Aktien + Insolvenz - neue und gute Antworten

  • Welche Ölkonzerne sind bei einem Ölpreis von unter 50 USD akut insolvenzgefährdet?
    Antwort von wfwbinder ·

    Die Ölmultis leiden durch erhebliche Gewinneinbrüche:

    http://web.de/magazine/wirtschaft/oelmultis-leiden-shell-bp-exxon-co-druck-30800...

    Einsparungen, Entlassungen und besonders schlimm, geringere Boni für die Vorstände. Aber die Multis bekommen keine existenzbedrohenden Schwierigkeiten, weil sie entsprechend geringe Förderkosten haben.

    Anders ist es für die kleineren und Mittleren Unternehmen, die sich mit Ölschiefer, Ölsänden usw. befassen. Die haben erheblich höhere Förderkosten und können in größere Probleme geraten.

  • Welche Ölkonzerne sind bei einem Ölpreis von unter 50 USD akut insolvenzgefährdet?
    Antwort von gandalf94305 ·

    Die Produktionskosten von Shale Oil liegen bei 70-90 USD/bbl.

    Die Produktionskosten in den arabischen Emiraten, Saudi Arabien, Nigeria, Iran, Iraq, Algerien, Russland liegen zum Teil deutlichst unter 20 USD/bbl. Die lateinamerikanischen Produzenten liegen im Bereich von 20 USD/bbl.

    Biodiesel in Europa liegt im Bereich von 50-70 USD/bbl.

    Erhöht also nun beispielsweise der Iran die Fördermenge mit wegfallenden Embargos, so wird der Crude Oil Preis eine ganz bestimmte Richtung bekommen :-) Und Du kannst raten, wer darunter am meisten leiden wird.

    Die kürzlich noch ausgerufene Energie-Autarkie in Nordamerika beginnt zu bröckeln und einige Insolvenzen in diesem Bereich zeigen bereits, wo die Reise hingeht. Natürlich wollen die klassischen Förderstaaten einen höheren Preis, aber dann bekommen sie auch mehr Konkurrenz. Ein Preis um die 40-50 USD/bbl wird immer noch genügen Profit abwerfen und dennoch die Konkurrenz im Zaum halten.

  • Wird Barrick Gold pleite gehen?
    Antwort von Kevin1905 ·

    Es kann hier im Forum - noch sonst irgendwo - jemand die Zukunft voraussehen.

    Jedes Investment ist mit einem Risiko verbunden. Entweder mit einem verschwindend geringem (entsprechend niedrig fällt deine Rendite aus), oder mit höherem Risiko bis hin zum Totalverlust (dementsprechend auch höhere Chancen).

  • Wird Barrick Gold pleite gehen?
    Antwort von gandalf94305 ·

    Ist mir egal.

    Ich beherzige die Regel, daß ein Instrument, das 20% fällt, verkauft wird, um etwas Vielversprechenderes zu kaufen. Manchmal verkaufe ich auch schon bei -10% oder -15%.

    Bei Barrick Gold hätte man also bei einem Einstieg zu 35 EUR spätestens bei 28 EUR aussteigen sollen. Wer bei 13 EUR dachte, jetzt ist der Boden gefunden, hätte dann bei 10 EUR den Hut nehmen sollen. Und wer bei 10 EUR "billig" gekauft hat, sollte bei 8 EUR sich verabschiedet haben.

    Hoffnung ist ein sehr schlechter Ratgeber. Die Mentalität "das ist tief gefallen, das kann nicht weiter fallen" funktioniert auch nicht, denn es gibt eine ganze Menge möglicher Kurse unterhalb von 6,50 EUR... und auch eine ganze Menge unterhalb von 1 EUR :-) Man darf nicht emotional an einem Investment hängen. Man darf auch nicht glauben, die Zukunft dieses Unternehmens einschätzen zu können. Das kann man nicht. Man muß Barrick Gold aber auch nicht unbedingt haben. Der Chart spricht eine eindeutige Sprache: es gibt Besseres. Analysten mögen ihre zukünftigen Einschätzungen haben - aber es sind nur Einschätzungen. Wissen kann auch niemand, wo es hingeht. Daher: Pferdchen wechseln. Regel #1: niemals eine Aktien ohne Absicherung im Portfolio lassen.

  • Wird Barrick Gold pleite gehen?
    Antwort von Sitaara ·

    Trendanalyse auf Basis 6 Monate: Ein Kursabschlag in Barrick Gold, einem der größten Goldproduzenten weltweit, von fast 50 Prozent in nur zwei Monaten ist schon sehr extrem. Nach dem Fehlausbruch im Mai haben die Bären das Ruder in der Aktie komplett übernommen und schicken diese von einem Tief zum nächsten. Die Kurse befinden sich im freien Fall und der Abwärtstrend ist so stark wie nie. Problem an der ganzen Sache ist die Tatsache, dass der Goldpreis selbst erst vor kurzem ein Verkaufssignal bekommen hat, welches noch eine Zeit lang anhalten dürfte. Es steht also nicht gut um den Goldaktiensektor.

    Expertenmeinung: Zumindest kurzfristig gibt es allerdings etwas Hoffnung. Die Börse ist keine Einbahnstraße, weder auf dem Weg nach oben, noch auf dem nach unten. So sind wir in dem Titel derzeit extrem überverkauft, was nichts anderes bedeutet, als dass hier eine technische Gegenbewegung in den kommenden Tagen sehr wahrscheinlich sein dürfte. Doch Vorsicht! Diese Bewegung dürfte nur von kurzer Dauer sein und wird wohl nicht länger als zwei bis drei Wochen andauern.

    Quelle: Lynx

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