    Hallo RHW,

    vielen Dank für die kompetente Antwort!

    Bei mir ist es in der Tat etwas kniffelig, weil ich eine weitere Betriebsrente, bAV-Zahlungen und Einkünfte aus selbständiger/freiberuflicher Tätigkeit habe.

    Die Versorgungsbezüge laufen schon an der Untergrenze, und für die selbständigen Einkünfte muss ich mal sehen, was sich in der Zukunft ergibt.

    Grüsse

    Kommentar von RHWWW ,

    Gern geschehen!

    Danke für den Stern!

    Bei den Einnahmen aus selbständiger/freiberuflicher Tätigkeit dürfen alle Kosten im Zusammenhang mit der Tätigkeit abgezogen werden (es gelten die Regelungen des Einkommensteuerrechts).

    Am besten bei der Krankenkasse verbindliche Auskünfte einholen, wie das Einkommen geschätzt werden soll und wie bei späteren Abweichungen im Steuerbescheid verfahren wird.

  • bAV- Verträge - Kapitalisierung zu unterschiedlichen Zeiten KV-pflichtig?
    Antwort von barmer ·

    Hallo, aöö

    alles habe ich nicht verstanden  ("kann wohl nicht mehr rückwirkend auf das erste Ereignis bez. einer 10-jährigen Verbeitragung bei Überschreiten der Bezugsgröße eingegriffenwerden. ") Auszahlung für 2017 schon angefordert ?

    Wenn die erste Zahlung 2017 und die zweite 2025 abgerufen werden, hat man nur ca. 2 Jahre, in denen die Freigrenze überschritten wird. Damit wären nur 2 Jahre tatsächlich Beiträge zu zahlen (wenn es sonst nichts Ähnliches gibt). Vielleicht bringt es auch was, wenn man die zweite Rente nicht kapitalisiert ?

    Viel Glück

    barmer

    Alle 2 Antworten
    Kommentar von VorderRente ,

    Eine Auszahlung ist noch nicht erfolgt. Die erste Kapitalisierung ist ca. 2019 geplant, die zweite viel. 2020.

    Mit "rückwirkend" meinte ich, ob in 2020 auf 2019 zurückgegriffen und die Addition in Bez. auf die gesamte Summe erfolgen könnte.

    Gruß

    Kommentar von barmer ,

    Hallo, irgendwie verstehen wir uns nicht.

    Bei Auszahlung wird der Betrag rechnerisch auf 120 Monate verteilt. Wenn diese Monatsrate die Bagatellgrenze (zzt. 148,75 EUR) übersteigt, sind Beiträge (auf den gesamten Monatsbetrag) zu zahlen.

    Wenn eine Zahlung alleine unterhalb der Bagatellgrenze liegt, sollte doch versucht werden, den Überscneidungszeitraum zu minimieren. Daher mein Vorschlag, 2017 und 2025., wenn nichts anderes dagegenspricht. Da es pro Jahr um ca. 18,5 % der Auszahlung geht, müßten die Argumente für ein Zusammenziehen der Auszahlungen schon schwerwiegend ein.

    mfg

    Barmer

    Kommentar von VorderRente ,

    Hallo Barmer,

    ich denke, wir verstehen uns schon... In 2017 ist es noch zu früh, da bin ich auch noch im Betrieb.  Den zweiten Vertrag nicht zu kapitalisieren wäre eine Möglichkeit. Es geht eben darum, keinen zeitlichen Zusammenhang herzustellen.

    Vielleicht hat noch jemand einen rechtlichen Aspekt aus der Erfahrung.

    Danke schon mal!

    Grüsse

    Kommentar von barmer ,

    aber die Bedenken "Es geht eben darum, keinen zeitlichen Zusammenhang herzustellen.

    Vielleicht hat noch jemand einen rechtlichen Aspekt aus der Erfahrung."

    habe ich immer noch nicht verstanden.

  • Ist der Arbeitgeber nicht verpflichtet die Hälfte des Krankenversicherungsbeitrags zu bezahlen?
    Antwort von barmer ·

    Hallo, wenn Sie beim Arbeitgeber als Werkstudent beschäftigt sind, muss er das nicht, weil er davon ausgehen kann, dass Sie als Student versichert sind.

    Die studentische Pflichtversicherung hat mit Vollendung des 30.Lebensjahres geendet und Sie hätten unabhängig von den Jobs den freiwilligen Mindestbeitrag zahlen müssen von ca. 170 EUR.  Dazu hat es sicher auch Korrespondenz von der Kasse gegeben. Als freiwillig Versicherter werden Sie aber entsprechend Ihrem Einkommen eingestuft und daher wird die Kasse aufgrund der Einkünfte Nachzahlungen verlangen. Die Kasse macht alles richtig.

    Und der Arbeitgeber auch, weil er ja nicht weiß, dass Sie kaum noch studiert haben.

    Möglicherweise ist der Arbeitgeber auch nicht mehr an Ihnen interessiert, wenn er Sozialversicherung bezahlen muss.

    Viel Glück

    Barmer